Ventile einstellen (1200GS) - Fragen

Diskutiere Ventile einstellen (1200GS) - Fragen im Technik & Bastel-Ecke Forum im Bereich Modellunabhängige Foren; Hallo zusammen, ich habe am Wochenende bei meiner 1200GS (2008) die Ventile eingestellt (war einfacher als gedacht) und war überrascht über den...
bdr529

bdr529

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Hallo zusammen,

ich habe am Wochenende bei meiner 1200GS (2008) die Ventile eingestellt (war einfacher als gedacht) und war überrascht über den positiven Unterschied des Laufverhaltens.

Dabei habe ich nur auf einer Seite ein zu geringes Ventilspiel (ca. 0,20 - 0,25mm statt 0,30mm bei beiden Auslassventilen) festgestellt. Der Rest war i.O. Dazu habe ich ein paar Fragen:

  • Wodurch verändert sich das Ventilspiel denn eigentlich?
  • Kann das Ventilspiel im Betrieb kleiner werden oder war das vermutlich falsch eingestellt?
  • Verändert sich das Ventilspiel normalerweise gleichmäßig (rechts/linke, Einlass/Auslass) oder kann das auch einzelne Ventile betreffen?

VG
Michael
 
Zuletzt bearbeitet:
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Gast20919

Gast
Sehr Interessant.....genau das hatte ich auch an meiner MM

bin mal gespannt was da für Antworten kommen.


Von den Japaner mit Shims ist das ja bekannt , das es enger wird.

aber Kipphebel........:cool:
 
B

Bluebeduin

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Hi Michael

Deine Fragen würde ich mal so beantworten wollen:

Das Ventislpiel wird in der Regel kleiner, verursacht durch den Versschleiss an den Ventilsitzen. Das sind in den Alukopf eingelassene Metallringe auf welche der Ventilteller im geschlossen Zustand aufliegt.

Das Ventilspiel eines kalten Motors wird im Betrieb mit steigender Temperatur immer kleiner und geht gegen null.

Unterschiedlicher Verscheiss an einzelnen Ventilen/Seiten ist durchaus möglich.

Ein zu kleines Spiel ist riskanter als ein zu grosses. Bei zu wenig Spiel schliesst das Ventil nicht komplett was zur Überhitzung und Abriss des Ventilschafts führen kann.

Gruss
Reinhard
 
Knobi

Knobi

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Hi Michael

Deine Fragen würde ich mal so beantworten wollen:

Das Ventislpiel wird in der Regel kleiner, verursacht durch den Versschleiss an den Ventilsitzen. Das sind in den Alukopf eingelassene Metallringe auf welche der Ventilteller im geschlossen Zustand aufliegt.

Das Ventilspiel eines kalten Motors wird im Betrieb mit steigender Temperatur immer kleiner und geht gegen null.

Unterschiedlicher Verscheiss an einzelnen Ventilen/Seiten ist durchaus möglich.

Ein zu kleines Spiel ist riskanter als ein zu grosses. Bei zu wenig Spiel schliesst das Ventil nicht komplett was zur Überhitzung und Abriss des Ventilschafts führen kann.

Gruss
Reinhard
So sehe ich das auch
 
G

Gast20919

Gast
Hi Michael

Deine Fragen würde ich mal so beantworten wollen:

Das Ventislpiel wird in der Regel kleiner, verursacht durch den Versschleiss an den Ventilsitzen. Das sind in den Alukopf eingelassene Metallringe auf welche der Ventilteller im geschlossen Zustand aufliegt.

Das Ventilspiel eines kalten Motors wird im Betrieb mit steigender Temperatur immer kleiner und geht gegen null.

Unterschiedlicher Verscheiss an einzelnen Ventilen/Seiten ist durchaus möglich.

Ein zu kleines Spiel ist riskanter als ein zu grosses. Bei zu wenig Spiel schliesst das Ventil nicht komplett was zur Überhitzung und Abriss des Ventilschafts führen kann.

Gruss
Reinhard
d.h die Elepfantenfüße haben Praktisch kein Verschleiß....!!
 
bdr529

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Das mit dem Verschleiß der Ventilsitze macht mich nachdenklich. Dann wären ja bei mir nur die Ventlisitze der Auslassventile auf einer Seite um 0,05 mm verschlissen, alle anderen wären unverändert.

Dass würde allerdings erklären, warum das Spiel zu gering war.

VG
Michael
 
B

Bluebeduin

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d.h die Elepfantenfüße haben Praktisch kein Verschleiß....!!
Doch. Alles was sich bewegt ist ja letzendlich einem Verschleiss ausgesetzt. Auch Verschleiss an der Lagerung der Kipphebel oder den Ventilentellern wird zu einem anderen Spiel führen.
Aber wieviel woher kommt, können andere besser beantworten.

Eins bleibt noch zu erwähnen: will man das Axialspiel der Kipphebel einstellen (Soll 0.05 bis 0.40mm), sollte man dies vor dem Einstellen der Ventile machen.
 
peter-k

peter-k

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- erfordern eine größer Bauhöhe
- über 7000 Upm nicht empfehlenswert
 
gerd_

gerd_

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Hi
>>Wodurch verändert sich das Ventilspiel denn eigentlich?<<
Die Ventile arbeiten sich in den Sitz ein. Speziell dann, wenn Sitz und Ventil nicht optimal zueinander eingeschliffen sind (macht in der Fertigung niemand)

>>Kann das Ventilspiel im Betrieb kleiner werden oder war das vermutlich falsch eingestellt?<<
Das Spiel wird normal kleiner (wenn nicht die Nockenwelle verschleisst ;was sie nicht sollte)

>>Verändert sich das Ventilspiel normalerweise gleichmäßig (rechts/linke, Einlass/Auslass) oder kann das auch einzelne Ventile betreffen?<<
Nachdem die Ventile -grob gesagt- irgendwie auf den Sitzen liegen, kann es zumindest am Anfang Unterschiede geben.
Bei den Auslassventilen geht's auf jeden Fall schneller weil sie im Betrieb heisser sind.

http://www.powerboxer.de/theorie-technik/396-ventileinstellung.html

Läuft der Motor asynchron, dann wird eine Seite heisser. Die verschleisst dann auch schneller.
gerd
 
bdr529

bdr529

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Läuft der Motor asynchron, dann wird eine Seite heisser. Die verschleisst dann auch schneller.
gerd
Hi Gerd,

danke für die Antworten. Ich war heute wie geplant beim Synchronisieren bei einer freien BMW-Werkstatt. Ich hatte vor ein paar Tagen mit dem Eigentümer der Werkstatt besprochen, dass ich die Ventile einstelle und das Motorrad danach zum synchronisieren bringe. Alles klar soweit.

Heute wurde mir an der Annahme jedoch von der selbst durchgeführten Inspektion abgeraten!? Auf meine Nachfrage warum, wurde mir erklärt, dass man bei der 1200GS einen Tester benötigt, damit das Motorrad die neu eingestellten Ventile "adaptieren" kann. (Ich hatte sie nicht ausgebaut, ehrlich! Sie waren immer noch drin.)

Ich wollte es ganz genau wissen und habe gefragt, was denn da adaptiert wird (die Synchronisation meinte er auf Nachfrage nicht).

Das wäre in etwa so, als wenn man bei einem neuen Auto, jetzt nicht gerade BMW, eine neue Batterie einbaut. Dann müsse die Motorsteuerung sich auf die neue Batterie einstellen (Ob die Steuerung sich erst mit den neu angekommen Elektronen vertraut machen muss, blieb im Dunkeln, ich hab' mich nicht getraut zu fragen).

Auf jeden Fall darf man Ventile nur noch mit einem elektronischen Tester einstellen, damit sich die Adaption regenerieren kann (O-Ton).

Ich überlege mir, ob ich einen Artikel mit einem Warnhinweis für Deine Seite erstellen soll :eek:.

Viele Grüße
Michael

Edit: Der Werkstatt-Besitzer, mit dem ich ursprünglich gesprochen habe, war heute nicht anwesend. Das wollte ich nur zu seiner Ehrenrettung gesagt haben ;)
 
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axelbremen

axelbremen

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Hi Gerd,

danke für die Antworten. Ich war heute wie geplant beim Synchronisieren bei einer freien BMW-Werkstatt. Ich hatte vor ein paar Tagen mit dem Eigentümer der Werkstatt besprochen, dass ich die Ventile einstelle und das Motorrad danach zum synchronisieren bringe. Alles klar soweit.

Heute wurde mir an der Annahme jedoch von der selbst durchgeführten Inspektion abgeraten!? Auf meine Nachfrage warum, wurde mir erklärt, dass man bei der 1200GS einen Tester benötigt, damit das Motorrad die neu eingestellten Ventile "adaptieren" kann. (Ich hatte sie nicht ausgebaut, ehrlich! Sie waren immer noch drin.)

Ich wollte es ganz genau wissen und habe gefragt, was denn da adaptiert wird (die Synchronisation meinte er auf Nachfrage nicht).

Das wäre in etwa so, als wenn man bei einem neuen Auto, jetzt nicht gerade BMW, eine neue Batterie einbaut. Dann müsse die Motorsteuerung sich auf die neue Batterie einstellen (Ob die Steuerung sich erst mit den neu angekommen Elektronen vertraut machen müssen, blieb im Dunkeln, ich hab' mich nicht getraut zu fragen).

Auf jeden Fall darf man Ventile nur noch mit einem elektronischen Tester einstellen, damit sich die Adaption regenerieren kann (O-Ton).

Ich überlege mir, ob ich einen Artikel mit einem Warnhinweis für Deine Seite erstellen soll :eek:.

Viele Grüße
Michael

also mal ehrlich :::::::: so einen schwachsinn habe ich ja noch nie gehört. stelle seit 103 000 km meine ventile selber ein. die ersten male war immer was einzustellen ( immer zu klein ) seit nunmehr 60000 km nur noch nachgucken. alles sitzt.
nen tester habe ich nie benutzt, wofür auch.

zum zu kleinen ventilspiel. ; zu klein ist immer schlechter als " etwas " zu groß. das veränderte maß kommt dadurch das sich die ventinteller in die sitze einarbeiten. das ist aber ganz normal weil in der serienfertigung die ventilsitze nie auf die ventile eingeschliffen werden. das macht der serienmotor mit der zeit selber und dann sitzt auch alles.

als verschleiß würde ich das auch nicht bezifferen, höchstens als ein fahren.


p.s. das ist aber eine sehr kompetente werkstatt in der du arbeiten läßt.... da würd ich noch nicht mal nen ölfilter kaufen!!!!


gruß axel
 
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bdr529

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gerd_

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Hi
Da meine ich es kommt darauf an wer diese Information gegeben hat.
War es die nette Blonde an der Annahme, dann hat sie irgendwas mitbekommen und interpretiert einfach ein bisschen zu stark.

Zum Synchronisieren braucht man entweder einen elektronischen Tester um die Steppermotoren "auszuschalten" oder man zieht zuerst deren Stecker ab und schaltet dann die Zündung ein. Was man macht um die Motoren zu vernünftigem Arbeiten zu bekommen weiss ich nicht.
Nachdem ich gestern mal die Gelegenheit hatte ein bisschen an einer 1200 zu "spielen" musste ich feststellen, dass man das Ding ganz gut synchronisieren kann wenn die Motoren lahmgelegt sind. Zündung aus, Stecker wieder drauf, Motor an zeigte allerdings, dass sich die Teile zumindest nicht synchron bewegen, der Motor zwar anschliessend besser lief als zuvor, aber meine Vorstellung von "synchron" noch nicht so recht erfüllt war.

Was Ventile einstellen mit irgendeinem Tester zu tun hat braucht die nette Blonde ja nicht zu wissen. War es allerdings ein "Fachmann", so war dieser kein Fachmann :rolleyes:

Auch einige andere Tätigkeiten macht der Freundliche mit Hilfe des Testers. Nicht für alles sind Workarrounds bekannt (wie es im Neuhochdeutschen heisst) aber es gibt auch Tester für den Heimgebrauch zu kaufen.
gerd
 
bdr529

bdr529

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Das war leider keine nette Blonde...Er hielt sich zumindest für einen Fachmann. :rolleyes:

Synchronisiert hat zum Glück jemand anders. Einen großen Unterschied habe ich nach dem Einstellen der Ventile gespürt. Die Synchronisation selber hatte für mich keine spürbaren Auswirkungen, also auch keine negativen.

Zuschauen durfte ich aus "versicherungstechnischen" Gründen nicht, schade.
Der Chef wirkte kompetent, aber die Jungs, die heute da waren, na ja...

Die Preise für die Tester sind mir noch zu heftig.

Viele Grüße
Michael
 
axelbremen

axelbremen

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hallo ihr lieben,


ein kleiner tip zum synchronisieren der drosselklappen bei der gs.

hier wird das im lastbereich gemacht und zwar am rechten oder linken gaszug , am hebel der drosselklappenkörper.

da die gs über einen motorisch geregelten leerlauf verfügt ist es nicht möglich den leerlauf synchron zu bekommen (so wie bei den meisten japanern ). sollten die züge so eingestellt sein das im leerlauf alles synchron läuft, dann hat man zu 99 % eine asynchronität unter last.

also tester anschließen, motor auf betriebstemperatur bringen leicht gas geben, so ca 2500 umin. und den gaszugsteller dessen zylinder einen höheren unterdruck anzeigt langsam heraus drehen bis alles gleich läuft. kontern, fertig. im leerlauf zeigt sich dann eine asynchronität, was aber nicht schlimm ist.

gruß axel
 
bdr529

bdr529

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Was kostet so ein Tester?

Gruß
Michael
 
gerd_

gerd_

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Hi
Guggst Du z.B. http://www.gs911.de/

<<<da die gs über einen motorisch geregelten leerlauf verfügt ist es nicht möglich den leerlauf synchron zu bekommen>>>
??? Deshalb gibt es die Möglichkeit die Motoren auf "Null" festzusetzen. Die Freundlichen machen es mit dem Tester.
gerd
 
spincki

spincki

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Hi Gerd,

Heute wurde mir an der Annahme jedoch von der selbst durchgeführten Inspektion abgeraten!? Auf meine Nachfrage warum, wurde mir erklärt, dass man bei der 1200GS einen Tester benötigt, damit das Motorrad die neu eingestellten Ventile "adaptieren" kann. (Ich hatte sie nicht ausgebaut, ehrlich! Sie waren immer noch drin.)

Ich wollte es ganz genau wissen und habe gefragt, was denn da adaptiert wird (die Synchronisation meinte er auf Nachfrage nicht).

Das wäre in etwa so, als wenn man bei einem neuen Auto, jetzt nicht gerade BMW, eine neue Batterie einbaut. Dann müsse die Motorsteuerung sich auf die neue Batterie einstellen (Ob die Steuerung sich erst mit den neu angekommen Elektronen vertraut machen muss, blieb im Dunkeln, ich hab' mich nicht getraut zu fragen).

Auf jeden Fall darf man Ventile nur noch mit einem elektronischen Tester einstellen, damit sich die Adaption regenerieren kann (O-Ton).

Ich überlege mir, ob ich einen Artikel mit einem Warnhinweis für Deine Seite erstellen soll :eek:.

Viele Grüße
Michael
;)
Ich denke man sollte nach dem einstellen der Ventile auch die Drosselklappen synchronisieren....
Wenn man bei einem modernem Auto die Batterie wechselt, muss das Batteriesteuergerät darüber informiert werden ( programmieren ) ,ist z.B. bei Audi so. Das Steuergerät überwacht die Batterie und schaltet ggf Verbraucher ab um eine die Batterie schneller zu laden bzw. nicht zu entladen...genaueres beim Audi-Serviceberater :)

Ansonsten ist das hier im Fred schon alles sehr sehr gut geschrieben.
 
Thema:

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