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Elendes ABS

Erstellt von Peter GS, 06.04.2011, 16:47 Uhr · 47 Antworten · 4.086 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #21
    Erstmal vorweg:

    Ich möchte das ABS def. nicht mehr missen, ABER

    es ist bei Bodenwellen ein Zumutung, jedenfalls im Stadtverkehr und wer fährt im Stadtverkehr nicht wirklich dicht auf? Da können 2m schonmal ne ganz schöne Strecke sein..

    Zudem fahre ich fast immer zu dicht auf, aber das klappt zu 99,99999% und dann habe ich immer noch nen Meter platz, aber wenn das ABS bei der Bodenwelle elendig öffnet, dann ist dieser eben nicht mehr vorhanden, da muss man garkeine vollbremsung hinlegen damit die Bremse geöffnet wird.

    Und bei 30km/h ist schnell mal nen Meter geflogen! Ohne ABS wäre ich def. nicht gestürzt bin auch so nicht gestürzt, war "langsam" im Stadtverkehr unterwegs..klar hier auch wieder schneller als erlaubt...aber mal ehrlich: Wer schafft es schon sich bergab (sehr steil) ans Tempolimit von 30km/h zu halten ?

    Ich gestehe auch die Schuld ein, weil ich
    a) zu wenig abstand gehalten habe
    b) zu schnell war

    Aber ich gebe auch dem ABS eine Schuld da es z.b. nicht so fein regelt wie bei der 800GS (ich habe den Unterschied getestet, auf der selben Strecke, aber das war im letzten Jahr und doch war ich erstaunt wie fein das ABS regelt)

    Zudem muss ich noch einmal sagen:
    Ich bremse meist recht stark, aber wenn die Reifen durch Bodenwellen oder Schlaglöcher etwas in der Luft ist und man bremst, dann öffnet es eine gefühlte Stunde die Bremsen und man hat einen sehr unschönen Freiflug !

    Man(n) muss das einfach mal erleben um da wirklich mitreden zu können..

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    #22
    Und nein ich bin kein Raser, aber fahre auch nicht nach Tempolimit -10km/h

    Ich würde mich selbst als flüssigen Fahrer bezeichnen, d.h. ich fahre irgendwo zwischen Tempolimit und 100km/h über dem Tempolimit, wobei das eher den Extremfall darstellt..i.d.R. ist es eher zw. +20-50km/h also absolut im Normbereich und ohne das eine wirkliche Verkehrgefährdung fabriziert wird.

    Es gibt einfach Situation da ist das Tempolimit nicht angebracht, jedenfalls für die aktuelle individuelle Situation..

    Grüße

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    #23
    Zitat Zitat von Raubritter Beitrag anzeigen
    Ich hab mich auch schon gewundert, warum eine 1150er den mit Blättern übersääten Waldweg immer flotter vor mir hinuntergeradelt ist.....
    Unten endlich auch angekommen hat der 1150er-Fahrer seinen ABS-Schalter verflucht, weil das ABS nicht mehr abzuschalten war und auf dem Laub ihm ständig die Bremsen geöffnet hat, so dass er immer schneller wurde. Sicher ein nettes Gefühl. Da braucht man keine Casting-Shows oder Tanzwettbewerbe im Fernsehen, da bekommt man Action und Emotions mit der GS mitgeliefert.

    Ach hör mir auf die Situation ist eine ganz unangenehme, das kann ich aus änlicher Erfahrung bestätigen...

  4. Baumbart Gast

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    #24
    Zitat Zitat von Peter GS Beitrag anzeigen
    da muss man garkeine vollbremsung hinlegen damit die Bremse geöffnet wird.

    Und bei 30km/h ist schnell mal nen Meter geflogen! Ohne ABS wäre ich def. nicht gestürzt bin auch so nicht gestürzt,
    ohne ABS wärst Du definitiv gestürzt, du hast da irgendwas nicht verstanden. Das ABS spricht überhaupt nur an wenn Du so stark bremst dass die Räder blockieren wollen. Und ein blockierendes Vorderrad ist zu 99 % Anlass für 90° Schräglage. Wenn du kein Vollbremsung hinlegst spricht das ABS nicht an und kann auch die Bremse nicht öffnen.

    Es mag ja sein dass die alten Kisten das schlechtere ABS haben, aber ohne Vollbremsung merkst du keinen Unterschied zwischen ABS 2001 und ABS 2011 weil es gar nicht arbeitet. Und wer seinen Fahrstil darauf abstellt dass es das ABS schon richten wird darf sich über gelegentliche Feindkontakte nicht beschweren.

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    #25
    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    ohne ABS wärst Du definitiv gestürzt, du hast da irgendwas nicht verstanden. Das ABS spricht überhaupt nur an wenn Du so stark bremst dass die Räder blockieren wollen. Und ein blockierendes Vorderrad ist zu 99 % Anlass für 90° Schräglage. Wenn du kein Vollbremsung hinlegst spricht das ABS nicht an und kann auch die Bremse nicht öffnen.

    Es mag ja sein dass die alten Kisten das schlechtere ABS haben, aber ohne Vollbremsung merkst du keinen Unterschied zwischen ABS 2001 und ABS 2011 weil es gar nicht arbeitet. Und wer seinen Fahrstil darauf abstellt dass es das ABS schon richten wird darf sich über gelegentliche Feindkontakte nicht beschweren.

    HI,

    das ist leider nicht ganz richtig. Das alte ABS kann diesen Effekt sehr wohl verursachen ohne das in den Regelbereich geBREMST wurde!!!

    Nämlich genau in dem weiter oben beschriebenen Fall. Wenn nämlich der Überschlagschutz ein abhebendes Hinterrad erkennt, wird definitiv die Bremse geöffnet - logischerweise auch vorne.

    Übrigens hatten wir dieses Thema vor einiger Zeit schon einmal. Das Problem ist, dass Viele nicht wissen, dass dieses ABS (mit BKV) lernen muss und zwar leider, leider nach jedem Neustart!!!

    Klingt komisch, ist aber so!

    Also durchaus vorstellbar, dass bei sehr ungünstigen Strassenverhältnissen (wellig und feucht) genau das passiert was beschrieben wurde - ohne das man wirklich zu schnell war oder zu dicht auffuhr.

    Gruß
    Thomas

  6. Registriert seit
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    #26
    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    Na Gott sei es gedankt hat die Karre ABS, das Schuld sein muss am Auffahren. Nur der Fahrer kann wohl nichts dafür!?

  7. Registriert seit
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    #27
    @ Peter GS:
    Der von Dir beschriebene Punkt ist absoluter Mist und ich kenne das Problem nur zu gut. Nur bin ich noch niemandem deshalb drauf gefahren... wenn vor einer Serpentine allerdings plötzlich die Bremse aufmacht, weil das ABS mit den Bodenwellen nicht parat kommt, krieg ich jedes Mal nen ganz dicken Hals.
    Gib nix auf die Kommentare der Gutmenschen und Alleskönner, denen das natürlich alles niemals passiert wäre. Die haben einfach keine Ahnung, aber sie wissen es nicht.

    Das alte ABS mit seiner seltsamen Überschlagserkennung hat mich schon in mehr Gefahr gebracht, als es eine Bremse ohne ABS je hätte tun können... seit 5 Jahren ärgere ich mich über das BKV-ABS bzw. dessen Regelverhalten bei schlechten Reibwerten bzw. unebenem Straßenbelag. Erst ab 2007 gab es nach meiner Kenntnis in der GS eine Bremse, die diese Situationen besser lösen konnte.

    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    ohne ABS wärst Du definitiv gestürzt, du hast da irgendwas nicht verstanden.
    Sorry für die klare Ausdrucksweise, aber das ist Schwachsinn. Du hast offensichtlich keine Ahnung wovon er spricht und/oder zuviel Zeit hier rum zu posten.

  8. Momber Gast

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    #28
    Antwort von Bosch auf meine Frage, ob man den feiner regelnden Druckmodulator neuester Generation in die 11er Q einbauen kann:

    Sehr geehrter Herr ...,

    vielen Dank für Ihre Anfrage an die Bosch Kundenberatung KFZ-Technik.

    Grundsätzlich ist nahezu jeder Umbau möglich. Ein Umbau incl. Fahrversuche und der technischen Abnahme, würde sicherlich den Wert des Motorrads um ein vielfaches übersteigen. Der Umbau ist also insgesamt nicht sinnvoll.

    Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Bernd Treptow

    Robert Bosch GmbH
    Automotive Aftermarket
    AA/SEC Kundenbetreuung
    Postfach 41 09 60
    76225 Karlsruhe

  9. TomTom-Biker Gast

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    #29
    Bitte nicht Äpfel mit Birnen verwechseln, das beschriebene Problem ist bei einer 1150iger aufgetreten.

    Ich habe eine 1200er mit BKV-ABS und kann selbiges Problem nicht nachvollziehen. Mag sein, daß die Software, die die sogenannte Überschlagserkennung realisiert (übrigens ohne eigenen Sensor nur über die Raddrehzahlen und Plausibilitätsabfrage), bei der 1200er etwas fehlertoleranter oder besser gesagt vom Ansprechverhalten her sensibler geschrieben ist. Mag auch sein, daß die Fahrwerksgeometrie bei der 1200er weniger zum Abheben des Hinterrades beiträgt als bei der 1150iger. Und vielleicht liegt es an meiner Fahrweise bei Paßabfahrten eben nicht auf dem letzten Meter vor der Kehre hart in die Eisen zu gehen. An irgendeinem dieser Punkte muß es wohl liegen, oder auch an der Kombination von allen. Fakt ist, daß das Hinterrad bei auch bei der 1200er bei extremen Bremsungen und den bereits beschriebenen Geschwindigkeiten von ca. 30 - 50 km/h zum Abheben neigt, was Rückschlüsse auf die hohe Verzögerungskraft am VR zuläßt. Mit der Folge, daß die Bremse am VR aufgeht. Allerdings gefühlt nur für Bruchteile von Sekunden, danach greift sie wieder. Die erreichbaren Bremswege sind trotz dieses Verhaltens im Vergleich zu vielen anderen Motorrädern vorbildlich kurz. Diese Vergleich durfte ich bei vielen FST schon mehrmals selbst erfahren (mit beiden Bremssystemen < und > 2007).

    Ich gebe zu, auch wenn es mir selbst noch nicht passiert ist, daß bei schnellen Paßabfahrten dieses Bremsabheben eher kontraproduktiv wirkt. Zumindest vom Gefühl her. Dann ist das allerdings dann tatsächlich das falsche Motorrad für solche Anlässe bzw. besser solche Fahrweisen. Andererseits versuche ich mir vorzustellen was sein würde hätte ich in vergleichbarer Situation ein Motorrad ohne ABS, das HR hebt ab und der VR beginnt an zu wimmern. Festhalten, auch auf die Gefahr hin, daß das Rad blockiert, oder aufmachen? Ich denke, daß mein persönlicher Regelalgorithmus dabei deutlich langsamer ist als der in der Software des Motorrads hinterlegte.

    Abschließend bemerkt, strecken auch die Modelle mit dem neueren Conti-ABS (ab 2007) ihren Hintern in die Luft, worauf anschließend auch das VR die Bremse aufmacht. Das Regelverhalten ist dabei möglicherweise wieder etwas schneller als bei dem alten FTE-ABS und die beschriebene Wirkung nicht so dramatisch.

    Ich denke, das beschriebene Problem ist tatsächlich ein 1150iger Problem, auch wenn die Bremse, zumindet von der Funktion her, identisch mit den 1200ern bis 2007 ist.

    Desweiteren ist festzuhalten, das ABS-Systeme bei Motorrädern bauartbedingt (derzeit) nur bei aufrechter Position wirksam funktionieren. In Schräglage funktioniert das ABS zwar auch, nur die Physik macht einem dann meist ein Strich durch die Rechnung, soll heißen: die Fuhre geht dann doch nach links oder rechts weg.

    Gruß Thomas

  10. Registriert seit
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    #30
    Ich glaube, dass hier, wie so oft, manchmal das eine oder andere missverstanden wird.

    Wenn man das Verhalten des ABS mal unabhängig vom Fahrstil oder Fahrverhalten sieht, dann stellt man fest, dass mit dem Überschlagschutz versucht wurde, böse Unfälle zu vermeiden. Das ist anerkennenswert.
    Dass aber die Umsetzung - zumindest bei der 1150er GS - auch zu wirklich brenzligen oder gefährlichen Situationen führen kann, zeigt eindeutig, dass die Technik eben doch noch nicht in der Lage ist, den Menschen vollständig zu ersetzen.

    Hier ist es mit Vorwürfen und Belehrungen in Richtung Fahrer denn auch nicht getan, denn es wird dem eigentlichen Kernproblem nicht gerecht. Das ABS-Verhalten ist in diesem vorliegenden Fall verbesserungsbedürftig. Allerdings wird wohl kein ABS dieser Welt, wirklich alle möglichen Fallkonstellationen optimal abarbeiten können. Es bleibt bestimmt ein gewisses Restrisiko.

    In diesem Fall wird wohl nur helfen, sich beim Fahren entsprechende Sicherheitsreserven zu bewahren. Eben für den Fall, dass das ABS löst oder nicht richtig reagiert. Besonders dann, wenn man um den ABS-Fehler weiß.

    Ich hatte diese Situation noch nie, und hoffe auch, dassmir das erspart bleibt. Ich kann also eigentlich nicht mitreden. Versuche das somit sachlich aus der Distanz zu betrachten und für mein künftiges Fahrverhalten entsprechend zu verinnerlichen. Man stelle sich vor, man kommt ein bissl zu flott das Stilfserjoch runter und in einer der Spitzkehren öffnet das ABS - Freie Fahrt auf das Mäuerchen, gefolgt von einem hübschen Freiflug.

    Hoffe, dass keiner wegen solchen Dingen hier verunfallt. Wünsche daher allen eine gute und unfallfreie Fahrt.

    Grüße
    Ralf


 
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