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Tricker, kleines Kamel. MZ, großes Kamel. Marokko eine Reise

Erstellt von AmperTiger, 01.11.2014, 20:39 Uhr · 61 Antworten · 10.190 Aufrufe

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    Standard Tricker, kleines Kamel. MZ, großes Kamel. Marokko eine Reise

    #1
    lange im Kopf und dann schnell entschlossen war unser gut 3 wöchiger Marokkourlaub.
    Hier soll davon berichtet werden.
    Wir sind mit Auto und Anhänger nach Genua, haben dort die Mopeds abgeladen und das Auto im Agrotourismo zurückgelassen. Morgens um halb zehn ging es im lockeren Swing 20km bis zur Fähre, wo sich die Mopedfahrer wie immer ganz vorne einreihten..


    um nicht den Fährenfraß genießen zu müssen, bin ich dann (war ja noch locker Zeit bis zum Einchecken) zum nahen Coop gelaufen und hab Brot, Bier, Wurst und diverse andere Sachen besorgt. Da vieele andere die gleiche Idee hatten, dauerte es um einiges länger und als ich mit Tüten bepackt zurückkam, waren alle Motorräder und auch ein gutes Drittel der Autos schon auf der Fähre nun aber hurtig....




    nun begannen 2 lange (weilige) Tage auf der Fähre, die wir aber nutzten uns intensiv mit den Einreiseformalitäten nach Marokko auseinanderzusetzen. Fazit: alles halb so wild, manche Schilderungen sind total überzogen, man braucht bischen Geduld und nen Kugelschreiber. Ein kleiner Zettel für die Polizei mit dem Namen, Ausweisnummer, dem Woher und Wohin. Dann ein kleiner DinA5 Dreifachdurchschreibesatz grün/gelb/weiß für das Fzg mit dem o.g. Daten plus Fzg Daten.
    Damit stellt man sich auf dem Schiff ne gute Std in je eine Schlange, läßt sich beide Zettel 17,3 mal stempeln und das wars auch schon mit dem Papierkram.

    der erste Blick auf Marokko nach fast 48 Std.


    und kurz drauf im Laderaum, ca 25 Mopedfahrer aus 7 Nationen machen sich reisefertig


    die Einreise selbst ist im modernen Hafen TangerMed überhaupt kein Geheimnis, Marokooersttäter müssen zu einem Polizeiposten, der den Ausweis scannt, nach dem Woher/Wohin fragt und schon ist man fertig, nun noch zum Zoll, hier das gleiche, kurzer Blick aufs Fzg, 13 neue Stempel und schon ist man eingereist, Zeitaufwand unter einer dreiviertel Std.
    nun noch kurz zu Assurance (die HUK versichert Marokko nicht mehr) und 90€ später ist man im Besitz einer 4wöchigen Versicherung, Geld getauscht und ab dafür.

    TangerMed nach 10 Min Fahrt.


    wir fahren Richtung Ceuta, der einen spanischen Enklave und von dort an der Küste entlang. Im Nachhinein hätte man sich das sparen können, die Küste ist total zugebaut, man fährt von ClubMed zu ClubMed und das geht dann bis Tetouan so. Heute würde ich in TangerMed auf die Autobahn und bis Tetouan durchfahren.
    Wir haben uns noch schnell verpflegt, umgerechnet 3,50€ für ein kleines Huhn mit viel frischem Brot. kann man nicht meckern.


    wir fahren die Küste nach Oued Laou und finden dort mit Hilfe eines aufdringlichen Guide eine Bleibe. Eine ganze, relativ neue Whg für 300DH. Der Guide versucht noch verzeifelt mir "good Maroccain product to smoke" anzudrehen, aber mir wäre ein Bier lieber.
    Oued Laou ist ein kleines Nest landschaftlich schön gelegen, aber ohne Highlights.


    Oued Laou wurde gewählt, weil sich von dort aus eine kleine Straße durch die Berge qäult


    direkt nach Chefchouen, dem ersten angepeilten Highlight der Tour


    dort am Place Mohamed V geparkt und die Wandgemälde bewundert. weiß und blau ist Chefchouen ganz nah dran an Bayern, farbtechnisch gesehen








    gemütliches Sitzen in Cafes während der Tageshitze




    was uns am Vortag schon aufgefallen war, an jeder zweiten Eingangstür parkte ein Schaf.


    das hatte natürlich einen Grund, der höchste islamische Feiertag stand an und so blieb es nicht aus, dass sich bald Haustüren öffnete, Blut lief die Treppe runter, im Innenhof die Familie beim Zerlegen des zuvor geschächteten Schafes.



    die Häute dürfen nicht verkauft werden, weil rituell geschlachtet, sie werden vor der Tür abgelegt, wo sie dann von Fellhändlern eingesammelt werden, die sind jedoch extrem fotoscheu, wie ich nach dieser Aufnahme feststellen mußte.
    Unter großem Geschrei mußte ich die Kamera wegpacken, das Foto war aber schon im Sack



    daran hatten wir bei der Parkplatzwahl nicht gedacht, das Blut sammelt sich im Rinnstein.....



    auf Wiedersehen Chefchouen



    Nun sollte es trotz Warnung quer durch das Rif-Gebirge nach Ketama gehen. Tolle Straßen durch die Berge



    die aufdringlichen Haschverkäufer, die alle paar KM am Straßenrand stehen (oder einem im Auto folgen) und zum sofortigen Stehenbleiben aufforden, kann man getrost ignorieren 8-)

    führten uns in die Hochburg der weltweiten Haschproduktion. Ketama. Man darf jetzt hier keine saubere Kleinstadt erwarten







    die Bilder hab ich alle frühmorgens geschossen, da alle Einwohner an einer ausgeprägte Allergie gegen Fotoapparate leiden..... :twisted:
    Als wir in Ketama wegen Spritmangel einlaufen, lernen wir an der Tankstelle einen netten Mittvierziger in einem alten 190er Benz kennen, wir wollen ihn, aus nachvollziehbaren Gründen, an dieser Stelle "Waldo" nennen. Waldo zeigt uns die Tankstelle die noch Benzin führt und lädt uns nach kurzem Plausch ins örtliche Cafe auf einen Tee ein.

    Ich weiß nicht, wer das Gerücht aufbrachte, dass es sich bei dem Maroccain Whiskey um Minztee handelt, das ist er nicht. Es ist extrem starker grüner Tee, der mit nem Büschel Minze serviert wird.

    Waldo stellt uns einigen örtlichen "Größen" vor, man ist beeindruckt vom Besuch aus Allemagne und ich schüttel die 35 schmutzigsten Hände meines Lebens. Alle sind sehr freundlich und mega entspannt wünschen uns unisono "willkommen in Marokko"
    Während wir mit Waldo auf deutschenglisch plaudern und ich zwei Glas Tee trinke schafft Waldo 2 wirklich gut gebaute Joints und seine Tischnachbarn, unsere neuen Bekannten, auch.
    Auf den Feiertag und das Fest angesprochen erklärt uns Waldo, dass wir in dem Kaff eh nichts zu essen bekommen und da es bald dunkel ist, bleiben wir in einem unglaublich üblen Zimmer über dem Cafe. Waldo lädt uns zu sich nach Hause zum essen ein, allerdings werden wir keinen Hammel bekommen, da rituell geschlachtete Tiere nur von Muslimen gegessen werden dürfen. Auch kein Drama.
    Waldo sagt er wohnt nur 3,5km außerhalb,die Straße runter und wir steigen in seinen Benz. Auf einmal sagt er, er wartet noch auf "Familie" und schon steigt hinten, neben meiner Frau ein junger Kerl mit stierem Blick und Joint in der Hand hinten ein. Ich bekomme von Waldo eine Unterweisung im Unterschied zwischen türkischer, marokkanischer und islamischer Musik. Klingt für mich alles gleich, ein Kerl mit Reizhusten brüllt aggressiv ins Mikro als gelte es den heiligen Krieg zu fechten.
    die Straße ist zuende, Waldo sagt, jetzt noch kurz über einen Feldweg zum schönen Rif-Geberche,dass er uns zeigen will und zu seinem Haus. Wir sind gesprächstechnisch bei der Politik angekommen und ich bin wirklich nicht beunruhigt als es nun im Halbdunkel fast 20 min über eine üble Holperpiste durch den Wald geht. Ein Blick über die Schulter ins Gesicht meiner Frau zeigt die nackte Angst ums Überleben. Irgenwo im Rif, mit zwei völlig zugekifften wilden Kerlen auf einem namenlosen Trampelpfad.

    Waldo zeigt uns kurz sein Haus (größer und schöner als meins, sein Flachbild ist doppelt so groß, wie meiner ) und schon sitzen wir wieder im Auto. zu seinem Schwiegervater ins Dorf, dort hat seine Frau gekocht. Ich glaube mittlerweile nicht mehr, dass wir zu essen bekommen und nasche an der Prinzenrolle, die im Auto liegt, ein vertrauter Geschmack.
    wir kommen an ein großes Bauernhaus mit Innenhof, das mitten im Dorf steht. Das Dorf hat keinen Namen und überall stehen meterhohe Büschel zum trocknen, Waldo zwinkert "Landwirtschaft". es sind hunderte Bündel zwischen und an den Häusern. Wir betreten den Hof des Schwiegervaters, es ist mittlerweile dunkel, hier lagern in der Scheune und im Innenhof mehrere hundert oberschenkeldicke Bündel "kif", wie die Blätter der weiblichen Hanfpflanze genannt wird. das was hier lagert, dürfte der Jahresvorrat an Dope für eine deutsche Kleinstadt sein......für Waldo ganz normal, Kif ist Medizin. Nur bitte Fotos solle ich nicht machen......klar, bin ja nicht lebensmüde.

    Wir werden einem freundlichen älteren Herren vorgestellt, der in Landeskluft einen sehr einfachen Eindruck hinterläßt. In gutem Englisch fragt er mich, ob wir uns auf Englisch, Französisch oder Spanisch unterhalten wollen, denn arabisch würde ich ja wohl nicht können. Recht hat der Mann, so kann man sich täuschen.
    Wir lernen in der Folge noch Waldos Frau, seinen Sohn, seinen Schwager und dessen Brüder kennen, denen allein im Dunkeln begegnet bekäme ich auch vollgekifft noch Angst.
    Alle sind sehr freundlich, wir bekommen die unglaubliche Gastfreundschaft zu spüren, für uns werden Spieße gegrillt mit Rindfleisch und wir müssen, Brot, Oliven, einfach alles essen, was deren Küche hergibt. Daneben wird locker geplaudert.
    Im Anschluß bringt uns Waldo zurück in das Kaff Ketama, wo wir noch einen Tee genießen, er mit Joint wir ohne. Als er feststellt, dass ihm der Stoff ausgegangen ist, geht er ins Lokal, wo ca 80 Mann lautstark ein Fußballspiel verfolgen, ruft quer durch den Raum nach irgendeinem Ahmed und gibt diesem auf, in mit Haschisch zu versorgen. Dann geht er nach draußen und setzt sich. 2 Min. später bringt Ahmed das Hasch und Waldo dreht sich eine schöne dicke Tüte.
    Unser Angebot ihn für das leckere Essen zu entschädigen lehnt Waldo ab, selbstverständlich sind wir zum Tee und allem eingeladen, er wünscht uns für morgen eine gute Fahrt und einen schönen Urlaub in Marokko. Dann wackelt sein 190er von dannen. Netter Typ, dieser Waldo. sehr entspannt.
    hier ein Handybild von Waldo auf dem Dach seines Hauses, mehr als von hinten fotografieren war nicht drin



    Teil 2 folgt

  2. Registriert seit
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    #2
    Sehr schön Markus, das wird ja eine interessante Story.... Da freue ich mich auf die Fortsetzung. Dankeschön...

  3. Registriert seit
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    #3
    Hab den Ampertiger schon immer als alten .iffer in Verdacht gehabt.......wenigstens Kif/Rif passt



    wieso erinnert mich Dein Bericht an meine Erlebnisse in 2010?

  4. X-Moderator
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    #4
    Danke Markus,

    bis hierher...für die tollen Bilder, Texte und Landeseigenen Sitten. Wir freuen uns auf Teil 2 !!!

    Gruss die GSTreibers

  5. Registriert seit
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    #5
    ..... schön, dass Du es auch gemerkt hast, wie fotoscheu die Marokkaner sind.

    Und Hut ab, vor diesem Abenteuer - ich hätte da schon vorher die Kurve gekratzt ....

    p1070820.jpg
    Als ich heimlich fotografieren wollte, hatte ich vergessen, dass ich zuvor den Blitz eingeschaltet hatte. Beim Abdrücken, und dem Blitz, rannten die Kinder schreiend weg.

    Generell hatte ich nie ein gutes Gefühl beim Fotografieren, alle schauten grimmig und z. T. rannte man mir wütend hinterher ....

    Aber Marokko ist schon fantastisch, nur beim nächsten Mal will ich nicht mehr alleine dort runter .

    Gruß Kardanfan

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    #6
    Super, Danke für diese Einblicke, freue mich auf den 2ten Teil.

  7. Registriert seit
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    #7
    Moin Markus,

    liest sich gut, der Anfang. Schreib' doch 'n Buch drüber!

  8. Registriert seit
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    #8
    ja, das mit dem mutig relativiert sich, ich hatte keine Minute ein mulmiges Gefühl, meine Frau hingegen richtig Angst. Wenn man das Haus von Waldo gesehen hat, auf die paar Reisekröten eines Ampertiger ist der sicher nicht angewiesen. Auch muß man dazu sagen, dass die Jungs extrem Wert darauf legen in Ruhe ihr Kif anbauen zu können. Das klappt nicht, wenn sie Touris überfallen und die danach bei der Polizei einen riesen Aufstand machen. eine pragmatische Einstellung.

    weiter gehts mit Teil 2

    nach Ketama gehts direkt Richtung Süden, wo eine atemberaubend kurvige Straße uns über 1001 Kurve im milchigen Sonnenlicht Richtung Taounate führt, ab da wird die STraße breiter und nicht mehr zu kurvig. Unterwegs sehen wir wilde Berberaffen, die im Rudel über die Straße rennen, zu schnell für ein Foto.



    in Taounate kurzer Cafe au lait und Leute beobachten



    und weiter gehts über Land Richtung Fes, eine der 5 Königsstädte (leitet sich schlicht daraus ab, dass der jeweilige König eine Stadt zum regieren wählt und die darf sich danach Königsstadt nennen)
    Durch Olivenanbau


    uralte Wasserräder (zumindest sah es so aus)



    Am Ortseingang Fes ließen wir uns absichtlich von einem "Guide" genannten Schlepper ansprechen und zu einem Riad innerhalb der Medina führen. Man kann solche Leute nutzen (die wollen auch alle was dafür) muß aber nicht, das verlangt aber hartnäckig (auch mal unfreundliches) abwimmeln.





    und ergatterten mit Handeln (von 750 DH auf 600DH) eine tolle Suite mit eigenem Bad.



    Fes ist erst seit 1924 offiziell für Ungläubige straflos besuchbar, vorher war es für Ausländer gesperrt, was den größten Reisenden aller Zeiten, Burton Holmes nicht daran hinderte bereits 1894 Fes verkleidet, zusammen mit einem Führer zu besuchen und die Menschen zu fotografieren. Bei der Abreise wurde er dafür verfolgt und beschossen. -> Burton Holmes ? Wikipedia

    Zu Fes und der dortigen Medina gibt es viel zu lesen und tausend Ratschläge. Die Medina hätte 9000 meist namenlose Gassen, die Medina sei für Ausländer allein, ohne Führer, nicht besuchbar, die Ledergerberei sei ein absolutes Muß usw.
    Hier von mir einige Anmerkungen dazu: Alles Quatsch! die Medina hat höchstens ein paar hundert Gassen. die alte Medina ist zum größten Teil eine reine Touriveranstaltung mit Süßigkeiten, Adidasshops, Sonnenbrillenständen und extrem aufdringlichen "good price" Schmeißfliegen. dazwischen findet man auch immer wieder schöne Läden mit Gewürzen, Ölen, Lebensmitteln, Friseuren, Bäcker usw.
    Mein Tip dazu: nehmt euch Zeit, geht allein in die Medina, laßt euch treiben, mal links mal rechts rum und um Himmels willen, nehmt euch ja keinen Führer, auch keinen offiziellen (wir hatten so einen). Auch die lizensierten, mit Ausweis bestückten führen euch trotz mehrfacher gegenteiliger Aussage durch die teuersten, Souvenirshops (angebl. Herstellungsbetriebe) laden euch bei gewievten Händlern ab, die euch extrem überteuertes Zeug andrehen. Wir haben unseren Führer nach der Hälfte der Zeit entlassen und weggeschickt, weil wir nicht noch einen Teppichladen, Silberschmuckladen usw besuchen wollten.
    Alles was es in der Medina zu kaufen gibt, Schals, Lederwaren, Silberschmuck, Teppiche, Arganöl usw gibts woanders in Marokko viel, viel viel billiger in der gleichen Qualität (die im übrigen sehr überschaubar ist) Ledersachen sind minderwertigst gefertigt, total überteuert (ich habe einen Ledergürtel gekauft, weil zuhause vergessen und beim handeln den Preis um die Hälfte gedrückt und selbst das ist viel zu teuer, den Gürtel hab ich am Ende der Reise kaputt entsorgt)

    geht in die Medina, es ist faszinierend, aber laßt euch vorher Adresse und Namen eures Hotels in arabisch auf einen Zettel schreiben. Das ist die Versicherung, dass euch jeder Taxifahrer (außerhalb der Medina) oder jeder 13jährige für max 20 DH wieder zum Hotel bringt, solltet ihr euch verlaufen.
    nach 2 Tagen in der Medina trau ich mir heute zu, dort reinzulaufen, mich 3 std in alle Richtungen treiben zu lassen und innerhalb einer Std finde ich wieder zum Hotel (oder zum Taxistand ) alles kein Hexenwerk. Diese Gerüchte werden aufrecht erhalten, um die Führer zu rechtfertigen.

    Nun ein paar Bilder dazu und anschließend ein Tip:









    hier wird den eingesalzten Fellen, die Behaarung abgezogen (er war vom Foto nicht begeistert und hat lautstark lamentiert, wurde aber vom Führer zurecht gewiesen, seine Aussage "sie dürfen alles in Marokko fotografieren" )



    die Gerberei, man bekommt ein Büschel Minze für UnterdieNasehalten, es stinkt erbrämlich (der Sud wird aus Ammoniak und Taubenkot angerührt)







    weiter durch die Medina, die zum Sonnenschutz oft eine Abdeckung der Gassen erhalten hat. ganz alter Teil, Abdeckung aus Bambus, neuerer Teil Holz







    Transportmittel in den Gassen sind oft noch Eselkarren, wenn von hinten ein "Belleck" ertönt schnellstens zu Seite gehen.



    wer nur einen Nachmittag Zeit hat, den Teil der Medina sehen möchte, in dem die Einwohner von Fes ihren täglichen Bedarf decken, läßt sich mit dem Petit Taxi zum "Blue Gate" blauen Tor fahren.



    Direkt dahinter beginnt an der Stadtmauer der Teil, den ich am schönsten und faszinierensten fand, Preise weit unter der Hälfte dessen, was in der Tourimedina verlangt wird und kaum Touris.

    hier gibt es Cafes und Süßigkeiten handgemacht :P





    hier gibt es ein überbordendes Warenangebot







    und Bilder, wie aus 1001 Nacht





    wo die Hühner brav auf den Warenbestand ...... und auf "kopfab" warten, sobald sich ein Käufer gefunden hat, frischer gehts nicht.



    in Fes hatte ich die Motorräder entgegen ausdrücklichem Rat des Schleppers direkt vor dem Riad geparkt, die Garage war gut 500 m weit weg, selber kaum zu finden und der "Besitzer" öffnete nach Lust und Laune und alles sollte kosten, Transport zur Garage, Unterstellen, Rücktransport. Ich hab mir das Geld und die Nerven gespart. Abends saßen mal ein paar Jungs auf meinem Moped mit denen hab ich mich noch unterhalten. alles kein Drama. kommt nix weg oder so


  9. Registriert seit
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    #9
    „Die einzigen Dinge, die mir gehören, die immer noch das wert sind, was sie gekostet haben, sind meine Reiseerinnerungen, die geistigen Bilder von Orten, die ich über ein halbes Jahrhundert lang gehortet habe wie ein glücklicher Geizhals“ Burton Holmes

  10. X-Moderator
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    #10
    ...da hat er absolut Recht, der Gute ! Sehr schõn Amper. Danke für's mitnehmen.

    Da bekommt man immer mehr Laune. Hoffe, das klappt auch bald bei uns!


 
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