Seite 2 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 32

Von Brasilien nach Peru - Titicacasee, Machu Picchu, Nazca

Erstellt von preich13, 08.11.2011, 15:03 Uhr · 31 Antworten · 4.598 Aufrufe

  1. Registriert seit
    29.05.2007
    Beiträge
    2.037

    Standard

    #11
    Zitat Zitat von elch Beitrag anzeigen
    Noch 31 Tage....

    Liebe Grüße,

    die elche
    wir fiebern mit Euch...
    und auf Eure Reise bauen wir......

    Gruß vom Berg ins Tal

  2. Registriert seit
    02.10.2006
    Beiträge
    3.868

    Standard

    #12
    Zitat Zitat von Duese Beitrag anzeigen
    wir fiebern mit Euch...
    und auf Eure Reise bauen wir......

    Gruß vom Berg ins Tal

    Ihr seid die Einzigen, die ich mir als Reisepartner dort vorstellen kann. Und bedauere es so sehr, dass Ihr die Prioritäten anders setzen musstet.

    Liebe Grüße zurück auf den Schwarzwald. Habt Ihr schon Nachtfröste??

    die elchin

  3. Registriert seit
    02.10.2008
    Beiträge
    2.922

    Daumen hoch

    #13
    Zitat Zitat von preich13 Beitrag anzeigen
    Damit die weiteren Teile auch gut ankommen bitte ich um Feed Back.
    Das kann ich verstehen, hier hast Du es:

    Bitte so weiter machen. Du machst das super .

  4. Registriert seit
    28.10.2011
    Beiträge
    230

    Standard

    #14
    Hallo

    Vielen dank für die aufmunternden Kommentare zum weiter Schreiben.

    Auch vielen Dank für die Tipps wie man das mit den Fotos macht. Werde dies oder jenes ausprobieren.

    @Christian RA40XT
    Ja, die K1300GT kamen super klar und zurecht. Auch auf einer 40 km langen Erdstrassenstrecke.

    @noh
    "sauweitweg"
    Enfernungen sind nach Einstein relativ. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

    @Duese
    Mas bah, tche, um gaucho !!
    Mein Deutsch MUSS, obwohl ich schon länger in Brasilien lebe, immer noch gut sein. Kann doch meine "Muttersprache" nicht einfach vergessen.
    Serra do Rio do Rastro sieht Heute sehr gut aus. Betonierte Strasse. Nachts mit Beleuchtung. Das Foto im "Neu hier" von Eis auf der Strasse in Brasilien ist von in der Nähe Urubici, gleich um die Ecke bei der Serra do Rio do Rastro.

    Für die Europäer - Serra do Rio do Rastro ist eine Gebirgskette im Bundesstaat Santa Catarina in Brasilien. Rund 100-150 km von Florianopolis entfernt. Dort gibt es sehr schöne und kurvenreiche Strecken. Wunderbar geeignet um mit dem Motorrad über den Asphalt in den Kurven herumzuschweben (und von Glatteisschildern (Brasilien) erschreckt zu werden). Eine besondere Strecke kommt von einer Hochebene und schlängelt sich in einem Canion ins Tal hinab.

    dsc00760b.jpg dsc00763b.jpg

    @yessy
    Benzinpreise:
    Brasilien - Reais R$ 2,60 - 2,90 pro Liter
    Argentinien - Pesos Argentinos PA 5,30 - 6,15 pro Liter
    Chile - Pesos Chilenos PC 790 - 805 pro Liter
    Peru - Soles SOL 14,7 - 17,15 pro Galone (wie in den USA)
    Bolivien - Bolivares BOL 8,00 - 9,00 pro Liter für ausländische Fahrzeuge. Fahrzeuge mit bolivianischem Nummernschild zahlen BOL 3,74 pro Liter
    Chile und Peru haben gutes Benzin und Octanageoptionen (85 und 94). Brasilien hat nur Benzin mit 22-24% Etanol (Octan?). Argentinien hat 2 Benzinoptionen - normal und super. Bolivien hat nur eine Art Benzin. (Octan?)
    Q fahren mit allen diesen Treibstoffen ohne Probleme . Habe Alle ausprobiert.


    @elch
    Wir sind ohne Damen gefahren. Also etwas härter angefasst. Das mit dem Multisternehotel hätten wir uns bestimmt nicht erlaubt wenn Damen dabei gewesen wären. Einige PP wären auch undenkbar gewesen. Bilder von "Multisternetoilette" folgen dann in einem der nächsten Teile des Berichts.


    Peter

  5. Registriert seit
    20.08.2011
    Beiträge
    768

    Standard

    #15
    Hallo Peter , erst eimal vielen Dank für die Info .

  6. Registriert seit
    20.08.2011
    Beiträge
    768

    Standard

    #16
    Hallo Peter ,


    habe da eben noch eine Frage an dich . Wie ist das eigendlich mit dem Tankstellennetz in Südamerica. Ist es nötig einen Reservekanister mit zu
    führen ?
    Danke erst einmal

    Ralph

  7. Registriert seit
    28.10.2011
    Beiträge
    230

    Standard

    #17
    Hallo

    @yessy
    "Tankstellen ..."

    Mit GSA nein.
    Mit GS eigentlich auch nicht wenn Du ordentlich Planst.

  8. Registriert seit
    28.10.2011
    Beiträge
    230

    Standard

    #18
    TEIL IIa

    Weiter geht's, und jetzt mit grossen Bildern.

    9.10
    San Pedro de Atacama
    Für diesen Tag war Ausruhen und am Nachmittag der Besuch des Vale de la Luna geplant. Vormittags sind wir durch die Stadt gebummelt. San Pedro hat ungefähr 3-4000 Einwohner und ständig gut zwei mal so viele Turisten. Tags über sieht man alle dieseTuristen weniger, die sind irgendwo am spazieren gehen. Aber Abends verwandelt sich dann das Zentrum der Stadt in so etwas ähnliches wie ein menschlicher Ameisenhaufen. Es gibt jede Menge Sehenswürdigkeiten in und um San Pedro de Atacama herum. Man kann hier spielend eine Woche lang spazieren gehen und trotz dem nicht Alles sehen was es zu Sehen gibt. Wir sind "nur" zum Vale de la Luna weil beim letzten Besuch (2009) einer von uns diese Tour verpasst hatte und wir das nachholen wollten.
    Dieses Tal des Mondes heisst so weil es sehr an eine Mondlandschaft erinnert. Und es ist eine der trockensten Gegenden der Welt. Es regnet so gut wie nie in diesem Tal.

    San Pedro de Atacama







    Vale de la Luna







    Ganze Teile / Berge dieses Tahls sind aus Salz







    Nachdem die Sonne unter gegangen ist um 180o drehen (nach Hinten schauen) und das Schauspiel weiter betrachten. Die Farbänderungen der Landschaft sind beindruckend







    Peter

  9. Registriert seit
    28.10.2011
    Beiträge
    230

    Standard

    #19
    TEIL IIb

    10.10
    San Pedro de Atacama - Arica - 693 km
    Die nächste grössere Stadt, Calama, liegt nur 100 km von San Pedro entfernt, so das wir dort nicht getankt haben. Planten das nach weiteren 160 km in der nächsten, laut Landkarte, weniger kleine Stadt Quillagua zu tun. Als wir dort ankamen Überaschung - dort gibt es keine Tankstelle! Nächste, laut einem Einheimischen, erst in Oficina Vitória zwei Stunden weiter. Wie viele Kilometer zwei Stunden bedeuten wusste er aber nicht. Landkarte studiert und erfahren weitere 108 km. Fragen über Entfernungen bis zu diesem oder jenem Ort, in Chile und später auch in Peru, wurden oft nur in Stunden beantwortet.
    108 km waren ein Problem. Mein Motorrad würde das, wenn ich den in Brasilien gewohnten Verbrauch bedenke, nicht schaffen. Fuhren aber trotz dem weiter. Sollte es nötig sein würden wir etwas Benzin aus unserem Tanker (GSA) abzapfen und bei mir einfüllen. Kamen aber ohne Probleme in Oficina Vitória an. Meine gelbe Leuchte blinkte schon länger und zeigte noch eine Restreichweite von 15 km an als wir endlich an einer Tankstelle ankamen. Es wurden 19,58 l getankt. Es waren also nur noch 400 ml im Tank übrig geblieben. Mein Motorrad hat weniger verbraucht als sonst wegen dem besseren Benzin in Chile und wegen dem geringeren Luftwiederstand auf 3000 m Höhe.
    Mittagessen an einem Kiosk vor der Tankstelle.



    Dann weiter bis nach Humberstone, eine in ein Museum verwandelte Geisterstadt. Diese Stadt wurde im 19. Jarhundert wegen "Salitre" (zur Düngerherstellung verwendet) von Amerikanern in die Wüste gestellt. Als dieser Rohstoff dann knapper wurde, wurde die Stadt langsam aber stetig verlassen, bis sie dann irgendwann lehr stand. Da sie in der Wüste steht, es also sehr wenig regnet, ist sie ziehmlich gut erhalten geblieben. Viel Staub, Sonne und Wind, so änlich wie Geisterstädte in Wild West Filmen. Vieles in dieser Stadt ist aus Holz. Zum Beispiel die Schule, das Theater, die Kirche. Die Schule hat 12 Klassenzimmer und im Theater gibt es 300 Sitzplätze. Also ursprünglich eine gar nicht mal so kleine Stadt. Einige der Häuser wurden reformiert und zeigen wie das Leben in dieser Stadt damals gewesen war und die benutzten Maschinen und Werkzeuge. Der Marktplatz ist heute voller Laden mit T-Shirts und sonstigen Andenken für Turisten.













    Weiter ging es, stellenweise über Umleitungen neben der Fahrbahn, da man dieser dort neuen Asfalt am auflegen war. Diese Umwege gingen durch die Wüste, also Erdstrasse.
    Irgenwann dann, mitten im Nirgendwo stand dann ein Häuschen mit der Aufschrifft "Restaurant". Mehr oder weniger 4 Wände, 1 Tür, 2 Fenster, 3-4 Tische, ... und eine Frau die ein fast unverständliches Gemisch aus Spanisch und einem lokalen Dialekt sprach. Es reichte aber um Wasser und Kekse zu bekommen. Wo kommt das Wasser her das die dort zum Leben brauchen? Brunnen in der Wüste? Wasserrohre/leitung? Keine Ahnung. Blieb ein Rätsel. Kurz ausgeruht und auf dumme Gedanken gekommen. Wollte ein Foto von meiner Q mitten in diesem Nirgendwo und Wüste. Also rein in die Wüste und eine angepasste Stelle für dieses Foto nach ~1 km gefunden. Stehengeblieben und einen Stein gesucht um den Seitenständer darauf aufzustützen. Etwa einen halben meter weiter gab es so ein Stein, also ein bisschen Gas gegeben um ihn zu ereichen. Resultat: Hinterrad tief in die Wüste eingesenkt und stecken geblieben. Habe die arme Q, auch nach abnehmen der Koffer, Topcase, Tankbag, nicht alleine wieder frei bekommen. Zu Fuss zurück zu den Kumpels, gebeichtet und um Hilfe gebeten. Zu Fuss zurück (Wüste, Sonne, Hitze nicht vergessen) und die total verstaubte Q (3 Mann) wieder flott gekriegt. Gute Kumpel (auch total verstaubt) mit gutem Humor sind Gold wert ...




    Mehr oder weniger ab diesem Restaurant waren die Hochebenen mit ihren langen geraden Strecken zu Ende und es fing ein ständiges bergab in ein Tahl und den nächsten Berg wieder rauf an. Kaum war man oben wiederholte sich das Ganze. Stellenweise sehr enge Kurven. Eine dieser Kurven hatte ein Lastwagen so schlecht angefangen das er sie nicht geschafft hat und sprichwörtlich in der Kurve stecken geblieben ist. Weg versperrt. Nicht für Motorräder, wir kamen vorbei. Aber weitere Autos oder Lastwagen nicht.
    Erst kurz vor Arica ging es dann endgültig bergab. Die Strasse ging an einem steilen Hang (~50 Grad Neigung), entlang eine langen Gebirgkette, langsam die Anden hinunter. Es ging praktisch immer geradeaus quer zum Berg hinab. Ab und zu Kurven. Wieder, obwohl der sehr schönen Landschaft, scharf aufpassen und nicht all zu viel seitwärts schauen. Etwas mehr Lastwägen im Gegenverkehr und nicht zu schnell bergab rollen oder bei einer dieser Kurven würde man geradeaus ins nichts hineinfahren. Der Sturz würde erst weit unten im Tahl (~1000 m) zu Ende sein da an diesem Hang nichts, aber auch garnichts vorhanden ist woran man sich festhalten oder hängen bleiben könnte. Aber, wunderschöne Gegend.
    Die Temperaturunterschiede waren wieder bemerkenswert. San Pedro de Atacam bei fast 0oC verlassen, in Oficina Vitória 30oC, dort wo die Q stecken geblieben war ~35oC und dann beim ständigen bergauf und bergab wohl immer 15-20oC Unterschiede bis wir dann endlich in Arica bei ~20oC ankamen.
    In Arica dann ein Hotel gefunden das zufälligerweise Sonderpreise für Motorradfahrer hatte. Gutes, nettes Hotel, das NUR PC 8.000 pro Person gekostet hat !!! Und es lag gleich neben einer Fussgängerzone und vielen Restaurants.

    11.10
    Arica - Puno - 506,3 km
    Wegen dem Zeitunterschied zwischen Chile und Peru hatte es keinen Zweck zu früh an der Chilenisch-Peruanischen Grenze anzukommen. Es war also Zeit für einen Morgenspaziergang noch vor dem Frühstück. Das Hotel lag neben einem Hügel (Monte Arica) von dem man eine hervorragende Sicht über die Stadt hatte. Also rauf und Bilder gemacht.




    Nach dem Frühstück dann los in Richtung Grenze. Auf der chilenischen Seite lief Alles ruhig und glatt ab. Auf der peruanischen nicht ganz.



    Auf das Einreiseformular mussten mehrere Stempel gesetzt werden. Für jeden gab es einen bestimmten Beamten, der einem aber garnicht richtig ins Gesicht schaute, sondern einfach nur stempeln wollte. Das Anfertigen des Einreiseformulares für die Motorräder war eine komplizierte und lang dauernde Sache. Man musste länger Schlange stehen und es ging nicht Vorwärts. Irgend etwas stimmte mit einem Auto vor uns nicht. Der Beamte verliess ständig seinen Computer, ging hier hin, dort hin und und keine Lösung in Aussicht. Als wir endlich drann waren ging es nicht sehr viel schneller. Pass, Motorradpapiere, Führerschein, Einreisepapiere mit den vielen Stempeln, alle Möglichen Zahlen, Namen, Nummern wurden in einen Computer eingetippt bevor ein Formular dann ausgedruckt, unterschrieben und abgestempelt wurde. Nächster ... Und es dauerte nochmal so lange. 4 Motorräder und mehr oder weniger 1,5 bis 2 Stunden herumgestanden und gewartet. Endlich war dann Alles erledigt und wir fuhren los.
    In Tacna, die nächst grössere Stadt, Geld getauscht. Verkehr in dieser Stadt, obwohl der vielen Polizisten, kaotisch. Vorfahrt hat der der zuerst hupt und die Nase vorne hat. Fussgänger haben beim Strassen überqueren aufzupassen und sich zu beeilen. Die Polizisten pfeifen und gestikulieren viel aber es geht deswegen trotzdem nicht besser, geordneter oder schneller. Weiter nach Moquegua und dann Richtung Puno. Ab Moquegua begann wieder das Berg ab Berg auf fahren.Es ging bis auf 4530 m Höhe (Strassenschild). GPS sagte 4610 m. In dieser Höhe interessante Toiletten gefunden. "Multisterne" Qualität. Aus Wellblech gebaute dreiseitige Abschirmungen um/über ein Loch im Boden. Keine Türen nötig da alle gleich ausgerichtet und mit wunderbaren Blick ins anliegende Tahl. Nur zwei von diesen "Baños" hatten etwas nur ähnliches einer Tür. Das müssen die Damentoiletten gewesen sein. Der Grund warum in mehreren dieser Häuschen das Loch nicht getroffen wurde (viel Mist neben den Löchern) muss wohl an der wirklich atemberaubenden Sicht ins Tahl gelegen haben. Die muss die Konzentration zum Treffen gestört haben.





    Als wir endlich in Puno ankamen, erst nach dem dunkel werden, das Gleiche nochmal. Kaotischer Verkehr durch enge Strassen und so gut wie keine Möglichkeit irgenwo zu parken oder anzuhalten. Sollte man es versuchen wird man sofort von allen Seite angehupt. Es wird sehr dicht auf- und nebeneinander gefahren. Erstaunlich das man bei solch einem Kaos keine Unfälle sieht.

    Das wärs für Heute
    Teil III folgt bestimmt.

    Peter

  10. Registriert seit
    02.10.2006
    Beiträge
    3.868

    Standard

    #20
    Wieder ein ganzer toller Bericht. Danke Peter!

    Ach ja, besonders das Multisterneklo ist eindrucksvoll

    Noch 27 Tage ....


 
Seite 2 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Neu, aus Brasilien
    Von preich13 im Forum Neu hier?
    Antworten: 20
    Letzter Beitrag: 03.11.2011, 12:36
  2. Südamerikareise - Feuerland bis Peru
    Von Greenhorn im Forum Touren- & Reiseberichte
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 09.05.2011, 19:06
  3. Biketransport nach Peru...
    Von cuacuahueconetlcahua im Forum Reise
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 27.03.2011, 15:47
  4. Impressionen aus Peru mit der 1200 GS
    Von oggimann im Forum Touren- & Reiseberichte
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 20.04.2009, 23:25
  5. Benzinverbrauch in Brasilien
    Von vfranco im Forum R 1200 GS und R 1200 GS Adventure
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 11.05.2008, 10:12