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Tricker, kleines Kamel. MZ, großes Kamel. Marokko eine Reise

Erstellt von AmperTiger, 01.11.2014, 20:39 Uhr · 61 Antworten · 10.189 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Danke fürs mitnehmen.

    P.S. Hast du die GPS-Daten von "Waldo´s Garden"

  2. Registriert seit
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    #12
    Von Fes starteten wir dann Richtung Süden, über Ifrane an die Quelle des l'Oum -er-Rbia.



    an der Quelle war so ein Auflauf von Führern, Parkplatzanweisern, Souvenierverkäufern, dass wir uns entschlossen bis zum Ende des Parkplatzes zu fahren, um in Ruhe halten zu können.



    sofort umringten uns drei Kinder, die von uns mit Süßigkeiten und Luftballons versorgt wurden, was sie bis auf eines mit enttäuschten Gesichtern kommentierten, ob wir denn keine Stylos (Stifte) oder Trikots (bevorzugt Real Madrid oder FCB) hätten. nachdem wir verneinten, forderten sie Dirhams und wir schickten sie weg. bis auf den einen, der sich mit leuchtenden Augen den Luftballon aufblasen ließ und mit diesem nach Hause lief. minuten später kam er angerannt, den Luftballon an einer Schnur hinter sich herziehend und strahlte uns über das ganze Gesicht an, wir waren versöhnt.



    Weiter gings Richtung Khenifra und von dort sollt es Richtung Osten auf einer kleinen Straße zur N13 rübergehn. Trotz Karte, Navi hab ich wohl die richtige Straße verpaßt und wir zuckelten 3 Std über ein Hochplateau, teils mit puderzuckerfeinem Straßenstaub, der es teils schwierig machte.



    wo gehts lang?









    schließlich ging dann auch noch dem kleinen Kamel der Sprit aus, wie gut, dass wir einen Kanister dabei hatten. 140km Reichweite ist doch nicht die Welt.



    schließlich mußten wir eine Std die Nationalstraße im stockdunkeln entlang fahren, bis wir in Midelt landeten.



    Von dort sollte es am nächsten Tag am Cirque de Jaffar vorbei Richtung Imilchil gehen. Leichter gesagt, wenn es immer weniger Straße und immer mehr Erdrutsche gibt.









    dann durchs Bachbett



    weiter gings auf Staub





    in Imilchil angekommen konnte uns keines der Etablisements überzeugen und so landeten wir bei Said im Jardin. Eine fette Empfehlung für die Gegend, nagelneu, 200DH (17€) pro Person und das inkl Abenessen, das man nicht derfressen konnte. saulecker wars obendrein.







    Leider gabs in Imilchil keinen Sprit (war aus und keiner wußte, wann der nächste kommt) und wir hatten schon den Kanister ins kleine Kamel geschüttet. hm, was tun? einfach fahren und zwar durch die Todraschlucht Richtung Tinghir. Mittendrin war dann auch der Sprit alle und ich mußte allein nach Tinghir und welchen holen. so hatte ich das Vergnügen die Schlucht an dem Tag zweimal zu durchfahren. Landschaftlich war die Anfahrt schon ein echtes Highlight. braucht den Vergleich mit den USA nicht scheuen







    Tinghir selbst ist ne Großstadt, ok, interessant sind die alten Lehmhäuser die es am Rand der Todra zu sehen gibt, heute meist verlassen.


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    #13
    klasse, das gefaellt mir. so was wuerd ich auch gerne mal in angriff nehmen. mit groesserem tank.......weil ich etwas faul, oder besser, verwoehnt bin. wie faehrt sich denn dein teil, sieht recht leicht aus von vorn, oder wheeliest du nur durch marokko?

    immer wieder imposant, welche schlusssfolgerungen man ueber andere voelker zieht, ohne diese wirklich zu kennen oder zu verstehen zu versuchen. ob in zambia, saudi, albanien etc. - warum denkt man immer dass die einem die kehle schlitzen wollen, weil die sich anders kleiden und anders essen und sich dann als bessere gastgeber erweisen, als es der durchschnittsdeutsche machen wuerde...makes you think, doen't it?

    danke fuers teilen!

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    #14
    mein Teil fährt sich super, für Wheelies ist die MZ aber nicht spritzig genug. Istn Yamaha 660er alter Machart. Die Gepäcklösung ist aus der Not geboren, es wurde nur verwendet,was eh schon rumlag. Ein altes 1150er Topcase, ein paar Gepäcksäcke und das alte Givi.
    an ner Lösung mit größerem Tank bin ich grad dran, wie immer Low Budget.

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    #15
    Also mit einem Tankradius von 150 km, und wenn es auch 200 wären, da hätte ich aber Marokko nicht als Reiseziel gewählt. Da bekommt man ja richtigen Tankstellenstress, oder?

    Aber ihr habt es ja gut gemeistert, Hut ab .

    Im Allgemeinen ist das Tankstellennetz in Marokko nicht schlecht gewesen, aber hier und da hatten die geschlossen (Umbau oder Mittagspause) oder keinen Sprit. Mein Radius sind gute 400 km, und damit war ich glücklich in Marokko.

    Dein Bericht ist interessant und ohne unnötige übertriebene Lobeshymnen für Marokko geschrieben. Freue mich schon auf die Fortführung .

    Gruß Kardanfan

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    #16
    nö Streß war das keiner, der Kanister war auch nur als Notreserve, meist haben wir so alle 100-120km, also im Schnitt 2mal am Tag getankt. blöderweise hatte die Ortschaft, die am weitesten von allen andern entfernt war, auch dann kein Benzin. Ist halt Pech, aber keine Situation, die man zu zweit nicht meistern kann.

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    #17
    weiter gehts im Text...

    Von Tinghir aus, fahren wir in einem Rutsch durch nach Merzouga, ich bin schon so gespannt auf die Dünen des Erg Chebbi, das habe ich mir schon lange gewünscht. aber der Reihe nach.

    die Straße die von Tinghir wegführt ist ne Schnellstraße und wir kommen gut voran,


    nach dem Abzweig nach Erfoud kommen wir leider in einen schweren Sandsturm, der sich blitzschnell aufbaut, es gibt nur vom Anfang Bilder,dann hab ich die Cams weg gepackt. wir fahren fast 60 km mit Sichtweite 25Meter und Schräglage gradeaus fast bis nach Erfoud rein.




    wir landen im Palais de Dunes, das an sich sehr schön ist, aber zu teuer und das Personal ist an Kundschaft nicht wirklich interessiert. so wechseln wir nach zwei Tage ins Petit Prince zu Said, der ein Freund von Werner Sandfloh ist, danke nochmal für den Tip.




    am zweiten Abend im ersten Hotel buchen wir ne Kamelsafari, voll Touri, aber das gehört, zumindest einmal im Leben einfach dazu. inkl Übernachtung im Berberzelt und Musik und Verkleiden.



    darf ich vorstellen, Jimi Hendrix (so heißt mein Kamel)



    darf ich weiter vorstellen? Ali Baba (so nannten mich die Berberjungs von nun an)


    am nächsten Tag dann Umzug ins Prince und dort verwöhnte uns dann Hassan, der Bruder von Said mit Essen, bier und anderen Aufmerksamkeiten. Er gab mir auch den Tip einfach mal den Erg Chebbi zu umrunden, einfach der Piste nach, wären nur ca 45km.
    klar mach ich, hab ja Navi und vom Navigieren in der Wüste keinen blassen Schimmer, außerdem brauch ich ja nur der Piste folgen.
    aber am Nachmittag stand erst mal Sandkasten an.










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    #18
    dann stand die von Hassan empfohlene Umrundung des Erg Chebbi Dünengebietes an. Erst nach Süden geht es dann nach einem trockenen Bachbett nach Osten ab und von nun an Piste, einfach den Spuren folgen sagte Hassan. Kann man garnicht verfehlen....









    welchen Spuren sollte ich gleich nochmal folgen??









    an dieser schicken Stelle ging mir nach fast 70km dann auch mal der Sprit aus....man erinnert sich, Hassan hatte von ca 45km gesprochen und ich hatte tags zuvor beim Dünen surfen wohl ordentlich Sprit verblasen
    diesmal gings dann mit ordentlich Durst, wir hatten den ganzen Tag gut 40 Grad, mit dem kleinen Kamel bis zur nächsten Tankstelle...



    zum Schluß....


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    #19
    Marokko: seine Farben, die Eindrücke in den Städten, seiner Kultur und den Menschen, und die spannende, vielfältige, beeindruckende und faszinierende Landschaft kommen in diesem Reisebericht und mittels der tollen Fotos sehr gut rüber. Freu mich schon auf die Fortsetzung

  10. Registriert seit
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    #20
    Zitat Zitat von pietch1 Beitrag anzeigen
    Danke fürs mitnehmen.

    P.S. Hast du die GPS-Daten von "Waldo´s Garden"
    The Gates Of Efendi's Garden, was?

    @Tiger: geiler Bericht und schön abgefahren. Ich kann die Angst Deiner Frau verstehen, wobei es natürlich nicht allgemeingültig ist. Eine Schulkameradin von mir kam vor 35 Jahren nicht mehr aus Marokko zurück. Zu hübsch, zu blond.

    Habe ich eine Temperaturangabe überlesen? Wie war es denn?

    Auf dem Ali Baba Bild schaust Du aus wie Horst Janson. Ich sah ja in ähnlicher Kluft aus wie die 40 Räuber zusammen



 
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