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Speck-Hol-Tour nach Südtirol

Erstellt von der_brauni, 30.05.2016, 00:21 Uhr · 7 Antworten · 1.841 Aufrufe

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    Standard Speck-Hol-Tour nach Südtirol

    #1
    Anreise Teil 1: Durch Bayern und Österreich



    Ein Forumskollege hat hier kürzlich mal eine Weinholtour zum Besten gegeben, da dachte ich mir, was kann man eigentlich in Südtirol holen? Wein gäbs da ja auch; da ich aber kein großer Weintrinker bin und speziell die bekannten Sorten da drunten nicht so meins sind, habe ich mich für eine andere kulinarische Spezialität entschieden. Der berühmte "Südtiroler Speck".


    Das verlängerte Wochenende nach Fronleichnam musste dafür herhalten.
    Früh um sieben begann meine Reise. Zunächst wurde auf der Autobahn bis zum Erreichen der Alpen km geschrubbt; ab Ausfahrt Traunstein begann dann der Landstraßen-Spaß:


    Hier kurz vor Melleck am Steinpaß, dahinter grüßen die Berge des gelobten Landes der günstigen Spritpreise



    Erster Zwangsstop bei der Mautstelle Ferleiten an der Nordrampe des Großklockners





    Doch leider dauerte dieser Stopp etwas länger. Wegen eines Unfalls ein Stück weiter oben wurde bereits unten an der Mautstelle der Verkehr angehalten. Und das kurz bevor ich dran kam. Dieses Glück hatte ich bereits ein Jahr zuvor an fast der gleichen Stelle, damals allerdings ein kurzes Stück unterhalb, wo ein Motorradfahrer schwer verunglückte. Auch diesmal flog der Hubschrauber und kurz danach raste die Rettung durch die Mautstation. Die rel. zügige Abwicklung lies aber einen wesentlich glimpflicheren Ausgang der Geschichte vernuten.


    Trotzdem Zeit für ein weiteres Photo



    Eine BossHoss auf freier Wildbahn, welche ich da erstmals in Aktion sah. Ab Bruck war dieses Monster vor mir. Eine gute Gelegenheit den Piloten beim Kampf mit den 300er Schlappen und dem halben Tonne plus x Motorrad zu beobachten und dabei den Sound des V8 zu lauschen. Irgendwie hat das was.


    Nachdem dann wieder geöffnet wurde, gabs dann eine freundliche Ermahnung zur vorsichtigen Weiterfahrt von der Ticketverkäuferin.

    Dessen eingedenk überholte ich erstmal die BossHoss und hatte dann freie Fahrt bis ganz oben zur
    Edelweißspitze.




    Mit genialen Ausblicken






    und Mittagspause bei der Edelweißhütte



    auf der Terrasse




    Am südlichen Ende des Passes dann der Ort Heiligenblut bei leider etwas schlechterem Wetter als im Norden



    Danach gehts ohne großen Aufenthalt weiter über den Iselsberg als Minipass, dann das Drautal hinauf nach Südtirol.

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    #2
    Zitat Zitat von der_brauni Beitrag anzeigen
    Hier kurz vor Melleck am Steinpaß, dahinter grüßen die Berge des gelobten Landes der günstigen Spritpreise
    Das gelobte Land ist meine Heimat in Hintergrund die Loferer Steinberge :-) immer wieder schön Bilder von meiner Heimat zu sehen.

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    #3
    Anreise Teil 2: Von der Grenze Tirol/Tirol bis ins Eisacktal

    Ja Florian, ein schönes Fleckchen Erde kannst du da deine Heimat nennen.

    Weiter aber mit der Anreise auf der italienischen Seite von Tirol, man kann gegen Europa wettern wie man will, aber ich finds gut, dass man die Länder fast nur noch daran unterscheiden kann, wie teuer der Benzin ist. Daher schnell noch das Spritfaß in Sillian mit günstigen Ösi-Benzin aufgefüllt.
    Etwas erstaunt war ich allerdings, als dann ausgerechnet am ehemaligen Grenzposten die Carabinieri in alter Manier - begleitet von Soldaten in Kampfanzug mit Gewehr im Anschlag - Fahrzeugkontrollen durchführten. Dies erinnert doch dann eher an längst vergangene, unschöne Zeiten für die Südtiroler.

    Auf meinem Weg Richtung Cortina ging es zunächst am berühmten "Drei-Zinnen-Blick" vorbei:

    Vorbei ist aber falsch ausgedrückt, Kaffeepause war hier angesagt


    Ob man an dieser Stelle unbedingt ein Hotel mit Bar errichten muß, sollen die Tiroler unter sich ausmachen, wenn dann bitte in solchem oder ähnlichen Baustil und außerdem freut es den gemeinen Touristen, zu denen ich mich natürlich nicht zähle, denn Touristen sind natürlich immer nur die anderen ;-).

    Meine Reiseroute führt mich dann noch am Misurina-See


    und am Passo Tre Croci vorbei:


    Der Blick Richtung Cortina und Falzarrego-Pass verheißt aber wenig gutes


    Als ich dort ankomme war der Schauer durch, die Straße aber noch nass.

    Oben am Valparola-Pass schaut dann die Sache schon wieder freundlicher aus:


    Der letzte Bergpass des Tages war der Grödner Pass; bevor ich dann ins Eisacktal "abstieg" noch folgender 360 Grad Rundumblick gegen den Uhrzeigersinn:

    Richtung Kurfar (Alta Badia)


    Richtung Cir-Spitzen


    Richtung Grödner-Tal (der wolkenumhüllte Langkofel)


    und Richtung Sella-Türme



    Nun noch im Eisacktal Quartier machen, was sich als gar nicht so leicht herausstellte. Die mir bekannten guten Häuser in talnähe waren alle voll. So zog ich mich etwas am östlichen Hang hinauf nach Lajen zurück, wo ich in einem gemütlichen Dorfgasthof eincheckte. Nach dann doch 720 km und einem langen Fahrtag hatte ich mit die Feierabendbierchen redlich verdient.

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    #4
    Einkaufsfahrt zum Speckmetzger mit "kleinem" Umweg:

    Warum soll man 9 km und 6 Tornanti fahren, wenn man 225 km und ca. 150 Tornanti fahren könnte,
    dachte ich mir als ich früh um 9 Uhr schon fahrbereit bin, der Metzgerladen aber bis abends um halb sieben auf hat.

    Also, erstmal übers Villnöss-Tal das enge Bergsträßchen zum Würzjoch hinauf.

    Der Peitlerkofel hat sich aber noch eingehüllt:


    Es folgt eine Umrundung des Sella-Massives im Uhrzeigersinn unter Auslassung der Grödner-Joches (war ich gestern schon)

    An der Südrampe des kleinsten Überganges = Passo del Campolongo:


    Dann kam mit der Zeit richtig Motorradverkehr auf, denn der Freitag war für viele der erste Tag für eine Rundfahrt. Tags zuvor machten viele nur Anreise, obendrein war auch teilweise Sch...wetter. Regen hat eben den Vorteil, daß man freie Fahrt hat.

    Pordoi-Pass (Blick Richtung Sella Pass, rechts ums Eck rum)


    Pordoi-Pass (Blick Richtung Piz Pordoi, im Vordergrund die Seilbahn Talstation)


    Über den Sella-Pass hinab ins Grödner-Tal, dort liegt am Ende des Talkessels
    das Langental - quasi als Wurmfortsatz vom Grödner-Tal:

    im Sommer bei Wanderern, im Winter bei Langläufern beliebt.

    Blick vom Tal zum Langkofel, der alles überragende Berg in dieser Ecke:

    Ein berühmter Grödner soll es einmal so gesagt haben: "Morgens Langkofel, Mittags Langkofel, Abends Langkofel, den ganzen Tag nur Langkofel". Ja, ich finde diese Ernährung auch ein wenig einseitig. ;-)

    Talenge mit Grödner-Bach, dahinter Wolkenstein;


    Die Fischburg;


    Da mir direkte Wege heut gar nicht liegen, verlasse ich das Tal über den Panider-Sattel und fahre über Kastelruth ins Eisacktal hinab.

    Schloß Garnstein in der Tinne-Schlucht


    Eisacktal mit Kloster Säben oberhalb von Klausen (im Hintergrund)


    Der schiefe Kirchturm von Barbian

    Nein nigs perspektivische Verzerrung und nigs besoffene Maurer, sondern ähnlich wie beim Kollegen von Pisa Probleme mit der Bodengeologie, die man zu dieser Zeit technisch noch nicht im Griff hatte.

    Die Erdpyramiden von Lengmoos


    Blick übers Tal Richtung Seis und Schlerngebiet


    Drunten im Tal dann in Kollmann die Friedburg, (rechts oben überagt die Trostburg den Ort Waidbruck):


    und hier gleich ums Eck, gibts den guten Speck.

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    #5
    Hallo "brauni""
    Das erinnert mich an 'was......
    Klasse Bilder hast du da gemacht! Ich komme im September durch Süd-Tirol zurück in Richtung Norden...kann es kaum erwarten!
    Gibt es wohlmöglich ein kleines Filmchen von der BossHoss vor dir? Würde mich echt mal interessieren, wie die sich so gemacht hat; ich kann mir gar nicht vorstellen, diesen Haufen Stahl halbwegs elegant um die Kehren zu bekommen.
    In Dortmund auf der Messe durfte ich mal zur Probe sitzen...und den V8 starten...es war ein invernalischer Krach...
    cu
    Stefan

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    #6
    Ne du Stefan, ich bin da nicht so der Technikfreak, digitale Photographie reicht mir schon,
    das mit dem Filmen überlasse ich den anderen.
    Zur BossHoss:
    Der Sound ist einfach überragend, nicht nur laut.
    Auch in langezogenen Kurven hat man damit schon übelst zu kämpfen, wie die in engen Kurven geht, wollte ich mir nicht ansehen. Ich fuhr das ganze Stück von Bruck bis zur Mautstelle hinter dem Trum her.
    Beim Warten unten hat man sich mit einigen anderen Bikern unterhalten und weitere gesehen, viele von denen traf man oben auf der Edelweißspitze wieder, den BossHoss-Fahrer aber nicht. Der hat sich diese engen Kurven dort oben bestimmt nicht gegeben. Aber wenn der an einer langen Geraden das Gas aufzieht, dann sieht man mit einer GS kein Land mehr.

    Gruß Thomas

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    #7
    Heimfahrt am Tag danach:

    Wenn es richtig schön war - bis auf den unvermeidlichen Pässeverkehr wenn es schön ist - fällt einem die Rückfahrt nach Hause besonders schwer, gehört aber nun mal beim Speck holen dazu.

    Richtung Deutschland führt mich der Weg übers Grödner Joch, das Abtei-Tal ein Stück nach Norden, über den Furkelpass und das Pustertal querend ins Antholzer Tal. Man kann bei mir schon sagen, keine Süd-Tirol-Reise mit dem Mopped ohne den berühmten Viertel-Stunden-Pass, manche nennen ihn auch Stallersattel ;-).
    Davor liegt der Antholzer See:




    Weiter gehts durchs Defreggen-Tal zur Felberntauern-Route bis zur ersten Rast des Tages

    Matreier Tauernhaus:


    Sollte jemals ein Preis für motorradfreundlichen Straßenbau vergeben werden, gebührt dieser wohl der Felberntauern AG für die beiden komfortablen Kehren, welche durch die Neutrassierung, wegen der Hangrutschung vor einigen Jahren, entstanden sind.

    Hier in der Ansicht vom Tauernhaus:


    Durch den Tunnel und über den Pass Thurn gings weiter Richtung Deutschland. Ab da dann zügig auf der Bahn bis nach Zuhause.

    Dort angekommen lese ich doch tatsächlich im Käseblatt Motorrad, dass das mit der geplanten Pässesperrung in den Dolos wohl doch nicht so schnell - wenn überhaupt - kommen wird.


    Na dann kann ich ja beruhigt weiter zum Einkaufen nach Südtirol und in die Dolomites fahren.

    Gruß Thomas.

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    #8
    Schaut fast so aus, als ob sich die Tour gelohnt hätte:


    Mahlzeit !


 

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