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Frage an alle CTEK Ladegerät Nutzer

Erstellt von Schweinehund, 29.10.2010, 16:11 Uhr · 24 Antworten · 4.522 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard

    #11
    Hi Peter
    Ich rede von meinen Fahrzeugbatterien und ihren technischen Spezifikationen. Der Unterschied zu Batterien für USV besteht lediglich in mechanischen Komponenten.
    USV Batterien werden nicht mit Starterströmen belastet und auch nicht gerüttelt. Die Ladephysik/ Chemie ist das egal.
    Die HAWKER Genesis war auch mal eine USV-Batterie die von "irgendwem" als Starterbatterie missbraucht wurde. HAWKER hat eben darauf reagiert und z.B. die Anschlusspole rüttelfest gestaltet und vertreibt das Ding als "Odyssey". Das US Militär verwendet die Dinger als Standard in ihren Fahrzeugen.
    Anders wäre es bei NiCad Batterien der U-Boote oder auch bei LiIonenAkkus der Mobiltelefone die wirklich "etwas" kompliziertes Ladeverhalten zeigen.
    Solange es sich aber um Blei-Batterien handelt ist auch egal ob es Gel- oder AGM Varianten sind. Die beiden letzteren erfordern auch keine höhere Ladespannung (wie so oft geschrieben wird) sondern ertragen sie lediglich besser. Sie gasen zwar genauso wie ihre nassen Brüder, doch können sie nicht blubbern (und somit im wahrsten Sinn des Wortes ihr Wasser ........) , sondern die Gasblasen "verheddern" sich sozusagen im GEL /AGM und haben genügend Zeit um sich zum "rekombinieren" zu entschliessen (sprich das Kanllgas aus H und O2 verbindet sich wieder zu Wasser).

    gerd

  2. hbokel Gast

    Standard

    #12
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Nachdem die Batterielebensdauer abhängig von den Ladezyklen ist
    Hallo Gerd,

    wenn ich die FAQ (-> klick) richtig verstehe, wird die Lebensdauer von Bleiakkus viel stärker durch das Ausmaß der Entladung als durch die Anzahl der Ladezyklen beeinflusst:



    Das könnte daran liegen, dass die Entladung mit der Bildung von Bleisulfat verbunden ist, das sich irreversibel in eine grobkristallige Form umwandeln kann (Sulfatierung). In den FAQ gibt es deshalb auch eine klare Empfehlung (-> klick) zur Vermeidung der Sulfatierung:
    Am besten lädt man eine AGM-(Ca/Ca) oder Gel- (Ca/Ca) VRLA-Batterie in drei Phasen und Nassbatterien (Flüssigelektrolyt) in vier Phasen mit einem "intelligenten" mikroprozessorgesteuerten Ladegerät.
    Aber wie Du schon gesagt hast: jeder kann es halten wie er will. Wegen eines Blei-Akkus lohnt sich kein Religionskrieg.

    Gruß
    Heinz

  3. Registriert seit
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    Standard

    #13
    Leute ich wollte keinen Streit anzetteln.
    Nur welchen Modus ich am besten verwenden soll..

    Aber danke für die Hintergrund Info`s über die Batterie


    Gruß

  4. Registriert seit
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    Standard Viel hilft nicht automatisch viel

    #14
    .

    Sicher ist das Vorhandensein einer grossen Anzahl von Herstellern von Ladeerhaltungsgeräten noch kein stichhaltiger Beweis für deren grundsätzliche Einsatzberechtigung. Schliesslich gibts mittlerweile eine ganze Menge von Nachahmern in diesem Sektor. Dennoch wirken unbestreitbar im Zuge der Weiterentwicklung der Motorradtechnologie erhöhte Belastungsfaktoren durch einerseits räumliche Beschränkungen und dadurch gestiegene spezifische Beanspruchung auf den Akku ein.
    Im Gegensatz zu früher ist bei ausgedehnten Standzeiten auch der Ruhestrom der Steuergeräte nicht auser Acht zu lassen.
    Wobei zu berücksichtigen ist, dass ein Ladeerhaltungsprozess, der im Regelfall ja nur wenige Prozente Kapazität im oberen Bereich ergänzt noch längst nicht gleichbedeutend ist mit einem tatsächlich für die Lebenserwartung des Akkus ungleich relavanteren Tiefentladungszyklus.
    Insofern ist bei fraglos notwendiger skeptischer Betrachtung der Nutzen der Geräte bei vernünftigem und bezogen auf das Einsatzprofil verhältnismässigen Einsatz ohne Zweifel gegeben.

    Gruss aus Köln



    .

  5. Registriert seit
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    6.464

    Standard

    #15
    Was unsere Batterien wirklich brauchen ist generell immer einen guten Ladezustand: nämlich voll ... und das heißt 12,8 V Leerlaufspannung (oder etwas mehr).

  6. Registriert seit
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    #16
    Hi
    Wir "streiten" nun mal gerne und mein Wissen kommt ja auch nur aus der technischen Literatur von Panasonic, Fiamm und HAWKER und das versuche ich mit meinen Erfahrungen zu verknüpfen.

    <<<<
    wenn ich die FAQ richtig verstehe, wird die Lebensdauer von Bleiakkus viel stärker durch das Ausmaß der Entladung als durch die Anzahl der Ladezyklen beeinflusst:
    >>>>

    Da stimme ich voll zu (zumal ich das Gleiche geschrieben habe ).

    Da gibt's eine Definition
    Ladezyklen
    Ein Ladezyklus ist von einem Laden über eine Entladung bis zum nächsten Laden. Man geht für die Betrachtung von Batterien aus die ständig mit 80 % ihrer Nennkapazität genutzt werden (also bis auf 20% entladen werden und somit DOD erreichen, = Grenze zur Tiefentladung!!) und betrachtet deren Lebensdauer mit Faktor 1.
    Batterien die nur zu 50% entladen werden halten dreimal so viele Zyklen aus, diejenigen die nur zu 20% entladen werden die 15-fache Zyklenanzahl.

    (Ladegeräte die die Spannung "dauernd" variieren arbeiten zwar bei sehr geringen Kapazitätsdifferenzen und haben so eine recht grosse Zahl von Ladezyklen zur Verfügung doch "verbrauchen" sie diese durch das andauernde "Geschalte" auch recht zügig.. Dem Diagramm von Heinz entnehme ich, dass sein Ladegerät etwa 1 mal täglich schaltet und die Batteriespannung aus mir unbegreiflichen Gründen zwischendurch auf 12,8V absackt. Wird da etwa bewusst entladen??)

    Ausgehend von der FIAMM Angabe von 225 Zyklen bei 80% DOD und 30- facher Lebensdauer bei 1%DOD und dem Wissen von H. Peukert, dass ein Startvorgang ca. 4% der Kapazität (bei einer 19Ah Batterie!) erfordert, heisst das eine Batterie hält vielleicht 225 x 20 Anlassvorgänge aus. Das wären in 3 Jahren bei einer angenommenen Nutzung von 200Tagen /Jahr am Tag 7,5 Anlassvorgänge. (Bei 13Ah sinkt der Wert drastisch weil die Batterie prozentual wesentlich höher belastet wird!)

    Temperaturgang
    Im Gegensatz zum zyklischen Betrieb hat beim Floatbetrieb (also während des Erhaltungsladens) die Temperatur wesentlichen Einfluss auf die Lebensdauer.
    Pro 8°C über 25°C halbiert sich die Nennlebensdauer von VRLA (Valve-Regulated-Lead-Acid) Batterien.. In anderen Worten: Eine Batterie die für 10 Jahre bei 25°C ausgelegt ist, lebt bei 33°C nur 5 Jahre.

    Darüber hinaus halbiert sich die Lebensdauer auch pro 100mV über der optimalen Ladespannung.
    Das ist zwar beim zyklischen Betrieb nicht anders, doch da ist der Temperaturgang nicht der für die Lebensdauer entscheidende Faktor.


    Was heisst eigentlich „voll geladen“
    Voll ist der Zustand bei dem die Batterie ihre angegebene Nennkapazität hat.
    Eine mit 14,x Volt schnellgeladene Batterie wird noch etwas „voller“ (bis ca.120% Nennkapazität), doch wozu?
    Allerdings klappt das, und das verschweigen die Anbieter, nur vorübergehend. Wie bei einer Badewanne die man mit kräftigem Strahl bis zum Rand vollbekommt. Dann läuft dieser Überschuss ("14,3V") ziemlich schnell durch den Überlauf ab. Der Pegel unterhalb hält sich und verdunstet nur langsam mit der Zeit (analog zur Selbstentladung).
    Der Stress den die Batterie dabei hat, ist im Fahrbetrieb aus den oben erwähnten Gründen sinnvoll bzw. wird in Kauf genommen. Doch beim Erhalten ist es kontraproduktiv.

    gerd







  7. Registriert seit
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    Standard

    #17
    .

    Also wenn man schon Zahlen zitiert, bin ich immer sehr vorsichtig und überprüfe mal die Größenordnung.
    Denn ein Startvorgang bei der 12er GS, vorausgesetzt Einspitzelektronik ist in Ordnung (bei Vergasermaschinen kann das schonmal schwanken), also geht oder geht nicht, dauert so etwa maximal 3 Sekunden bei angenommenen 100 Ampere ungünstig bei Frost aber eher weniger, ergibt das rechnerisch rund 0,1 Ah Entnahme.
    Bezogen selbst auf die mikrigen 13 Ah sind das voller Akku vorausgesetzt weniger als 1 % der Nennkapazität. Mithin nur ein Viertel der Annahme von Herrn Peukert.
    Demnach könnten eigentlich deutlich mehr Zyklen erreicht werden.
    Meine Einschätzung ist daher nach wie vor, dass erhöhter Verschleiss in der gesamt ungünstigeren Auslegung oder den Betriebsbedingungen des Akkus liegt.

    Gruss aus Köln




    .

  8. Registriert seit
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    Standard

    #18
    Hallo ............,

    also nochmal,

    wenn Du ne Original-Batterie hast, ist das ne AGM, die der Hawker ähnelt.
    Hierzu benutze die Einstellung mit der Schneeflocke. Mache ich auch so, da in der PKW oder Moped-Einstellung die Batterie nich vollständig geladen wird. War deswegen schon mal beim , da der Anlasser nur schlecht durchzog.

    Hast Du eine andere Batterie, ist es egal, ob Auto oder Motorrad angewählt ist. In der Motorrad-Einstellung dauert es halt ein wenig länger bis der Akku voll ist.
    Den Rest macht der Ctek für dich - völlig streßfrei. (ein tolles Gerät!!!)

  9. Registriert seit
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    #19
    Hi Renegade
    Da solltest Du Dich etwas mit H. Peukert beschäftigen
    Vielleicht bei Google weil das hier:
    http://www.powerboxer.de/Akku-Kenn-u...ungsdaten.html
    ist natürlich durch mich gefärbt.
    Bevor ich den Herrn (natürlich nicht persönlich) kennenlernte hab' ich genau wie Du gerechnet. Allerdings fiel mir auf, dass diese Art zu rechnen nicht mit der Praxis übereinstimmt.
    Andernfalls müsstest Du mit einer mickrigen 13Ah Batterie 100mal (kalt)starten können. Das wird Dir nicht gelingen
    gerd

  10. Registriert seit
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    Standard

    #20
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Hi Renegade
    Da solltest Du Dich etwas mit H. Peukert beschäftigen
    Vielleicht bei Google weil das hier:
    http://www.powerboxer.de/Akku-Kenn-u...ungsdaten.html
    ist natürlich durch mich gefärbt.
    Bevor ich den Herrn (natürlich nicht persönlich) kennenlernte hab' ich genau wie Du gerechnet. Allerdings fiel mir auf, dass diese Art zu rechnen nicht mit der Praxis übereinstimmt.
    Andernfalls müsstest Du mit einer mickrigen 13Ah Batterie 100mal (kalt)starten können. Das wird Dir nicht gelingen
    gerd
    .

    Kann man ja so nicht generell sehen, dafür brauch ich den Peukert nicht wirklich, denn weit vor Ausschöpfung der Kapazität wird der Innenwiderstand so stark ansteigen, dass man den theoretischen Wert niemals erreichen kann.
    Wollte nur sagen dass die moderne Motorensteuerung prinzipiell bessere Startbedingungen bereithält und somit die Startbelastung minimiert ist, was aber im Endeffekt nichts an den relativ kleinen Akkus heute ändert.
    Ich sprech ja aus eigener Erfahrung und bin mit der Pflege meiner GS so verfahren wie beschrieben und dies war nicht zum Nachteil der Akkulebensdauer.
    Bis zu fünf Jahren sollten mit einem Akku machbar sein, vorausgesetzt die Produktqualität stimmt.
    Andere Erfahrungen sind immer möglich und können selbstverständlich nebeneinanderstehen zur Orientierung ohne Widerspruch.

    Gruss aus Köln



    .


 
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