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Downunder mit WWBTT.........

Erstellt von Kuhjote, 20.07.2008, 20:30 Uhr · 670 Antworten · 124.608 Aufrufe

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    Hee,

    Du versorgst uns regelmäßig mit spannenden, lustigen und sehr originell verfasstem Lesematerial. Danke dafür!
    Wir werden Dir im Gegenzug schmeicheln, dich loben und motivieren, halt ebend Bauchpinseln.....









    Aber spann uns nicht zu lange auf die Folter, wir können auch anders!

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    Bauchpinseln..muß wirklich nicht sein. Jedenfalls nicht so doll...

    Ich kann allerdings auch anders....

    Mal sehen wie es ankommt

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    Mädels und Jungs (nicht das ich wieder von den Frauen schläge beziehe, wenn die hier nicht genannt werden!)
    Der Junge is nur genial! Laßt ihn nur machen! Das wird, das wird.....

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    Standard Downunder mit WWBTT........Teil 11

    ...Am späteren Vormittag ging es dann also in die Stadt. Es waren nur wenige Kilometer bis zum Zentrum, und es gab so gut wie keinen Verkehr. Die Temperaturen lagen irgendwo um die 40 Grad, deshalb war leichte Touristenbekleidung durchaus angemessen. Wir fuhren alle derart unzulänglich bekleidet mit unseren Moppeds bis ins Zentrum. Warum auch nicht? Völlig normal hier, dieses Outfit. Wir verabredeten uns alle wieder für den Nachmittag in einem auffälligen Café und schlenderten dann in mehr oder weniger lockeren Gruppen durch das Städtchen. Anke war völlig begeistert von der Touristen-Mall mit ihren vielen kleinen Geschäften und Kunstgalerien. Überwiegend Aboriginie-Kunst. Äußerst eindrucksvoll war ein Laden mit Didgeridoos. Das sind im Prinzip nur ausgehöhlte und bunt bemalte dicke Äste. Mit ein wenig Geschick kann man diesen Dingern einige äußerst exotisch klingende Töne entlocken. Zumindest als ungeschickter Fremder.

    Einige der Ureinwohner hingegen sind in der Lage stundenlang sehr beeindruckende Tonfolgen auf diesen Dingern zu produzieren. Um das ertragen zu können, muss man sich allerdings im Lotussitz hinkauern und mit dem Kopf wackeln. Hab ich jedenfalls so verstanden. Alternativ kann man auch irgendwelche bewusstseinserweiternden Substanzen einnehmen. Wahrscheinlich am Besten beides ... keine Ahnung.
    Irgendein zufällig anwesender Weltmeister im Didgeridoo-Spiel führte geduldig die genaue Technik vor. Keiner der Anwesenden bekam mehr als ein kurzes und klägliches Tröten aus den Dingern heraus.
    Zu meinem allergrößten Erstaunen gelang es ausgerechnet mir, sehr beeindruckende Töne..und das sogar über längere Zeit..hervorzubringen.
    Anke war völlig aus dem Häuschen und sprang begeistert im Laden herum.
    Da stand ich nun, inmitten einer Gruppe von Touristen und wummerte auf dem bunten Ast herum. Kreisatmung war angeblich das Zauberwort.
    Ich hatte keine Ahnung wie das funktioniert, aber es klappte halbwegs ordentlich. Schon nach kurzer Zeit wurde mir ziemlich schwummerig. Ob es nun an meiner spirituellen Melodie lag, oder an einer simplen CO2-Übersättigung weiß ich nicht genau.
    Rein logisch tippe ich aber eher auf die zweite Vermutung.
    Völlig benebelt musste ich meine spontane Darbietung abbrechen. Einige Touristen applaudierten freundlich, und selbst der Weltmeister schien beeindruckt, und wollte mir sofort so ein Teil verkaufen. Wir erwarben dann noch eine Kassette mit Original Didgeridoo-Musik vom Weltmeister persönlich und machten uns danach schnell davon.
    Es gelang mir allerdings nur sehr schwer Anke davon zu überzeugen, dass ich so ein Ding noch nie zuvor in der Hand hatte.
    Danach war ich entweder ein Naturtalent oder ein wiedergeborener Aboriginie-Schamane. Sie sah mich lange und sehr durchdringend an.
    Meine Güte ... worauf habe ich mich hier bloß eingelassen?
    Tapfer klapperten wir danach noch die anderen Sehenswürdigkeiten ab. Besonders eine Art "Naturhistorisches Museum" in dem unter anderem die kulturellen Errungenschaften der Ureinwohner präsentiert wurden beeindruckte Anke außerordentlich. Mich allerdings eher weniger, denn die Darstellung der handwerklichen Fertigkeiten und sonstigen Fähigkeiten der Ureinwohner schien mir eher dürftig.
    "Wenn die Kameraden in den 50.000 Jahren nicht mehr auf die Reihe gekriegt haben als das ... dann komm ich aber schwer ins Grübeln!", verkündete Heinz laut und lustig.
    Wir hatten uns mittlerweile an unserem vereinbarten Treffpunkt versammelt, und tranken friedlich Kaffee oder was sonst so gebraucht wurde.

    „Wenn dieser George Romero noch mal einen Film dreht..hier gibt's jede Menge Komparsen. Da können die Maske und Kostüme sparen ... diese Filmfuzzies." Heinz war nicht zu bremsen, und redete sich hier um Kopf und Kragen. Ich hatte mich inzwischen mit ihm angefreundet, und hielt ihn eigentlich für einen patenten Typen." Die herumlungernden ortsansässigen Aboriginies schienen ihn völlig aus der Fassung gebracht zu haben." Habt ihr die gesehen ... echt unglaublich" ereiferte er sich.
    Zuerst platzte Anke der sozialpädagogische Kragen:" Das ist eine ethnische Minderheit und sozial völlig desintegriert. Entwurzelt und entfremdet im eigenen Land.." erklärte sie sehr ernsthaft und pädagogisch. „Ach was, völlig zugedröhnt sind diese Typen. Hast Du mal eine Nase genommen. Das gibt’s doch gar nicht, so was hab ich ja noch nie gesehen. Und bei uns am Bahnhof laufen schon echte Freaks rum. Dachte ich immer. Aber so was ... und dann noch so viele." Heinz war völlig von der Rolle.
    Nun kam Bewegung in die Gruppe.
    Heinz bezog nun ordentlich Prügel wegen seiner politisch unkorrekten Sichtweise der Wirklichkeit. Arroganz, Rassismus und andere Dinge musste er sich vorwerfen lassen. Da stand er plötzlich ziemlich alleine da, der arme Heinz. Gut, so kann man nicht vom Leder ziehen. Aber andererseits war er sonst ein feiner Kerl. Keine Ahnung, was ihn hier geritten hat.
    Ich musste ihm irgendwie aus der Patsche helfen, ohne mich selbst zu disqualifizieren.
    „Mal ganz abgesehen von diesen armen Teufeln hier, was haltet ihr denn von deren Kultur überhaupt. Ich meine so grundsätzlich." Alle starrten mich überrascht an."Ach, Du meinst sicher die Traumzeit und die große Regenbogenschlange und so..?", fragte Anke, froh sich endlich über diese für sie so faszinierenden Dinge austauschen zu können.
    „Nööö, eigentlich nicht. Eher so die handfesten kulturellen Errungenschaften. Die haben in mehr als 50.000 Jahren keinerlei Schrift entwickelt. Keinerlei Bauwerke oder Gebäude. Keine technischen Artefakte. Nichts dergleichen. Völlige Fehlanzeige." Heinz atmete durch und machte sich so klein wie möglich. Ich blieb dran: " Die werfen irgendwelche Knüppel hinter diesen armen Viechern her. Krumme Stöcke nennen sie Bumerang, und die gerade heißen Speere. Wenn dann zufällig mal eines von diesen Kängurus liegen bleibt ... dann werfen sie das komplette Vieh ins Feuer. Alles, was dann nach einer halben Stunde nicht verbrannt ist, wird dann gegessen. Genau das und nicht anders haben sie in diesem Museum gezeigt. That’ s all ...". Ich schwieg und wartete auf Reaktionen. Jürgen räusperte sich und wollte etwas erwidern.
    Anke war schneller." Das sehe ich aber ganz anders ..." begann sie. „Natürlich, Du glaubst doch auch, dass dieser primitive Pantheismus ... dieser Traumzeit-Humbug, ein Zeichen von entwickelter Kultur ist", fiel ich ihr ins Wort. "Steinzeit, tiefste Steinzeit ... die Neandertaler waren genau so weit. Fast jedenfalls." Anke starrte mich entsetzt an.
    Reicht nun hoffentlich. Nun war es an der Zeit den Ton wieder deutlich versöhnlicher zu gestalten. „Was ich damit sagen will, ist doch nur, dass die hiesige Art der Präsentation den tatsächlichen Gegebenheiten nicht gerecht wird. Die echte und wahre Aboriginie-Kultur findet man eben nicht in solchen Museen und Geschäften. Das ist doch alles nur Geldmacherei auf deren Kosten." Mit diesem verbalen "Salto rückwärts" drehte ich meine bisherige Aussage zwar völlig um, aber keiner konnte mir jetzt was. Heinz war aus der Schusslinie und Anke blickte auch wieder freundlicher.
    Nur Jürgen schien das Spiel durchschaut zu haben, sagte aber kein Wort. Er zwinkerte mir zu, und schlug dann vor den Rückweg zum Camp anzutreten. Die gute Laune kehrte schnell zurück, denn unser Kneipentrip stand noch aus. Heinz hielt endlich die Klappe und wir fuhren dann auch los.



    Fortsetzung folgt

  5. HP2Sascha Gast

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    Hey Mr.K! Gibts in jedem Roman einen Han Solo?
    Es wird irgendwie....................trockener .
    Aber trotzdem nett zu lesen! Ich vermisse Deine "Killerphrasen" ein wenig .

  6. Registriert seit
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    ...das schlimmste an den Kapiteln ist immer noch die Zeit dazwischen.

    Aber mein Vorredner hat mit seiner Kritik ein wenig recht... wenn Heldentum, dann Herbrenngschichten... oder mit der XT im Niemandland fast verreckt... psychosoziale Heldentaten sind doch arg .. hmmm.... fad

    Der Held hat die Frau erobert,ok ... aber es ging doch um Moppedfahren, oder?

    Aber ich möcht das auch bitte auf jeden Fall als Buch gebunden, am Stück und handsigniert... wo kann ich bestellen?

  7. Registriert seit
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    Daumen hoch

    Jep,

    eine signierte Erstausgabe auch für mich bitte!
    Und schliesse mich den Vorrednern an, sozialkritisches gehört nur in kleinen Dosen in deine Kurzgeschichten, da lese ich schon Samuel Shem
    An allerbesten gefallen mir Deine unterhaltsamen Umschreibungen in Episoden von ganz banalen Alltagsereignissen!

  8. Registriert seit
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    Man Leute, das ist doch typisch, so wird Spannung aufgebaut , und gleich gehts wieder weiter mit der schlanken Anke und der XT im Sprung über die Schlucht..stimmmmmts ???

    wenn nicht, auch nicht schlimm, weiterhin sehr kurzweilig zu lesen, im Moment siehts aber so aus als hätte der Held überhaupt keine Schwächen, und es gibt doch nichts schöneres als über seine eigenen Unzulänglichkeiten zu lachen oder ??

  9. Spätzünder Gast

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    Ich will auch ein Exemplar!

    Versucht doch bitte den Kuhjoten nicht zu steuern, laßt ihn doch einfach schreiben. Die Geschichte liest sich eben wie es abgehen kann. Wenn ihr ein Buch kauft und lest ruft ihr ja wegen eventueller nicht Euren Wünschen entsprechenden Formulierungen auch nicht beim Schreiber an, oder?

    Kuhjote, mach einfach weiter so und wie gesagt, ich will auch ein Exemplar

    Wartende Grüße aus Berlin!

    Stefan

  10. Registriert seit
    01.07.2008
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    @Stefan
    "Versucht doch bitte den Kuhjoten nicht zu steuern, laßt ihn doch einfach schreiben"


    Jetzt ist es aber genau das, was der Kuhjote will...mmhhh...was machen wir denn da..???


 
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