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Berlin: Ausfahrt am 10.06.2007

Erstellt von Ron, 06.06.2007, 18:01 Uhr · 1 Antwort · 987 Aufrufe

  1. Ron
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    Standard Berlin: Ausfahrt am 10.06.2007

    #1
    Am kommenden Sonntag geht es wieder auf die Piste!

    Im Rahmen unseres diesjährigen Tourenprogramms,
    das im Zeichen des 850. Jubiläums der Mark Branden-
    burg steht, geht es am Sonntag auf die

    Albrecht-Tour.

    Am Tag vor dem wirklichen Geburtstag der Mark
    (11. Juni 1157) geht es auf die Spuren des ersten
    Markgrafen Albrecht von Ballenstedt aus dem Hause
    der Askanier. Dem guten Manne haben wir Berliner
    übrigens unseren Stadtnamen zu verdanken. Weil
    dessen größter Gegenspieler um die Gunst des Kaisers
    damals den martialischen Namen "Heinrich der Löwe"
    (von Braunschweig) trug, mußte für den Widersacher
    ein ebensolcher gefunden werden. Die Wahl fiel dann
    auf den Namen "Albrecht der Bär". Während jedoch die
    Niedersachsen noch nie irgendwelche Löwen in ihren
    Wäldern vermuteten, glaubt so manch ein Berliner bis
    heute daran, daß es in unserer Gegend einmal Bären
    gegeben haben könnte.

    Der eine oder andere wird sich vielleicht noch dunkel
    erinnern: auch diese Tour sind wir vor inzwischen
    zwei Jahren mal gefahren. Die Route steht deshalb
    noch als Garmin-File in meiner HP zum Download
    bereit. Aber ich werde sie bis Sonntag noch ein wenig
    verändern.

    Treffen ist wie immer ab 9.30 Uhr an der Brücke, Abfahrt
    um 10.00 Uhr. Das Wetter sieht derzeit gut aus. Bei knapp
    20 Grad soll es bewölkt aber trocken bleiben.

    Na, wer von den Berlinern oder Brandenburgern ist dabei?

    Gruß Ron


    Hinweis:
    Die Tour findet zusammen mit Fahrern der Berlin-Brandenburg-

    Biker statt.
    Sammelpunkt für die Ausfahrten ist immer die Spinnerbrücke
    im Süden Berlins an der AVUS (A 115) Ausfahrt Spanische Allee.
    Treffen ist in der Regel um 9.30 Uhr, Abfahrt dann um 10.00 Uhr.
    Die Maschine sollte vollgetankt sein. Rückkehr je nach Länge der
    Tour zwischen 17.00-19.00 Uhr.
    Wenn Du das erste Mal dabei bist, solltest Du einen Blick auf

    die Regeln für das Fahren in der Gruppe werfen. Gerade wenn Leute
    das erste Mal zusammen auf Tour gehen, erleichtert das die
    Verständigung sehr. Die Regeln findest Du hier: Click Me.

  2. Ron
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    3.164

    Standard

    #2
    Einen Tag vor dem 850. Geburtstag der Mark Brandenburg haben wir uns heute an die Fersen von Albrecht dem Bären geheftet. Mit am Start waren Martina und Arno, Dani und Michél, Sabine, Charles, Jochen, Raimund und meiner Einer.





    Zunächst ging es auf eine kleine Stadtrundfahrt. Erste Station war die Zitadelle Spandau, die wir über die Havelchaussee und dann durch Spandau hindurch ansteuerten.



    Hier steht das so ziemlich einzige Denkmal des ersten Markgrafen von Brandenburg.



    Wir hielten uns nicht weiter auf, sondern machten uns gleich auf den Weg zum nächsten Stopp.



    An der Gatower Straße 199 geht rechts die Jaxa-Schlucht ab und in ihr steht das wohl unbekannteste Denkmal Berlins, ein kleiner Turm.



    Mit diesem Turm hatte es folgendes auf sich: ein Spandauer Bürger, dessen Identität nie genau geklärt wurde, hat diesen Turm 1914 errichten lassen. Er trägt dieses Relief:



    Die kaum lesbare Inschrift darunter lautet:

    „Has per fauces, Jaczo, princeps slavorum,
    ab Alberto Ursu pulsus, ad habelam evasit.
    Anno Domini MCLVII.“

    „Durch diese Schlucht wurde der Slawenfürst Jaczo
    von Albrecht dem Bären verfolgt und in die Havel getrieben.
    Dies geschah im Jahre des Herren 1157.“

    Der Legende nach trieb Albrecht der Bär den Slawenfürsten Jaxa von Köpenick, durch diese Schlucht in die Havel. Nach der verlorenen Schlacht um die Brandenburg floh Jaxa vor seinen Häschern in den Fluß und drohte zu ertrinken. In höchster Not flehte er den ihm bis dahin verhassten christlichen Gott um Gnade an. Als Roß und Reiter dem Tode nahe waren, soll Gottes Finger den Schild des Jaxa berührt haben und trug ihn an das rettende Ufer. Dort angekommen brachte Jaxa sein Schwert und seinen Schild aus Dank dem Herrn dar. Seit dem heißt diese Landzunge „Schildhorn“.

    Leider muß man anmerken, daß sich der Turm denkmalpflegerisch in einem sehr unschönen Zustand befindet. Offenbar kümmert sich niemand um ihn und so zerfällt er zusehends. Die Turmzinnen sind von Wind und Wetter umgerissen und der Turm selbst von Graffities übersäht.



    Eigentlich ganz schön peinlich für unsere Stadt und das ausgerechnet im Jubiläumsjahr. :-(

    Für uns ging es nach diesem kurzen Besuch dann richtig auf Tour. Als nächstes wollten wir zum Stein des Anstoßes, zur Brandenburg. Wir drehten also über Seeburg, Fahrland, Tremmen, Päwesin und Butzow ab nach Brandenburg, wo wir am Dom, der auf den Grundmauern der Brennabor steht, in das Domcafé zum Mittagessen einkehrten.







    Unsere Moppeds stellten wir an der gegenüberliegenden Sankt Petri Kirche ab, die schon abgesperrt war, weil am nächsten Tag von hier der Gedenkgottesdienst vom RBB übertragen werden sollte.



    Gestärkt machten wir uns dann auf in Richtung der „Alten Zauche“. Diese Gegend rund um Dobbrikow gilt als Kernland der Mark Brandenburg, weil Albrecht dieses Land als erstes als Patengeschenk vom letzten Hevellerfürsten Pribislaw Heinrich geschenkt bekam.

    Wir fuhren über Pritzerbe und Döberitz und drehten hinter Premnitz wieder nach Süden ab. Vorbei an Knoblauch (ja richtig gelesen) und Bensdorf ging es ein kleines Stück über die B1 bevor wir nach Kade abbogen und kurz vor Karow auf einen Plattenweg kamen, auf dem wir einen kurzen Stopp einlegten.





    Weiter über Rosenau, Rogäsen und Mahlenzien kreuzten wir die A2 bei Wollin und kamen über Ragösen (man beachte die Vokale und Umlaute), Golzow, Brück, Alt Bork und Deutsch Bork in das Zielgebiet, die Alte Zauche, was im slawischen soviel wie „Dürre“ bedeutet. Es ging weiter über Kemnitz und Zülichendorf als uns 2 km vor Dobbrikow in der Ortsausfahrt von Nettgendorf dann ein Unglück ereilte: von einem entgegenkommenden LKW irritiert stürzte Sabine mit ihrer schönen neuen Ducati. Glücklicherweise hatte der LKW-Fahrer bereits angehalten, so daß es nicht zu einem frontalen Crash kam. Und vor allem: bis auf leichte Blessuren kam Sabine glimpflich davon. Auch die Ducati war noch fahrbereit auch wenn der verbeuelte Tank und die anderen Schleifspuren noch eine ziemliche Bresche in die Haushaltskasse schlagen werden.

    In Dobbrikow angekommen begutachteten wir erst einmal den Schaden:





    Bei Kaffee und Kuchen hieß es dann erst einmal das erlebte zu verdauen.







    Zum Schluß ging es dann auf bekannten Wegen über Zauchwitz, Fresdorf, Saarmund, Güterfelde und mit einem Abstecher nach Babelsberg, wo wir den einzigen Tankstopp dieses Tages einlegten, zurück zur Brücke.





    Die Sonne hat uns auf den heutigen 273 km rundweg die Treue gehalten. Und bei den warmen Temperaturen haben wir dann auch noch eine ganze Weile an der Brücke zusammengesessen.

    Bis zum nächsten Mal!

    Mehr Bilder wie immer in der Gallery meiner Homepage.

    Gruß Ron


 

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