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Ansprechverhalten Hinterradbremse

Erstellt von weisser Adler, 05.12.2008, 12:02 Uhr · 7 Antworten · 1.168 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Ansprechverhalten Hinterradbremse

    #1
    Hallo zusammen,

    hab mal eine Frage in die Runde. Ab und an führe ich unser Kälbchen spazieren (Frau fährt nicht so viel und Batterie freut sich) und da ist mir das Ansprechverhalten der Hinterradbremse aufgefallen. Selbst bei bester Fahrbahnbeschaffenheit fängt sehr rasch das ABS an anzusprechen. Also ich spreche hier nicht von grob motorischem in die Bremse Latschen.
    Eigentlich kann ich nur ganz leicht drauf tippen - dann funktioniert es noch. Aber bei ein wenig mehr Druck ist sofort das ABS da.
    Freund hat die gleiche Maschine und berichtet vom gleichen Phänomen.
    Ist das wirklich normal?
    Laßt mal bitte hören.

    Gruß aus dem Schwabenland.

  2. Registriert seit
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    #2
    Ich kann Deine Beobachtungen durchaus bestätigen.

    Dabei ist es egal, ob die Fahrbahn feucht oder trocken ist, an der HA regelt das ABS recht zeitig.

    Ob es bei unserer Maschine an den mittlerweile 'hölzernen' Reifen liegt, wird sich im nächsten Jahr zeigen, dann werden neu Schuhe angeschafft.

    Gruß krippstone

  3. Registriert seit
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    #3
    Das mit den Schuhen war auch mein Verdacht - hab ich aber ausgeschlossen, da jüngst neu besohlt ! What a difference!!!

    Nur das Problem mit dem Bremsen blieb - aber wer bremst auch schon!

    Gruß aus dem Schwabenland

  4. Ulf
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    #4
    Hat mit dem Ansprechverhalten der Bremse erst mal überhaupt nichts zu tun, sondern mit dem Schlupf, ab dem das ABS anfängt zu regeln -- abgestimmt auf sehr früh. Das absolut baugleiche ABS der Ducati ST4-ABS regelt wesentlich später los.

    Im Gegensatz zur weit verbreiteten Vorstellung regelt kein ABS der Welt erst los, wenn das Rad blockiert (100% Schlupf) sondern deutlich früher. Anders wäre ein ABS insbesondere am Vorderrad auch nicht zu verantworten. Es ist reine Abstiummungssache, wo die Grenze hingelegt wird. BMW hat der Seitenhaftung Priorität gegeben.

  5. Registriert seit
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    #5
    Hallo Ulf,
    hab ich soweit verstanden - bleibt die Frage: warum ist das so. Eigentlich findet hier über das Hinterrad fast keine Verzögerung statt. Bei meiner großen GS funktioniert das aber sehr wohl. Und wir reden hier von ähnlichen Motorrädern - also nicht einmal von Sportler und einmal von Enduro.
    Bremse halt beim Hinfahren auf eine Ampel durchaus gerne hinten und dann rubbelt es immer fröhlich.
    Ist dieses Ansprechverhalten individuell einstellbar?

    Grüße vom Feierabendbier
    Thomas

  6. Ulf
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    #6
    Bremse halt beim Hinfahren auf eine Ampel durchaus gerne hinten und dann rubbelt es immer fröhlich.
    Da haben wirs: Bedienfehler von Dir. Bremse halt vorne und hinten. Damit spannst Du den Hobel auf der Straße auf, sodaß er dann auch nicht so weit vorne eintaucht. Wenns hinten immer noch regelt, mehr vorne und weniger hinten bremsen. So bekommst Du auch Gefühl für eine gute Bremskraftverteilung (welche Dir das BMW-(Teil)Integralsystem an manchen Motorrädern abnimmt). Optimal wirst Du ohne Teilintegralsystem die Bremskraftverteilung nie hinbekommen, sie hängt von gewünschter Verzögerung, Beladung, Straßenbelag ab. Beim Bremsen entlastest Du ja das Hinterrad und kann weniger Bremskraft übertragen. Kein Wunder, daß das ABS anspricht. Das stärker belastete Vorderrad kann dann viel Bremskraft übernehmen. Aber die verschenkst Du, indem Du nur hinten bremst.

    Was so manche -- auch langjährige -- Straßenmaschinenfahrer sagen. "Ich bremse eh nur vorne," ist eigentlich falsch. Bei den härteren Straßenfahrwerken fällt dies Art Bedienfehler halt nicht so auf, wie bei einer Enduro-ähnlichen F650GS.
    Ist dieses Ansprechverhalten individuell einstellbar?
    Du kannst das Federbein besser für Dich einstellen, damit das Rad besser am Boden bleibt, somit besser haftet und das ABS nicht so schnell anspricht. Am ABS kannst Du nichts drehen.

  7. Ulf
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    #7
    Nachtrag: das Bosch ABS ist für die F650GS aber tatsächlich auch auf "eher früh ansprechend" eingestellt. Aber mei Tip trotzdem: Mehr vorne Bremsen, Mit der hinteren Bremse das starke Eintauchen verhindern.

  8. Registriert seit
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    #8
    Hier werden Sie geholfen. Danke Ulf.
    Deine Ausführung ist absolut richtig.
    Ich hab ja auch eigentlich kein Problem mit dem Bremsen an sich - da is BMW eh ziemlich Narrensicher. Mir war nur das sehr frühe Ansprechverhalten bei der Kleinen aufgefallen, das sich auch mit anderen Reifen nicht verändert hat.

    Das mit dem Fahrwerk is aber noch ein Tipp! Die Kiste is auf meine zierliche Frau abgestimmt - und wenn ich mich draufsetze (nicht ganz so zierlich), dann schraube ich natürlich nicht dran rum.

    Muß also meine Süße im Frühjahr mal um ein paar Testbremsungen bitten. Schadet eh nicht.

    In diesem Sinne - immer genug Gummi.
    Gruß Thomas


 

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