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Rumänienreise 2012

Erstellt von Gorgo, 29.07.2012, 13:20 Uhr · 26 Antworten · 6.210 Aufrufe

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    Standard Rumänienreise 2012

    #1
    Hier werde ich heute eine kleine Zusammenfassung unserer Reise nach Rumänien beginnen und nach und nach fortführen

    Wie alles begann:

    Gerry hatte im Oktober 2011 im GS-Forum einen Beitrag eröffnet und Mitfahrer für eine ca. 1o-tägige Tour nach Rumänien gesucht. Rumänien stand auch auf meiner Wunschliste relativ weit oben und ich hatte noch nicht entschieden, wo es 2012 hingehen sollte. Also nahm ich Kontakt auf. Als ich meinem Kollegen Dietmar, mit dem ich in den letzten Jahren immer wieder zusammen unterwegs gewesen war, davon erzählte, war er Feuer und Flamme. Hinzu kam dann auch noch Dirk aus der Oberpfalz und schon waren wir zu viert.

    Natürlich sollte es ein Kennenlerntreffen geben und es musste etwa in der Mitte zwischen unseren Wohnorten stattfinden. So verabredeten wir uns für ein Wochenende im Februar in Kirchheim und buchten dort ein paar Zimmer in einem kleinen Hotel. Dort angekommen verstanden wir uns sofort und machten uns bei einigen Kannen Kaffee an die Planung unserer Tour. Starten wollten wir Ende Mai, gleich nach Pfingsten.

    Wir beschlossen, dass wir Norddeutschen, also Gerry, Dietmar und ich, von Hamburg aus mit dem Autoreisezug der ÖBB nach Wien fahren wollten, was uns einen Tag sparen würde, den wir natürlich lieber in Rumänien verbringen wollten. Dirk würde auf seinen zwei Rädern Richtung Wien fahren, in der Nähe übernachten und am nächsten Morgen würden wir uns nahe der ungarischen Grenze treffen.

    Los geht’s:




    Treffen auf einem Parkplatz auf der A7 bei Hannover. Es geht nach Hamburg, wo heute abend der Autoreisezug der ÖBB nach Wien startet.



    Die "Schlange" am Autoreisezug in Hamburg, die meisten hier fahren allerdings nach München oder Lörrach, wir sind die einzigen Motorradfahrer nach Wien und dürfen zuerst auf den Zug fahren.



    Unsere Kühe sind verladen und verzurrt. Vor der Abfahrt gibt es noch ein nettes Gespräch mit der Schaffnerin der ÖBB. Die Fotos aus dem Inneren des Zuges erspare ich euch mal, so habe ich es mir immer an Bord eines U-Bootes vorgestellt...



    Zwischen Wien und der Grenze zu Ungarn treffen wir Dirk an einer Tankstelle. Nach kurzer Begrüssung und einem Kaffee geht es weiter an der Donau entlang in Richtung Györ. Es sind übrigens 27° im Schatten.



    Die ungarischen Landstraßen bieten nicht viel Abwechslung. Es geht nahezu immer geradeaus, linksseitig fließt die Donau.



    Eine kurze Trinkpause am Ufer der Donau



    Während wir den schönen Donaustrand genießen werden wir Zeugen einer kleinen Wettfahrt zwischen zwei Kreuzfahrtschiffen.



    Weiter folgen wir der Donau nach Budapest. Auf dem Foto ist das ungarische Parlarmentsgebäude zu sehen.



    Dieser "Wasserlinienbus" fährt auf der Donau durch Budapest



    Doch nach einer Runde in der Hitze durch die Stadt müssen wir weiter, schließlich wollen wir nach Rumänien. Budapest ist aber sicher noch mal eine Reise wert. Also geht es wieder auf den meist schnurgeraden Landstraßen in Richtung Debrecen



    In Debrecen finden wir ein nettes Hotel mit kühlem Bier und einem abgesperrten Parkplatz mit hohem Zaun drum herum.



    Am nächsten Morgen reisen wir in der Nähe von Satu Mare in Rumänien ein, wo es zu unserem Erstaunen auf rumänischer Seite tatsächlich eine Passkontrolle gibt. Dabei reisen wir ja von einem EU-Land in ein anderes und solche Kontrollen sind selten geworden. Auf der Rückfahrt kontrollierten dann übrigens die Ungarn.



    Satu Mare haben wir umfahren, die Stadt macht mit ihren Plattenbauten keinen sonderlich einladenen Eindruck und wir hatten bei fast 30° auch wenig Lust auf Stadtverkehr. Kurze Pause in der Nähe der rumänisch-ukrainischen Grenze, wo wir den schönen Fernblick genießen.



    Dirk nutzt die Pause um gleich ein wenig seine Conti TKC 80 zu testen, dazu haben wir sie schließlich aufgezogen.




    Weiter geht es durch die wunderschöne Maramures und wir erreichen schließlich Sapanta, wo wir natürlich den von einem örtlichen Künstler gestalteten fröhlichen Friedhof (http://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%B6hlicher_Friedhof ) besichtigen möchten. Die Kirche ist gerade eingerüstet und ich frage mich, was die deutsche Bau-BG wohl zu diesem Gerüpst sagen würde....






    Auf dem Bildern der Grabtafeln ist mehr oder weniger deutlich zu erkennen, wie die dort ruhenden Toten gelebt haben oder zu Tode gekommen sind. Leider können wir die Texte nicht lesen - schade!



    Voller Eindrücke verlassen wir Sapanta, denn wir wollen heute noch ein paar Kilometer fahren und eine Unterkunft müssen wir uns auch noch suchen. Die sind hier in der Maramures relativ dünn gesät.



    Und so finden wir später mit dem "Siesta" ein nettes Hotel, der Wirt freut sich ein wenig Deutsch sprechen zu können, dass er vor 30 Jahren mal in der Schule gelernt hatte. Abends wird im Garten gegrillt, das Bier ist kühl und die freundliche Bedienung bemüht sich uns ein wenig rumänisch beizubringen, wobei sie genauso viel Spaß hat wie wir...

    Wird fortgesetzt!

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    #2
    Danke für die ersten Eindrücke eurer Reise freue mich auf die Fortsetzung .....
    Rumänien steht für 2013 auf dem Programm auch wenn mein Kumpel da noch überzeugt werden muß.
    Gruß
    Tom

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    #3
    Weiter so. RO steht bei mir für 2013 auch oben. Was hat der Autoreisezug nach Wien gekostet???

  4. Registriert seit
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    #4
    Bitte mehr! Schnell!

    Bucht man in Rumänien vor oder fährt man einfach von Hotel zu Hotel?

  5. Registriert seit
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    #5
    Zitat Zitat von Foo'bar Beitrag anzeigen
    Bitte mehr! Schnell!

    Bucht man in Rumänien vor oder fährt man einfach von Hotel zu Hotel?
    Beides geht problemlos.

  6. Registriert seit
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    #6
    Moin!!
    Schöner Bericht und tolle Fotos!!!!kann man/frau nicht genug bekommen
    Mehr bitte.

    Grüße Edda

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    #7
    Top Bericht macht Lust auf mehr.

    Rumänien habe ich auf meiner Liste.

  8. Registriert seit
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    #8
    Zitat Zitat von Nobbi55 Beitrag anzeigen
    Was hat der Autoreisezug nach Wien gekostet???
    Hin- und zurück ca. 280,- € für Mensch und Motorrad. Es lohnt sich in der Reservierungszentrale der ÖBB anzurufen, denn es gibt Tage, die teurer oder billiger sind als andere. Wären wir z.B. einen Tag eher gefahren (Pfingstmontag), hätten wir 60,- € mehr zahlen müssen.

  9. Registriert seit
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    #9
    Zitat Zitat von Foo'bar Beitrag anzeigen
    Bucht man in Rumänien vor oder fährt man einfach von Hotel zu Hotel?
    Nordlicht hat Recht, beides geht! Wie du in Nordlichts sehr schönem Reisebericht lesen kannst, hatte er insbesondere in der Maramures zweifellos eine besonders empfehlenswerte Unterkunft bereits vorher klar gemacht.

    Wir haben unsere Unterkünfte immer spontan gesucht, was aus meiner Sicht den Vorteil hat, dass man etwas flexibler ist, insbesondere wenn das Wetter mal schlecht ist und man die vielleicht geplante Tagesetappe nicht schafft.

  10. Registriert seit
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    #10
    Teil 2



    Die rumänischen Dörfer sind häufig viele Kilometer lang, wobei sich die eigentliche Bebauung auf den Straßenrand beschränkt. Hinter den Häusern liegen Gärten und insbesondere in der überwiegend armen Maramures ist Selbstversorgung an der Tagesordnung. Die meisten Familien haben ein oder zwei Pferde und häufig auch eine Kuh. Auf dem Foto sieht man auch einen der zahllosen Hunde, die man an den Straßenrändern trifft, ab und zu auch überfahren, den mit den Geschwindigkeitsbegrenzungen nehmen es die Rumänen nicht soo genau. Es kam durchaus vor, dass uns innerhalb einer Ortschaft ein Sattelzug mit 80 km/h überholte.



    In den Dörfern fallen uns auffällig viele frisch renovierte Kirchen auf.





    Auch unzählige Storchennester auf Bäumen oder bevorzugt auf Strommasten in den Ortschaften erstaunen uns. Nahezu jeder Ort in der Maramures schein ein bis zwei Storchenpaare zu beherbergen. Auf dem unteren Bild sieht man übrigens auch eine der zahlreichen Europafahnen, die fast überall hängen. Die Rumänen sind offensichtlich stolz darauf, zur EU zu gehören.



    Hier das typische Transportmittel der Landbevölkerung. Mit Pferd und Wagen wird nahezu alles transportiert. Diese Gespanne sind wirklich allgegenwertig.



    Hier ein Einblick in die Heuernte - wie man sieht, alles Handarbeit!



    Unser heutiger Weg geht nach Vișeul de Sus zur Wassertalbahn ( http://de.wikipedia.org/wiki/Wassertalbahn ). Als wir dort ankommen, stellen wir leider fest, dass der Zug im wahrsten Sinne des Wortes bereits abgefahren ist. Da hätten wir doch etwas früher aufstehen müssen.



    Aber wenn wir schon einmal hier sind, sehen wir uns noch den kleinen Bahnhof und das verbliebene "rollende Inventar" an und beschließen dann der "Straße" in Richtung Wassertal zu folgen. Mal sehen, wie weit wir kommen.



    Nach wenigen hundert Meter müssen wir entweder umkehren, weil der Weg an einem Sägewerk endet oder über diese Brücke fahren. Als die auf der anderen Seite zu sehenden Rumänen erkennen, was wir vorhaben, heben sie die Daumen und versichern uns, dass die Brücke hält...



    Dietmar beweist Mut und versucht es als Erster - und sie hält tatsächlich!



    Auf der anderen Seite geht es recht abenteuerlich weiter, denn es hatte in der Nacht geregnet. Nach ein paar Kilometer wurde es immer heftiger und wir beschlossen umzudrehen.



    Immerhin haben unsere Motorräder heute schon etwas Patina bekommen - findet auch das Pferd, das wir mitten in der Pampa am Straßenrand freilaufend und neugierig treffen. Kuh meets Pferd eben!



    Weiter geht es also und wir wenden uns langsam die Karpaten entlang in Richtung Süden. Immer wieder halten wir an und bewundern die großartige Landschaft.




    Hier eine der in Richtung Siebenbürgen zahlreicher werdenen Wehrkirchen.



    Unser Tag endet heute in
    Gura Humorului, wo wir nach kurzer Suche die Pensiuna Hildes finden, wo wir ein prima Appartment für 4 Personen bekommen.

    Fortsetzung folgt!


 
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