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GS auf Anhänger verzurren - alternative Möglichkeiten

Erstellt von Tiefflieger, 29.02.2016, 13:36 Uhr · 124 Antworten · 26.897 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #71
    Hallo,
    schon sehr interessant was so vereinzelt geschrieben wird.
    Wenn das wahr wäre, müsste man ja auf einem LKW eine Last von 30t mit 900 tonnen verzurren. Klingt irre.
    Wer sich etwas mit Ladungssicherung beschäftigt weiss, dass man nach vorne mit der 0,8fachen Gewichtskraft absichern muss. Bei einem Moped mit 250kg sind das gerade mal 200kg. Ab besten mir Formschluss durch den Radhaltebügel und damit ist nach vorne alles gut. Zur Seite und nach hinten mit der 0,5fachen Gewichtskraft also je 125kg.

    Gummi auf Holz bzw. Stahl besitzt eine Reibbeiwert von ca. 0,3, bei Radführungsschienen ist auch hier ein Formschluss vorhanden. Die größte seitliche Gefahr wäre noch das Umkippen des Mopeds. Nur das muss dann noch gesichert sein.
    Am Besten mit Direktzurren, da muss keine Spannkraft aufgewendet werden sondern nur gegen das Kippen gesichert sein.
    Nun, meine spanne ich hinten so ca. in den halben Federweg, und vorne zurre ich sie über den Lenkkopf auch ca. den halben Federweg(ich mag es nicht, wenn sich das Moped im Rückspiegel bewegt). Wie auf dem Foto(siehe meinen letzten Beitrag) zu sehen ist, habe ich mir einen Kantenschutz gebastelt der die 4 Schrauben auf der Lenkerklemmung abdeckt.
    Natürlich geht es auch anders aber ich mache es eben so und fühle mich gut dabei.
    Gruß Grisuknipser

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    #72
    Zitat Zitat von grisuknipser Beitrag anzeigen
    Hallo,
    schon sehr interessant was so vereinzelt geschrieben wird.
    Wenn das wahr wäre, müsste man ja auf einem LKW eine Last von 30t mit 900 tonnen verzurren. Klingt irre.
    Hallo, ist gar nicht so irre:

    Hier laufen zwei Diskussionsfäden parallel:

    -die Startfrage nach evtl. Sicherung über die Hinterrad-Hohlachse ist in eine Diskussion über Sicherung allgemein abgewandert. Die Ladungssicherung soll die normalen Fahrbedingungen abdecken, wie ein Teilnehmer bereits geschrieben hat, wird bei einer Vollbremsung 1 g erzeugt, und das sollte die normale Ladungssicherung auch halten können.

    -es gab Meinungen, man müsse das Motorrad auch für einen Unfall sichern. NUR in diesem Zusammenhang wurden die 30-fachen Kräfte bei einem Aufprall mit 50 km/h erwähnt, gerade als Beleg für die Unmöglichkeit diese Absicherung durchzuführen. Das geht eben nicht.


    Daher muss natürlich eine LKW-Ladung von 30 t nicht mit 900 t abgesichert werden (obwohl sie bei einem Aufprall mit 50 km/h genau diese Werte erreicht- das ist dann eben so und nicht abzuwenden)

    Viele Grüsse

    FlyingSalamander

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    #73
    Zitat Zitat von FlyingSalamander Beitrag anzeigen
    ...
    Hier laufen zwei Diskussionsfäden parallel:

    ...
    -es gab Meinungen, man müsse das Motorrad auch für einen Unfall sichern. NUR in diesem Zusammenhang wurden die 30-fachen Kräfte bei einem Aufprall mit 50 km/h erwähnt, gerade als Beleg für die Unmöglichkeit diese Absicherung durchzuführen. Das geht eben nicht.


    Daher muss natürlich eine LKW-Ladung von 30 t nicht mit 900 t abgesichert werden (obwohl sie bei einem Aufprall mit 50 km/h genau diese Werte erreicht- das ist dann eben so und nicht abzuwenden)

    ...
    Weil es mich selber auch irgendwie weiter interessiert hat und weil ich öfters mit Anhängern rum fahre ...

    In einem Physik-Forum ist das relativ einfach erklärt / berechnet. Die beim Aufprall entstehende Kraft ist u.a. von der Zeit abhängig, in welcher der bewegte Körper zum Stillstand kommt. Je kürzer die Zeit, desto höher die dabei entstehende Kraft. Ist die Zeit 0 (was praktisch nicht geht), so ist die Kraft unendlich hoch!

    Genau deshalb wird in der Autoindustrie auch so viel Aufwand in die Entwicklung effektiver Knautschzonen gesteckt, um die Zeit zu verlängern, denn dadurch lassen sich die beim Aufprall entstehenden Kräfte sehr effektiv verkleinern.

    Und für mich selber: ein wenig mehr Aufwand beim Verzurren von Ladung schadet wohl nicht, denn dann übersteht die GS oder dass Boot nicht nur eine Fahrt sicher, sondern vielleicht auch einen leichten Aufprall.

  4. Registriert seit
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    #74
    Kurz noch mal was zur Erklärung. Es gibt zwei Gründe warum man ein Motorrad in die Federn ziehen sollte. Einmal will man damit verhindern, das sich ungesicherte Gurte beim einfedern aushängen, zum anderen will man vermeiden dass sich Schwingungen vom Motorrad auf den Anhänger übertragen.

    Lezteres halte ich für vernachlässigbar,da sind Billiganhänger aus dem Baumarkt gefährlicher. Gurte welche nicht gegen aushängen gesichert sind, haben beim Fahrzeugtransport aus meiner Sicht nix zu suchen.

    Da ich regelmäßig Motorräder transportiere, kann ich bei der GS die untere Gabelbrücke nur empfehlen. In Verbindung mit einer vernünftigen Wippe steht das Moped bombenfest. Durch das in die Federn ziehen hinten ist die Federmöglichkeit relativ eingeschränkt.

    Verzurren über die Räder hat den Nachteil dass das Moped nicht ausreichen gegen seitliches kippen gesichert ist

  5. Registriert seit
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    #75
    Zitat Zitat von winnie59 Beitrag anzeigen
    ...
    Da ich regelmäßig Motorräder transportiere, kann ich bei der GS die untere Gabelbrücke nur empfehlen. In Verbindung mit einer vernünftigen Wippe steht das Moped bombenfest. Durch das in die Federn ziehen hinten ist die Federmöglichkeit relativ eingeschränkt.
    ...
    mir gefällt es nicht so gut, das mopped nur hinten in die federn zu ziehen und vorne voll ausfedern zu lassen.
    zudem gefallen mir die hintern rasten als aufnahmepunkt nicht so recht.

    ich bevorzuge vorne die radwippe mit gurt an der unteren gabelbrücke, schlage die hinteren gurte aber näher an der fahrzeugmitte an und ziehe dort mit 2000daN-gurten, doppelt gelegt, das mopped nach schräg hinten in die federn. dabei federt auch die gabel etwas mit ein.


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    #76
    Zitat Zitat von winnie59 Beitrag anzeigen
    Kurz noch mal was zur Erklärung. Es gibt zwei Gründe warum man ein Motorrad in die Federn ziehen sollte. Einmal will man damit verhindern, das sich ungesicherte Gurte beim einfedern aushängen, ..........
    auch sollte man beachten wenn sich lockere Gurte wieder straffen kommen starke Kräfte auf die Gurte und auf die Bauteile vom Moto.
    Ich habe schon einmal gesehen das einer die Gurte am Lenker befestigt hatte und durch das auf und abschaukeln hats dann den Lenker verbogen. Außerdem kann das Moto seitlich wegrutschen wenn es nicht in einer richigen Schiene steht. Dann liegt die Mühle auf dem Hänger

    Also besser in die Federn ziehen. Da macht man auch nix kaputt wie manch einer schon geglaubt hat.

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    #77
    Hallo zusammen,
    möchte euch bei der regen Diskussion nicht unterbrechen, aber hätte nochmal eine Frage.

    Müssen Halterungen bzw. Aufnahmen für die Ladung bzw. zur Ladungssicherung einer Prüfung unterzogen werden?

    Ich frage, da weder die Vorderradwippen, noch der Tyre Fix über ein GS-Zeichen oder über sonstige Prüfbestätigugen verfügen. Trotzdem werden sie von vielen Usern genutzt und dies scheinbar auch ohne Probleme mit dem Freund und Helfer. Auch auf diversen LKWs sieht man selbstgebaute Konstruktionen um Blechcoils, Brammen und andere Ladung aufzunehmen.

    Vielen Dank im Voraus.

    Gruß
    Benny

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    #78
    Zitat Zitat von Werner-R80 Beitrag anzeigen
    Außerdem kann das Moto seitlich wegrutschen wenn es nicht in einer richigen Schiene steht. Dann liegt die Mühle auf dem Hänger
    .
    Hallo
    ist alles nur Kopfkino, wer jemals versucht hat, ein abgespanntes MR auch nur 1 mm zur Seite zu bewegen,
    der weiß was ich meine.
    Gruß

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    #79
    radwippe, vorne und hinten in die federn ziehen (nicht zu stark) und gut ist. man könnte auch mit dem tyre fix ansatt mit den gurten hinten abspannen funktioniert bestens, da verutsch auch nix.

    man sollte nicht immer aus allem eine Wissenschaft machen.

    eine vorderradwippe bedarf es keiner Prüfung, spanngurte die ich mehrmals zum verzurren einsetzte jedoch schon.

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    #80
    Zitat Zitat von juekl Beitrag anzeigen
    Hallo
    ist alles nur Kopfkino, wer jemals versucht hat, ein abgespanntes MR auch nur 1 mm zur Seite zu bewegen,
    der weiß was ich meine.
    Gruß
    hab ich schon gesehen ....... da war das Moto nicht in die Federn gezogen und der nasse Holzboden vom Anhänger war so rutschig dass das Moto (mit dem ständigen auf und ab wegen den Bodenwellen auf der AB) weggerutscht ist. Das ist dann auf die Bordwand geflogen und die Verkleidung hatte dann Risse.


 
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