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Tricker, kleines Kamel. MZ, großes Kamel. Marokko eine Reise

Erstellt von AmperTiger, 01.11.2014, 20:39 Uhr · 61 Antworten · 10.185 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #21
    Wow toller Bericht. Freu mich schon auf die nächsten Bilder. Maroko steht auch noch auf meiner Liste und Dein bericht bestärkt mich sehr.

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    #22
    der letzte Abend in Merzouga bei Said und Hassan beschert uns nochmal Klischee in Vollendung. die Dünen grenzen nicht nur an das Grundstück von Said, sie haben bereits den Zaun unter sich begraben....und man muß nur 20 Schritte gehen.....









    und hier lassen wir bei 30 Grad und ein paar eiskalten Bierchen den Abend ausklingen



    am nächsten Tag geht es zurück Richtung Todra, wir fahren aber nicht direkt, sondern über Goulmima an und diese Strecke kennt kaum einer, sie kann es aber locker mit Todra und Dades aufnehmen, ist quasi ums Eck. Einfach von Goulmima nach Ait-Hani fahren und ein Highlicht jagt das nächste.







    Wir finden in Tinghir einen Campingplatz der auch einfache Zimmer vermietet und checken ein, am nächsten Tag ist Dades dran.







    tja und dann wirds berühmt, ist ca 30km nach Einfahrt in die Schlucht und entgegen meiner bisherigen Meinung ist die Schlucht auch bis an diese Kurvenkombi hin besiedelt und bebaut.



    erst danach wirds einsamer.




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    #23
    Von Tinghir fahren wir dann auf schnellstem Weg über die Schnellstraße nach Quarzarzate und finden nach langer Suche den kleinen Campingplatz am Rande einer unschönen Wohnsiedlung, ein Paradies, Hippiemäßig angehaucht, es werden Zeltplatze, Berberzelte und tolle Zimmer vermietet und man ist in 5 Min im CocaColaladen in Quazarzate selbst, der alles verkauft, nur keine Cola (drei Biersorten und harten Alkohol in allen Varianten)



    am nächsten Tag geht es weiter Richtung Süden nach Agzd und diese Strecke bekommt von mir einen Tip, landschaftlich so dermaßen grandios..



    Agzd



    in Agzd lerne ich Hassan kennen, d.h. er spricht uns an und ich schreibe für ihn einen deutschen Brief an seinen Freund in D, einen Professor für Astronmie,der ihn jedes Jahr mit Studenten besucht. Hassan diktiert auf englisch, ich schreibe deutsch.



    Hassan ist nett, Berber und lädt uns dann zu einem Tee in seinen Laden ein. Tee ok, der Laden.....wie alle Berberläden voll mit original Handcraft Silberschmuck, original Handarbeit Schals und Teppichen usw.
    wenn man all die Läden voll bis oben mit dem Schmcuk, den Schals und Teppichen sieht, dann wird eines klar.
    Die Berber, vom Kleinkind bis zum Greis, machen seit hunderten Jahren von früh bis spät nichts anderes als Unmengen originalalten Schmuck, Schals und Teppiche zu produzieren..... und wie alle Händler unterstützt auch Hassan ein Projekt das Schulen und Krankenhäuser für Berber baut.......wenn alle die Aussagen der Händler stimmen würden, müßte vor jedem Berberzelt ein Krankenhaus und eine Schule stehen. Merke: es wird erzählt, was der gutgläubige, gutmenschige Tourist glauben will. Wahrheitsgehalt annähernd null.

    wir fahren weiter Richtung Tizi n Test einem Paß, der sich endlose 120km erst vom Flachland in die Höhe windet, atemberaubende Aussichten bietet und sich dann wieder Richtung Marrakesch dem Flachland nähert. So zumindest die Theorie. 120km, ich beginne innerlich zu frohlocken, als es so losgeht....so mag ich es, kaum und schlechter Belag, schmal, kein Verkehr.....so geht das aber leider nur 5km



    dann schlägt der Bautrupp zu und verwandelt eine ehemals einmalige Bergstrecke in eine mit grobem Split bestückte Autobahn, ebenmäßig glatt, ums doppelte verbreitert, bergwärts wird Fels abgetragen und talwärts nach unten geworfen. Man fährt dutzende KM auf dem perfekten Belag durch eine Landschaft die links und rechts der Straße an einen Steinbruch erinnert.... schade, ich bin zu spät gekommen




    einzig ein Erdrutsch macht dann noch Spaß, alle Autos stehen, ich geh zu Fuß begutachte die Stelle, ziehe mir den Zorn der Umstehenden zu, ein Bauarbeiter schiebt drei Felsen auf die Seite und wir können durch.







    erst nach dem Bautrupp kurz vor der Paßhöhe wird es wieder bischen interessant.....links gehts 150 m runter



    nächster Teil Marrakesch

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    #24
    Mir isses da unten ja eigentlich zu warm. Aber irgendwann muß ich da mal hin.



    Mach nächstes Mal mal 'n Bild vom Zollformular. Da kann ich schon mal die benötigten Worte lernen. . .

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    #25
    ich hab das Formular hier liegen

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    #26
    Hallo Ampertiger !

    Toller Bericht,schöne Erinnerungen aufgefrischt, ich war im März heuer da unten alleine unterwegs.

    ...sicher nicht zum letzten Mal !

    LG Günther
    img_2317.jpgimg_2272.jpgimg_2326.jpgimg_2290.jpgimg_2337.jpgimg_2365.jpg
    P.S.: ca. 350 km Reichweite im Tank ( = bei der Sertao 14 Liter ) paßt, wenn Du vor längeren Abschnitten volltankst.

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    #27
    Die Masche mit dem "Brief übersetzen" gab es schon vor 30 Jahren ...

    Das hat NIX mit Gastfreundschaft zu tun...

    Aber das hast du ja auch erkannt, der Transenreiter bis heute nicht ...

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    #28
    ah, jetzt habe ich das mit den 40 Grad auch gesehen. Ganz schön heftig. Wie waren denn sonst so die Temperaturen, eher erträglich? Ihr seht irgendwie so aus, als ob es gar nicht so heiß gewesen wäre.

    Das allerbeste auf den ohnehin tollen Bildern finde ich übrigens jeweils den Himmel. Das ist schon der Hammer

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    #29
    weiter gehts, die Reise neigt sich dem Ende entgegen. Wir waren kurz vor Marrakesch an einer Tankstelle stehengeblieben, ich wurde auf deutsch angesprochen, woher und wohin.....ich hab ihn dann gleich gebeten für mich ein Hotel nähe des Platzes der Toten "Jamar el fna" anzurufen und mir dort das Zimmer klar zu machen. Hat er gerne getan, so gehts also auch.

    Ja und dann das Navi unter seiner Aufsicht mit der richtigen Adresse gefüttert und schon gings los. Blöderweise verzeifelte das NAvi an der Fußgängerzonen/Einbahnstraßen/Platzregelung und wir umfuhren den Platz mit dauernd neuen Anweisungen. Schließlich, drauf gesch.issen und einfach durch ein schmalen Weg der für Fzg gesperrt ist gefahren



    da es früher Nachmittag war, begannen die Händler Gaukler was auch immer grade mit dem Aufbau, mittendrin eine MZ und eine Tricker aus Dachau. Ein Durcheinander, erschrockene Touris, aufgeregte Einheimische, völlig entspannte Polizisten, die unser Treiben beobachteten.




    schließlich bleibe ich vor einem öffentlichen Gebäude stehen und frage dort zwei Polizisten nach unserm Hotel. Es liegt ja nur 50 Meter Luftlinie vom Platz entfernt. Er deutet über den Platz und sagt, ich solle nur zufahren, wäre kein Problem (stell mir das grad in D vor)

    nach einer kurzen Dusche mischen wir uns unters Volk und verfolgen das Treiben auf dem berühmten Platz, die Atmosphäre

    hier das Cafe de France, das war 2011 Anschlagsziel mit vielen Toten, jetzt ist auf dem Platz viel Polizei und Surete national unterwegs.



    Händler


    Gaukler


    Bettler


    und viele Touris vorm Cafe kesse Biene oder so


    Ballon- und Sußigkeitenverkäuferinnen


    Warenangebot


    und freundliche O-Saftverkäufer


    man könnte stundenlang fotografieren und Leute ansehen. Sonnenuntergänge bewundern.


    man sollte sich unbedingt auch an den Essenständen umsehen und da und dort etwas essen. es ist ein Erlebnis, es gibt Gemüse, Fleischspieße......


    Schnecken eimerweise, dann gedünstet,


    und es gibt gekochten Schafskopf, es riecht....fast lecker, sieht befremdlich aus und der Andrang hält sich in Grenzen. Nur Einheimische und auch da nicht viele. es wir alles außen und innen vom Kopf gegessen, alles


    am nächsten Tag streifen wir durch die Gassen, werden tausendmal angesprochen "komm in meinen Laden" " gutt Preiß" oder auch "gehen sie links, rechts ist nix für Touris" also gehen wir rechts....und landen auf dem Gemüse-Fleisch-Fischmarkt der Einheimischen.
    tolle Ansichten, obwohl alle sehr fotoscheu, ich mußte aus der Hüfte "schießen"








    und dann die Gemüseabteilung









    dort waren wir dann auch tatsächlich die einzigen Touris. man hat erstaunt UNS angeschaut. das ganze nur 25 min Fußmarsch durch die Gassen, einfach treiben lassen.

    zu was so ein alter Metzeler Enduro noch alles gut ist! das nenn ich mal Recycling


    interessanter als den Jamar el fna fand ich den Place de epices, den Platz der Gewürze mit dem dem gleichnamigen Cafe dort, sauberer, weniger überlaufen und mehr "orient"









    der Platz bei Sonnenuntergang


    das einzige Lokal mit Alkoholausschank, das Salama


    und der einzige "Gaukler", der von mir Geld bekam.....ein ca 80jähriger Blinder, den keiner beachtete, in dem lauten Getümmel, der eine alte Geige mit nur noch 2 Seiten hatte, Suren aus dem Koran aufsagte, er konnte wohl nichts anderes und jeden Vers mit einem Geschrammel begleitete.

  10. Registriert seit
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    #30
    ...Fotos: ganz große Klasse!
    ...Bericht: sehr lesenswert!

    Danke dafür!

    Viele Erinnerungen wurden bei mir wach...
    Ich war 1978 ( Mensch - wie die Zeit vergeht) auf meiner Honda 500 four mit fünf Kumpels auf Stippvisite dort...
    Lange Haare, (damals sind wir auch ohne Helm gefahren) Fransenjacken, Bowiemesser, kleines Gepäck...sonst nix.

    Allerdings haben wir damals auch das eine oder andere probiert. So war das damals...ist ja auch alles gutgegangen.

    Die Gastfreundschaft dort war überschwänglich; zu einigen dort habe ich noch lange Kontakt gehabt...
    Wie klein die Welt ist, habe ich erfahren als die Tochter eines Kollegen aus Marrakesch plötzlich im gleichen Unternehmen
    ihre Ausbildung anfing, wo ich schon 15 Jahre arbeitete.
    Beim Smalltalk in der Kantine kam das dann ans Licht; danach war alles wieder wie 78....

    Jetzt kann ich wieder in meinen Erinnerungen schwelgen...seeehr emotional
    Grüße
    Stefan


 
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