R 1200 GS Wie den Boxermotor richtig einfahren?

Diskutiere Wie den Boxermotor richtig einfahren? im Technik & Bastel-Ecke Forum im Bereich Modellunabhängige Foren; Hallo zusammen, Ich bin in freudiger Erwartung einer neuen R1200GS. Nun stellt sich mir die Frage wie ich den Boxer “richtig„ einfahre. Es...
Guy Incognito

Guy Incognito

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R1200GS TÜ
Hallo zusammen,
Ich bin in freudiger Erwartung einer neuen R1200GS. Nun stellt sich mir die Frage wie ich den Boxer “richtig„ einfahre.

Es kursierten ja zwei große Methoden in der Szene:
1)
Schön sachte mit vielen Gangwechsel und moderater Drehzahl über die ersten 1000km. Um die bauteile langsam aneinander zu gewöhnen und den ölverbrauch und die geräusche in grenzen zu halten.
Oder 2)
Vom ersten km an volle brause ohne rücksicht auf die bauteile. Um beste Leistungswerte aus dem Aggregat zu kitzeln.

Ich denke mir schon das es den berühmten königsweg nicht gibt, aber bestimmt habt ihr einige Tipps für mich.

Danke vorab
Guy
 
MaverikX

MaverikX

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R 1200 GS, Bj.09, 105 PS, SR Endtopf, WESA, Montana, K&N, MRA, TT Sitzbank
Die ersten 1000 km keine Voll Last fahren, Motor nach dem Warmfahren immer schön ohne große Last drehen lassen und nicht wundern, wenn er die ersten 10000 km ein wenig mehr Öl schluckt. Geht ab diesen Kilometerstand auf Normalverbrauch zurück.
Mit SR Racing Endtopf und K&N Lufti läuft sie im 6 Gang bis in den Drehzahlbegrenzer. Das muss langen....:D:D:D
 
Dobs

Dobs

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Ich empfehle nachdem ich nun zwei aktuelle GS eingegurkt habe:

Für die ersten 1000 km

Unterhalb der Höchstdrehzahl der Einfahrvorschriften bleiben, bin die ersten 100 km nicht über 3000 gewesen.

Eine nicht zui volle Autobahn oder Schnellstraße eignet sich hervorragend zum einfahren.
Beschleunigen, etwas fahren, Gas zu - voller Schubbetrieb.
So bin ich die ersten 50km stromm durch die Gegend gegurkt, dann immer wieder im Fahrbetrieb so alle 3,4,5 Minuten in den Schubbetrieb.

In 4 Tagen war jeweils die 1000er erreicht.

Ergebnis: Weicherer Motorlauf als das Vergleichmodell, Ölverbrauch ca. 1/8 Liter während der Einfahrphase. also auf 1000km.
Dieser ist auch jetzt nicht mehr angestiegen.
Öl: 10W40 vom :)

Und IMMER schön warm fahren, damit das Triebwerk lange hält...
 
nobbe

nobbe

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... auch wenns in den fingern juckt, würde ich es nach betriebs anleitung machen...
 
N

Nordlicht

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1000 km im Schongang. Das ist an einem Wochenende erledigt. Dann die Einfahrinspektion und dann allmählich steigern.
Aber da eigentlich alles bekannt ist, kann man das gesamte "Problem" auf die Frage reduzieren, was DU willst ;)
 
Jo46

Jo46

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Für die ersten 1000 km

Unterhalb der Höchstdrehzahl der Einfahrvorschriften bleiben, bin die ersten 100 km nicht über 3000 gewesen.

Beschleunigen, etwas fahren, Gas zu - voller Schubbetrieb.
So bin ich die ersten 50km stromm durch die Gegend gegurkt, dann immer wieder im Fahrbetrieb so alle 3,4,5 Minuten in den Schubbetrieb.

Ergebnis: Weicherer Motorlauf als das Vergleichmodell, Ölverbrauch ca. 1/8 Liter während der Einfahrphase. also auf 1000km.
Dieser ist auch jetzt nicht mehr angestiegen.
Öl: 10W40 vom :)

Und IMMER schön warm fahren, damit das Triebwerk lange hält...
Der Aussage stimme ich zu 100% zu :D
Gruß Jo
 
P

Pouakai

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Wie geschmiert

Wie geschmiert
04.11.11 – Wolfgang Richter

Sie wollen sich in nächster Zeit einen Neuwagen kaufen? Dann lesen Sie diesen Text! Gleich nachdem der Händler Ihnen den Autoschlüssel feierlich überreicht hat, könnten Sie nämlich einen großen Fehler begehen – und den Motor schonen. Sie täten damit nur das, was noch immer in den meisten Bedienungsanleitungen steht. Doch der Rat gilt unter Experten schon lange als überholt:...

Weiter im Text....
& Quelle
 
Kuhjote

Kuhjote

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R 1200 GS 06 nix MÜ,TÜ,LC einfach nur so
Immer feste druff ...

Was Automotoren angeht ( im Bereich von ca.1000ccm-60 PS) kann ich die These von Wolfgang Richter nur bestätigen. Wir haben mehr als 50 Kleinwagen auf diese Art "eingefahren". Runter vom Händlerhof und dann nach 10Km sofort Vollgas auf der Bahn. Die Dinger haben danach niemals Öl verbraucht oder irgendwelche Probleme gemacht. Einige Exemplare haben wir an Bekannte und Verwandte weiterverkauft und deshalb länger im Auge behalten können. Die haben teilweise mehr als 300.000Km geschafft, die Motoren liefen immer problemlos. Das zur Praxis in der Theorie ...
Ob man das allerdings 1:1 auf Motorräder übertragen kann...:confused:
 
L

lechfelder

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Hallo,

dem scheint BMW zumindest bei der TÜ schon Rechnung zu tragen. Vom "sanften" Einfahren kann da nicht mehr die Rede sein.
 
Dobs

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04.11.11 – Wolfgang Richter

Sie wollen sich in nächster Zeit einen Neuwagen kaufen? Dann lesen Sie diesen Text! Gleich nachdem der Händler Ihnen den Autoschlüssel feierlich überreicht hat, könnten Sie nämlich einen großen Fehler begehen – und den Motor schonen. Sie täten damit nur das, was noch immer in den meisten Bedienungsanleitungen steht. Doch der Rat gilt unter Experten schon lange als überholt:...

Weiter im Text....
& Quelle
Und wo kann man diese Expertisen der Experten mit vernüntigen Daten nachlesen. In dem Artikel wird ja eine spezielle Beschichtung erwähnt - hat die eine GS auch??

Aufgrund von ein paar Artikeln im Netz wo in keinem wirklich mit Daten etwas belegt wird fahre ich eine neue Q bestimmt nicht mit Höchstdrehzahl ein.
Oft liest man sowas bei Schraubern und Tunern oder solchen die es gerne sein möchten. Über künftige Werkstattaufenhalte, Oel und Treibstofverbräuche steht da hingegen nie etwas, geschweige über Messungen an Motorteilen.

Bei meinem 3er Auto kann ich sagen das es Einfahrvorschriften gibt, die ich beachtet habe. Das gleiche Modell wurde - leider nur von einem - Automagazin nach 100.000 km zerlegt und der Motor vermessen - da war nix dran.
Bei anderen Fahrzeugen gab es ähnliche Tests.

Also ist schonendes Einfahren garantiert nicht schädlich oder Leistungsmindernd oder sonst etwas. Die andere Methode ist im Grunde unbelegt.....
 
Guy Incognito

Guy Incognito

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R1200GS TÜ
Hallo,

dem scheint BMW zumindest bei der TÜ schon Rechnung zu tragen. Vom "sanften" Einfahren kann da nicht mehr die Rede sein.

In der Betriebsanleitung der Modelle Bj 11/03 Modellcode 0307 steht:
Code:
Achtung:
Das Überschreiten der 
Einfahrdrehzahlen erhöht den 
Motorverschleiß!

Hinweis:
Fahren Sie während der Ein-
fahrzeit in häufig wechselnden 
Last- und Drehzahlbereichen.
Wählen Sie kurvenreiche und 
leicht hügelige Fahrstrecken, 
möglichst keine Autobahnen.
Einfahrdrehzahlen

0 bis 1000 km Fahrstrecke
• Drehzahl max. 4000 min-1 
und keine Volllastbeschleuni-
gung

• Nach 1000 km unbedingt die 
erste Inspektion durchführen 
lassen. 
Rechtzeitige Anmeldung bei 
Ihrem BMW Motorrad Partner 
erspart Ihnen eventuelle 
Wartezeiten!

1000 bis 2000 km Fahrstrecke
• Drehzahlen ab 1000 km 
langsam steigern
• Bis 2000 km längere Volllast-
fahrten vermeiden
Dann bei den Bj. 02/03 Modellcode 0303 (MÜ?)
Einfahren
Die ersten 1000 km
Während der Einfahrzeit in häu-
fig wechselnden Last- und
Drehzahlbereichen fahren.
Kurvenreiche und leicht hü-
gelige Fahrstrecken wählen,
jedoch möglichst keine Auto-
bahnen.

Das Überschreiten der Ein-
fahrdrehzahlen erhöht den
Motorverschleiß.

An die vorgeschriebenen Einfahr-
drehzahlen halten.
Einfahrdrehzahlen nicht über-
schreiten.

Einfahrdrehzahl
<4000 min-1
Keine Volllastbeschleunigun-
gen.

Bei Volllast niedrige Drehzahlen
vermeiden.

Nach 500 - 1200 km die erste
Inspektion durchführen lassen
Und schlussendelich Bj. 08/11 Modellcode 0450 (TÜ?)
Einfahren
Die ersten 1000 km
Während der Einfahrzeit in häu-
fig wechselnden Last- und
Drehzahlbereichen fahren, län-
gere Fahrten mit konstanter
Drehzahl vermeiden.

Möglichst kurvenreiche und
leicht hügelige Fahrstrecken
wählen.

Einfahrdrehzahlen beachten.
Einfahrdrehzahlen
<5500 min-1 (Kilometerstand
0...200 km)
<6500 min-1 (Kilometerstand
200...400 km)
<7500 min-1 (Kilometerstand
400...600 km)
kurzzeitig Höchstdreh-
zahl (Kilometerstand
600...900 km)

Nach 500 - 1200 km die erste
Inspektion durchführen lassen.
Die Abmilderungen der Drehzahlrestriktionen kann man schon deutlich erkennen. Es deutet auf einen freieren Umgang der Q auf den ersten Km hin. Wie ich die aber werten soll, kann ich auch nicht sagen.

Die stufen mäßige Drehzahlvorgabe bei der TÜ empfinde ich aber als guten Leitfaden und als praktikabel umsetzbar. ich denke auf diese Grundlage ließe sich schon aufbauen.
Diese AuspackenundVollgasundlosgehts-Methode kann ich mir auch nur schwer vorstellen. Dafür hätte ich zu viel Angst um das Aggregat, vor allem vor dem Gedanken dass ich die Gute einige Monde bewegen will.

Gruß
Guy
 
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Dobs

Dobs

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R1200AGS TÜ DOHC DB Mod. 2012
Richtig, es deutet hin...nix konkretes

Also jeder so wie er mag und meint....
 
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peterotto

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1200GS Triple Black
......Möglichst kurvenreiche und
leicht hügelige Fahrstrecken
wählen.....steht bei BMW.
dascha auch nicht so einfach, wenn das Einfahren in Schleswig-Holstein ist!
 
Dobs

Dobs

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Freie Hansestadt Bremen
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R1200AGS TÜ DOHC DB Mod. 2012
......Möglichst kurvenreiche und
leicht hügelige Fahrstrecken
wählen.....steht bei BMW.
dascha auch nicht so einfach, wenn das Einfahren in Schleswig-Holstein ist!
Na irgendein Hügel wird sich doch finden im Plattland......notfalls einfach mit angehobenem Vorderrad beschleunigen und mit anständigem Stoppie bei hohem Hinterrad bremsen. Dann hat man zumindest die Schräglage auf der Längsachse wie in hügeligem Gelände :D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D:D
 
Krawumm

Krawumm

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R1200GSA TÜ
......Möglichst kurvenreiche und
leicht hügelige Fahrstrecken
wählen.....steht bei BMW.
dascha auch nicht so einfach, wenn das Einfahren in Schleswig-Holstein ist!
... und ich dachte immer, dafür wären die Deiche da ....:D
 
Thema:

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