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Bußgeld in Frankreich: 375.- € für 1 km/h zu schnell

Erstellt von Christian S, 11.09.2015, 08:59 Uhr · 134 Antworten · 17.677 Aufrufe

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    Zitat Zitat von Christian S Beitrag anzeigen

    Jeder kann das machen wie er will. Sofern alle es so machen wie du (nur kein Stress mit der Obrigkeit), dann darf man sich aber auch nicht wundern, wenn irgendwann die Obrigkeit mit euch macht, was sie will! Zum Thema Italien liegst du falsch. Es ist Sinn und Zweck eines Forums, dass jeder drauf los plappert. Weisheiten auf Stammtischnivea sind normal und entsprechen der üblichen Qualität der Beiträge, sofern sie sich in sachlich richtigen Darstellungen versuchen. Auch du liegst übrigens (ziemlich sicher) falsch bzgl. Beschlagnahme. Diese gibt es zwar in Italien, aber zunächst mal nur als Teil der Strafe bei Anhaltung vor Ort, siehe z.B. hier:
    Diva-di-Bologna.de :: Ducati Forum, Urlaub und Reisen
    Hast du aber den Bußgeldbescheid schon erhalten, in dem du nur bezahlen musst, geht es auch nur noch um die Kohle. Bist du dann in Italien, kann man dir als Strafe dein Motorrad nicht beschlagnahmen. Denkbar wäre wohl, dass das Motorrad einbehalten wird, bis zu bezahlen kannst, falls du nicht genug Kohle im Hosensack hast. Dan solltest du das Motorrad zurück bekommst, sobald zu bezahlt hast.

    Das hat wenig mit "kein Stress mit der Obrigkeit" zu tun. Aber wenn der RA 200€ kostet um ungerechtfertigte 90€ zu sparen?? Was ist dann wohl die cleverer Vorgehensweise - zumindest wenn man nicht der RA ist?

    Und selbst wenn es rein wirtschaftlich nicht so klar darstellbar ist muss ich mir immer noch überlegen was ist mir meine Lebenszeit wert, die in derartige Aktionen reichlich fließt.

    Das Theam mit der Beschlagnahme von Motorrädern in Italien ging mal durch die Presse (ich glaube Motorrad - ist schon etwas her) und liegt somit geringfügig über der Stammtischweisheit. Der Betroffene müsste ein vielfaches der ursprünglich nicht bezahlten Strafe zahlen (ist eigentlich klar), das Motorrad wurde beschlagnahmt da er nicht sofort zahlen konnte und wurde trotz zeitnaher Zahlung auf dem Polizeirevier ein halbes Jahr nicht freigegeben. In der Zeit ist er einmal umsonst mit einem Transporter nach Italien gefahren, weil ihn sein italienischer RA Hoffnungen gemacht hatte, er könnte es nun bekommen.
    Mag ein Einzelfall gewesen sein, aber wenn ich der Einzelfall bin haben wir wieder das Thema Wirtschaftlichkeit und Lebenszeit.

    Gruß
    matze

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    Zitat Zitat von boxerturer Beitrag anzeigen
    Als ich das letzte mal nach LE Mans gefahren bin ( schon ne Weile her ) , habe ich mich gewundert wie die Franzosen mit Motorrädern durch die Ortschaften gerast sind .
    Wie machen die das .

    Gruß
    Hat sich nichts geändert, grins.

    Weil in den Französischen Städten und Ortschaften, wie bei uns, nur von vorne geblitzt wird. Mag Ausnahmen geben, ich habe keine gesehen.

    Das von „Hintenblitzen“ wird in Zonen auf Land-, Schnellstraßen und Autobahnen gemacht und die teilweisen sehr langen Zonen werden per Schild und legal per Navi angekündigt. Da muss man dann wirklich ziemlich abgelenkt sein, wenn es dort passiert. Und sollte es mir aktuell doch passiert sein, dass ich 1 - 10 km/h zu schnell war, dann muss Frankreich ohne mein Geld sein Dasein weiter fristen, weil Nordmann zahlt dann nicht.

    Gruß

    Nik

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    Zitat Zitat von r103 Beitrag anzeigen
    Das hat wenig mit "kein Stress mit der Obrigkeit" zu tun. Aber wenn der RA 200€ kostet um ungerechtfertigte 90€ zu sparen?? Was ist dann wohl die cleverer Vorgehensweise - zumindest wenn man nicht der RA ist?

    Und selbst wenn es rein wirtschaftlich nicht so klar darstellbar ist muss ich mir immer noch überlegen was ist mir meine Lebenszeit wert, die in derartige Aktionen reichlich fließt.

    Das Theam mit der Beschlagnahme von Motorrädern in Italien ging mal durch die Presse (ich glaube Motorrad - ist schon etwas her) und liegt somit geringfügig über der Stammtischweisheit. Der Betroffene müsste ein vielfaches der ursprünglich nicht bezahlten Strafe zahlen (ist eigentlich klar), das Motorrad wurde beschlagnahmt da er nicht sofort zahlen konnte und wurde trotz zeitnaher Zahlung auf dem Polizeirevier ein halbes Jahr nicht freigegeben. In der Zeit ist er einmal umsonst mit einem Transporter nach Italien gefahren, weil ihn sein italienischer RA Hoffnungen gemacht hatte, er könnte es nun bekommen.
    Mag ein Einzelfall gewesen sein, aber wenn ich der Einzelfall bin haben wir wieder das Thema Wirtschaftlichkeit und Lebenszeit.

    Gruß
    matze
    Hallo Matze,

    natürlich lohnt es sich nicht, wg. einem geringen Bußgeld einen Rechtsanwalt zu beauftragen. Denn die Erfolgsaussichten sind - sofern die Fahrereigenschaft feststeht (Ich meine hier Verfahren in Deutschland), gering, um technisch etwas ausrichten zu können. Aussichtslos ist es nicht, da die Messungen (insb. bei mobilen Meßanlagen, die also jeweils aufgebaut werden müssen) längst nicht immer entsprechend der Herstellervorgaben aufgebaut und bedient werden usw.
    Selbst wenn Rechtsschutz mit Selbstbeteiligung besteht lohnt es ich nicht, da die SB meist höher als das Bußgeld ist.

    Spannend wird es erst, wenn es um das Thema zu viele Punkte in Flensburg oder gleich um eine Fahrverbot geht. Ohne solche Folgen beauftragen Betroffenen nur selten Rechtsanwälte bzw. nur dann, wenn Sie RS ohne SB haben (dafür hat man zuvor aber auch einen höheren Beitrag bezahlt).

    Aus Italien liest man bittere Geschichten, scheinen aber doch eher Einzelfälle als Regelfälle zu sein. In der Situation, die ich verlinkt habe, hätte aber Einsichtigkeit vor Ort gar nichts geholfen, da die Beschlagnahme eben Teil der Strafe ist. Dass es dann mit der Abholung zusätzlich Ärger gab, ist doppelt doof. Aber letztlich bleibt es jedem selbst überlassen, wann er es darauf ankommen lassen will und wann man es gut sein läßt und etwas bezahlt, selbst wann man sich ungerecht behandelt fühlt.

    Hier mal ein Link zum Thema Zuverlässigkeit der Meßgeräte:
    Robot SmartCamera ? Colliseum
    Dort sind viele Links zu finden, alles sehr technisch.

    Ev. ein einfaches Beispiel dazu (Verfahren in Deutschland).
    Das Gerät hat die Zulassung bekommen unter der Vorgabe, dass die verwendeten Kabel maximal 3 Meter lang sind. Nur wenn das Gerät entsprechend der Herstellervorgaben und der erfolgten Prüfung verwendet wurde, liegt ein sogenanntes standardisiertes Meßverfahren vor, bedeutet einfach formuliert, der Richter darf zunächst mal davon ausgehen, dass die Messung stimmt. Nur wird eingewandt, dass im Verfolgungsfahrzeug mit Videokamera die Kabel aber länger als 3 Meter sein müssen, weil der Weg durch das Fahrzeug von vorne über 3 Ecken nach hinten usw viel länger sei. Das Gericht sagt: Ist doch wurscht wie lange das Kabel ist, der Anwalt sagt, wenn das Kabel auch 10 Meter hätte lang sein können hätten die das Genehmigungsverfahren doch auch mit 10 Meter langen Kabeln durchführen können. Woher soll ich oder Sie als Richter den wissen, ob das eine Auswirkung hat, ich kann das technisch jedenfalls nicht beurteilen. Klar ist das spitzfindig, aber in jedem Land gibt es Verfahrensordnungen, die man beachten und anwenden kann und auch sollte, sofern es ernst wird. Bist du in einem Zivilprozess, und der andere gewinnt, weil er sauberer vorgetragen hat, weil der Anwalt des Gegners die ZPO besser beherrschte, solltest du, wenn du verloren hast, nicht die Schuld beim besseren Gegen-RA, sondern bei deinem RA suchen.

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    Zitat Zitat von Christian S Beitrag anzeigen
    ...
    natürlich lohnt es sich nicht, wg. einem geringen Bußgeld einen Rechtsanwalt zu beauftragen. Denn die Erfolgsaussichten sind - sofern die Fahrereigenschaft feststeht (Ich meine hier Verfahren in Deutschland), gering, um technisch etwas ausrichten zu können. ...
    Langsam sind wir beinand
    - Wenn ich nix falsch gemacht habe, dann werde ich wahrscheinlich auch kämpfen, außer Kosten und Nutzen stehen nicht dafür.
    - Habe ich Mist gebaut, dann werden ich vielleicht auch kämpfen, wenn es um Summen oder z.B. ein Fahrverbot geht.
    - Bei 90 Euro in Frankreich - so ich in den nächsten Jahren wieder hinfahren will, würde ich zähneknirschend einfach zahlen. Da steht wohl der Aufwand in keiner Relation zu den eventuellen Nachteilen / Risiken?

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    Zitat Zitat von coreboat Beitrag anzeigen
    Langsam sind wir beinand
    - Wenn ich nix falsch gemacht habe, dann werde ich wahrscheinlich auch kämpfen, außer Kosten und Nutzen stehen nicht dafür.
    - Habe ich Mist gebaut, dann werden ich vielleicht auch kämpfen, wenn es um Summen oder z.B. ein Fahrverbot geht.
    - Bei 90 Euro in Frankreich - so ich in den nächsten Jahren wieder hinfahren will, würde ich zähneknirschend einfach zahlen. Da steht wohl der Aufwand in keiner Relation zu den eventuellen Nachteilen / Risiken?
    Hallo,

    alles gut, manchmal muss man sich ein wenig Mühe geben im Dialog, um doch noch zusammen zu kommen.

    Zum Zähneknirschen: Grundtarif 140.- € / Nachschlag für Widerspruch 600.- €. Oder 90 € und dann 1000? Oder 200 / 1000.- €. Wo ist die Grenze?
    Irgendwann ist es halt nicht mehr wurscht, insbesondere wenn man sich keiner Schuld bewusst ist, wie viel man abdrückt, damit es nicht unverhältnismäßig teuer wird.
    Stell dir mal folgende Grundregel für Strafverfahren vor (fiktives Beispiel): Man will angeblich überlastete Berufungsstrafgericht entlasten und macht ein Gesetz, in dem drin steht, dass bei kleineren Sachen (Kein Gefängnis, Geldstrafe bis max. 3000.- €) das Berufungsgericht zwingend die Strafe verdoppeln muss, sofern es nicht freispricht... darum geht es, um eine inakzeptable Verwässerung einer Rechtsmittelmöglichkeit, die zu einer Theoretischen wird, weil man sonst ein Vielfaches bezahlt.

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    Zitat Zitat von Christian S Beitrag anzeigen
    ...Zum Zähneknirschen: Grundtarif 140.- € / Nachschlag für Widerspruch 600.- €....
    Das musst du andersrum sehen. Der Grundtarif beträgt 600€. Und bei sofortiger Zahlung gibt’s einen Rabatt, dann sind nur 140€ fällig. Weil dann nämlich die ganzen zusätzlichen Kosten, die oben ja schon mehrfach angesprochen wurden, wegfallen.

    Und so fiktiv ist dein Beispiel gar nicht. Nennt sich Vergleich, außergerichtlich. Auch hier einigt man sich auch eine Zahlung und beide Seiten verzichten darauf, die eigentliche Schuldfrage festzustellen

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    Hi
    Zitat Zitat von coreboat Beitrag anzeigen
    Für Deutschland - Österreich weiß ich es sicher (weil ich auch sehr grenznah wohne): Es gibt ein zwischenstaatliches Übereinkommen, dass Bußgelder gegenseitig eingezogen / eingetrieben werden. Dies gilt auch dann, wenn der selbe Verstoß in D nicht strafbar wäre bzw. andere Rechtsgrundlagen bestehen. Da in Österreich z.B. bei Geschwindigkeitsverstößen eine Halterhaftung besteht, zahlt man als Deutscher dieses Bußgeld unabwendbar. Wenn man nicht gleich 'freiwillig' bezahlt, wird es über und von den deutschen Behörden mit allen Konsequenzen eingetrieben. Die Rechtsmittel stehen einem natürlich auch da frei, nur wenn man geblitzt wurde, was will man dann abstreiten? Vielleicht, dass das Auto nicht in Österreich war? A
    Das stimmt ganz einfach nicht! Ich hab' es selbst ausprobiert und ein 30 EUR-Tempo-Mandatchen nicht bezahlt. Halterhaftung gibt's bei uns nicht und ohne Beweismittel wer gefahren ist wird nichts eingetrieben.
    gerd

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    Hi
    Nachdem ich Christian ein bisschen kenne glaube ich nicht, dass er es nötig hat auf diese Art für sich Werbung zu machen.
    Vielmehr bin ich sicher, dass er einem potentiellen Mandanten der unbedingt klagen will dann davon abraten wird, wenn er auch nur halbwegs überzeugt ist, dass die Klage (Einspruch, etc.) nix bringt.
    Ganz sicher bin ich, dass er nicht nach dem Motto verfährt "mir doch egal, meine Kohle bekomme ich so oder so!".

    Falls sich jemand jetzt Gedanken macht: Nein, wir beide sind zwar locker befreundet, doch nicht immer einer Meinung (z.B. hab' ich keine Probleme mit der FR-Busse), dieser Beitrag ist nicht abgesprochen, und ich bin auch nicht sein Mandant.

    Wie die Rechtslage innerhalb der EU ist (sorry ihr Schweizer :-)) wurde bereits zu einem früheren Zeitpunkt ausgewalzt.
    gerd

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    Es ist völlig unerheblich, ob ein Anwalt gut oder schlecht ist, in Deutschland gibt es für Geschwindigkeitsübertretungen keine Halterhaftung. Ergo gilt deutsches Recht und Geldbußen aus dem Ausland auf einer Halterhaftung basierend, werden in Deutschland nicht eingetrieben. Da könnt ihr jetzt noch so viel, könnte, würde usw. schreiben.

    Wie das bei der Einreise in das Land aus dem die Forderung kommt behandelt wird, ist hinlänglich bekannt und die Verjährungsfristen ebenfalls.

    Ist also eine Abwägung, bezahle ich oder nicht und die Moralapostel nehme ich sowieso nicht für voll, weil sie in der Mehrzahl Heuchler sind und ihre Moral nur für andere gilt oder welcher Motorradfahrer in DL hat sich beim von vorne Blitzen selbst angezeigt? Sollte es einen geben, dann ist er kein Moralist, sondern ein ....... *gg*

    Gruß

    Nik

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    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Hi

    Das stimmt ganz einfach nicht! Ich hab' es selbst ausprobiert und ein 30 EUR-Tempo-Mandatchen nicht bezahlt. Halterhaftung gibt's bei uns nicht und ohne Beweismittel wer gefahren ist wird nichts eingetrieben.
    gerd
    Liegt das nicht daran, dass die Grenze fürs Eintreiben höher liegt? 70 Euro habe ich mal irgendwo hier gelesen.


 

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