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Reisebericht Spanien2011...7200km durch Frankreich, Andorra und Spanien

Erstellt von boro, 24.06.2012, 08:05 Uhr · 34 Antworten · 5.907 Aufrufe

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    #21
    Wir checkten die Wettervorhersage für die nächsten Tage:
    Regen, Regen, Regen, Regen...

    Und das für komplett Südfrankreich, Norditalien und die Schweiz. Und nicht nur paar Tage, sondern über den gesamten Vorhersagebereich plus Tendenz. Nur Regen, überall wo man noch hätte hin können.

    Verdammt!!!
    Wir wollten doch eigentlich in den Cevennen bleiben und dort ein paar schöne Tage verbringen. Ich hatte auch den Wunsch, dass wir danach noch bisschen in die französischen Alpen fahren. Das konnte man alles vergessen.
    Morgen soll es Richtung Zentralmassiv noch trocken bleiben. Übermorgen überall Gewitter.

    Wir entschieden uns dann einstimmig dazu, dass wir den Urlaub abbrechen und machten einen letzten Plan.


    Freitag nutzen wir das trockene Wetter um auf Landstraße in Richtung Lyon zu kommen, dabei aber noch paar schöne Straßen mitzunehmen.



    Götz hatte ein kleines Missgeschick in der Kurve und ist gestürzt. Gottseidank ist nichts schlimmes passiert und nur ein Blinker hat größere Schäden abbekommen. Die anderen Dellen und Kratzer fallen bei der Kiste auch nicht weiter auf.


    Ca. 150km vor Lyon hatte ich keinen Nerv mehr und wir sind in ein Hotel.
    http://www.eliotel.fr/



    War auch nicht schlecht dort.

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    #22
    Unser letzter Tag ist schnell erzählt. Wir sind die komplette Strecke bis nach Hause auf der Autobahn gefahren.

    Aber zuerst Sörens neue "Innenstiefel".


    Schnicke, wa.


    Ist doof man so lange Haxen hat, dass die Regenhose im sitzen über die kurzen Stiefel rutscht.



    Auf der Heimfahrt hatte wir richtig Glück:
    Da führen oft in Richtung dunkelblaue Gewitterwolken. aber jedes mal wenn ich dachte jetzt gehts gleich los, hat die Autobahn einen Schlenker um das Gröbste gemacht.





    Ich hatte keine Lust mehr und wollte heim.

    17:00Uhr war ich zuhause und machte mein traditionelles Tachobild:



    Die nüchternen Zahlen:
    7194km in 19 Tagen, davon 1 Ruhetag.
    5 Länder (Deutschland, Frankreich, Andorra, Spanien, Gibraltar)
    2-29°C

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    #23
    Meine Zusammenfassung von mir der Reise:

    Mir hat der Urlaub nicht gefallen. Von Spanien war ich insgesamt gesehen enttäuscht. War ich am Anfang noch von der Landschaft begeistert, fehlte mir dann die Abwechslung. Ich fand, dass es in den Hügeln rund um Ronda nicht viel anders aussieht, als kurz nach den Pyrenäen.

    Spanien kann nicht pleite sein! Das kann nicht sein. Dort werden Straßen gebaut, das habe ich noch nicht gesehen. Und sobald eine Landstraße Kurven hat, neigt der Spanier dazu eine gerade, vierspurige Straße genau neben die alten zu bauen. Die alten Straßen sind aber picobello in Ordnung.
    Wahnsinn. Da werden schon europäische Gelder verblasen. Klar, Infrastruktur ist auch wichtig. Aber das ist doch nicht nachhaltig investiert. Die spinnen dort komplett.

    Mir gefallen die Städte und Dörfer nicht wirklich. Da ist in den meisten Fällen nichts schön hergerichtet. Da könnten sie mal bisschen Geld vom Straßenbau reinstecken. Das wäre auch eine Idee.

    Wenn man so eine Reise nochmal machen will, braucht es mehr Zeit. 3,5 Wochen sind so wie mir es machen wollten zu kurz. Eine Alternative wäre, die Motorräder auf Hänger oder noch besser in einen Sprinter zu laden und kurz über die Autobahn hinzublasen.

    Mich ärgert im Nachhinein, dass wir nicht einfach in Frankreich geblieben sind. Dort hätten wir einen richtig tollen und entspannten Urlaub machen können. 3-4 hotspots wo man paar Tage bleibt und Tagestouren macht, dazwischen 1-2 Tourtage.
    Diesen Urlaub habe ich bereits im Hinterkopf. Das war das gute an diesem Spanien Urlaub. Ich weiß genau wo ich in Frankreich als nächstes hin will.
    Frankreich ist ein tolles Reiseland. Je öfters ich dieses wunderbare Land bereise, umso deutlicher wird es.

    Das Ende des Urlaubs war für meine Stimmung der Overkill. Innerhalb von 3 Tagen von den Pyrenäen (Laruns), über die Cevennen und Auvergne nach Hause zu fahren war heftig. Gerade der letzte Tag komplett auf Autobahn. Das ist genau das was ich eigentlich nicht will. Aber es ging wegen dem Wetter nicht anders. Es war auch im Nachhinein das beste so.


    Was richtig schön war, war das Zusammensein mit Alex, Götz und Sören. Das war klasse, lustig und mir sehr viel Spaß gemacht.




    Für mich war Spanien2011 die Reise mit der ich am unzufriedensten bin. Das hatte ich mir alles ganz anders vorgestellt.

    Aber wie gesagt: Dafür habe ich schon eine richtig tolle Idee für mehrere Frankreich Urlaube.
    Das ist ja auch was wert.

    Nordspanien muss ich mir noch mal anschauen. Das stelle ich mir interessanter vor. Das ganze kann man mit ner ausgeprägten Pyrenäen Tour verbinden. Im September 2012 ist es vermutlich soweit.


    Danke fürs Lesen.



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    #24
    Moin boro,

    schöner Bericht und tolle Bilder. Danke!


    Bereits beim Lesen der ersten Zeilen kam mir der Gedanke, dass ihr _in dieser Zeit_ zuviele Kilometer unter die Räder genommen habt.

    Ich tendiere eher dazu, immer wieder für zwei bis drei Tage ein Basislager zu nutzen und von dort die Umgebung zu erkunden. Weniger Stress ... und weniger Kilometer.


    Noch heute Abend besteige ich den Autozug nach Lörrach und werde übermorgen in den Cevennen ankommen. Dort treffe ich zwei Kumpels. Anschließend hangeln wir uns nach Lörrach wieder zurück. Leider nur ein Kurztripp (5 Tage), aber für einen ersten Eindruck wird es reichen.


    Nochmals: schöner Bericht!

  5. Registriert seit
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    #25
    Klasse Bericht.

    Danke.

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    #26
    Sehr schöner Bericht. Danke dafür!
    Ich habe für 2013 schon ein neues Ziel: Die Auvergne!

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    #27
    Zitat Zitat von hübbel Beitrag anzeigen
    Dank dem Bericht habe ich für 2013 schon ein neues Ziel: Die Auvergne!
    Eine sehr gute Wahl!!!


    Ich habe im September 5 Wochen frei.
    Da werde ich 3,5-4 Wochen unterwegs sein.

    Momentan sieht meine Überlegung so aus, dass ich über die Auvergne und Limosin und Midi-Pyrenees mich langsam und gemütlich in Richtung die Pyrenäen bewege. Dort quer von Süd nach Nord durch. Evtl. nehme ich in Spanien noch die Picos de Europa mit. Und dann gemütlich über mein geliebtes Süd-Frankreich, Cevennen und wenn´s Wetter passt über die Route de Grand Alpes wieder heim.

    Das wäre so die Überlegung. Einen genauen Plan gibt es nicht. Ich lasse mich viel lieber spontan treiben. Wenn es mir irgendwo gefällt schlage ich mein Zelt auf und bleibe dort. Wenn ich Lust habe zum weiter fahren, geht es weiter.

    Wer Interesse an einem Bericht über 3 Wochen Frankreich hat:
    http://www.mikemoto.de/Forum/phpBB3/...php?f=35&t=156





    Da auf der Reise nur 3 Suzuki´s waren, poste ich den Bericht hier nicht. Das war ein richtig geiler Urlaub!!! Da denke ich heute noch sehr gerne zurück.

    Frankreich ist einfach ein ganz tolles Reiseland. Nicht nur, aber gerade auch mit dem Motorrad.


    Gruß vom Fernwehhabenden
    Jochen

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    #28
    ...puh, wie gut das Du "Mein Spanien" nicht kennen gelernt hast....wie auch bei dieser Hetze und Kilometerbolzerei....

  9. Registriert seit
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    #29
    Schöner Bericht, danke!
    Noch 5 Wochen, dann gehts auf nach Narbonne.
    Pyrenäen und quer durch Franreich wieder Heim.
    Wird bestimmt wieder klasse.

  10. Registriert seit
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    #30
    Hallo Touringfreunde!

    Ich hatte im Dezember letzten Jahres eine Autozugverbindung von Düsseldorf nach Narbonne/Frankreich gebucht, um von dort aus weiter über Barcelona zum MotoGP im Motorland Aragon/Alcaniz, dann danach durch die spanischen und französischen Pyrenäen (wobei Andorra eigentlich auch mit dabei sein sollte) nach Biarritz und dann quer durch Frankreich zum Superbike-WM-Finale in Magny Cours/Nevers zu fahren. Ein Aufruf ("Saisonendetour nicht nur für Racing-Fans")in lerito.de bzw. biker-szene.de, um Mitfahrer(innen) zu aktivieren, ergab leider keine Resonanz. Und ein Freund aus Schottland musste krankheitsbedingt unser Treffen/gemeinsames Fahren in Spanien sowie die schon gebuchten Unterkünfte canceln!

    Die DB-Autozug hatte jedoch zu Ostern den/meinen - einzig möglichen - Zugtermin aus wirtschaftlichen Gründen ebenfalls gecancelt. Daraufhin habe ich die DB im Hinblick auf Schadensersatz wg. Nichterfüllung des Transportvertrages angeschrieben und nach Zusage der Kostenübernahme einen Motorrad-Shuttle-Service gebucht, der meine Yamaha FZS 600 Fazer bis zum Airport Costa Brava nach Girona bei Barcelona gebracht hatte. Ich selbst bin dort mit Ryan-Air für wenig Geld hingeflogen. Das hatte alles prima geklappt!, auch die folgenden 2000Km bei meistens prima Wetter bis zur Nacht vom 4. zum 05.10.2012. Da wurde mir meine abgeschlossene/gesicherte Yamaha (Bj. 2003, fast 57.000Km) direkt vor meinem Hotel in Perigueux geklaut! Ich bin dann mit Mietwagen die Heimreise angetreten!

    Hier ein Auszug aus meinem "Tagebuch", welches ich in meinen "social-networks+foren" verbreitet habe:

    Ola. ich war u.a. gerade in Lourdes auf meiner Spanien-Pyrenäen-Frankreich-Herbst-Saison-Abschlußtour, um etwas "Inspiration" für mein weiteres Leben zu erfahren und habe tatsächlich für eine unfallfreie Fahrt für alle Biker usw. gebetet.

    Fataler Fehler - ich hatte bei meinem Gebet die Maschinen nicht berücksichtigt. Vielleicht hat man auch gesehen, das ich bei der Vorbeifahrt an heiligen Marketenderständen den Kopf geschüttelt hatte, weil "Weihwasser" mit Lourdes-Aufdruck in 5L-Plastik-Behältern verhökert wird. Hier gibt´s sowas im Lidl fürs Bügeleisen, nennt sich aqua destillata oder auch destilliertes Wasser. Da wusste ich jedoch nicht, das 4 Tage später meine Yamaha Fazer geklaut sein würde und ich momentan den Glauben an das Gute im Menschen - hier speziell: im Franzosen - verloren habe. Denn vor 32 Jahren war ich schon einmal mit einem ebenso wenig französisch sprechenden Kumpel, Thomas, in Le Castellet in Südfrankreich, um auf dem Circuit Paul Ricard den damaligen Heros wie Sheene, Roberts, Mang, Ekerold usw. zu zu jubeln! Da war der Regler an meiner 550er Suzuki defekt und die Batterie "kochte" regelmäßig leer. Aber kein "Frog" wollte mich verstehen, dass ich etwas destilliertes Wasser für die Batterie brauchte, obwohl ich diese in Händen trug und darauf zeigte - und irgendwann "Oh Gott, versteht mich denn in diesem "vermaledeiten" Land niemand sagte, nachdem ich es auch mit dem "aqua destillata" probiert hatte (in Chemie hatte ich zeitweise eine 1 und der Fachbegriff ist eben hängen geblieben). Lautsprachlich klingt "Oh" jedoch wie "eau", und ein schlauer Franzos schloß messerscharf bei gezeigter Batterie nicht auf 4711 -Echt Kölnisch Wasser - was zur Übertünchung des typischen Südfrankreich-Zeltplatz-Alc-Hitze-Geruchs vielleicht die eher zu erwartende Antwort gewesen wäre; nein - wir bekamen tatsächlich das Elixier für die Batterie - und die Heimfahrt konnte angetrten werden. Insgesamt waren es damals anstrengende 3600Km von Pfingstfreitag mittags bis Pfingstmontag, also 3,5 Tagen. Nun nimmt man sich ob des Alters ja mehr Zeit, wählt bequemere Lösungen (Shuttle-LKW-Transport des Bikes bis nach Spanien zum Flugplatz Girona + eigener Flug dorthin - was alles wunderbar geklappt hat), jedoch hat sich Jahrzehnte später wieder der Kreis der (non)verbalen Kommunikation und meine persönliche Meinung über die Franzosen geschlossen. Die w o l l e n nicht! (reden).

    C´est la vie! Warum musste ich in der Schule nur Latein nehmen. So´n bischen Französisch hätte auch dem Nordfriesen gut getan!

    Bettet mich+meine geliebte Fazer ´mal mit in eure Gedanken (auch wenn´s nur was Materielles ist) beim Saisonabschluß-Gottesdienst mit ein. Vielleicht bin ich ja schon etwas "plemplem", aber wenn man allein bzw. nur mit seinem Bike unterwegs ist, da bedankt man sich doch schon ´mal bei der Maschine, wenn sie einen sicher über die 4 großen Tour de France-Pyrenäen-Passe getragen hat. Hoffentlich liest das kein Psychiater - sonst bekomme ich hier noch Sitzungsangebote!
    Trotz allem war die Reise es wert, sie auch "allein" angetreten zu haben! Und die DB-Autozug GmbH hat mittlerweile auch alle (Mehrkosten) in Höhe von 3000€ zzgl. 100€ Wiedergutmachung + Rücküberweisung des Fahrkartenpreises (216€) abschließend beglichen.
    Nun habe ich einen langen Winter vor mir, in dem ich mich für mein nächstes Motorrad entscheide(n muss), da die TT auf der IoM schon im Mai für 2013 fix gebucht wurde!

    Den 0-Meridian habe ich übrigens im Regen "überfahren".
    Liebe Grüße und eine schöne und unfallfreie Restsaison!


 
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