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Seensucht (Reisebericht Gardasee, Juni '09)

Erstellt von marQs, 06.08.2009, 00:31 Uhr · 29 Antworten · 9.105 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Zitat Zitat von diddibalu Beitrag anzeigen
    ...sehr schön, darum fahren wir morgen für 2 Wochen dorthin...

    Gruß
    diddibalu
    hi, dann sieh mal zu, dass das wetter dort unter in schwung kommt oder bleibt, denn ich fahre in 14 tagen mit einer gruppe runter

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    Lächeln ...sei recht...

    #12
    Hi Jupp,

    ...ich geb alles...

    Gruß
    diddibalu

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    #13
    Zitat Zitat von marQs Beitrag anzeigen
    Ums kurz zu sagen: Ja, ich habe eine neues Lieblingsstrecke gefunden.
    Das kann ich nachvollziehen.
    Das ist sie bei mir seit langem
    Aber eigentlich ist es einer meiner Lieblingsregionen.
    Mein Zelt steht wenn, dann immer am Lago de Idro.

    Anhang, Die Brücke über den Lac aus verschiedenen Jahren
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken lac3.jpg   lac2.jpg   lac1.jpg  

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    #14
    Dienstag, 16. Juni 2009

    Ich wache erneut wieder viel zu früh auf was eigentlich gar nicht so mein Fall ist, alles andere in der Wohnung schläft noch. Beschließe zumindest mal den Tisch zu decken und die Brötchen aus dem Keller zu holen bis das der Rest aufsteht. Auch die Sauerei vom Vorabend wird noch aufgeräumt. Fast.



    Dann vertreibt man sich die Zeit halt durch Spielereien mit der Digicam



    Es gibt Frühstück mit typisch italienischen Ciabattabrötchen, Nutella, Aprikosenmarmelade und dazu leider nur einen löslichen Schnellkaffe. Tja, zumindest daran kann man noch arbeiten. Aber meckern is nich, besser wie nix. Das Wetter ist jedenfalls wieder 1A.



    Eine ebenso vorgefertigte Tour Richtung Trento wird beschlossen und ich lade die Route vom MTP auf die Navis.
    Der Start beginnt um kurz nach 10 Uhr und in Limone stehe ich gefühlte 200 Jahre wegen eines Wolfsburgers im Stau, weil der sich trotz ellenlanger Verkehrslücken nicht abbiegen traut. Auch der alltägliche Stau vor und in Riva trägt nicht zwingend zur guten Laune bei. OK, es ist Urlaub, da verzeiht man so was auch mal. Muß man ja.



    Durch Torbole hindurch und am Kreisverkehr links wieder in die Berge über den “Passo San Giovanni”, welcher eigentlich nur eine leichte Erhöhung der Straße ist. Zumindest wenn man sich den Rest der Gegend hier betrachtet. Kurz vor Loppio tanke ich noch mal das Faß meiner GS voll um erneut meine Ruhe zu haben. Der Tankwart ist anscheinend leicht damit überfordert und verkleckert für ‘nen guten Euro Sprit über mein Mopped. Dafür kommt er gleich mit einem Lappen angeflitzt und ledert Doris von oben bis unten ab. Brav, für diese Leistung könnte er eigentlich gleich wieder 5 Euro extra verlangen.
    Die Route führt mich etwas später links ab der Hauptstraße nach Valle San Felice Mosi hinauf nach Pra del Lago. Dieser Pass hat anscheinend keinen Namen, macht mir aber nix. Schön zu fahren ist er trotzdem. Oben am Scheitelpunkt stehen vor einem Café die letzten Motorräder, die ich in den nächsten Stunden sehen werde. Die Fahrer der Zweiräder sitzen an Tischchen dahinter und schlürfen ihren Morgenkaffee.
    Ein schmales Asphaltband windet sich quer über die Wiese, irgendwie hab ich das Gefühl als ich wäre hier falsch. So nach und nach verbreitert sich die Straße wieder, der Verkehr bleibt trotzdem aus. Sowas gefällt mir und ich kann meinen eigenen Stiefel fahren. Die Abfahrt der Hammer, eine Aussicht jagt die nächste.



    Mein Tomtom will schließlich nach geraumer Zeit einen freien Fall links den Berg hinunter (Nachtrag: das kommt davon wenn man beim aktuellen MTP die Option “Stadtdurchfahrten vermeiden” anklickt), ich verweigere, mache Foto von der Aussicht und fahre einen kleinen Bogen um diese nur noch rudimentär vorhandene Straße.
    In Roventero verlangt die Routenführung nach Irrfahrt durch dubiose Kreisverkehre sonst wohin in ein Wohngebiet, ich zapple hin und her, bin kurz vorm Verzweifeln und fahre halt mal 20 Meter in falscher Richtung in einer Einbahnstraße. Beobachtet von 2 Carabinieris, aber die interessierts zum Glück nicht mal. Tja - wir sind im Süden. An der Auffahrt zum Passo Sommo erwartet mich eine niegelnagelneue Asphaltdecke. Es folgt der Ort Guardia mit einem schönen Aussichtspunkt.



    Ich fahre durch Serrada und nach einer Abkürzung durch einen Bauernhof kommt eine Strecke durch den Wald ohne Markierungspunkte, Leitpfosten oder Randmarkierungen. Aber schön ist sie, die merke ich mir mal falls ich mal wieder hier in der Gegend bin. Ausgespuckt von der Strecke werde ich bei Fondo Grande, es folgt der Passo Coe und ich mache natürlich wieder ein Passfoto.



    Langsam wirds kalt, unter mir sehe ich noch vereinzelte Fleckchen Schnee liegen. Auf der anderen Seite des Berges verdichten sich die Wolken. Hoffentlich komme ich nicht in ein Unwetter. Da hätte ich jetzt seltsamerweise gar keine Lust drauf. Kurz darauf wird die Sichtweite arg begrenzt, ich sehe höchstens noch 20 Meter weit. Nahezu im Schritttempo rolle ich hangabwärts.
    Zum Glück klart es ein kleines Stück weiter unten auf, das biken macht jetzt wieder viel mehr Spaß. Über San Sebastiano gelange ich bis nach Carbonare, hier biege ich erneut links ab. Vor lauter Kurvengeilheit schmeiße ich Doris beim abbiegen fast hin. Mann, ist das peinlich. Wenigstens kuckt keiner.



    In Pian de Pradi ist eine große Baustelle, ein Wegpunkt wird wieder nicht erkannt. Es nervt. Vor Mattarello erspähe ich einen schönen schattigen Parkplatz in den ich einfahren will, jedoch versperrt mir eine graue GS den Weg - DIE graue GS. Wie bei der Geschichte mit dem Hasen und dem Igel.
    Der Weg von Mattarello durch Trento ist schnell erzählt, ich habe mir extra einen Weg um das Zentrum gewählt.

    Kommen wir nun zum nächsten Highlight des Tages, der Auffahrt zum Monte Bondone. Ja, so sollten alle Strecken sein. Hier folgt Kurve an Kurve, unterbrochen von unzähligen Kehren jeglicher Radien. Plötzlich springen 2 Einheimische vor mir auf die Straße und fuchteln wie blöd mit den Armen. Erst erschrecke ich wie’d Sau bis ich bemerke, dass sie mich lediglich davor warnen wollen das hinter der nächsten Kehre Ausbesserungsarbeiten an der Fahrbahndecke stattfinden. Tatsächlich, fast wäre meine BMW ohne diese Warnung rückseits in eine Teermaschine eingeschlagen.

    Hier nochmal ein kleines Movie, allerdings jetzt mal von einem Auto raus gefilmt:

    Drück drauf:

    Hach ja, das waren noch Autos. Doch zurück zum Moppedbericht...

    Oben warte ich diesmal auf die Graue, wir machen abermals ein Päuschen und essen unsere mitgebrachten Brötchen.
    Die Abfahrt auf der Westseite ähnelt der Wasserkuppe in der Rhön und ist nicht sonderlich spannend, also bitte bei der nächsten Urlaubsplanung gleich richtig mit einberechnen.
    Ohne weiteren Stopp fahren wir durch das Tal wieder bis Riva und finden innerorts einen kleinen Parkplatz für Motorräder.
    Ein Café AUF dem Gardasee östlich von Riva lädt uns zum Verweilen ein.



    Kaffee trinken, Sonne genießen, Seele baumeln lassen…… So lässt sich’s leben.



    Es folgt der unumgängliche Weg in der Mittagssonne zurück zum Parkplatz und wir schauen uns bei der Gelegenheit Riva noch ein wenig an.

    Aha, hier kommt die Putzfrau anscheinend auch nicht jeden Tag...



    Wir bereden den weiteren Ablauf des heutigen Tages und entscheiden uns für einen Besuch beim lokalen Discounters um Futter nachzufassen. In Arco werden wir fündig.
    Die Rückfahrt folgt zwangsweise wieder auf der Gardesana Occidentale, ich finde diese Strecke inzwischen als überbewertet und wir erklimmen über die “Autobahn” hinauf den Berg nach Tignale. Normalerweise wär ich liebend gerne wieder durch "meine" Schlucht gefahren, aber mir reichts auch für heute. Ein Dresdner Drexak im silbernen Ford Focus drängelt mich dafür beim Überholen fast ins Abseits. Blödmann.

    Wir verräumen unsere Einkäufe aus dem Tankrucksack und nehmen unsere Position am Pool ein.



    Zum Abendessen gibt’s Weisswein und Nudeln mit Tomatensoße, dazu einen leckeren Gurken-Ruccula-Salat.
    Wir sitzen noch lange bei mollig warmer Temperatur auf dem Balkon und kucken die ersten Fotos auf dem Laptop an.



    Ein letzter Blick auf die Uhr verrät 00:44 - gute Nacht! Die erste Hälfte vom Urlaub ist bereits vorbei...

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    #15
    vielen Dank, so muß ein Urlaubsbericht sein, kurzweilig geschrieben und Fotos an der richtigen Stelle, könnte ich ewig weiterlesen...Danke

  6. Registriert seit
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    #16
    Zitat Zitat von yyyves Beitrag anzeigen
    ...könnte ich ewig weiterlesen.
    Danke - leider kann ich nicht ewig Urlaub machen.

    Am kommenden Montag folgt er nächste Teil....

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    #17
    Wirklich ein schöner Bericht, ich hab die ganze Zeit das Gefühl, ich hätte was verpasst.
    Aber wir hatten leider nicht so viel Zeit...

    Dafür war bei uns der Croce Domini einen Monat später offen.

    Gruß

    David

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    #18
    Mittwoch, 17. Juni 2009

    Wann ich heute aufgestanden bin kann ich nicht sagen. Nicht weil ichs nicht verraten will, nein, einfach deswegen weil ich es vergessen hab. Matthias ist schon lange vorher wach, das Kaffeewasser ist noch warm, der Fernseher lief noch. Sackzement, ich glaub in dem LIDL-Bier war eine Zeitverzögerung. Zum Frühstück gibt’s bei mir also optional mal ‘ne Aspirin-Tablette dazu.
    Nach dem allgemeinen Aufrödeln startet der heutige Ausflug gg. 10:15 Uhr. Er beginnt mit der Abfahrt nach Limone.

    Weil ich mich nicht entscheiden kann welches der nächsten beiden Bilder ich veröffentlichen soll bekommt ihr halt beide zu sehen. Ist ja jetzt auch schon Wurscht...





    Heute ist brutal viel Verkehr Richtung Riva unterwegs, ich schiebe es mal auf das eher bescheidene Wetter. Der Himmel ist wolkenverhangen und für den Nachmittag solls angeblich richtig ungemütlich werden. Da möchten die Urlauber in ihren rollenden Bürgerkäfigen anscheinend genauso planlos wie wir in der Gegend rumeiern anstatt schön bräsig am Strand rumzuliegen.



    Im letzten Tunnel vor Riva Stau, ich tue es den Italienern gleich und fahre links an der ewig langen Schlange vorbei – ist gar nicht mal so schwierig!
    In Riva selber bekommt man dann aber fast einen Hitzeschock weil es so dämpfig ist und dort kaum ein Lüftchen weht.
    Wir durchqueren wieder Torbole Richtung Mori und fassen Sprit an der gleichen Tanke wie gestern. Ich fülle meine Benzinreservoir heute lieber selber, kaufe mir eine Dose Cola und beobachte wie der Tankwart heute die Graue abfeudeln darf, weil auch hier wieder Sprit übergelaufen ist.
    Nach Mori zweigt die Tour rechts weg hinauf zum Monte Baldo auf die hochgelobte Höhenstraße, auch hier erwartet uns neuer Asphalt.



    Den Routenvorschlag habe ich ebenfalls aus dem Reiseführer - nicht alles daran ist schlecht (aber dazu später mal etwas mehr). Auch hierzu gibt es Filmchen aus der Tube was wenigstens ansatzweise ein paar Impressionen aus der Landschaft wiedergibt. (Achtung: ebenfalls wieder Onboardaufnahmen aus einen Auto, dafür diesmal wenigstens mit Stil! Trotzdem lieber mal den Ton ausmachen)

    Vorhang auf, Licht aus...

    Höher und höher schrauben wir uns auf dieser Straße den Berg hinauf, alles macht Laune ohne Ende. Plötzlich stehen wir vor einer Baustelle, die Höhenstraße ist aufgrund von Bauarbeiten an der Fahrbahndecke just in dieser Woche gesperrt, kein Durchkommen möglich. Ein weiterer Kuh-Treiber auf seiner 1150er GS, der rein zufällig ankommt, probierts trotzdem - ohne Erfolg. Mist!
    Wir fahren also die Umleitung über den etwas südlich gelegenen Teil der Straße der trotzdem schön ist. Hier finden wir schon wieder einen Batzen Schnee. Tja, was bleibt einem da anderes übrig als mal wieder ein paar Bildchen zu machen. Und eine kleine Schneeballschlacht Mitte Juni.



    Über Caprino Veronese hab ich den weiteren Verlauf abgeändert. Durch schön südländische Orte werden wir geführt und es gefällt. In der einen Ortschaft stehe ich vor einer Kirche mit ihren typischen offenen Glockentürmen und ich schaue mich ein wenig um. Prinzipiell täts mich nicht wundern, wenn hier plötzlich Don Camillo und Peppone über den Marktplatz laufen würden.

    Das Wetter macht inzwischen wieder einen sehr guten Eindruck, denn eigentlich wurden für den späteren Tagesverlauf schlimme Unwetterfronten vermeldet.
    Ich komme wieder am See bei Bardolino an. Den kleinen Umweg hab ich mir extra rausgesucht, war doch dieses Dorf damals 1991 mein erstes Reiseziel mit frischem Führerschein, eigenem Auto und einem trinkfesten Kumpel. Ja, da war ich noch jung und hatte das Geld....
    Leider erkenne ich fast nix mehr und fahre diesmal auf der Gardesana Orientale durch Garda nordwärts bis nach Torri del Benaco. 13:29 Uhr ist meine Ankunft an der Fähre, ich warte auf die Graue und informiere mich derweil mal über Abfahrtszeiten und Preise fürs Schiffchenfahren. 13:37 Uhr, die Graue ist da.



    Wir kaufen die Tickets und unterhalten uns mit ein paar anderen Motorradtouristen. Das übliche Blahblah halt. Übrigens: die Fährpassage kostet 5 €/Person und noch mal 3,10 € fürs wesentlich größere und schwerere Mopped. Das soll einer verstehen. Wir dürfen erst 5 Minuten vor Abfahrt an Bord und müssen uns links anstellen was aweng blöd ist, weil das Deck hier arg nach unten hängt. Auf dem Hauptständer stehen aber unsere Mühe recht stabil, also belassen wirs dabei. Bei den anderen Zweirädern an Bord schauts schon recht schebbs aus, bei so manchen Gefährt bleibt ein Teil der Besatzung am Bock stehen um eingreifen zu können, falls es 90° Schräglage im Stand geben sollte.



    Ich lege meine Jacke auf Doris ab und ein Stewart kommt auf mich zu und schwallt mich in einem Kauderwelsch zu. Zuerst glaube ich, er will die kürzlich erworbenen Fährtickets überprüfen bis mir klar wird, das er sich primär für die Umbauten an meiner GS interessiert. So mit Hand und Fuß wird erklärt, das ich eigentlich nur überflüssiges Ballast abgebaut hab. Wie ich versuche ihm „optische Schadensbegrenzung“ auf italienisch zu übersetzen merke ich wieder, das mein Wortschatz dieser Sprache doch recht schmal ist. Ich fasele halt diverse Stichpunkte vor und er zieht davon. Möchte nur mal wissen, was er verstanden hat. Hoffentlich nix schlimmes....
    So nebenbei bekommen wir Gespräche der anderen Biker mit. Da wird sich doch tatsächlich drüber beschwert, das es (KEIN Witz!!!) in Venedig recht feucht ist und das die Stadt Verona zu groß ist.
    Um 14 Uhr legt der Kutter pünktlich ab, die Überfahrt nach Maderno dauert etwas über eine halbe Stunde. Zeit also genug um unser Proviant für den heutigen Tag zu uns zu nehmen.



    Auch das Navi weis das es jetzt schwimmen darf. (Bild links unten). Na gut, das ist es 2008 im Elsass auch schon mal.... ist aber mehr ein Insidergag!



    Wir setzen über



    In Maderno fahren wir südwärts. Auch hier ist der Verkehr dichter und wir schauen zu wie ein Postbote auf seinem Vesparoller fast von einem deutschen Rentner, der offensichtlich mit den südländischen Verkehrsregeln überfordert ist, von seinem fahrbaren Untersatz gehoben wird. Durch diese Ablenkung ignoriere ich die Anweisung des Navis und wir verfahren uns. Tja, beim nächsten Mal bin ich schlauer, denn jetzt müssen wir wieder mal durch Kilometerlange Tunnels in denen es stickig und staubig ist. Für einen kurzen Moment öffne ich das Visier: ein saudummer Fehler, sofort sind meine Augen voller Staub und brennen. Die Ventilatoren an der Tunneldecke laufen eh schon auf Hochtouren und untermalen die Szenerie dazu noch mit einem ohrenbetäubenden Lärm. Ich bin heilfroh als wir wieder ans Tageslicht kommen.
    Etwas später biegen wir rechts ab hinauf durch Moglia, es ist sausteil, dafür gibt’s wenig Verkehr.
    Vor uns öffnet sich erneut ein kleines Tal und wir kommen an eine Kirche mit einer DriveIn-Möglichkeit.



    Angekommen in Nozza können wir beobachten wie ein LKW-Fahrer sein Arbeitsgerät an einer Baustelle fast den Hang hinunterschmeißt. Für den dürfte der Tag auch gelaufen sein - zumindest für seine Unterhose. Es gibt durchaus Situationen, da möchte ich mit manchen Menschen nicht tauschen.
    Wir kommen wieder ans Südufer des Idrosees an und entdecken ein Straßencafè welches bereits von Moppeds umlagert ist. Es stellt sich heraus, das der Wirt selber Biker ist und sein Angebot auf diese Klientel ausgelegt hat. Ich bestelle einen typischen italienischen Kaffee (den mit dem Becherchen Wasser dazu) und bin erstaunt: Kostenpunkt 1 Euro! Holla, nach dem ersten Nippen merke ich: Da sind aber mindestens schon für 4 Oiro Kaffeepulver drin. DIE Kneipe werde ich weiterempfehlen.



    Vor der Abfahrt beleidige einen Ducatifahrer ohne es zu merken. Mensch, ist mir das peinlich!
    Die Rückfahrt zum Gardasee trete ich im Qualifing-Modus an, ich bin heute richtig gut drauf. Vielleicht liegts auch an der Überdosis Koffein in meiner Blutbahn.
    In Tignale stocken wir unseren Biervorrat auf, heute gibt es u. a. Mal ein 0,66er Wührer-Bräu aus der Flasche. So, und jetzt ratet mal, wo wir uns die Hopfenbrause eingeflößt haben...



    Zum Abendessen gibt’s wieder belegte Brötchen und einen Salat dazu. Auch heute sitzen wir lange draußen und genießen den Ausblick auf die Ostküste mit dem beleuchteten Malcesine.



    Letzter Logbucheintag für heute 23:40 Uhr, rumsitzen dauert noch sehr viel länger…

  9. Registriert seit
    17.07.2009
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    #19
    ...bis jetzt sehr amüsant zu lesen!

    Ist schon doof mit diesen Lieblingsstraßen das sie immer so weit weg
    von Zuhause sind, und wo er recht hat hat er recht - Venedig ist feucht
    und Verona auch mir zu groß und überlaufen.

    Anregung: ..die fette Schrift ist nicht wirklich hilfreich fürs lesen.

    Grüße
    Michael

  10. Registriert seit
    27.05.2008
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    Standard

    #20
    Jaja..OK... ich arbeite daran....
    Aber die letzten beiden Teile von dem Bericht werde ich noch so in der Schriftgröße/art weiterführen, wenn erlaubt.
    Trotzdem Danke für die Kommentare, sowas motiviert Einen doch stark weiterzumachen....

    ...schließlich gehts Mitte September mit dem Mopped gen Sardinien!


 
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