Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 11

Anlasser zeigt sich launisch (keine abgefallenen Magnete): Was ist die Ursache?

Erstellt von xmds, 27.11.2015, 13:00 Uhr · 10 Antworten · 1.603 Aufrufe

  1. Registriert seit
    20.05.2013
    Beiträge
    273

    Standard Anlasser zeigt sich launisch (keine abgefallenen Magnete): Was ist die Ursache?

    #1
    Hallo Zusammen

    Habe endlich meine zweite 1150-er ADV in Betrieb genommen und hatte gleich zu Beginn ein komisches Verhalten des Anlassers. Ich muss vorausschicken das die Batterie erst 6 Monate alt ist und habe ich bezüglich Kapazität, Spannung bei 100A Belastung geprüft. Sie hing bis zur Inbetriebnahme am Ladegerät. Also voll geladen.

    Ich startete die ADV ohne jegliche Probleme und fuhr zur Tankstelle. Fertig getankt wollte ich abfahren und den Motor starten. Das ging aber nicht! Das Licht "brach" zusammen/ erlosch praktisch komplett. Der Anlasser drehte sehr langsam und nur noch knapp durch. Nur weil ich einen Hang hinunterrollen konnte und dann den Anlasser betätigte sprang die Kiste dann doch noch an.

    Ich hatte zuerst die Batterie in Verdacht aber die war ja voll. Obwohl der Anlasser keine 2 Jahre alt ist habe ich diesen demontiert und auseinander genommen weil ich dachte es wäre die alte Geschichte mit den Magneten die abfallen.

    Ist es aber nicht:
    rotor_stator.jpg
    Blau eingekreist die Halteklammern. Was mich aber verwunderte sind die Abnützungsspuren am Rotor, rot eingekreist und weiter wie das "Trennblech" aussieht:

    blech_seite_getriebe.jpg blech_seite_motor.jpg

    Ich weiss im Grunde wie ein Anlasser funktioniert, kann mir aber nicht erklären warum bzw. wie es "Abbrandspuren" (vom Kurzschluss) beim starten geben kann. Warum schleift die Wicklung überhaupt am Blech? Ich nehme an das Blech ist für die Trennung zwischen fettigem Getriebe und trockenem Motor gedacht, oder?

    Ich hatte das Problem mit dem starten nur einmal, seit da funktionierte der Anlasser immer wie er soll.

    Nur: Die Schleifspuren am Rotor (kupferfarben) verraten mir was anderes.

    Frage in die Runde:
    - Was läuft hier schief?

    - Hattet ihr das auch schon?


    Danke euch einmal mehr für weiterbringende Tips und Antworten.

    Gruss, Stefan

  2. X-Moderator
    Registriert seit
    08.11.2008
    Beiträge
    14.858

    Standard

    #2
    genau das Blech ist das Problem ... der Anlasser schiebt die Wicklung vom Rotor gegen das Blech, oder das Blech wandert,weil lose in richtung Wicklung und es entsteht ein Kurzschluss (Wicklungsschluss)... kann man ja sehen, die Wicklungen liegen ja schon offen

    entweder das Rotorspiel ausgleichen - das Blech weglassen - oder beides

    in jedem fall müßen die offen liegenden Wicklungen neu isoliert werden ... Wicklungslack soll helfen.

    2K Harz ... so würde ich das machen ... mit dem Pinsel aufgetragen so das keine Feuchtigkeit eindringen kann und keine Funkenüberschläge entstehen.

    Der Wicklung ist es egal ob sie Fett abbekommt.
    Ja das hab ich schon öfters gelesen das dieses Blech probleme macht ... genau in der Art und Weise wie es bei dir ist.

  3. Registriert seit
    22.05.2009
    Beiträge
    2.622

    Standard

    #3
    Anlasser defekt mal anders

    hatte ich auch schon.

  4. X-Moderator
    Registriert seit
    08.11.2008
    Beiträge
    14.858

    Standard

    #4
    wo ist der Fehler

    ganz einfach - die Wicklungen bestehen aus einzelnen Drähten
    da wo das Kupfer hervorschaut sind diese miteinander schlüssig - das bedeutet die Rotorwicklung ist im Eimer

    sorry

  5. Registriert seit
    20.05.2013
    Beiträge
    273

    Standard

    #5
    Hallo Zusammen

    Danke für die Tips. Irgendwie hatte ich am letzten Freitag nicht meinen Tag, sonst wäre ich wohl selber auf "Ideen" gekommen.

    Die abgeschliffene Rotowicklung sah aus wie "by Design" sprich wie wenn so gewünscht aus. Erst die Erklärungen von euch
    haben dann Klarheit gebracht. Ebenso das Blech. Das lag irgendwie so "schön" auf den Seite des Motors das ich gar nicht daran dachte das hier etwas nicht stimmen könnte.

    Wie auch immer, beides ist nun mit Araldit (2K Epoxiharz) "repariert" worden. Ich hoffe das hält noch ein bisschen, der erste Test verlief positiv.

    img_3114.jpg img_3112.jpg


    Danke nochmals und Gruss, Stefan

  6. Registriert seit
    14.07.2011
    Beiträge
    576

    Standard

    #6
    Hi Stefan
    Ich meinte die abgenudelten Magnete

    das Feldgehäuse ist aber ein anderes, oder wie hast du die (abgenudelte Kohle) wieder so schön hinbekommen?

    Gruß Edgar

  7. Registriert seit
    20.05.2013
    Beiträge
    273

    Standard

    #7
    Hallo Edgar

    Das ist ja nicht der Kollektor den man sieht (wo die Kohlen drauf laufen) sondern nur die Rotorwicklung die halt schön gleichmässig
    abgeschliffen sind wegen der Reibung am Blech.

    Ich habe lediglich Araldit auf die Wicklung gegebn damit sie isoliert und gegen Witterungseinflüsse geschützt ist.

    Gruss, Stefan

  8. X-Moderator
    Registriert seit
    08.11.2008
    Beiträge
    14.858

    Standard

    #8
    geht der Anlasser so .... ich meine die Rotorwicklung ist aus mehreren Packeten gewickelt .... da wo es abgeschliffen ist haben aber die einzelnen Drähte einen Schluß, so das ein einziger dicker Draht entsteht der entsprechend Strom aufnimmt .... eigentlich haste da nen Kurzschluß und der Wiederstand sollte unendich sein ... der kann eigentlich nicht drehen und saugt so viel Strom das ich Angst hätte die Zuleitungen zum Anlasser verglühen ....

  9. Registriert seit
    20.05.2013
    Beiträge
    273

    Standard

    #9
    Hallo Tom

    Das was Du auf den Bildern siehst sind die einzelnen, (sehr) dicken Windungen, habe mich am Anfang auch gewundert.

    Aber deswegen ist es auch kein Problem weil dort wo die Windungen offen waren es überhaupt keine Gefahr gibt das es einen Kurzschluss/ Windungsschluss geben kann. Der Widerstand wäre in dem Fall übrigens extrem tief und nicht unendlich hoch (sonst könnte ja kein Strom fliessen und es gäbe auch keinen Kurzschluss)

    Der Anlasser dreht übrigens einwandfrei (warum sollte er eben nicht) und ich denke der wird mir noch lange treue Dienste leisten.

    Danke für Deine Rückfrage!

    Gruss, Stefan

  10. Registriert seit
    07.03.2011
    Beiträge
    159

    Standard

    #10
    Hallo
    Hoffe für dich das der Epoxiharz lange durchhält was ich aber bezweifle da es schnell weggeschliffen ist.
    das Axialspiel des Rotors ist zu gross und dadurch kann er nach vorn wandern und schleift, das solltest noch korrigieren.
    Oder das Abdeckblech ist lose oder falsch montiert.


 
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 40
    Letzter Beitrag: 27.06.2013, 17:48
  2. R80 G/S - aus 1983 - was ist die Q Wert?
    Von Bebop im Forum 2 Ventiler
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 07.08.2012, 16:23
  3. lautes Tickergeräusch aus rechten Zylinder - was ist die Ursache?
    Von gsisbest im Forum R 1200 GS und R 1200 GS Adventure
    Antworten: 19
    Letzter Beitrag: 02.09.2011, 13:52
  4. Kauf einer R 80 GS, was ist zu beachten ?
    Von Michy im Forum 2 Ventiler
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 23.09.2006, 15:01
  5. 1200 u. 650, was ist %ig drin ?
    Von Uwe M. im Forum R 1200 GS und R 1200 GS Adventure
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 05.10.2004, 09:23