Prima Bilder, so in voller Fahrt! :P
Unser Abonnement auf gutes Wetter konnten wir auch heute
einlösen. Entgegen der Vorhersage, daß es morgens noch
tröpfeln sollte, hielt wieder einmal der strahlende Sonnen-
schein den ganzen Tag an und zwischendurch war es schon
fast zu warm.
Morgens an der Brücke trafen sich TinaTonka, Yvonne (Baronin),
Dieter (Boxerlümmel/GS-Forum) mit Frau, Uwe (Huey/GS-Forum),
Boris, Lutz und meiner Einer.
Nach einer Runde Touren-Bonbons ging es zunächst quer durch
Potsdam zur B273, die wir aber nördlich der Havel bei Uetz-
Paaren gleich wieder verließen – denn wer fährt schon
gern Bundesstraßen? *schüttel*
Über Ketzin, Zachow, Roskow und Päwesin ging es weiter über
den Beetzsee nach Gortz und Butzow, wo wir eine erste kleine
Pause einlegten.
Hinter Radewege drehten wir gen Norden ab und erreichten
über Marzahne, Mützlitz, Gräningen und Bamme schließlich
Rathenow, wo wir am dortigen Denkmal für Friedrich Wilhelm
eine Pause einlegten.
Im Gegensatz zur gestrigen Abfahrt der Strecke, war der Platz
vor dem Denkmal heute aber belegt. Schließlich war der 1. Mai
und den nutzte die örtliche SPD für einen Werbeauftritt.
Die Belagerung hatte aber auch etwas Gutes: weil der Weg bis
zum Mittagessen in Hakenberg noch etwas lang war, sorgten wir
bei dem Bratwurstbräter für einen unerwarteten Umsatz. Wir
inhalierten ein paar von den Würsten nebst Getränken und setzten
frisch gestärkt unseren Weg fort.
Dieser führte uns zunächst in Richtung Norden auf der B102 und
kehrten auch ihr gleich wieder den Rücken zu, um auf einem
schmalen Asphaltband eine Schleife zu drehen. Kurz hinter einem
Ort, der den seltsamen Namen "Wassersuppe" trägt, legten wir in
einem idyllischen Waldstück eine weitere Pause ein - ja richtig:
Pausen haben wir heute eine ganze Menge gemacht! ;-)
Hinter Witzke und Elslaake kehrten wir zurück auf die B102 (die
wir eigentlich nur für ca. 1 km verlassen hatten, um diese Runde
zu drehen) und gelangten weiter im Norden nach Rhinow, wo wir
in östliche Richtung nach Stölln abbogen. Den Lilienthal-Flugplatz
passierten wir und ließen für heute die Illjuschin rechts liegen,
um kurz hinter dem Ortsausgang wieder gen Norden abzudrehen.
Über Blumenaue, Giesenhorst und Dreetz kamen wir nach Neu-
stadt/Dosse und fuhren vorbei an Kampehl (dem Ort mit dem
unverwüstlichen Ritter Kahlbutz), um der B5 folgend bei Sege-
letz nach Nackel abzubiegen. Über Garz, Manker und Walchow
ging es weiter nach Fehrbellin und gleich dahinter - vorbei am
Schlachtfeld - erreichten wir Hakenberg. Kurz hinter dem Orts-
ausgang verließen wir die Straße und gelangten über die ausge-
baute Zufahrt an das Schlachtendenkmal, dessen Grundsteinle-
gung im Jahr 1875 erfolgte, dem 200. Jahrestag der Schlacht
bei Fehrbellin.
Für Geschichte hatten wir aber nicht mehr viel übrig, weil uns
der Hunger und die Erschöpfung sofort in das örtliche Gasthaus
trieben - und das muß wohl auch der Grund gewesen sein, wes-
halb ich vergaß, von dem Denkmal ein Foto zu machen. :-(
Es ging also an die Tafel:
- und die "Salatesser" waren heute eindeutig in der Überzahl:
Vom Essen –wie zu erwarten- noch müder schleppten wir
uns nach etwa einer Stunde wieder zu unseren Moppeds.
Es ging zurück in den Ort, um dort nach Dechtow abzubiegen.
Durch das nördliche Havelland ging es über Königshorst und
Deutschhof nach Dreibrück, wo wir in Richtung Berge abbogen.
An dieser Biege aber legten wir eine ganz kurze Pause ein, um
den vorbeifahrenden Autos ein wenig Vorsprung zu geben.
Denn wir wollten doch freie Fahrt haben auf dem nächsten
Straßenabschnitt: dieser wude auf den Namen "Wassergeläuf"
getauft. Eine der Achterbahn in der Schorfheide ähnliche
Strecke, mit dem Unterschied, daß die Berge und Täler hier
nur eine Höhe von 1-2 m haben. Mit dem "richtigen" Tempo
befahren, wird man hier glatt aus dem Sattel gehoben, wenn
man sich nicht mit den Oberschenkeln am Tank festhält. Es war
dementsprechend ein wilder Ritt!
Bei Berge verließ uns Uwe, der links in Richtung Heimat abbog.
Der Rest der Truppe fuhr weiter gen Süden über eine schöne
schmale Asphaltstrecke, die danach auf einen zweispurigen
Plattenweg überging. Zuvor legten wir aber eine weitere kurze
Pause ein.
Ab hier änderten wir auch die Gruppenpositionen. Uns erwarte-
ten ein paar schöne "Rennstrecken" und so wechselten die
schnelleren Fahrer weiter nach vorne.
Bei Wachow drehten wir Richtung Tremmen ab und von dort
kamen wir zurück nach Etzin und Ketzin. Kurz vor Potsdam bog
die schnelle Vorhut nach Falkenrehde ab. Weil der Rest der
Truppe nicht mehr zu sehen war, warteten wir pflichtgemäß an
der Kreuzung. Als erstes passierte uns Dieter mit seiner Sozia,
die uns fröhlich zuwinkten und damit wohl zum Ausdruck
brachten, nach Hause fahren zu wollen. Danach düsten Boris
und Tina an uns vorbei und wir glaubten, daß sie uns nicht gese-
hen hätten. Im Vertrauen darauf, daß Boris eine Navi bei sich
hätte und damit allein zur Brücke zurückfinden würde, setzten
wir die Fahrt über Potsdam zur Brücke fort.
Dort angekommen bot sich ein fast chaotisches Bild. Die Brücke
quoll über von Menschen und Moppeds. Die "Saisoneröffnung"
zog viele Biker an. Mit Live-Musik und einigen Ausstellern (Suzu-
ki, Harley, BMW) und einem in den Wald hinein angelegten klei-
nen Enduro-Park ging so richtig die Post ab.
Und auch die "verlorenen Kinder" fanden sich bald nach uns ein:
Wir plauderten noch eine Weile und ein paar bekannte Gesichter
trafen wir auch wieder.
Irgendwann gegen 21.00 Uhr (Wölfi und ich waren inzwischen
allein) gab es dann den eigentlichen (zweifelhaften) "Höhepunkt"
des Abends:
ein ziemlich durchgeknallter Dosenchauffeur mit einem schwarzen
Cabrio glaubt wohl eine Show-Einlage hinlegen zu müssen. Regel-
mäßigen Brücken-Gängern ist dieses Spektakel nur allzu bekannt.
Diesmal klappte es mit der Show aber nicht so richtig: mit quiet-
schenden Reifen schoß der Wagen vom Kronprinzessinenweg
kommend nach Rechts in die Spanische Allee hinein. Der Anblick
eines entgegenkommenden LKW schockte den Autofahrer aber
derart, daß diese die Kontrolle über den Wagen verlor, sich ein-
mal drehte und voll in die Front des LKW krachte. Mit einem
lauten Knall und kurzgeschlossener Hupe kam der Wagen zum
Stehen. Bei dem Menschenauflauf konnte der Fahrer wohl von
Glück sagen, daß er niemanden verletzt hattee und auch die ge-
parkten Bikes keinen Schaden davon trugen. Es gab natürlich ein
riesen Gejohle und die versammelten VW-Golf-Tuning-Junkies
kamen von der Tankstelle angerannt.
Aber wie gesagt: Hauptsache war, daß niemand verletzt wurde.
Und so kann diese Story unter "Dosenspinner" abgehakt werden,
die es an der "Spinnerbrücke" halt auch gibt.
Jedenfalls zeigte die Uhr glatte 250 km an. Daß wir aber volle acht
Stunden unterwegs waren (Durchschnittstempo 31,25 km/h), sagt
mir, daß ich demnächst die Pausen wohl drastisch reduzieren
muß. :twisted:
Also bis zum nächsten Mal - bei der Gelegenheit: kommenden
Sonntag gibt es keine Tour, da ist das Sicherheitstraining in
Jüterbog.
Gruß Ron