Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 24

ABE als PDF mitführen?

Erstellt von Misterbeaster, 20.02.2013, 08:13 Uhr · 23 Antworten · 9.125 Aufrufe

  1. Registriert seit
    27.09.2010
    Beiträge
    269

    Standard

    #11
    Zitat Zitat von waldru Beitrag anzeigen
    ...Nachlesen können Sie die Vorschriften unter nachstehendem Link:
    http://www.gesetze-im-internet.de/bu...012/gesamt.pdf
    Ich hoffe, Ihnen mit meinen Angaben geholfen zu haben.
    Mit freundlichen Grüßen XXX"...
    Gilt nicht! Hat sie dir ja nicht in Papierform zugeschickt !

    Aber im Ernst, eigentlich war das zu erwarten. Wobei es de facto doch irgendwie Blödsinn ist. Reifenfreigaben
    Z.B. stehen fast alle zum Download bereit. Ich glaube bei einigen Herstellern sogar ausschließlich. Ob ich mit der geladenen PDF jetzt Papier schmutzig mache oder sie auf dem Handy mitnehme, ist doch faktisch schnurz.
    Einige ABEs, die ich mit Teilen bekommen habe, sind auch nur (manchmal recht schlampige schwarz-weiß) Kopien des Ursprungsdokuments. Beim Auto hat der TÜV die aus dem Netz geladene und ausgedruckte ABE und für die Felgen akzeptiert. Da gibt es keine Originalstempel und handschriftliche Signaturen. Also können die Kollegen die Echtheit solcher Dokumente doch genau so gut oder schlecht beurteilen wie die einer PDF.

    Na, ja. Vielleicht starten die ja mal eine "Zukunftsoffensive moderne Verwaltung" oder so und lassen elektronische Dokumente zu. - So in 20 Jahren, wenn die Technik schon wieder Old School ist.
    Ich denke, ich mach das jetzt trotzdem, viel passieren kann ja nicht.

    - - - Aktualisiert - - -
    Zitat Zitat von qtreiber Beitrag anzeigen
    Auch wenn ich die ABE in Papierform doch nicht mitnehmen werde, ... reicht eine Kopie?

    Befürchte nein.

    Ist in waldrus link auch beschrieben. Nach Paragraph 19, Abs. 4 reicht eine "Ablichtung".
    Immerhin ...

  2. Registriert seit
    04.06.2012
    Beiträge
    144

    Standard

    #12
    ...ich kann Euch aus Erfahrung sagen das bisher immer die mitgelieferte ABE, also diese Kopie des Originals, vom Hersteller gereicht hat. Reifenfreigaben, Auspuff, Lenker usw. was das Schrauberherz begehrt. Da war es egal ob TÜV oder Polizei vor meiner damaligen XJR 1200 stand, nach diversen Blicken gab es alles zurück,mit den freundlichen Worten: schönes Mopped und allzeit gute Fahrt...
    Jetzt fahre ich seit einer Saison ADV, da führe ich gerade mal die ABE des Endtopf und die Reifenfreigabecard von Conti mit. Diese Freigabecard ist übrigens ´ne feine Sache, da stehen alle Reifenkombis drauf und das in Scheckkartenformat...
    Ich würde mir da keinen Stress machen...

  3. Registriert seit
    14.07.2015
    Beiträge
    4

    Standard

    #13
    Im deutschen Recht zählt nur, was auch tatsächlich im Gesetz geschrieben steht.- Deshalb kann ich nur jedem raten, Gesetze selbst zu lesen. Beamte werden für sich und Kollegen immer nur so antworten wie es ihnen genehm ist. Und ihnen ist genehm, wenn der Fahrzeugführer Papier in der Hand hält.

    Der Dame vom KBA sollte man Nachhilfe im Lesen und in Rechtskunde geben. In der von ihr verlinkten StVZO steht unter §22 nämlich eigentlich etwas anderes:
    "Außerdem hat er jedem gefertigten Teil einen Abdruck oder eine Ablichtung der Betriebserlaubnis oder den Auszug davon und gegebenenfalls den Nachweis darüber (§ 19 Absatz 4 Satz 1) beizufügen."

    Daß der Paragraph zu Zeiten von (Papier)Fotokopien als gängigem Verfahren abgefasst wurde, braucht uns nicht zu interessieren. Es gibt heute viele Möglichkeiten "Ablichtungen" zu fertigen und mitzuführen. Über den Begriff der Ablichtung wäre ich also durchaus bereit zu streiten. Wenn ich die ABE mit dem Smartphone fotografiere oder sogar auf diesem Weg mit einer entsprechenden App einscanne, erfülle ich die gesetzlichen Vorgaben. Will ein Polizist mehr sehen, werde ich ihm §22 StVZO zeigen und ihn bitten mir die Vorschrift zu zeigen, auf die er sich dabei beruft. Ich habe die StVZO auf dem Handy und meine ABEs (Oehlinsfahrwerk, MFW-Fußrasten, Pirelli-Reifenfreigabe) als PDF abgespeichert. Das Handy liegt immer im Tankrucksack am Strom. Ich kann also jederzeit auf Wunsch alles zeigen.

    Kann er mit einer entsprechenden Vorschrift kontern, muß ich natürlich liefern. Den Fall hatte ich aber noch nicht. Bei meiner bisher einzigen Kontrolle, wollte der Polizist keine ABE sehen.

  4. Registriert seit
    27.09.2015
    Beiträge
    605

    Standard

    #14
    Ich wüsste nicht, dass sich die Definition von 'Fotokopie' oder 'Abdruck' durch die Erfindung der Smartphones geändert hat.
    Es handelt sich ja um - eben - Kopien von Urkunden. Ein PDF-Dokument passt wohl eher in die Kategorie 'Datei' und die kann man in den hier relevanten Paragraphen der StVZO wohl nicht finden (ich bin mir zu faul zum Nachlesen).

    Unabhängig davon ist bei einer Kontrolle eine selbst gefertigte Kopie besser als nix und ein PDF-Dokument ist immer noch besser wie gar nix.
    Was kann im Ernstfall schon raus kommen, wenn man die erforderlichen Originale nicht dabei hat: ein paar Euro Verwarnungsgeld, eine Aufforderung, diese Papiere bei irgend einer Polizeidienststelle in der BRD nachträglich vorzuzeigen und natürlich vielleicht ein wenig versch... Zeit auf der Tour, weil die Kontrolle dann halt länger dauert.

  5. Registriert seit
    21.01.2013
    Beiträge
    2.850

    Standard

    #15
    Zitat Zitat von Misterbeaster Beitrag anzeigen
    Ob ich mit der geladenen PDF jetzt Papier schmutzig mache oder sie auf dem Handy mitnehme, ist doch faktisch schnurz.
    Du redest hier von Beamten...

  6. Registriert seit
    14.07.2015
    Beiträge
    4

    Standard

    #16
    Zitat Zitat von coreboat Beitrag anzeigen
    Ich wüsste nicht, dass sich die Definition von 'Fotokopie' oder 'Abdruck' durch die Erfindung der Smartphones geändert hat.
    Im Gesetzestext steht nicht 'Fotokopie' oder 'Abdruck', sondern "Abdruck oder die Ablichtung". Ein Foto mit der Handykamera gemacht, erfüllt den Begriff Ablichtung. Ob ich das als jpeg oder umgewandelt als pdf zeige, ist egal. Es ist immer eine Ablichtung.

  7. Registriert seit
    27.09.2015
    Beiträge
    605

    Standard

    #17
    @rathead: Mit dieser Einstellung, noch entsprechend bei einer Kontrolle vorgetragen, bist du auf dem besten Wege, bei einer Kontrolle zunächst ein Verwarnungsgeld zu 'kassieren' und dies dann im Falle einer Weigerung vom Richter schriftlich erläutert zu bekommen, incl. eines entsprechenden Erläuterungskostensatzes

  8. G-B
    Registriert seit
    28.09.2006
    Beiträge
    842

    Standard

    #18
    Zitat Zitat von coreboat Beitrag anzeigen
    @rathead: Mit dieser Einstellung, noch entsprechend bei einer Kontrolle vorgetragen, bist du auf dem besten Wege, bei einer Kontrolle zunächst ein Verwarnungsgeld zu 'kassieren' und dies dann im Falle einer Weigerung vom Richter schriftlich erläutert zu bekommen, incl. eines entsprechenden Erläuterungskostensatzes
    Und warum? Worauf stützt du diese Behauptung?
    Eine Ablichtung ist immer eine Kopie bei der Licht im Spiel ist.
    Damit ist ein mit dem Handy erstelltes Foto genau das.
    Des weiteren wird eine ABE oft als Download-PDF zur Verfügung gestellt. Somit kann ich nachweislich das original vorweisen.
    Jegliche weitere Bearbeitung (sei es nur der Druck) kann eine Manipulation beinhalten.
    In diesem speziellen Fall kann ich sogar vor den Augen der Exekutive das original runterladen. (Genau muss mir da noch ein paar Links abspeichern)

    AUch weiter oben kam die Argumentation: Das ist eine Datei und keine Kopie. Geht der jenige dann für mich in den Knast, wenn ich Filmraubkopien habe? Sind ja nur Dateien und keine Kopie!

  9. Registriert seit
    14.07.2015
    Beiträge
    4

    Standard

    #19
    Dergleichen ist mir besher noch nicht passiert. Ganz im Gegenteil.

    Ist zwar ein anderer Schuh, aber passt zum Thema. Im Internet kursieren tolle Anleitungen von Rechtsgelehrten zum Thema Dokumentationspflicht, Mindestlohngesetz. Hier saßen 2 Zöllner und haben nur genau das von mir bekommen, was im Gesetz steht. Da steht zum Beispiel auch kein Wort von der Papierform drin. Die haben mir Mitarbeiter und gewünschte Zeiträume genannt und bekamen daraufhin den entsprechenden Report meiner kalendarischen Lohnerfassung aus der EDV generiert und ausgedruckt. Die Reportvorlage habe ich mir vom Hersteller der Software nach meinen Vorgaben programmieren lassen. Den Ausdruck habe ich erst auf Wunsch generiert, damit die Zöllner sie mitnehmen konnten. Der Report ist nicht schön, er ist nich gut zu lesen weil kleine Schrift, aber er gibt die gewünschten Daten aus - und nur genau die, die im Gesetz drin stehen.

    Ich habe hier jährlich mit Buchhaltungsprüfungen zu tun. Finanzamt, Sozialversicherung, immer im Wechsel - immer in bestem Einvernehmen und das funktioniert am allerbesten, seit mir mal ein Prüfer gesagt hat: "Zeigen Sie mir immer nur genau das was ich von Ihnen verlange. Nicht mehr - nicht weniger." - Mit einer sauberen Ablage funktioniert das perfekt.

    Nein, in der StVZO steht bezüglich der ABE nichts von der Papierform als Vorschrift. Ein Foto ist eine Ablichtung. Sobald ich diese vorweisen kann, erfülle ich die Vorschrift - auch auf einem Bildschirm.

  10. Registriert seit
    04.11.2012
    Beiträge
    6.429

    Standard

    #20
    Coreboat, dem rathead passiert niGS. Wie er im gleichen Beitrag schreibt, ist er ja bereit zu liefern, so ihm der Beamte den Wunsch vorträgt. Wenn's Palver gibt, dann saß da schon vorher was auf der falschen Spur.

    Nach meinen eigenen Erfahrungen, sind deutsche Bolizisten mittlerweile nicht mehr so borniert, wie noch in meiner Jugendzeit. . .


    Das mit der PDF und dem smarten Fon muß ich mal mit meinen paar Sachen machen. Gute Idee. Ausweispapiere und ähnliches, sind schon drauf. Wenn auch in deren Fall nur damit die Botschaften es im Notfall etwas einfacher haben.


 
Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. AUK / TÜV Bericht mitführen?
    Von gstouri im Forum Motorrad allgemein
    Antworten: 26
    Letzter Beitrag: 20.04.2009, 20:20