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Von Brasilien nach Peru - Titicacasee, Machu Picchu, Nazca

Erstellt von preich13, 08.11.2011, 15:03 Uhr · 31 Antworten · 4.594 Aufrufe

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    #21
    TEIL IIIa

    12.10
    Puno - 0 km
    Am Morgen die schwimmenden Inseln von Uros auf dem Titicacasee besucht. Das leben der Einheimischen dort ist bestimmt nicht leicht. Turisten sind glaube ich die hauptsächlige (einzige?) Einnahmequelle. Diese Inseln sind aus Schilf gemacht und müssen ständig mit neuen Schilfschichten belegt werden. Wenn man dort rumläuft hat man das gefühl man läuft über eine grosse Luftmatratze auf dem Wasser. Man springt und alles fängt an zu schaukeln. Sieht Alles ganz nett und trocken aus, aber nur 2 - 3 cm unter der obersten Schilfschicht ist schon Alles feucht und nass. Lungenentzündung unter Kindern und Gicht / Reuma bei Erwachsenen sind die grössten Gesundheitsprobleme. Noch ein Problem war bis vor einiger Zeit Feuergefahr. Weil ehemaliger Präsident Fujimori jeder Familie Sonnenenergieinstalationen gespendet hat Heute weniger akut. Der Name des Ex-Präsidenten wird deswegen ausdrücklich und mit betohnt viel Respekt genannt. Das mit dem Feuer ist aber trotzdem immer noch gefärlich. Als wir am nächsten Tag Puno verliessen und von den umliegenden Bergen zurück auf dem Titicacasee schauten sahen wir eine dicke, dunkle, grosse Rauchsäule von diesen Inseln aufsteigen ...








    Am Nachmittag sind wir dann durch Puno gebummelt und haben die Markthalle besucht. Im Bodengeschoss Lebensmittel, zweites Stockwerk Kleidung und jede Art von Kleinkram.




    Spielchen: Finde den Kühlschrank ...

    Dann noch ein bisschen Kultur getank, in einem Incamuseum das von einem deutschen Archeologen gegründet wurde (Carlos Dreyer). Neben diesem Museum gab es auch wieder einen Hügel (Cerro Huajsapata) von wo man wieder eine gute Sicht über die Stadt und in Richtung Titicacasee hatte. Ein "kurzer" 600 m "langer" steiler Weg. So steil das ich zwei mal ausruhen musste (puste war weg) bevor ich oben ankam. Puno liegt immerhin 3300-3400 m hoch.



    13.10
    Puno - Cusco - 403 km
    Früh gefrühstückt und ab in Richtung Cusco weil wir einen kleine Umweg über Sillustani geplant hatten. Sillustani ist ein Incafriedhof nur ~40 km von Puno entfernt. Der dort begrabene Incakönig hat sich da ein sehr schönes Plätzchen für seine ewige Ruhe ausgesucht. Das ganze liegt auf einem Hügel neben einem See. Wunderbare Landschaft.





    Auf der Strecke zwischen Puno und Cusco liegen jede menge Dörfer, was die Reisegeschwindigkeit erheblich veringert. Sind erst um 17:00 Uhr in Cusco angekommen.
    Wie in Puno, so auch in Cusco, kaotischer Verkehr auf engen Strassen. Scheint so in allen grösseren Städten in Peru zu sein.
    Das schon von Puno aus reservierte Hotel in Cusco sollte Parkplatz für die Motorräder haben. Parkplatz hatte es keinen, nur eine Garage unter dem Hotel wo mal gerade 2 Autos rein passten. Diese 2 Autos waren dort auch schon abgestell (kaput? schrott?) und für die Motorräder war nur Platz auf dem steilen weg nach unten in die Garage. Die mussten also rückwarts reingefahren und am Hang stehend, mit Steinen hinter den Rädern abgestützt geparkt werden.



    Haben am nächsten Tag dann herausgefunden das das scheinbar in Cusco normal ist. Wenn Garage oder Parkplatz überhaupt erst mal vorhanden. Sind beim spazieren Gehen an einem anderen Hotel vorbei gekommen wo gerade 6 brasilianische Ehepahre, auch auf Motottädern (GSA), angekommen waren. Garage des Hotel stand offen und die sollten ihre Motorräder in die Garage fahren. Es wäre mal gerade für ein Auto, aber bestimmt nicht für 6 Motorräder, Platz gewesen und der Sprung auf und über den Gehsteig, über eine dünne Holzlatte hinweg, so gur wie unmöglich ohne den Motor unten kräftig anzuschlagen oder umzufallen.
    Abendessen bei McDonnals !!! Wie, wo, was ??? Jawol, bei McDonnald !!! Wir waren vom vielen langsam Fahren müde und etwas gestresst. Als wir uns nach einem Restaurant umschauten wurden wir von "Huntern" (jawohl - Jägern) verfolgt. Das sind Angestellte der Restaurants die Kunden jagen. Sobal sie einen hungrigen Turisten ausmachen gehen die auf in los und versuchen in für ihr Restaurant einzufangen. Schwatzen ständig auf dich ein und diskutieren auch unter sich wer denn hier den Turisten zuerst gesehen / gefangen hat. Wie gesagt, wir waren müde, etwas gestresst und hatten keine Gedult für solche Faxen, sind denen also im McDonnald entkommen. Am nächsten Tag, beim spazieren gehen, sahen wir nicht nur bei mehreren Restauranten, sondern auch bei Läden, Stellenangebote für "Hunter".

    Peter

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    Blinzeln

    #22
    Teil IIIb

    14.10
    Cusco - 0 km
    Durch die Stadt gebummel, ein Wenig eingekauft, Inca Museum besucht und Machu Picchu für den nächsten Tag gebucht.












    15/10
    Machu Picchu - 0 km



    Zug nach Machu Picchu



    So ein Bild gibt es in jedem Reiseführer. Dieses habe aber ich gemacht ...



    Eingangstor Machu Picchu





    "Wasserleitungen"



    16/10
    Cusco - Nasca - 651 km
    Um 7:00 Uhr abgefahren, um 17:00 Uhr angekommen. Von der Landschaft her eine sehr abwechslungsreiche Fahrt. Erstes drittel kurvenreich mit viel Berg auf Berg ab. Viel Grün. Zweites drittel Hochebenen und dann an einem Fluss mit herrlich grünem dursichtigen Wasser entlang. Stellenweise sehr viele Lamas, Schafe, Rinder oder Hunde auf und neben der Strasse. Letztes drittel dann wieder hoch in die Berge, kurven und immer trockneres Klima und Landschaft bis es dann vor Nasca Berg ab geht und reine Wüste wird. Nur Steine und Sand.




    17/10
    Nasca - 0 km
    A Morgen Nascalinien überflogen. Ganz toll und sehr eindrucksvoll. Wird mit kleinen Flugzeugen gemacht. Man sollte also einen guten und festen Magen haben, sonst wird einem schlecht. Dem Kumpel ging es so. Plastiktüte vollgekotzt. Als wir die dann in die Mülltonne schmissen sahen wir das diese schon halb voll mit solchen Tüten war. Kommt also häufig vor. Fotografieren wärend des Fluges klappt nicht so richtig, diese kleinen Flieger schaukeln immer in genau dem Augenblick wo man ein Bild machen will. Alles verwackelt oder daneben geschossen. Also wenig Bilder.


    Nasca
    Flussbett total trocken (verstaubt). Nicht ein mal im Frühling (Schneeschmelze in den Bergen) gibt es da bemerkenswert Wasser. Das Grün gibt es nur weil Wasser aus einem tiefen Brunnen kommt.



    Walfisch

    Am Nachmittag den Kumpel mit isotonischem Getränk wieder fitt gemacht und durch die Stadt gebummelt. Noch ein Museum besucht, diesmal von einem italiänischen Archeologen gegründet.

    18/10
    Nasca - Moquegua - 701 km
    Von jetzt an auf dem Weg nach Hause.
    Die ganze Strecke geht durch Wüste, was sich aber ständig ändert ist wie die aussieht. Mal mehr Sand, mal mehr Steine und Felsen. Öfter Mondlandschaften. Auch am Pazifik entlang ist es sehr trocken. Nur ab und zu, in Tählern wo ein Bach / Fluss fliesst gibt es etwas grün.



    19/10
    Moquegua (PE) - Cochabamba (BOL) - 749 km
    20/10
    Cochabamba - Roboré - 869 km
    21/10
    Roboré (BOL) - Campo Grande (BRA) - 640 km
    22/10
    Campo Grande - Londrina - 627 km

    Bei der Fahrt durch Bolivien haben wir uns nicht wohl gefühlt. Etwas stimmte nicht. Irgendwie kam es uns so vor als wenn wir nicht gern gesehene Gäste wären. Die Gesichter der Leute an den Tankstellen hatten immer einen ernsten oder geärgerten Ausdruck. Und dazu trug warscheinlich auch bei das wir schon etwas reisemüde waren und nach Hause wollten. Sind also im Eiltempo durch Bolivien durch. Obwohl der schönen Landschaft haben wir sehr wenig angehalten und gar keine Fotos gemacht.
    Kaum hatten wir die bolivianische brasilianische Grenze überschritten fühlten wir uns besser. Ob weil "zu Hause" (aber immer noch 1260 km entfernt) oder weil das erste was uns auffiel ein offenes und freundliches Gesicht an einer Tankstelle war weis ich nicht. Das Lächeln im Gesicht der Tankwärtin in Corumbá (brasilianische Stadt an der Grenze Brasilien - Bolivien) war Medizin für unsere Gemüter.

    Um 17:00 Uhr in Londrina angekommen.
    Kilometerstand 36.363 km
    17 Tage - 8.867 km gefahren

    Bis zum nächsten Reisebericht
    Peter

  3. noh
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    #23
    Hammer.

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    #24
    Hallo Peter,

    wieder ein wirklich toller Bericht, der auch das "Flair" der Gegenden bzw. der unterschiedlichen Länder rüber bringt. Außerdem finde ich, dass Du ein tolles Auge für Fotomotive hast.

    Und er beeindruckt mit den Dimensionen: wer fährt denn in Europa schon tagelang, um erst einmal im Zielgebiet anzukommen und dann 5 Tage am Maximum, um wieder nach Hause zu kommen... (Außer denjenigen, die in Rekordzeit Nordkap und zurück machen, aber unterwegs nicht viel gesehen haben).

    Eine schöne Zeit bis zum nächsten Reisebericht

    die elchin

  5. Birk Gast

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    #25
    eindrücklicher bericht und tolle bilder!
    danke, peter, fürs teilen!

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    #26
    Hallo Peter,

    toller Bericht und tolle Bilder , aber jetzt möchte ich mehr mehr mehr noch lesen und sehen .
    Super mach bitte weiter und lass uns nicht so lange warten.

    Ralph

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    #27
    Hallo Peter, sehr schöne Fotos einschließlich tollem Bericht.

    Dankeschön

  8. Mia
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    #28
    Wow, cooler Reisebericht!! Gefällt mir sehr!! V.a. auch die Route, ein Traum Wirklich sehr beeindruckende Fotos! Das war mit Sicherheit ein unvergesslicher Trip!
    Ja so ganz ohne Frühstück, das geht bei mir auch nur in Ausnahmefällen.

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    #29
    Mit den Fotos hat es ein bisschen gedauert bis ich das richtig hin gekriegt hatte.
    So auch mit den Videos.
    Aber jetzt dabei ...

    Kurz nach Purmamarca (ARG) richtung bergauf in die Anden.


    Es wird steiler ...


    Was macht man mit Harleys in den Anden ? Man überholt sie natürlich!


    Anden in Peru.


    Panamericana in Peru am Pazifischen Ozean entlang. Nicht zu schnell fahren. Hinter jeder Kurve eine neue Überaschung.


    Peter

  10. Registriert seit
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    #30
    finde die Berichte lesens und sehenswert.Danke


 
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