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Sicherheit zuerst - Möglichkeiten zur Erhöhung der Straßenverkehrssicherheit in Deuts

Erstellt von Eifel_Baer, 20.02.2011, 14:16 Uhr · 41 Antworten · 3.619 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    186

    Standard Sicherheit zuerst - Möglichkeiten zur Erhöhung der Straßenverkehrssicherheit in Deuts

    #1
    Hallo Zusammen,

    im Folgenden mal etwas anderes. Ich habe Beruflich damit zu tun. Über eine Diskussion oder Kommentare und oder Anregungen würde ich mich sehr freuen.

    Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
    Sicherheit zuerst - Möglichkeiten zur Erhöhung der Straßenverkehrssicherheit in Deutschland


    Quelle: Zeitschrift für Verkehrssicherheit 4/2010
    Im Internet: http://vplno1.vkw.tu-dresden.de/psycho/download/wissBeiratGutachten_Schlag_2010.pdf

    Zusammenfassung: Der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung entwirft in dieser Stellungnahme ein Gesamtkonzept zur Erhöhung der Straßenverkehrssicherheit in Deutschland.

    Trotz der Erfolge in den vergangenen Jahrzehnten ist eine weitere deutliche Verbesserung der Sicherheit des Straßenverkehrs möglich und notwendig. Empfohlen wird eine stringente Kooperation unter anspruchsvollen gemeinsamen Zielsetzungen ("Towards Zero" mit einer Halbierung der Anzahl der im Straßenverkehr Getöteten bis 2020) und eine Vielzahl konkreter Sicherheitsmaßnahmen. Erfolg versprechend sind sowohl technische Verbesserungen (sicherere Verkehrsanlagen, verbesserte Straßenverkehrstechnik, Aktive und Passive Fahrzeugsicherheit) wie Maßnahmen, die auf eine Änderung des Verkehrsverhaltens abzielen (Ausbildung und Aufklärung, Gesetzgebung und Überwachung, wirtschaftliche Anreize). Möglichkeiten der Finanzierung werden ebenso erörtert wie die Notwendigkeit der Wirkungsforschung. Abschließend werden 40 konkrete Empfehlungen zur Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit gegeben.

    Auszug aus:
    4.3 Aktive und Passive Fahrzeugsicherheit

    Verbesserung der Motorradsicherheit


    Spezielle Sicherheitsprobleme zeigen sich bei den Krafträdern. Die Anzahl der Unfallopfer zeigt keinen Trend zur Verbesserung. Umfangreiche Studien zu den Möglichkeiten der Verbesserung
    ihrer Aktiven Sicherheit haben Ansatzpunkte bei der Erkennbarkeit und bei der Fahrzeugdynamik ergeben. ABS ist auch hier ein technisches Element mit sehr hohem Sicherheitspotenzial;
    es sollte für alle L3-Krafträder (vmax > 50 km/h) verbindlich gemacht werden. Die Entwicklung kostengünstiger ABS-Systeme sollte forciert werden, sodass eine verpflichtende Einführung bei Leichtkrafträdern möglich wird.

    Auch wegen steigender Exposition und teilweise höherer Fahrleistungen ist für Motorräder, Motorroller und Mopeds mit steigenden Unfallzahlen zu rechnen. In Paris waren Zweiräder
    in den vergangenen Jahren an ca. 60 % aller Unfälle beteiligt. Scooter werden in Städten zunehmend attraktiver. Eine konsequente Anwendung der MVMot der FGSV ist hier dringend zu empfehlen (24).

    Insbesondere für den städtischen Bereich scheint dies allein jedoch nicht hinreichend. Durch Pkw-Tagfahrlicht kann sich ein Verlust des komparativen Sichtbarkeitsvorteils der Motorräder ergeben; eine Folge können vermehrte Entdeckungsfehler sein. Gesonderte Beleuchtungskonstellationen sind zu prüfen, die eine schnelle und eindeutige Erkennung gewährleisten. Zusätzlich ist eine retro-reflektive Kleidung vorteilhaft. Bei der Entwicklung von Krafträdern spielt die Passive Sicherheit bisher praktisch keine Rolle. In Einzelfällen wurde aber nachgewiesen, dass erhebliche Verbesserungen auf diesem Gebiet erreicht werden können (BMW C1, Motorrad-Airbag). Neue Untersuchungen zeigen, dass selbst bei konventionellen Motorrädern viele der Schutzmechanismen der Passiven Sicherheit wirksam gemacht werden können. Diese Möglichkeiten sollten erheblich besser verstanden werden, um darauf aufbauend serienmäßig umsetzbare Lösungen zu entwickeln und ggf. verbindlich zu machen.

    Die Bedeutung von "motorradähnlichen Fahrzeugen" (L3- und L5-Fahrzeuge) wird in Zukunft wachsen, weil sie Vorteile im urbanen Betrieb haben und sich viel leichter als andere Kfz für rein elektrische Antriebe eignen. Es sollte daher eine gemeinsame Anstrengung der europäischen Industrie zusammen mit einschlägigen Forschungsstellen unternommen werden, einen vielseitig verwendbaren Baukasten von Elementen für die passive Motorradsicherheit bereitzustellen und diesen in die Serienproduktion zu übernehmen (Bild 8 [nicht beigefügt]). Um die Möglichkeiten zur Geschwindigkeitsüberwachung auch bei motorisierten Krafträdern effektiver zu gestalten, sollte die Einführung identifizierender smart tags an Krafträdern vorbereitet werden.

    (24) FGSV - Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (2007). Merkblatt zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf Motorradstrecken (MVMot). Köln: FGSV.
    hier zu finden als PDF: http://www.runter-vom-gas.de/siteuti...d/default.aspx

    siehe auch: http://www.dvr.de/site.aspx?url=html...sicherheit.htm

  2. TomTom-Biker Gast

    Standard

    #2
    Auch wieder ein schönes und polarisierendes Thema.

    Wetten, daß jetzt wieder Unfallstatistiken zitiert werden, die die Rückläufigkeit der Verkehrstoten im Straßenverkehr und die geringe bedeutung der Motorradfahrer allgemein und als Unfallverursacher im besonderen zitiert werden.

    Aber es heißt ja "Towards Zero". Da bin ich auch mal gespannt auf die Meinungen in Anbetracht dieses ehrgeizigen Zieles.

    Gruß Thomas

  3. Registriert seit
    27.02.2009
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    Standard

    #3
    Da sollte zuallererst einmal der Zustand der Straßen an sich verbessert werden. Wir haben so langsam ostblockähnliche Verhältnisse mit Schlaglöchern ohne Ende, Verwerfungen, Flickenteppichen aus Bitumen etc.

  4. Registriert seit
    22.11.2006
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    3.690

    Standard

    #4
    Ich bin der Meinung, dass wir die Sicherheitstechnik ausgereizt haben.

    Mehr heißt nur weniger Verständnis, teurere Fahrzeuge, mehr techn. Fehler, mehr Gewicht und Energieverbrauch.

    Das Problem ist der Mensch. Und auch hier ist die Ausbildung an den Grenzen angekommen.
    Ich bin der Meinung, dass höchstens 30 % der Menschen noch ausbildungsfähig wären, ihren Lebensmittelbedarf mit Pfeil und Bogen sicherzustellen.

    ..... die Wenigsten sind inzwischen in der Lage auch nur ansatzweise das Fahrzeug zu verstehen und zu beherrrschen, welches sie fahren!

    Das Chaos hier wird zunehmen, linear zum Verkehr!

    Der Mensch, das Individium, entfernt sich immer mehr davon, sich im Rudel frei bewegen zu können.

    .... meine Meinung!

    Und solange nutze ich die Zeit, in der wir noch fahren dürfen - wie wir es einmal gelernt haben. Ich dicht auffahren kann, wenn ich will und kein Fahrassistent mich ausbremst, ich meine Maschine anmache - am Anlasserknopf - und nicht wenn ich mich Ihr mit einem Chip im Ohr näher, im Stau an den Fahrzeugen vorbeischlängeln kann und kein Satelit die Zündung unterbricht, .....

    ...... und diese Freiheit können schon unsere Kinder nicht mehr genießen. Wenn ich nur an die gedrosselten 125-er denke. Man, haben wir damals unsere Geräte frisiert, dass war ein Spass, eine Erfahrung und eine Gaudi.
    Wenn heute ein Jugendlicher über einen Waldweg fährt, wird er gleich mit dem Polizeihubschrauber verfolgt .... (extrem ausgedrückt!).

    Gruß Kardanfan

  5. Registriert seit
    18.05.2010
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    114

    Standard

    #5
    Ich möchte an dieser Stelle nicht die Diskussion eröffnen, ob es die Zwei- oder Vierräder sind, welche eine Vielzahl der Unfäller verursachen. ABER:

    Ein nicht unerheblicher Anteil der Unfälle mit Zweiradbeteiligung werden durch Autofahrer verursacht. Anstatt also den Zweradfahrern ständig neue Auflagen zu machen und die Anforderungen im Rahmen der Führerscheinausbildung ins Unermessliche zu steigern, sollte vielleicht auch über Verbesserungen bei der Ausbildung der Autofahrer nachgedacht werden.

    Bspw. kann ich mir vorstellen, dass einige Pflichtstunden auf dem Motorrad (oder Leichtkraftrad) schon enorm das Verständnis steigern. Auch würde es m.M. nach helfen, wenn die Medien einmal das Thema Zweirad nicht nur aus dem Blickwinkel 'verantwortungslose Raser', sondern auch einmal aus dem Blickwinkel 'Opfer' beleuchten würden. Insbesondere die Öffentlich-Rechtlichen haben hier einen eindeutigen Bildungsauftrag, dem sie meist nur einseitig nachkommen.

    Ach ja, ABS etc.sind echt gut - ich würde persönlich nicht mehr ohne fahren - aber es hilft halt nur beschränkt, wenn einem die Vorfahrt genommen wird oder man beim Überholen abgedrängt wird.

  6. Registriert seit
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    563

    Standard

    #6
    Auf ein Verbot oder Gebot folgt das nächste Gebot oder "Beachtungsregel".
    Warum soll uns immer was Neues aufgezwungen werden???
    Es reichen doch schon die vielen, vielen Gebote, weiße Straßenlinien oder auch Ampel und Verkehrsschilder!!! Was soll noch alles kommen???

    Wir haben schon viel zu viele davon. Schaffe alles ab und es regelt sich von selbst. Schau mal nach Indien , die brauchen davon gar nix

    Armes Deutschland!

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    wenn ich das schon wieder lese ...

    sicherheit hier, sicherheit da.
    wer mehr sicherheit will, der soll halt die finger vom motorrad lassen.
    was heutzutage an sicherheitstechnik beim zweirad käuflich ist, reicht doch schon dafür, dass jedes nasse handtuch auf dem fahrersitz ein motorrad leidlich sicher bewegen kann. wenn das noch nicht reicht, dann muss derjenige halt mit bus oder bahn fahren. ist sowohl für denjenigen selbst, als auch für die anderen verkehrsteilnehmer sehr entspannend.

    und dann wieder die geschichte mit den autofahrern, die angeblich die vielen unfälle verursachen ...
    niemand ist gezwunden sich auf ein motorrad zu setzen und sich der gefahr durch autofahrer auszusetzen.
    warum muss man sich immer am DAU orientieren wenn es doch so viel einfacher wäre, wenn der DAU briefmarken sammelte.


    und wer trotzdem motorradfahren will, der weiss auch welches risiko er damit eingeht.

    beware of the "bikers" ...

  8. Registriert seit
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    Standard

    #8
    Zitat Zitat von Eifel_Baer Beitrag anzeigen
    Um die Möglichkeiten zur Geschwindigkeitsüberwachung auch bei motorisierten Krafträdern effektiver zu gestalten, sollte die Einführung identifizierender smart tags an Krafträdern vorbereitet werden.
    Helft mir mal bitte.
    Was ist das??

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    #9
    Zitat Zitat von Doro Beitrag anzeigen
    Helft mir mal bitte.
    Was ist das??

    ultraflache Transponder (schau mal bei RFID nach)



    Hallo, schöne Grüße von George Orwell soll ich bestellen.....


    wobei, eine neue zusätzliche Vorschrift geht immer noch rein........

  10. Registriert seit
    30.08.2007
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    Standard

    #10
    Zitat Zitat von apfelrudi Beitrag anzeigen
    ultraflache Transponder (schau mal bei RFID nach)



    Hallo, schöne Grüße von George Orwell soll ich bestellen.....


    wobei, eine neue zusätzliche Vorschrift geht immer noch rein........
    Aha, na wenn es meiner Sicherheit dienen soll
    Dann wäre ich ja mit Warnweste und Zeinehmer, auch ohne Rennstrecke optimal versorgt
    OK und Bitumenflickerei und Schlaglöcher auf den Straßen werden dann auch sofort nebensächlich und völlig ungefährlich.
    Ich glaub ich habs verstanden........


 
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