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16er Ritzel illegal???

Erstellt von Ninjaman, 21.05.2013, 09:14 Uhr · 153 Antworten · 26.874 Aufrufe

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    #51
    Zitat Zitat von Benno Beitrag anzeigen
    Ein Zahn weniger wird nicht zu fehlendem Versicherungsschutz führen.
    Mit dieser Aussage wäre ich vorsichtig. Es könnte hier Leser geben, die sich daran halten.

    Kein Vollkaskoschutz bei Leichtsinnsunfall nach nicht angezeigtem Tuning (Tuning als Gefahrerhöhung)
    OLG Koblenz
    Leistungsfreiheit des Versicherers kommt auch dann in Betracht, wenn die mit dem Tuning verbundenen technischen Veränderungen nicht als solche unmittelbar unfallursächlich sind, aber nach den Gesamtumständen von einem unfallursächlichen Einfluss auf das Fahrverhalten des Fahrzeuglenkers auszugehen ist
    Genau das ist jetzt einem Tuning-Freund passiert. Er hatte technische Veränderungen vorgenommen, sie allerdings nicht seiner Vollkasko-Versicherung mitgeteilt. Als der Sohn sich den Wagen lieh und einen schweren Unfall baute, bei dem ein Mensch starb, stellte sie sich quer und wollte den Totalschaden am Fahrzeug nicht begleichen. Das Landgericht Mainz gab erst dem Fahrzeughalter Recht. Doch das Urteil wurde vom Oberlandesgericht Koblenz (AZ 10 U 56/06) aufgehoben.
    Das Tuning müsse nicht unbedingt ursächlich für den Unfall sein. Doch es verleite dazu, die Möglichkeiten des Fahrzeuges auszureizen, begründeten die Richter das Urteil. Sie sehen in den Veränderungen die Gefahr erhöhende Umstände. Daher sei der Fahrzeughalter verpflichtet, auch Tuningmaßnahmen an die Versicherung zu melden.
    Wenn man im Internet sucht, wird man sicherlich weitere Urteile zu diesem Thema finden. Beruflich habe ich mit Versicherungen zu tun (nicht im Verkehrsrecht). Mir ist daher bekannt, dass sie sich vor der Zahlung drücken , wenn sie auch nur den geringsten Verdacht haben, dass sich der Versicherungsnehmer nicht an das "Kleingedruckte" gehalten haben. Wer hat dann zunächst den Ärger???.....Richtig

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    #52
    Ich habe mal meinen Werkstattmeister gefragt, ob es denn dann ein Problem mit der Garantie gäbe.
    Er sagte, wenn das Ritzel eine ABE hätte, wäre es kein Problem.
    Naja, ob das nun stimmt oder nicht. Keine Ahnung.

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    #53
    Zitat Zitat von GS_Rider Beitrag anzeigen
    Ich habe mal meinen Werkstattmeister gefragt, ob es denn dann ein Problem mit der Garantie gäbe.
    Er sagte, wenn das Ritzel eine ABE hätte, wäre es kein Problem.
    Naja, ob das nun stimmt oder nicht. Keine Ahnung.
    Warum sollte es ein Problem mit der Garantie geben?

    Hast Du ihn auch gleich gefragt, was passiert wenn Du einen anderen Reifen montierst oder vielleicht das Windshild tauschst?

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    #54
    Werkstattmeister? Guter Witz, ein 16´er Ritzel für die 700´er mit ABE, das war dann wohl der Hausmeister, oder ist mir da etwas entgangen?

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    #55
    Zitat Zitat von Ninjaman Beitrag anzeigen
    Werkstattmeister? Guter Witz, ein 16´er Ritzel für die 700´er mit ABE, das war dann wohl der Hausmeister, oder ist mir da etwas entgangen?
    Er hat auch etwas komisch geguckt, als ich ihn gefragt habe.

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    #56
    Sorry ihr Lieben, wenn ich mich hier auch mal einmische, aber ich habe mir die Frage, ob ein 16er Ritzel nun illegal ist oder nicht, auch schon gestellt.

    Ich bin nun beim Vergleich der F700GS mit der F800GS auf folgendes in der EG-Übereinstimmungserklärung unter 29. gestoßen: dort ist die Getriebeübersetzung vermerkt (2.462 1.750 1.381 1.174 1.042 0.960) - diese ist identisch bei der F700GS und der F800GS, trotz unterschiedlicher Sekundärübersetzung. Bei dieser Übersetzung handelt es sich um die Primärübersetzung des Getriebes. Solange diese nicht verändert wird, bleibt das Motorrad EU-konform.

    Die Sekundärübersetzung, also Ritzel Kettenrad ist hier nicht aufgeführt und kann somit geändert werden, ohne das eine Eintragung erforderlich wäre, da die Maschine weiterhin des in der EU-Typgenehmigung (die von BMW durchgeführt wurde) beschriebene Typ entspricht. Damit erlischt auch die BE nicht.

    Das in den Betriebsanleitungen der beiden Maschinen andere Sekundärübersetzungsverhältnisse angegeben sind, spielt hier übrigens keine Rolle...

    Liebe Grüße,
    Schimmi

    Edith meint: Schreibfehler und Komma vergessen...

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    #57
    Ich lese das schon eine ganze Weile mit, weil F-Treiber ja eine 700er fährt.

    Da eine Änderung des Ritzels eine Änderung des Fahrverhaltens / Geräuschverhaltens bedeutet, muß das eingetragen werden. Ohne Eintragung ist das illegal und damit erlischt die ABE.

    Daraus folgt, ohne ABE seid ihr ohne Verischerungsschutz unterwegs, nicht nur Kasko, sondern auch Haftpflicht.

    Ja, die Garantie kann erlöschen. Den Einbau eines anderen Ritzels (geringere Zahnhzahl = höhre Drehzahl bei gleicher Geschwindigkeit) mit dem Anbau eines anderen Windschildes zu vergleichen ist Dummfug.

    Wenn ihr nen Computer kauft und ne andere Maus ansteckt (Windschild) erlischt nicht die Garantie, wenn ihr aber die Taktfrequenz ändert (Ritzel) werde ihr
    Probleme haben.

    Mal ganz abgesehen das hier von der Gewährleistung die Rede ist und nicht von Garantie. An die Garantie kann der Hersteller/Verkäufer auch durchaus die Bedingung knüpen das die Mopette schwarz sein muß.

    Im übrigen ist die Typgenehmigung der EU nicht mit der ABE zu verwechseln. Die EU-Typgenehmigung gilt EU-Weit und wird durch die nationalen Vorschriften ergänzt. Sprich die EU-Typgenehmigung ist viel allgemeiner (2002/24/EG / 2007/46/EG) und erstzt nur einen Teil der ABE. Die ABE in Deutschland ist wie folgt geregelt:

    Die Allgemeine Betriebserlaubnis (§ 20 StVZO) wird nach Prüfung dem Hersteller für reihenweise gefertigte Fahrzeuge erteilt. Alle diesem Baumuster entsprechenden Serienfahrzeuge erhalten als Nachweis Datenbestätigung nach FZV. Zulassungspflichtigen Fahrzeugen kann der Hersteller eine Zulassungsbescheinigung Teil II (früher: Fahrzeugbrief) ausstellen. Die ABE kann nach Ablauf einer festgesetzten Frist erlöschen, z. B. bei Widerruf durch das Kraftfahrt-Bundesamt oder wenn der genehmigte Typ den Vorschriften nicht mehr entspricht. Die aufgrund der ABE für das einzelne Fahrzeug erteilte Betriebserlaubnis bleibt grundsätzlich erhalten, es sei denn, es werden Veränderungen am Fahrzeug (zum Beispiel: Verkürzen der Federn, nicht genehmigte Auspuffanlage usw.) vorgenommen. In diesem Fall erlischt die Betriebserlaubnis des Fahrzeuges (Näheres dazu siehe § 19 Abs. 2 StVZO).

    Der hier interessante Teil ist §19, (2) Nr. 3. STVZO.

    Ich denke ich muß hier niemanden erklären, was es heißt wenn ihr ohne ABE und ohne Versicherungsschutz unterwegs seid. Ich sage es trotzdem, dann geht ihr ne Weile zu Fuß und bei einem Unfall, ggf. sogar mit Personenschaden, zahlt ihr den Rest eures Lebens.

    Vor 2014 wird sich daran auch nichts ändern und was sich dann ändert, bleibt abzuwarten.

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    #58
    Sehe ich auch so und deshalb darf man auch nur neue Reifen fahren und muss diese nach ca. 200 km wieder wechseln, denn durch den verschleiss aendert sich ebenfalls der rollumfang, die drehzahl, die geschwindigkeit und die geraeuschentwicklung.....und beim neuen Reifen ganz genau messen ob er auch mit dem eingetragenen auf den millimeter stimmt sonst ist alles weg - BE, TUEV, ABE, Versicherung, usw. Man muss da wirklich ganz ganz vorsichtig sein sonst ist man sehr schnell mit einem hoechst gefaehrlichem, illegalem, fahrzeug unterwegs. und vor allem ich erlebe es immer wieder wie motoraeder angehalten werden und auf ritzelanzahl, stollenanzahl bei gelaendereifen, ueberladung und viele andere derartig wichtige dinge ueberprueft werden - ist ja quasi ueblich bei jeder fahrzeugkonrolle. es soll auch schon gutachter gegeben haben die getriebezaehne abzaehlen oder kettenglieder......ja ja sehr bedenklich diese 16er ritzel. ich wuerde derart illegales nicht einmal andenken es faellt mir schon schwer darueber zu schreiben.

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    #59
    Wenn das alles sooooo unbedenklich ist, warum muß ich dann sogar einen breiteren Hinterreifen eintragen lassen? Selbst wenn der breitere Reifen nicht eingetragen ist, fährst Du ohne BE. Fakt ist einfach das ein legales Fahren eines 16´er Ritzel in der 700´er nur mit einem hohen Kostenaufwand (Einzelgutachten) möglich ist. Alles Andere ist nicht legal und wird im Falle eines Unfalles mit Sicherheit mindestens eine Teilschuld beim Fahrer finden. Mit Versicherungen ist nicht zu spaßen, wenn die nur die kleinste Möglichkeit sehen um sich vor den Kosten zu schützen, so werden sie diese auch nutzen. Dem TÜV-Beamten ist die Zahn-Anzahl sehr wahrscheinlich egal, dem Polizisten am Straßenrand auch, es sei denn, er sucht mit Gewalt, und glaube mir, bei meiner Frau ihrer alten 6-er Ninja wurden die Zähne am Straßenrand gezählt, genau das war der Grund, warum ich diesen Thread in´s Leben gerufen habe.

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    #60
    Ja ja der versicherungsschutz und die gutachter - die sitzen ja hinter jedem busch und wiegen und messen nach dem kleinsten crash ob der linke rueckspiegel auch wirklich ganz genau 37,03 mm² blickflaeche bietet und ob nicht eine fussrasterschraube durch schraeglage an gewichtsverlust gelitten hat. scheinbar verwechseln hier viele illegal im rahmen der gesetzeslage und illegal im zuge einer versicherung. illegal bei versicherungsschutz bedeutet noch lange nicht illegal im strassenverkehr. aber besser gar nicht fahren sondern nur in der garage betrachten und im gedanken fahren ist auf jeden fall legal, sowohl fuer den strassenverkehr als auch versicherungstechnisch...
    @ninjaman: zum thema breiter hinterreifen solltest du einmal deine betriebsanleitung zur hand nehmen da steht einiges darueber drinnen und im fahrzeugbrief eventuell auch - dass ist naemlich illegal in beiden faellen.


 
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