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Solo oder Gruppe

Erstellt von 0309k, 28.12.2015, 10:41 Uhr · 136 Antworten · 15.442 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Solo oder Gruppe

    #1
    In meinen bisherigen Motorradjahren bin ich oft in der Gruppe gefahren, tendiere aber inzwischen immer mehr zu Zweier- oder Solotouren. Höchstens fahre ich noch mit Leuten, die ich sehr gut kenne.
    Meine Erlebnisse bei den Gruppenfahrten reduzieren die Vorteile der Gruppe auf die Gemeinsamkeit und die Unterhaltung bei den Stopps und am Abend beim Bier.

    Doch da gehts nun auch schon mit den Nachteilen los.

    Um so größer die Gruppe, um so mehr Stopps. Pinkeln, Trinken, Fotografieren, Tanken, Essen, Kaffee...... Was Manchen so alles einfällt, was sie vor einer halben Stunde noch nicht wussten! Ätzend sowas!

    Sicher geht es morgens immer zu spät los, weil einer nicht fertig ist. Fehlende Handschuhe oder Halstuch, Zimmer noch nicht bezahlt, Navi ist noch im Zimmer. Wenn dann auch noch der Satz kommt:"Können wir am Geldautomaten anhalten, ich muss noch was abheben?", dann bin ich früh schon bedient.

    Garantiert ist immer Einer dabei, der fährt in der Gruppenmitte oder weit vorne und hält riesigen Abstand, weil er Angst hat aufzufahren. Er hat damit wohl seinen persönlichen Sicherheitsabstand gefunden, doch für eine Gruppe ist das der Gau.

    Ebenfalls nervtötend bei Gruppenfahrten. Beim Überholen gibts immer Einen der fährt rechts bis an das zu überholende Fahrzeug ran, passt seine Geschwindigkeit an und schaut erst dann hin- und hereiernd, noch dazu im falschen Gang, ob frei, ist. Das der hinter ihm fahrende der Gruppe die linke Spur längst nach hinten frei hält, merkt er dabei gar nicht vor lauter Beschäftigung mit seinem Moped. Dann endlich begreift er, zieht raus und versucht im sechsten Gang zu überholen. Leider schafft er es nicht und muss abbrechen... mit allen Folgen für die hinteren Fahrer.

    Einmal fuhren wir in 8er-Gruppe auf eine Fußgängerampel in einem Dorf zu. Ich als Siebter. Ein ältere Frau steht an der Ampel und will rüber. Die ersten beiden unserer Gruppe fahren bei grün, zwei weitere bei gelb, Nun ist es rot und die ältere Frau macht keine Anstalten, auf die Strasse zu gehen, da sie unsere Gruppe als solche erkennt und wartet. Trotzdem bremst der fünfte stark ab und prommpt fährt der sechste auf. Vorbei an den Beiden komme ich als Siebter nicht, da auf der anderen Seite Autos an der Ampel stehen. Gott sei Dank fuhr hinter mir ein Erfahrener, der die Situation ebenfalls schon vorher erahnt hatte und wir konnten beide rechtzeitig anhalten, ohne aufeinander zu fahren, was sofort meine größte Befürchtung war. Versetztes Fahren hätte der fünf und sechs geholfen, oder einfach bei Rot durch, so wie ich es für solche Fälle gelernt habe.
    War nicht so schlimm bei den beiden voraus. Kein Personenschaden aber etwa 500,- € Blech.

    Insgesamt meine ich, bergen Gruppenfahrten sehr viel mehr zusätzliche Gefahren. Einzig die gegenseitige Hilfe bei Unfällen oder technischen Defekten sprechen noch für die Gruppe.

    Was meint Ihr dazu und welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

    Grüße

    Hans

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    In größeren Gruppen bin ich vor Jahren zuletzt gefahren und es ist mir ein Gräuel. Ansonsten hilft nur, eine klare Linie mit Verhaltensweisen vorzugeben und wer sich nicht daran hält und entsprechende fahrerische Fähigkeiten mitbringt, ist eben raus.

    Im Übrigen ist eine rote Ampel eine rote Ampel! Egal, ob Omi über die Straße geht oder lieber Löcher in die Luft starrt.

  3. Registriert seit
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    #3
    Zitat Zitat von 0309k Beitrag anzeigen
    Was meint Ihr dazu und welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
    Ich habe schon sehr gute, aber auch schon schlechte Erfahrungen mit Gruppenfahrten gemacht.
    Man könnte jetzt vieles aufzählen was nicht passen kann:
    Tempo, Überhollaune, Pausenbedürfnis, wann fährt man morgens los, welche Strecken, usw.

    Ich finde den Mix gut. Ich fahre gerne in Gruppen weg und auch in Urlaube.

    Aber ich fahre auch sehr gerne alleine. Dann muss ich auf niemanden Rücksicht nehmen, sondern fahre alleine meinen Stiefel, kann anhalten und Photos machen wann ich will und mache Pause wie ich will. Das macht auch Spaß. Und man ist abends viel offener mal mit fremden Menschen ein Gespräch anzufangen. Das sind oft auch interessante Bekanntschaften.

    Für 2016 plane ich eine 3 Wochen Tour durch Deutschland Tour nur für mich. War schon lange nicht mehr alleine in einem längeren Urlaub, Darauf freue ich mich schon.

    Was ich damit sagen will:
    Alles hat Vor- aber auch Nachteile. Darum macht es bei mir der Mix aus.


    Gruß
    Jochen

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    #4
    Unsere Truppe besteht seit einigen Jahren (10 Leutchen). Da ist sowohl vom Alter (Ende 20 bis über 60) und von dem Marken ( BMW, Yamaha/ R1, Suzuki" GSX 100, Ducati ...) alles vertreten. Hier und da waren auch andere dabei, die dann aber merkten, dass sie nicht zu uns passen .
    Wir fanden uns durch Zufall durch ein Forum im Intranet.
    Es sind keine Spinner dabei, sozial passt alles. Was aber wichtiger ist: Wir fahren in einer Liga und das am liebsten zügig.
    Im Vordergrund steht das Fahren. Da will keiner Fotos machen oder "Gegend gucken".
    Wir haben einen Emailverteiler. Wer Lust hat, schreibt. Dann ist man zu zweit oder auch mal mit 7 Leuten.
    Alle bekommen wir für eine Tour selten zusammen.
    Vielleicht hatten wir auch nur Glück, dass wir uns gefunden haben. Jedenfalls sind wir ein eingespieltes Team.

  5. Registriert seit
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    #5
    Schön geschrieben und ich teile Deine Meinung!

    Manchmal ergibt es sich, dass wir zu dritt oder viert unterwegs sind, aber das ist für mich die Grenze.
    Größere Gruppen meide ich mittlerweile, aus den hier so schön beschriebenen Gründen.

    Weil meine bessere Hälfte auch selber fährt, sind wir natürlich auch oft zusammen unterwegs. Das passt auch und wenn sich dann noch ein befreundetes Paar anschließt, ist das auch noch ok. Aber man merkt dann sofort, dass man doch deutlich weniger Strecke schafft.

    Ich bin auch schon immer gerne allein unterwegs gewesen. Dann kann ich Tempo, Fahrstiel und Pausen nach meinen eigenen Bedürfnissen und Tagesform bestimmen. Kein Blick in den Spiegel, ob noch alle da sind usw.

    Gruß aus Westfalen

  6. Registriert seit
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    #6
    Hallo
    mit solchen Leuten würde ich auch nicht fahren die einfach bei einer roten Ampel stehenbleiben.....
    Zu 2. oder zu 3. fahre ich gerne.
    Mehr mag ich auch nicht so gerne.
    Vor allem ist man bei Übernachtungen immer im Nachteil weil alles für 2 Leute ausgelegt ist.
    Gruß Jürgen

  7. Registriert seit
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    #7
    Hallo Hans,

    ich habe solche (leider negativen) Erfahrungen noch nicht machen müssen.
    Ich halte aber Gruppen von 8 Fahrern für deutlich zu gross. Ich fahre maximal mit 4 Leuten. man sollte auch darauf achten, daß man deren Fahrstil kennt. Mich nervt z.B. ein in der Kurve immer wieder Aufleuchtendes Bremslicht kolossal (bei den Leuten, mit denen ich fahre, kenne ich den Fahrstil genau; wenn da jemand mitten in der Kurve bremst, ist da wirklich etwas im Argen (z.B. Dreck, Hindernis, zuziehende Kurve).
    Gerade bei roten Ampeln sollte man so Fahren, dass alle rüberkommen, oder vorher verabreden, dass hinter der Kreuzung gewartet wird.
    Ich bin mal mit einem mir fremden Fahrer gefahren. Da ist mir was übles passiert:
    Auf einer engen, unübersichtlichen Strecke, hat er (vorausfahrend) festgestellt, daß wir falsch fuhren.
    Anstatt einfach anzuhalten, hat er den Stachel ordentlich reingehauen, so daß der Zweite gerade noch neben ihm zum stehen kam.
    Ich (als Dritter) träume gerade vor mich hin und genoss die Gegend. Als ich die beiden nebeneinander stehen sah, hatte ich nicht mal mehr die Zeit zu bremsen (rechts und links war kein Platz). Ergebnis: eine Menge Material hin und ein Muskelriss in der Wade beim Vorausfahrer. War letztlich aber meine Schuld (zuwenig Sicherheitsabstand).

  8. Registriert seit
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    #8
    Hallo,
    ich fahre meistens mit meiner Frau oder meinem Sohn. Das passt sehr gut.
    Ich hasse das auch, wenn man einen Zeitpunkt zur Abfahrt ausmacht und danach noch einige tanken müssen, Geld holen müssen, etc.
    Wenn Abfahrt ist, ist Abfahrt. Nach meiner Meinung ist es unhöflich und frech seine Bekannten warten zu lassen.
    Dieses Jahr waren wir mit 3 Pärchen in den Dolomiten. Alles Selbstfahrer/rinnen. Das hat unerwartet gut funktioniert. Wir mussten nur auf ein Pärchen öfter warten/pausieren, damit sie ihre Rauchopfer bringen konnten.
    Mit Pünktlichkeit, Rücksicht und entsprechender Vorbereitung kann man auch mit einer größeren Gruppe fahren.
    Mit bis zu 4 Motorrädern kann man auch noch als Gruppe zügig unterwegs sein. Danach wird es mit jedem Motorrad zusätzlich langsamer.
    Gruß wuli

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Lediglich an Karfreitag fahr ich mal in 'ner „Gruppe". Ansonsten reicht mir meine bSvA völlig als Begleitung aus. . .


    Stephan

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    ...................

    Im Übrigen ist eine rote Ampel eine rote Ampel! Egal, ob Omi über die Straße geht oder lieber Löcher in die Luft starrt.
    Freilich hast du Recht. Rot ist rot. Doch hier war es eine Fussgängerampel, die Frau war die einzige, die rüber wollte und durch ihr Verhalten war klar erkennbar, die Gruppe durchfahren lassen zu wollen.


 
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