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[Tourbericht] Eine Pyrenäenreise nach Ligurien

Erstellt von boro, 21.09.2015, 15:36 Uhr · 28 Antworten · 4.488 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard [Tourbericht] Eine Pyrenäenreise nach Ligurien

    #1
    Eigentlich wollten Götz, Simon und ich für 3 Wochen in die Pyrenäen. Dieser langgehegte Plan löste sich bereits am 2. Tag der Reise in Wohlgefallen auf und auch danach lief es nicht ganz nach Wunsch.


    Ich habe mit mir gehadert, ob ich diesen Bericht wirklich schreiben soll. Der Frust über die Reise war bei mir relativ groß, löst sich aber langsam auf. Die Bilderauswahl bleibt klein.
    Aber was soll´s. Es kann nicht immer nur Traumurlaube sein. Ab und an läuft nicht alles gut. Hier der Bericht.





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    #2
    Wie immer gab es keinen festen Plan. Wir wollten innerhalb von 3-4 Tagen auf schönen Straßen, aber halbwegs zielgerichtet nach Nordspanien, in die Gegend um Bilbao.


    Der erste Tag führte uns schön durch die Vogesen. Das war mal wieder richtig geil. Dort fahre ich sehr gerne.






    Schiffshebewerk Saint-Louis Arzviller


    Empfang - Das Schiffshebewerk von Saint-Louis Arzviller




    Simon´s 650er Bandit hat kurz danach die 100.000 km voll gemacht. Mein Glückwunsch dafür. Das Motorrad sieht dafür auch sehr gut aus.





    Im Jura hat uns leider bei Besancon die angekündigte Regenfront voll erwischt. Da hat es eine halbe Stunde geregnet wie blöd.
    Danach war aber wieder schönes Wetter. Ich habe Götz und Simon dazu überredet doch zu zelten. Das Wetter wäre ja wieder gut und nachts soll es auch nicht mehr regnen.


    Das war leider nicht ganz richtig. Es zogen auf dem Regenradar immer wieder ganz kleine Regenzellen durch. Und der Campingplatz lag genau unter den Zellen. Nur wenige Kilometer weg, sah es auf dem Regenradar komplett trocken aus.
    Mein Zelt ist nicht mehr richtig dicht. So war dann morgens auch ne schöne Pfütze im Zelt. Das war dann wohl die Rache dafür, dass ich unbedingt zelten wollte.


    Am nächsten Tag war aber alles wieder gut.





    Camping les 3 ours-Mobil-Home-Lodge-Restaurant-Piscine-Val d'Amour-Jura-Arbois-Salins-Poligny
    Mir gefällt es dort. War mein zweiter Besuch dort.

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    #3
    Am 2. Tag wollten wir weiter in die Auvergne. Wir sind aber nicht weit gekommen....










    Ich fahre vorne, bremse leicht weil mein Navi mich von der Hauptstraße links in eine kleine Straße abbiegen lassen will.





    Simon bremst auch, auf einmal höre ich das Geräusch von einem blockierenden Reifen. Ich schaue in den Rückspiegel und sehe Götz in Problemen.
    Er schafft es nicht die Bremse zu lösen und ich sehe im Spiegel wie er auf seine linke Seite stürzt.


    Götz hat Schmerzen in den Rippen links und in seinem Knie.
    Seine Bandit hat schon viele Unfälle gehabt. Diesmal ist der Kupplungshebel abgebrochen, Tacho und Scheinwerferfassung sind am Arsch.





    Das fixen Simon und ich mit Panzerband und verbauen einen neuen Kupplungshebel. Dann ist das Motorrad wieder fahrbereit.


    Nach einer Stunde sind wir soweit, dass wie versuchen weiterzufahren. Nach kurzer Fahrt meint Götz, dass das Motorrad nicht gerade ausfährt. Wir haben dann noch die Vorderradgabel gelöst um zu schauen ob sie vielleicht verspannt ist.
    Das hat etwas Besserung gebracht. Aber das Motorrad hat bleibende Schäden. Entweder ist der Lenker krumm und/oder die Gabelbrücke hat einen Schlag. Einen von den zwei Lenkeranschlägen ist auch abgebrochen.


    Götz geht es auch noch nicht gut. So entscheiden wir den Tag abzubrechen und zu einem Campingplatz nur 7 km entfernt zu fahren.
    Da haben wir Glück gehabt. Das ist ein sehr guter Platz. Er war auch sehr gut besucht.







    SITE OFFICIEL Domaine de louvarel - Camping Bourgogne - Vacances Jura

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    #4
    Ich ging davon aus, dass für Götz die Reise vorbei ist. Er wird sicher eine Rippenfraktur oder Prellung haben. Was genau ist eigentlich egal, beides tut viele Wochen weh.
    Zusammen mit Simon hatte ich schon besprochen, dass wir am 3. Tag Gas geben und auf direkten Weg, ohne Schnick-Schnack, weiter fahren. Dann holen wir die Zeit wieder raus.




    Ich war überrascht, als Götz am nächsten Morgen meint, dass es ihm etwas besser geht und er weiter mit fährt. Das hat mich gefreut.


    Dann habe ich mir aber eine Stunde angeschaut wie er sich quält. Ihm ging es mit jeder Minute schlechter. Ich wollte ihn schon ins Krankenhaus fahren.


    Es war dann schnell klar, dass die Reise für Götz hier und heute endet. Ich machte den Vorschlag, den ADAC Plus zu nutzen. Das wollte Götz aber nicht. Er wollte auf dem eigenen Motorrad nach Hause fahren. "Das würde schon gehen." Und er will es alleine machen, um Simon und mir den "Urlaub nicht zu versauen".
    Er kam aber nicht ohne Hilfe aufs bzw. vom Motorrad.


    Der Urlaub war bereits schon versaut, ich wollte mir nicht das ganze Leben versauen, in dem ich einen Freund in der Not im Stich lasse.


    Wir fuhren alle zusammen via Autobahn zurück nach Stuttgart. Erstaunlich wie schnell man dort eigentlich ist, wenn man Autobahn fährt.
    Das muss ein Bild für Zuschauer gewesen sein, wenn wir Götz vom und aufs Motorrad gewuchtet haben.


    In Stuttgart schleppte Götz´s Freundin ihn ins Krankenhaus:
    1 Rippe gebrochen, Knie und Sprunggelenk geprellt.




    Simon übernachtete bei mir auf der Couch. Am nächsten Tag beginnt der 2. Teil der Reise. Italien ist ausgemacht.

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    #5
    Mal neben dem Tourbericht:

    War am Samstag mit Götz Essen. Ihm geht es ganz gut. Wie das halt ist mit den Rippen: Mal gehts besser, am nächsten Tag ohne ersichtlichen Grund wieder schlechter. Das wird schon.


    Ich rede ihm schon seit längerem ins Gewissen, dass er sich endlich ein Motorrad mit ABS kaufen soll. Immerhin war dieser letzte Umfaller mittlerweile der 3. Unfall wegen einem blockierenden Vorderrad bei unseren gemeinsamen Urlauben. Da muss man sich doch langsam eingestehen, dass man es nicht kann.
    Naja, muss er selber wissen.


    Ich kaufe mir jedenfalls kein Motorrad mehr ohne ABS.
    Alle anderen technischem Gadgets sind zwar toll wenn man sie hat, ich stehe voll drauf , aber wirklich notwendig ist für mich nur das ABS. Das aber auch nur nebenbei.




    Jetzt weiter mit dem Bericht...
    Simon hatte bei mir übernachtet, am nächsten Tag geht es weiter in die Alpen.

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    #6
    Es geht über die Schwäbische Alb.









    Pause am Wegesrand





    Kloster Zwiefalten
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Zwiefalten




    Wir fuhren weiter in Richtung Allgäu. Mein Garmin 390 hat mittlerweile das Routing über "kurvenreiche Strecken" übernommen.
    Simon, er wohnt nördlich von Würzburg in einem kleinen Dorf, meint dann: "Schön habt ihr es hier".


    Ich finde er hat Recht. Baden-Württemberg ist einfach toll.









    Ruckzuck ändert sich die Landschaft, wenn man ins schöne Allgäu kommt.















    Ich fahre so gerne das Furkajoch.









    Ziel für die Übernachtung war mein geliebter Gasthof Löwen in Sonntag.





    Leider war im Gasthof kein Zimmer mehr für uns frei. Aber die Nachbarin hat ihre Ferienwohnung frei gehabt. Dort haben wir geschlafen. Abendessen und Frühstuck war dann wieder im Löwen.

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    #7
    Am nächsten Tag überließ ich wieder dem Garmin die Strecke zum Splügenpass in der Schweiz. "Interessant" wie das Gerät uns dort hingeführt hat.












    Nach dem Comer See sind wir über die Autobahn durch die Po Ebene. Nach einer Stunde sieht man die Hügeln der Emilia Romagna. Ich liebe diese Region.










    Unsere Zelte haben wir für die nächsten 2 Nächte in auf dem Campingplatz Bobbio aufgeschlagen.
    Camping Pontegobbo - Campeggio a piacenza, camping piacenza, bobbio campeggio
    https://de.wikipedia.org/wiki/Bobbio

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    #8
    Bobbio ist ein nettes kleines Städtchen. Dort könnte ich mich auch für länger wohl fühlen.








    Simon und ich haben an dem Tag eine kleine Runde um den Block gedreht. Die Straßen sind klein, eng, kurvenreich. Da kommt man nur langsam voran.
    Bilder habe ich auch nur wenig gemacht.









    Kleine offroad Einlage. Wir kamen aber nicht dort hin, wo wir eigentlich dachten, dass der Weg hinführt.



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    #9
    Ich wäre gerne mindestens noch mindestens eine Nacht auf dem Campingplatz in Bobbio geblieben. Das wollte aber Simon nicht. Ihm hat der Platz nicht besonders gefallen und er wurde viel lieber ans Meer.


    So haben wir dann ausgemacht, dass wir weiter nach Rapallo fahren.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Rapallo
    CAMPING RAPALLO


    Ich sagte Simon, dass ich dort mindestens 4 Nächte bleiben will. "Ich muss mal runterkommen. Ich fühle mich getrieben und bin innerlich immer noch nicht im Urlaub angekommen".
    Simon war damit einverstanden.













    Gottlob habe ich unterwegs, im Internet noch das Wetter für die nächsten Tage gecheckt. Es ist 2 Tage Gewitter angekündigt....
    Wir haben uns dann auf dem Campingplatz ein Bungalow gemietet. Das war die schlauste Entscheidung im ganzen Urlaub. Dazu aber er später.



    Unser Zuhause für die nächsten 4 Nächte

  10. X-Moderator
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    #10
    finde ich klasse das ihr ihn nicht im Stich gelassen habt.
    Mir ist das mal passier und ich hatte so meine liebe Not einen sicheren Hafen zu erreichen. Es waren nur 3 Km, die hatten es aber in sich.


 
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