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..überwiegend Frankreich, etwas Italien und Schweiz.. 08-2016

Erstellt von qtreiber, 11.08.2016, 13:05 Uhr · 8 Antworten · 1.290 Aufrufe

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    Standard ..überwiegend Frankreich, etwas Italien und Schweiz.. 08-2016

    #1
    Kurz entschlossen nutze ich die Gelegenheit in diesem Jahr einen weiteren Abstecher in eines meiner Lieblingsmotorradreviere, Frankreich, zu machen. Aufgrund der angedachten und etwas vorgeplanten Routenführung wurden Italien und Schweiz mit berücksichtigt. Meine R1200R und alle erforderlichen Sachen kamen zwecks An- und Abreise wieder in meinen Transporter. Ziel war Chatel, Nähe Genfer See.







    Älteres Bild:





    Hinweis: Häufig ist der Fotostandort im Dateinamen des Bildes hinterlegt.






    Montag, 01.08.2016:
    Nachdem es die gesamte Nacht ordentlich geschüttet hatte, wurde es gegen Morgen trocken. Da es noch bedeckt und die Straße vor dem Hotel nass war, ließ ich mir Zeit und fuhr erst kurz nach zehn Uhr los. Vor dem Frühstück holte ich die Kuh aus dem Viano das von vielen Hotelgästen aus dem Frühstücksraum interessiert beobachtet wurde.


    Das heutige Tagesziel war Valloire. Los ging es westlich zum Col-du-Corbier.







    Die Straßen waren bis auf wenige schattige Ecken trocken, so dass es flott zum schön zu fahrenden
    Ran_Folly ging. Der aufsteigende Nebel war nur kurz.


    Die Hauptstraße wollte ich grundsätzlich vermeiden, bin aber dann doch darauf die letzten Meter nach Cluses.



















    Der Col-de-la-Colombier wurde bezwungen und dann bog ich ab zum Col-des-Avaris. Eigentlich ein schöner Pass, aber oben war Hully Gully. Dort suchte ich mir die Einfahrt zur Avaris Höhenstraße Richtung
    Col-de-l’Arpettaz. Die ersten Kilometer waren grob geschottert mit immer wieder größeren Steinen dazwischen. Eine bewegliche Kuhschranke schob ich mit dem Moped zur Seite und je weiter ich bergauf kam, desto leichter zu fahren wurde diese Offroadstrecke. Der M7RR grippte gut. Ab dem
    Rifuge-du-dol-de-LArpettaz war dann wieder Teer unter dem Reifen. Sehr eng - und insbesondere im Wald musste ich bei drei entgegenkommenden PKWs etwas aufpassen. Motorräder oder Montainbiker habe ich dort nicht gesehen. Weshalb verstehe ich nicht so ganz. Durch Igine erreichte ich den
    Forclaz-de-Queige, einen netten Pass. Immer wieder hatte ich einen Blick auf die vielbefahrene Hauptstraße unten im Tal nach Albertville.









    Aravis:























































    








    Der nächste Pass folgte mit dem Col-de-la-Madeleine. Auf der Passhöhe war – wie üblich – viel Trubel und ich hielt dort nicht an. Kurz danach bog ich scharf links auf einen lange Zeit unbefestigten Weg vorbei an Skiliften mit immer wieder schönen Ausblicken. Da der Col-de-Chaussy aufgrund eines Murenabgangs gesperrt war, suchte ich mir einen neuen Weg … und der gefiel mir bestens. Den Col de Chaussy und die Kehren des Montevenier bin ich bereits mehrfach gefahren, so dass ich mich über diese neue Strecke freute. Für mich ein kleiner Geheimtipp, wenn jemand nicht immer die üblichen Wege fahren möchte.


    Durch Saint-Entienne-de-Cuines geht es zum Col-du-Glandon
    und dem darauf folgenden
    Croix-de-Fer. Schöne Highlights zum Ende meiner Tagestour. Über die sehr kurvenreiche, immer wieder mit schönen Ausblicken verbundene D926 (ebenfalls ein Tipp von mir) ging es wieder runter nach Saint-Jean-de-Maurienne. Über den Telegraph wurde etliche Pkw’s geschnupft und ich erreichte Valloire. Von unterwegs hatte ich per E-Mail im Hotel Christiania nach einem Zimmer angefragt … und habe dort sehr lecker zu Abend gegessen.


    Ein total gelungener erster Tag.




    Madeleine
































































    























    ff

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    #2
    Dienstag, 02.08.2016:
    Als ich morgens aus dem Fenster des Hotels in Valloire blickte, war mir klar, dass es ein schöner Tag werden sollte. Die Sonne schien. Nach einem kleinen Frühstück ging es los zum Col du Galibier. Nach wenigen Metern merkte ich, dass ich bei der Kleiderauswahl doch zu positiv gestimmt war. Schnell den Windstopper in die Sommerjacke rein und ein langärmliges Funktionsshirt darunter angezogen. Der Col_du_Galibier gefällt mir immer wieder. Relativ schnell war ich oben.





















    Runter zum Col_du_Lautaret und links ab auf die Hauptverkehrsverbindung nach Briancon. Auch dort hieß es zügig zu überholen und mit etwas Schwung machen die Kurven dort fahrerisch Spaß. Auch den Col_du_Montgenevr und später den Colle_di_Sestriere hoch heißt es am Gas bleiben und keine Gefangenen zu machen. Immer mal wieder schwenkte mein Blick nach links, aber die Assietta mit den vorgelagerten Pässen und auch den Colle_Delle_Finestre kennt meine Kuh bereits. Da ich heute in die Ecke Maria-Stura-Kammstraße wollte, fuhr ich über die Hauptstraßen Richtung Süden. Eine Mittagspause war eine gelungene Unterbrechung dieser nicht prallen Überbrückungsfahrt.






























    In Demonte bog ich rechts ab und war sofort total alleine. Kein Auto, Radfahrer … und ganz zu schweigen von Motorrädern. Später sollte ich vereinzelte sehen. Motorradfahrer, ich meine zwei, aber nur bei dem Rifuigo.







    Über den Colle_di_Caccia weiter zum Colle_Valcavera. Dort überlegte ich kurz, ob ich auf die Maira-Stura-Kammstraße einbiegen sollte, entschloss mich aber weiter zum Colle_dei_Morti und Colle_di_Esischie zu fahren. Für mich – im Nachhinein – die richtige Entscheidung. Dass es keinesfalls immer Offroad sein muss, wurde mir hier klar. Dort fahre ich nochmals hin!















































































    Nach dem Valvone_d‘_Elva, besser gesagt vor dem Colle_di_ Sampeyre wurde es sehr neblig und ich konnte kaum die Straße erkennen.




























    In Sampeyre getankt und dann landete ich im Hotel Seggiovia in Pontechianale. Eine kleine Story dazu am Rande: Über Booking.com hatte ich den Tag immer wieder diese Gegend nach Hotels gescannt und war dabei auf das Seggiovia gestoßen. Preis bei Booking.com war 90 Euro inkl. Frühstück. Vor Ort wurde mir ein großes Zimmer für 63 Euro angeboten. Dass direkt vor meinem Fenster die Seilbahn vorbei fuhr wurde mir erst klar als ich den Vorhang des Fensters zur Seite schob. Zwischen 18 Uhr und 8 Uhr Morgens war gottseidank Stillstand.




    kurz vor dem Hotel:























    Da ich an diesem Abend keine Lust auf ein weiteres Menü hatte, gab mir die sehr freundliche Mitarbeiterin an der Rezeption, die u. a. ein paar Brocken Deutsch sprach, den Tipp in eine Pizzeria im kleinen Ort zu gehen. Zweihundert Meter vom Hotel entfernt war dies ein Volltreffer.









    ff

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    #3
    Mittwoch, 03.08.2016:
    Die Sonne scheint, es ist warm, was will ich mehr? Schnell im Mini Market noch Wasser gekauft und dann geht es los zum Col_del_Agnel. Ein wunderschöner Pass, der mich wieder zurück nach Frankreich führt.





































    Mein nächstes Ziel ist der Sommet_Bucher, eine Sackgasse, aber die Aussicht oben soll toll sein, was ich gerne bestätige. Die An- und später auch die Abfahrt gefallen mir gar nicht. Bis auf die letzten ca. 200 Meter vor dem oberen Ende geht es nur durch den Wald, teilweise grob geschottert, mit Unebenheiten aber relativ einfach zu fahren. Auch mit meinem Straßenmoped, welches letztendlich doch Tribut zollen sollte. Genauer gesagt mein Navi 2610 fiel bei der Abfahrt plötzlich aus dem Halter und hing nur noch an dem Sicherungsseil. Hinten am Gerät ist die kleine „Nase“, die das Navi hält angebrochen. Nichts geht mehr. Tape raus und damit befestigt. So ein Streifen über den Bildschirm macht sich gut, vor allem, weil ich ein absoluter Bildschirmfahrer bin. Mein Tagesziel und einige Schmankerl zwischendurch sollte ich trotzdem finden. Oben auf dem Sommet_Bucher angekommen laufe ich zur Informationsplattform und sehe mich dort um. Erst hatte ich überlegt diese Meter auch mit der Kuh zu machen, hätte ich aber – vor allem alleine – kaum geschafft bzw. wäre mir das zu risikoreich gewesen. Einige Fotos geschossen und dann noch kurz auf der anderen Seite hochgefahren. Das Panorama und der Rundumblick dort oben sind zwar sehr schön, aber stehen für mich in keiner guten Relation zur langweiligen Anfahrt. Weiter geht’s. Den in der Nähe liegenden Col de Furfande, ebenfalls eine Sackgasse (Offroad) lasse ich aus, ich muss mich noch an das Tape auf dem 2610 gewöhnen. ;-)


































    Die Abfahrt ... wieder durch den Wald:





    ... und genau hier wurde die eigene Navihalter-Kollektion, Version 01, erfunden und gleich in der Praxis erprobt:















    Schlucht Combe du Queyras:






































    Nach Guillestre fahre ich parallel zur Hauptstraße um dann nach Embrun kurz auf diese zu wechseln. Die Fahrt führt mich an dem Lac de Serre-Procon vorbei. Direkt auf der anderen Uferseite fahre ich wieder hoch in den Berg, herrlich. In Chorges unterquere ich durch einen kleinen Tunnel die N54. Ob dies erlaubt war, weiß ich nicht genau, aber es klappte.

























    Offroad geht es hoch zum Mont_Colombis. Oben kurz an einer Senderstadion (?) vorbei, dann war ich am Ende … mit einem herrlichen Blick. Etwas Pause gemacht und einige Fotos geschossen. Der Rückweg führte mich über eine gut zu befahrende Teerstraße mit einem kleinen Zwischenstopp bei einer Gesteinsformation.










































































    Unten befuhr ich am Südufer des Lac de Serre Procon die Hauptstraße die zu einem (sehr) schnellen Kurvenschwingen einlud. Weiter zum und über den Col_d_Allos. Besonders auf der Nordseite sehr eng, macht aber auch Spaß.









    Col d' Allos:




















    Da ich für diese Nacht wieder ein Hotel suchen musste, fuhr ich über einen meiner Lieblingspässe in der Ecke, den Col_des_Champs,





























    Richtung Col_de_ Valberg. Die Anfahrt nicht wie häufig üblich über die D28 sondern über die darüber liegende, kleinere Straße durch Péone.


















    Valberg selbst ist für mich ein häßlicher Ort und so fuhr ich weiter in den nächsten, gemütlicheren Ort Beuil. Dort landete ich im Hotel La Belle Etoile. Einfaches Doppelzimmer, aber sauber und mit sehr guter Küche. Nach mir kamen zwei weitere Motorradfahrer an.


























    Wieder war ein schöner Tag zu Ende, der fahrerisch sehr unterschiedlich war. Offroadstrecken, kleine Neben- und Hauptstraßen die mit dem richtigen Tempo sehr viel Spaß machten. Auch heute habe ich unterwegs kaum Motorradfahrer gesehen. Oben auf dem Agnel, aber an den anderen Stellen, z. B. Sommet Bucher und Mont Colombis war kein einziger unterwegs. Währenddessen auf dem Sommet Bucher einige Pkw’s, Wanderer und zwei Montainbiker zu sehen waren, hatte ich den Mont Colombis für mich total alleine.








    ff

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    #4
    Die letzten zwei Tage Richtung meines Transporters in Chatel sind schnell erzählt und führten mich fast ausschließlich über mir bereits bekannte Strecken.


    Donnerstag, 04.08.2016:




    Die weiter entwickelte Navihalterung:









    Auch heute füllte ich zuerst den Wasservorrat wieder auf. Direkt gegenüber dem Hotel war ein kleiner Laden. Zwecks besserer Verstauung kaufe ich immer zwei 0,5l Flaschen; mit max. 1,60 Euro ist man dabei. Dafür hätte ich in einem anderen, großen Supermarkt ein Sixpack bekommen (Einzelflasche 0,50 Euro).
    Bei Sonnenschein fuhr ich die schöne Strecke Richtung Osten an Roubin vorbei um dann den Col_de_la_ Bonette zu überqueren. Hier traf ich erstmals auf eine Motorradwanderdüne, die gerade Pause am Straßenrand machte.

























    Zum Bonette:










































    Oben auf dem Bonette war etwas mehr Betrieb, aber immer noch weniger als bei meinen vorherigen Besuchen. Mag an der Uhrzeit gelegen haben? Die übliche Runde oben gedreht und runter nach Jausiers. Die große Straße ab dort lud zum schnellen Kurvenschwingen ein … und so verpasste ich in einer Rechtskurve die Abbiegung zum Col_de_Vars. Das kommt davon. Runde 300 Meter zu viel Sprit verbrannt. Auch der Vars lud zum weiteren Schwingen ein.






















    An der Passhöhe war ordentlich Betrieb, mehr als bisher auf den anderen, so dass ich nach einem kurzen Stopp mich weiter auf den Weg zum Col_de_Izoard machte.

































    Die Uhrzeit hatte ich heute so oder so immer in Beobachtung, da ab ca. 17 Uhr es anfangen sollte zu Regnen und ich wiederum kein Hotel vorreserviert hatte.


    Briancon wollte ich über den kleinen, immer wieder unbefestigten Weg hinter dem Fort du Chateau umfahren. Dieses Vorhaben musste ich abbrechen, da dort Personen mit dem Aufbau von Sperren etc. beschäftigt waren. Scheinbar findet dort eine Veranstaltung statt.





































    Also doch durch Briancon bei 31 Grad. Ging schneller als gedacht und kurze Zeit später fuhr ich über den Col_de_l_Echelle.














    Den geplanten Abstecher zum Colle del Mulattiera ließ ich ausfallen und machte mich über die flott zu fahrende Strecke auf nach Susa und dort weiter sehr kurvenreich hoch zum Col_du_Mont_Cenis.























    Bereits auf der Anfahrt wurde es immer ungemütlicher und bewölkter. Der Windstopper wurde wieder in die Jacke eingezogen. In Lanslevillard hielt ich auf dem Parkplatz des Hotels L'Étoile des Neiges und überlegte, ob ich jetzt kurz nach 16 Uhr noch weiter über den Iseran fahren sollte. Für Morgen, Freitag ist hier in der gesamten Region sehr viel Regen angesagt. Einige wenige Tropfen von oben erleichterten mir die Entscheidung und ich fragte im Hotel nach einem Zimmer. Klappte. Das Motorrad ab in die Garage, auf dem Zimmer eine kurze Hose angezogen und dann trank ich auf der Hotelterrasse ein kühles Panaché. Der heutige Tag brachte für mich keine Neuigkeiten, bis auf den Fotostopp hinter dem Fort in Briancon, und war geprägt von vielen überwiegend schnell zu fahrenden Kurven und Pässen.


    Freitag, 05.08.2016: Rücktour nach Chatel


    Bereits gestern Abend und in der Nacht öffnete der Himmel seine Schleusen. Heftig, verbunden mit Gewittern. Nach den Wetterberichten für den heutigen Tag sollte gegen Mittag der Regen zumindest weniger werden und teilweise sogar etwas die Sonne durchkommen. So gegen neun schlenderte ich zum Frühstück und erkundigte mich bis wann ich das Zimmer räumen sollte. War kein Thema, bis gegen Mittag könnte ich dies auf jeden Fall nutzen. Da der Regen weniger wurde, nur noch sehr leicht oder es blieb zwischendurch sogar einige Minuten trocken, packte ich gegen 11 Uhr meine Sachen. Die Regenhose zog ich noch im Hotel an und da ich zuerst zwei Kilometer bis zur Tanke fuhr, klemmte ich die Regenjacke zwischen Verkleidungsscheibe und Cockpit. Bis zur Tanke kam ich trocken, dann fing es wieder leicht an zu regnen, Nieselregen halte ich für die richtige Bezeichnung. Tank vollgemacht, das sollte für die heutige Tagestour von rund 280 Km reichen. Regenjacke und Regenhandschuhe angezogen und los ging es zum Col_de_l_Iseran. Je höher ich kam, desto schlechter wurde das Wetter … und kalt. Kurz vor der Passhöhe war es dann endlich so weit, dass ich in den Wolken fuhr und kaum zehn Meter weit sehen konnte. Meine Lesebrille hatte ich tief im Koffer, so dass es ohne gehen musste ;-) . Ganz oben zeigte das Außenthermometer meiner Kuh 3,5 Grad. Was war ich froh, dass es nass war, denn nur deshalb hatte ich die Regenklamotten an, die Wärme spendeten. Die Heizgriffe glühten.




































    Bei Sèez bog ich rechts ab zum Kleinen_St_Bernard. Auch hier war das Wetter sehr ungemütlich, die Straßen immer nass, von oben aber meist nur – wie schon bei der Abfahrt – Nieselregen … oder gar nichts. Kurz nach dem ich an der Stelle unserer letztjährigen Liegenpause vorbei kam, war es wieder essig mit der Sicht. Nach der Passhöhe, einige Meter weiter runter, besserte sich diese wieder.




    Bild vom letzten Jahr:

























    Der Colle_San_Carlo begann sehr holperig und war für meine selbsterstellte, hochwertige Navihalterung der dritten Generation ein guter Test. Mit Bravour bestanden!









    Kurz nach der Passhöhe besserte sich das Wetter und die Sonne ließ sich etwas blicken. Seitlich neben einer Kehre machte ich eine Pause, zog die Regenjacke aus und setzte mich an die Böschung. Es wurde wärmer und ich konnte beobachten wie die Straße in wenigen Minuten abtrocknete.







    Nach rund dreißig Minuten fuhr ich weiter, die Regenjacke und Handschuhe in den linken Seitenkoffer verstaut. In schattigen Bereichen war die Straße noch etwas nass, aber sonst lud dieser an sich schöne, kleine Pass, der eine gute Alternative neben der Hauptstraße auf dem Weg ins Aostatal ist, zum lustigen Kurvenschwingen ein. Die folgende Hauptstraße nach Aosta ist grundsätzlich langweilig, mit vielen Geschwindigkeitsbeschränkungen, aber die Sonne zeigte sich hier in ihrer vollen Pracht.















    Dies sollte sich wieder erledigen als ich zum Gran_St_Bernard kam. Kurz nach der Einfahrt zum Pass auf einem Parkplatz wieder angehalten und die Regenjacke und –handschuhe angezogen. Eine sehr gute Entscheidung. Wenige Meter weiter begann erneut der Nieselregen und es wurde kälter. Diesmal nur 4,5 Grad, aber es reichte. Heftig wurde es, als ich oben um die Ecke auf die Passhöhe kam. Sturm, starker Sturm, mit Mühe konnte ich das Motorrad während eines Fotostopps aufrecht halten. Das Fahren war sehr mühselig und besserte sich erst viel weiter unten.



















    Windig blieb es weiterhin. Auch die jetzt folgende Strecke in der Schweiz ist kein Highlight, aber da musste ich nun mal durch. Wenigstens war es trocken. So eierte ich bis Martigny, weiter bis Monthey und dort links hoch über den Pas_de_Morgins nach Chatel. Rechtzeitig zum Schluss gab es noch einmal einen nassen Gruß von oben. Direkt beim Hotel angekommen schloss der Himmel wieder seine Pforten.



















    Kurz einige Klamotten in den dort geparkten Viano geworfen und eingecheckt. Etwas getrunken und später die Kuh in den heimischen mobilen Stall geschoben. Gewonnen!











    Die heutige Rücktour klappte insgesamt besser als erwartet. Richtig nass bin ich nicht geworden, richtig trocken waren die Straßen relativ selten. Oben auf dem Iseran und den beiden Bernards war es a…kalt und kaum Sicht. Schön war die Pause auf dem Colle San Carlo (nach der Passhöhe).












    Nächsten Morgen fuhr ich früh los Richtung Heimat. Kurz nach dem Start machte ich die letzten Fotos dieser insgesamt sehr schönen Motorradtour.


































    Und sonst:
    Frankreich ist immer wieder eine Motorradtour wert. Italien und die Schweiz wurden gestreift. Auch wenn ich nicht alle meine Vorhaben (Strecken) umsetzen konnte und einige nicht umsetzen wollte, war es eine sehr gelungene Reise. Ich habe viele mir bekannten Strecken, aber auch neue gefahren. Ebenfalls neu für mich war, dass junge Franzosen ein wenig deutsch sprechen konnten. Englisch geht selbst in der tiefsten Pampa. Das Wetter war bis auf den letzten Tag absolut Spitze. Ich hatte mit deutlich mehr Verkehr auf der Straße bzw. Pässen gerechnet und relativ wenige Motorradfahrer unterwegs gesehen.


    Meine Navihalterkonstruktion hat sich bewährt, evtl. lege ich eine kleine Serie auf. Ebenso die Sommerklamotten und Regensachen, insbesondere die Regenhandschuhe. Diese werden von Hausfrauen und Melkern gut bewertet.

















    Nicht zu vergessen meine Danone-Kuh. Fühlt sich in allen Revieren zu Hause, ist treu, zuverlässig und macht mir immer wieder Freude. Ob ich ihr ggf. eine leichte Enduromaus mit in den heimischen Stall stelle, ist auch von anderen Entscheidungen abhängig, mein bestes Stück bleibt sie auf jeden Fall.











    Ende.

  5. Registriert seit
    21.10.2008
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    #5
    klasse Bericht + tolle Fotos! Macht gute Laune! :-) Danke!

  6. Registriert seit
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    230

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    #6
    Einfach schon Scheixxe, dieses Frankreich...
    Danke für die coolen Bilder, schöne Tour!

  7. Registriert seit
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    #7
    Moin Bernd,

    vielen Dank für den tollen Bericht. Kam grad noch rechtzeitig-wir fahren Samstag früh los. Ich hab mir n paar Tipps rausgezogen....

  8. Registriert seit
    19.02.2004
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    #8
    Hallo Bernd,
    schön mal wieder etwas von Dir zu lesen.
    Ein toller Bericht !

    @ Finn
    Gute Fahrt !

  9. X-Moderator
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    05.07.2009
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    Standard

    #9
    Hallo Bernd!

    Vielen Dank, für diese einzigartig schönen Bilder und dem tollen Bericht. Ich bin kurzweilig wieder eingetaucht, in diese wunderschhöne Gegend.

    Merci


 

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