Was kann die GS aus Eurer Erfahrung besser?

Diskutiere Was kann die GS aus Eurer Erfahrung besser? im Motorrad allgemein Forum im Bereich Community; Tag zusammen, nach meiner Erfahrung in Slowenien habe ich mir folgende Frage gestellt. Außer dass es mir viel mehr Spaß macht mit ihr und sie mir...
AMGaida

AMGaida

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BMW R 1250 GS HP
Tag zusammen,

nach meiner Erfahrung in Slowenien habe ich mir folgende Frage gestellt. Außer dass es mir viel mehr Spaß macht mit ihr und sie mir gut gefällt und sowas... was kann aber eine GS objektiv besser als ein anderes Motorrad?

Mein Freund aus Ljubljana ist mit seiner FZ6 Fazer ganz munter hinter mir hergefahren. Sei es über Schotter oder durch Matsch oder über Schneematsch... seine Reifen (180er Bridgestone BT020) hatten auch bei Beschleunigung kaum weniger Grip als meine NEUEN Tourance, noch dazu sah das Motorrad nach den gleichen Schlammstrecken weniger versaut aus als meins.

Ich bin wohl durch einige Passagen deutlich schneller durchgefahren als er, das kann aber auch an seiner noch geringen Fahrerfahrung liegen. Die GS-Federung bügelt auch noch etwas mehr weg als die eines Straßensportlers, ja ok... aber sonst?

Wie sind eure Erfahrungen mit anderen Motorradtypen auf Touren zusammen mit eurer GS? Oder vllt. mit Vorgänger- oder Nachfolger-Motorrädern? Bin neugierig. :)
 
vtnet

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HP2; 1200GSA
AMGaida schrieb:
... was kann aber eine GS objektiv besser als ein anderes Motorrad?
Keine Ahnung - kann sie denn etwas besser?? Objektiv heißt eigentlich die Datenblätter und Testergebnisse vergleichen. Auch wenn ich mich nach etlichen Japanern erst an den Boxer gewöhnen musste - für mich ist sie subjektiv einfach der beste Kompromiss. Meine Sozia fährt bequem mit, genug Platz für Gepäck im Urlaub, gelegentliche Schotterpisten sind kein Problem, Pässe heizen ist ebenso möglich, Ersatzteilversorgung ok, zwar alles ein bißchen teurer aber bis jetzt habe ich es nicht bereut 8).

Ich hoffe du zweifelst nicht an deiner GS :shock: irgendwas muss schon dran sein an dem Unimog - wenn man sich die Verkaufszahlen so anschaut... :lol:
 
Sven_Adv

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Hallo Andreas,

du beschreibst so schön die gemeinsame Tour mit deinem Freund.

Habt ihr die Motorräder mal getauscht :?: :roll:

Und wenn ja, wie war der subjektive Spaßfakor :?: :wink:
 
AMGaida

AMGaida

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@ Erich: Nee nee, keine Zweifel. Ich bin hochzufrieden. :)

@ Sven: Wir wollten tauschen, haben es aber so lange vor uns her geschoben, bis ich schon wieder weg musste. ;)
Aber ich bin die Vorgängerin selbst lange genug gefahren, insofern kenne ich diese Art Motorrad. Ich wäre aber nie mit ihr durch Matsch und Schnee gefahren, es ging aber erstaunlich gut. 8)
 
Ron

Ron

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Das ist wohl das Problem, daß sich schnell das Objektive mit
dem Subjektiven vermischt. Was aber (objektiv) bei der GS
von Vorteil ist, hast Du selber schon erwähnt: beim Durchfahren
von Schlaglöchern oder anderen Unebenheiten federt die GS mit
ihren 190mm Federweg noch Sachen weg, wo andere (Straßen-)
Maschinen mit ihren 120mm bereits durchschlagen und dement-
sprechend der Fahrer zu leiden hat. Der breite Lenker macht ein
Manövrieren wesentlich leichter als ein paar Lenkerstummel. Auch
die Sitzposition läßt ein leichteres Verlegen des Gewichtes zu als
bei Sportlern. Das gesamte Fahrwerk ist mit seiner Steifigkeit ein
sehr zuverlässiger Kurvenräuber. Am besten daran zu erkennen,
wie viele Tourenmoppeds in langestreckten Kurven herumeiern.
Und vor allem die Kombination mit dem Telelever (kein Eintauchen
beim Bremsen oder Kurveneinfahren) trägt viel zur Stabilität bei.

Aber trotzdem bleibt es bei der 80-20-Regel. 80 Prozent des
Fahrvermögens werden vom Fahrer beigesteuert und nur 20
Prozent vom Mopped.

Gruß Ron
 
pascal

pascal

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Servus Andreas,

objektiv ist das schwierig. Das kann man nicht an Zahlen festmachen. Subjektiv würde ich sagen, es ist die "Leichtigkeit", die den Unterschied macht.

Bin vorher eine 1150R gefahren. Obwohl der gleiche Motor und Fahrwerk mit Telelever, ist es erheblich anstrengender auf der R zu fahren. Insbesondere auf Passstraßen macht sich das natürlich bemerkbar.
Wenn ich da so zurückdenke ... nach zwei Tagen Pässefahren war ich feddisch. Heute weiss ich, warum der Kollege auf der GS immer grinsend gefragt hat: War was ? 8) 8)

Die Frage mit dem Dreck war nicht ernst gemeint, oder :roll: :roll:
Dat is ne Adventure !!! :wink: :wink: :wink: Gehört zur Serienausstattung.

Viele Grüsse, Pascal
 
Maze

Maze

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R1200GS
war seiher ein begeisterter K1200S-Fahrer und habe mir die GS als
"Zweitmoped" angeschafft. Mitlerweilen ist für mich die GS die
1. Wahl. Warum ? Sie ist wendiger, leichter zu fahren, bequemere
Sitzhaltung, Kurven- und Kehrenfreundlich und verzeiht (fast) jeden
Fehler. Beinahe ausreichend von der Motorleistung. Spaßfaktor 100%.
Die K/S benütze ich nur noch für Highspeed "Autobahn".
 
Mikele

Mikele

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Hallo,
pascal schrieb:
Bin vorher eine 1150R gefahren. Obwohl der gleiche Motor und Fahrwerk mit Telelever, ist es erheblich anstrengender auf der R zu fahren. Insbesondere auf Passstraßen macht sich das natürlich bemerkbar.
Das kann ich unterschreiben, wobei ich früher eine R1100RS mein eigen nannte.
 
AMGaida

AMGaida

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Hmm, auf den Pässen bin ich meinem Begleiter auch einige Hundert Meter entflohen, ich hatte das auf das fahrerische Talent 8) geschoben.

Ihr meint das war das Moped? :oops: :lol:
 
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elendiir

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Servus,

AMGaida schrieb:
Hmm, auf den Pässen bin ich meinem Begleiter auch einige Hundert Meter entflohen, ich hatte das auf das fahrerische Talent 8) geschoben. Ihr meint das war das Moped? :oops: :lol:
nach Rons Formel weiter oben ist das Moped wohl nur zum geringen Teil Schuld. Du alter Heizer du :twisted: Schäm dich :wink:
 
Mister Wu

Mister Wu

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AMGaida schrieb:
Ihr meint das war das Moped? :oops: :lol:
Jaaaaa :D

Wir waren mal zu dritt am Gardasee, zwei 2V-GS'n und ein Freund mit einer Fireblade.
In den Bergen und auf engen Pisten kam die Fireblade nicht hinterher.
Das lag eindeutig nicht an seinem Fahrkönnen, er mußte das Teil nur wie wild hinundher wuchten. Da geht der Spaß verloren. 8)
Das nächste Mal ist er mit einer KTM unterwegs gewesen.
In den Bergen war er nun zügig unterwegs, aber die Anreise war die Qual.
Mitlerweile hat er den erstklassigen Kompromis erkannt, hat sich eine GS zugelegt.
Aber es zieht ihn wohl wieder zu reinrassigen Sportlern, nicht Jörn.

Das ist der eigendliche Vorteil! Die GS ist ein super Kompromis, der zwar nicht Alles perfekt kann, aber doch Alles ziemlich gut. :wink:
Nebenbei nicht anfällig und einigermaßen einfach zu warten.
 
AMGaida

AMGaida

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Mister Wu schrieb:
Das ist der eigendliche Vorteil! Die GS ist ein super Kompromis, der zwar nicht Alles perfekt kann, aber doch Alles ziemlich gut. :wink:
Nebenbei nicht anfällig und einigermaßen einfach zu warten.
Ich denke Du hast es auf den Punkt gebracht. Man kann wohl mit vielen anderen Motorrädern ähnliches bewältigen, z.B. mit Supertourern noch besser Touren fahren, mit Sportlern noch besser Kurven räubern... aber "Eine für Alles" macht die GS wirklich gut.
 
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MarkusB

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Hi,

also ich hab da nur den Vergleich zum Sportmotorrad(20 Jahre Stummellenker gefahren) Mir gefällt die Sitzposition auf der GS sehr gut. Nicht wegen der Bequemlichkeit sondern wegen der Übersicht - gibt ein sehr sicheres Gefühl. Auf Schotter und Dreck -Pässen hab ich mich aber wegen der niedereren Sitzhöhe mit der Blade fast sicherer gefühlt. Bin 180cm und hab nicht gerade lange Beine, da bin ich bei der GS schon sehr weit vom Boden weg.

Was super ist, ist dieser Spielzeugmotor und das kurz untersetzte Getriebe. Du hast da für jede Kurve die optimale Übersetzung und den Motor auf der richtigen Drehzahl. Man kann auch mal mehrere Gänge komplett ausfahren - das macht einfach viel mehr Spaß, als mit der Blade den Pass im 2. Gang durchzufahren, oder auf der Landstraße egal im 3. ,4., 5., oder 6. Gang mehr als genug Leistung zu haben. Das ist wie früher Kraidler fahren.

Rein technisch halte ich die Gs aber einen japanischen Supersportler vom Motor her weit unterlegen.

Was mich erstaunt hat, nachdem ich nun 20 Jahre Sportler gefahren habe, hatte ich letztes Jahr, da hatte ich gerade ein halbes Jahr die GS, mit meinem Kumpel mit der "S" getauscht. Nach 2km haben wir zurückgetauscht, ich bin damit überhaupt nicht mehr klargekommen, obwohl ich die "S" früher schon gefahren hatte und sie auch in der engeren Auswahl stand.

Gruß Markus
 
Mikele

Mikele

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Hi Markus,
MarkusB schrieb:
Rein technisch halte ich die Gs aber einen japanischen Supersportler vom Motor her weit unterlegen.
davon abgesehen, dass deine These inhaltlich sicherlich richtig ist - darum geht's doch bei einem Boxer nicht?! Schon mal was von Emotion gehört, von Kraft aus dem Keller, von...

Im Übrigen: Beim Boxer von einem "Spielzeugmotor" zu reden, halte ich für reichlich gewagt.
 
M

MarkusB

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Mikele schrieb:
Hi Markus,
davon abgesehen, dass deine These inhaltlich sicherlich richtig ist - darum geht's doch bei einem Boxer nicht?!
Genau das wollte ich damit sagen.

Mikele schrieb:
von Kraft aus dem Keller, von...
Das ist aber ein Gerücht 8) Die GS hat 1200U/min Standgas, und unter 2500U/min schüttelt sie sich nur. In den hohen Gängen fängt der Durchzug bei 3000U/min gerade mal an, da hat sie aber dann schon fast 50% ihrer Nenndrehzahl. Ein 4 Zylinder zieht ab 900U/min wie ein Elektromotor, auch im 6. Gang.
Ich will die GS wirklich nicht schlecht reden, im Gegenteil, ist das beste Moped das ich seither hatte. Aber das sind Fakten, in diesen Disziplinen kann sie nicht punkten. Das mag ausreichend sein, aber noch nicht mal Durchschnitt.

Mikele schrieb:
Im Übrigen: Beim Boxer von einem "Spielzeugmotor" zu reden, halte ich für reichlich gewagt.
Freunde, wir reden hier von einem 1200ccm Motor in einem 13000Euro teuerem Moped. Das mag zwar für einen 2 Zylinder recht ordentlich sein - aber für die Klasse gut 50% zu wenig Leistung. Ob man das nun braucht, geschweige denn auch fahren kann, ist was anderes.

Wie gesagt, ich bin halt der Ansicht, daß die GS sich Zahlen/Werte -mäßig nirgends hervorhebt. Natürlich durchaus gute Allroundeigenschaften hat, einfach sehr viel Spaß beim Fahren macht und ein sehr sicheres Fahrgefühl vermittelt.
Ich hab schon Motorräder gefahren, die schneller waren, die bessere Bremsen hatten(halt ohne ABS), und untenraus wirklich Durchzug... aber keins hat bis jetzt besser zu mir gepasst als die GS.

Gruß Markus
 
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xs111

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MarkusB hat folgendes geschrieben:
Rein technisch halte ich die Gs aber einen japanischen Supersportler vom Motor her weit unterlegen.

Diese Aussage hinkt doch: du vergleichst doch auch keinen 911er Porsche mit einem RAV4.
 
M

MarkusB

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Hallo Peter,

das kann ich sicher nicht vergleichen und das Wort Supersportler war wohl auch falsch gewählt. Aber ich kann schon Motorräder in der gleichen Preis/Hubraumklasse vergleichen. Und da sind dem 2 Zylinder, so gut wie BMW dieses System auch optimiert hat nunmal Grenzen gesetzt. Das kann man nicht wegdiskutieren.

Gruß Markus
 
Mikele

Mikele

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R1200GS
MarkusB schrieb:
Und da sind dem 2 Zylinder, so gut wie BMW dieses System auch optimiert hat nunmal Grenzen gesetzt. Das kann man nicht wegdiskutieren.
Will man doch auch nicht! :D
 
AMGaida

AMGaida

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BMW R 1250 GS HP
Ich kann Markus gut verstehen... denn obwohl man das eher den ital. Mopeds nachsagt, ist die GS doch ein Motorrad das sehr mit dem Bauch gefahren wird. Womit ich jetzt nicht die häufig dicklichen, alternden Fahrer meine. ;)

Objektiv betrachtet ist man mit der GS nicht der schnellste, sie ist nicht die zuverlässigste, hat nicht das beste ABS und und und... aber in der Summe der Eigenschaften - wie Markus sagt - gibt´s zumindest für Leute mit *unseren* Ansprüchen nix besseres. Kann ich mit leben. 8)
 
SoCal_Hans

SoCal_Hans

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Fuer mich ist die GS das ideale Motorrad. Drei Motorraeder in einem.

Es giebt bessere Tourer fuer lange Strecken, bessere Sportler zum rassen und Kurven kratzen und bessere Off-Roader im Gelaende.

Aber meine GS kann alles zusammen perfect fuer meine Ansprueche. 20000 KM in einem Jahr sind ein guter Beweis dafuer. :lol: 8)

Hans
 
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