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Berlin: Ausfahrt am 24.07.2005

Erstellt von Ron, 19.07.2005, 14:53 Uhr · 3 Antworten · 736 Aufrufe

  1. Ron
    Registriert seit
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    3.164

    Standard Berlin: Ausfahrt am 24.07.2005

    #1
    Diesmal wird es echt unheimlich. Wir wandeln

    Auf den Spuren historischer Kriminalfälle in Brandenburg

    Allerdings ist mit diesem Thema jetzt ein ganz besonderes
    Problem verbunden: ich fand das Thema echt spannend.
    Aber im Internet findet sich fast gar nichts dazu, bis auf
    den Hinweis auf ein bestimmtes Buch, das ich heute bestellt
    habe und hoffentlich morgen bekommen werde. Erst dann
    kann ich mit der Recherche beginnen.

    Ich kenne also bisher weder die genauen Ziele, noch die
    Route der Tour. Aber ich bin sicher, daß wir schon ein
    paar "schöne" Tatorte finden werden.

    Und wenn nicht, dann schätze ich, daß wohl die Brücke
    zum Tatort wird, wenn man dort einen gelynchten Touren-
    guide findet, der den Mund ein wenig zu voll genommen
    hat. :twisted:

    Aber auf jeden Fall ist wie immer Treffen um 9.30 Uhr an
    der Brücke, Abfahrt dann um 10.00 Uhr. Und wie üblich
    mit vollem Tank und leerer Blase! ;-)

    Gruß Ron


    Hinweis:
    Die Tour findet zusammen mit der Motorradgemeinde-Europa
    statt. Treffen ist sonntags immer um 9.30 Uhr an der Spinner-
    Brücke in Berlin (AVUS=A115, Ausfahrt Spanische Allee).
    Abfahrt dann um 10.00 Uhr. Rückkehr ist je nach Länge der
    Tour zwischen 17.00 und 19.00 Uhr. Die Maschine sollte vollge-
    tankt sein. Pausen werden ausreichend gemacht, darunter eine
    längere Mittagpause i.d.R. in einem Restaurant, das irgendwo
    auf dem Weg liegt.

    Zu erkennen sind wir an der "rasenden Ente", die manche auf
    dem Ärmel oder Rücken der Jacke haben, sowie an dem GS-
    Forums-Cappie. Guckst Du hier:

  2. Registriert seit
    16.01.2005
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    201

    Standard

    #2
    Hach, gerne würde ich mitfahren. Aber das Mopped ist immer noch nicht repariert :? :evil: :twisted:
    Ich wünsche euch viel Spass!

    Gruss,
    Huey

  3. Ron
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    24.02.2004
    Beiträge
    3.164

    Standard

    #3
    In der selben Zusammensetzung wie am letzten Sonntag starteten auch
    heute Alfred, Micha, Stefan, Jens und meiner Einer an der Brücke und
    machten sich auf die Spuren von historischen Kriminalfällen in Brandenburg.



    Auf die ersten Kilometer war es noch ziemlich frisch, aber im Laufe des
    Vormittags heiterte es mehr und mehr auf, so daß es schließlich noch
    richtig sommerlich warm wurde.

    Es ging zunächst über die Glienicker Brücke aus Berlin hinaus, um durch
    einen diesmal sehr zähflüssigen Stadtverkehr Potsdam zu durchfahren.
    Weil stadtauswärts die B273 immer noch gesperrt ist, ging es zunächst
    auf die B2, um dann bei Falkenrehde auf die B273 zu gelangen.

    Über Utz kamen wir nach Paretz und warfen einen schnellen Blick auf
    das dortige Schloß, das wir bei der Königin-Luise-Tour letzte Woche ja
    auslassen mussten. Über Ketzin, Etzin, Tremmen und Gohlitz ging es
    dann weiter in südliche Richtung nach Brandenburg. Kurz bevor wir die
    Stadt erreichten, legten wir eine kleine Pause ein.



    Eigentlich wollten wir das in der Altstadt von Brandenburg gelegene
    Kriminal- und Foltermuseum besuchen, standen aber vor verschlos-
    senen Türen.



    Es war krankheitsbedingt leider geschlossen. So blieb den interessierten
    Besuchern nur die Gelegenheit zu einem Gruppenfoto.



    Oder war es weniger ein Gruppenfoto, als vielmehr ein Fahndungsfoto? :twisted:



    Die Zeit, die wir durch den entgangenen Museumsbesuch gewonnen
    hatten, wollten wir mit einem kleinen Brunch gleich wieder zerschlagen.
    Gesagt getan ging es zum in der Nähe gelegenen Dom. Aber es fand
    sich in unmittelbarer Nähe kein Café. Etwas weiter fanden wir dann
    aber doch ein Restaurant, das direkt an der Havel lag.



    Die Wirtin war zwar etwas enttäuscht, daß wir zu dieser Zeit (es war
    gegen 12 Uhr) nicht richtig essen wollten und nur nach Kaffee und
    Kuchen fragten. Aber Mittag war für uns später geplant. Nach der
    Rast kehrten wir zu unseren Moppeds zurück.



    und setzten unsere Tour fort.

    Allerdings wurde ich unter Androhung körperlicher Gewalt noch genötigt,
    unbedingt auch dieses Foto in den Bericht zu setzen. Bitte, hier habt Ihr: :twisted:



    Es ging weiter in den Norden über Marzahne, Gräningen und Nennhausen
    und weiter über die schon bekannte Waldstrecke nach



    Uns war aber gar nicht so. Allerdings tat die eingelegte Pause doch ganz
    gut. Uns steckte schon noch ein Bremsmanöver in den Knochen, das wir
    einlegen mussten, weil kurz hinter Marzahne eine Gruppe von Rehen
    unseren Weg kreuzte. Und das mitten in der brütenden Mittagshitze.



    Es ging dann weiter Richtung Rathenow. Wir drehten bei Stechow ab und
    erreichten entlang des Ferchesarer Sees und des Hohennauener Sees
    den kleinen Ort Semlin. Dieser Ort war Schauplatz der wohl letzten
    Hexenverbrennung in Brandenburg.

    Etwas stutzig machte uns, daß dies im Jahr 1672 geschah. In einer Zeit
    also, also der Wahn der Hexenprozesse im Rest Deutschlands schon
    längst abgeklungen war. Man legte der betroffenen Frau das wirklich
    unglaubliche "Verbrechen" zur Last, daß sie verunreinigte Butter verkauft
    habe. Zwar leugnete sie dies anfangs, aber die "hochnotpeinliche Befra-
    gung" (auch Folter genannt) erledigte dann den Rest. Aus diesem Grund
    nannte man sie dann auch die "Butterhexe von Semlin".







    Wir zogen weiter Richtung Norden und passierten Rhinow und Neustadt/
    Dosse, bevor wir Neuruppin erreichten und dort in der Altstadt die
    Klosterstraße durchfuhren, dem Schauplatz eines Raubmordes an
    einem "leichten Mädchen", der im Jahr 1948 die Gemüter bewegte.

    Uns bewegte er nicht mehr so stark und wir fuhren ohne Stopp weiter
    zu unserer geplanten Mittagsherberge. Die war allerdings an diesem
    Tage wegen einer geschlossenen Gesellschaft für uns nicht zugänglich
    und so suchten wir am Ufer des Ruppiner Sees nach einer Alternative
    und fanden sie in einem kleinen Gartenlokal, das wohl eher als bestuhlter
    Imbiss bezeichnet werde konnte. Der Wirt war sehr freundlich und die
    Preise waren es auch und so machten wir es uns gemütlich.







    Gestärkt und müde machten wir uns wieder auf den Weg Richtung
    Heimat. Wir passierten Fehrbellin, Hakenberg, Dechtow und Königs-
    horst, bevor wir ohne Halt den Ort Brädikow durchfuhren, dem Ort
    eines weiteren Verbrechens, das unmittelbar nach Kriegsende für
    Unruhe sorgte. Hier wurde einst eine Frauenleiche unter einem Heu-
    schober gefunden. Die Tat wurde nie aufgeklärt.

    Uns zog es zunächst weiter zum Flughafen Bienenfarm, wo wir eine
    weitere Kaffeepause einlegen wollten. Allerdings bestand der einzige
    Weg, der uns dorthin führen würde aus grobem Schotter. Aber nach
    kurzer Rücksprache mit dem Tross war die Passage genehmigt. :P

    Wir beobachteten einige Starts und Landungen von Motor- und Segel-
    fliegern und verspeisten dazu Kaffee und Kuchen.

    Danach ging es über Nauen und Potsdam zurück zur Brücke. Micha
    verließ uns schon am Berliner Ring, weil er noch ein "chinesisches"
    Date hatte, Alfred wollte in Potsdam noch im Büro vorbeischeuen und
    Stefan machte sich kurz vor der Brücke auf den Heimweg. So blieben
    nur noch Jens und ich übrig, auch dies indentisch zur letzten Woche.

    Wir trafen noch Nico, mit dem wir einen kurzen Smalltalk hielten.



    Etwas später kam auch Klausi noch dazu und auch Jürgen, der line-
    dancende Chopperfahrer. :twisted:

    Mit Klausi ging es dann noch auf eine kleine Stadtrundfahrt, wobei er
    die Vorzüge eines Sozius' auf einer GS schätzen lernte und es wurde
    noch ziemlich spät.

    Das Wetter hat sich die ganzen 275 km sehr gut gehalten. Der mor-
    gendlichen Frische folgte bald gleißender Sonnenschein und es wurde
    angenehm warm. In Anbetracht der reichlichen Pausen senkte sich
    zwar unser Gesamtdurchschnitt laut Navi auf 67,4 km/h aber immerhin
    lag Topspeed bei 173. :twisted:

    Bis zum nächsten Mal!

    Gruß Ron

  4. Registriert seit
    19.02.2004
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    10.648

    Standard

    #4
    Ron,

    das hast Du wieder allerliebst geschrieben.


 

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