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Welches ist Euer Lieblings-Fahr-Modus

Erstellt von SU26, 26.05.2014, 21:28 Uhr · 172 Antworten · 31.779 Aufrufe

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    #31
    Mein Tipp "ENDURO"

  2. cug
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    #32
    Bei mir ist es 99% Road. Regnen tut es hier nicht.

  3. X-Moderator
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    #33
    Zitat Zitat von cug Beitrag anzeigen
    Bei mir ist es 99% Road. Regnen tut es hier nicht.
    Gemein

    Gibts dann bei dir stattdessen einen Earthquake-Modus?

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    #34
    Zitat Zitat von cug Beitrag anzeigen
    Bei mir ist es 99% Road. Regnen tut es hier nicht.

    Hatte es einen Einfluß auf den Preis?

    Könntest Du den überflüssigen Modus nicht nach Bangladesh verkaufen.

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    #35
    Normale Landstraße alles im Road, finde ich einfach am gemütlichsten, alles mit Mehr Kurven im Dynamic und sonst halt wenns regnet rain, und abseits der straße Enduro, finde die Modus alle sehr gut gelungen.

  6. cug
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    #36
    Zitat Zitat von monochrom Beitrag anzeigen
    Gibts dann bei dir stattdessen einen Earthquake-Modus?
    Enduro Pro.

    Mir wäre es lieber, wenn es im Winter mehr geregnet hätte - dann hätten wir jetzt keinen Wassermangel. Ich kann damit leben, ein paar Wochen(enden) im Jahr nicht zu fahren, wenn es hier zu sehr schüttet. Die "ist mir doch egal was für ein Wetter"-Haltung habe nach fünf Jahren in Kalifornien aufgegeben. Mich stört Regen nicht sonderlich, wenn er mich auf einer Tour erwischt, aber eine Ausfahrt für einen Tag oder WE verschiebe ich, wenn das Wetter schlecht ist. Ist ja nicht so wie in D, wo ich gar nicht zum Fahren gekommen wäre, wenn ich mich darum gekümmert hätte ...

    Zitat Zitat von GSAFAN Beitrag anzeigen
    Hatte es einen Einfluß auf den Preis?

    Könntest Du den überflüssigen Modus nicht nach Bangladesh verkaufen.
    Na, ich behalte die Mal. Man kann ja nie wissen ob es nicht doch mal regnet, wenn ich unterwegs bin. Bin in den 5 Jahren hier nur einmal ca. 20 Minuten in leichtem Nieselregen gefahren. Und ich fahre oft, das ganze Jahr über. Aber wenn man eine Tour in den Rest des Landes plant, sieht das etwas anders aus. Nächstes Jahr wollen wir an der Küste hoch nach Seattle fahren. Da ist die Chance für Regen deutlich höher.

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    #37
    Also ich kann mich mit den Fahr-Modi nur schlecht anfreunden – und sehe neben einiger Kritik mitunter auch massive Sicherheitsbedenken ab.

    Denn die nicht auf die jeweilig besonderen Eigenheiten der Motormechanik abgestimmte Elektronik macht die potentiellen Vorteile der Modi in vielen Belangen völlig zunichte – und auch zum Teil gefahrenträchtig unberechenbar in Grenzbereichen. Überdies sind wegen der Abstimmungsunterschiede LC zu LC nur leidlich vergleichbar. Man kann da richtig Glück haben und eine Maschine erwischen, bei der es ab Werk richtig begeistert – aber man kann auch ein Ding erwischen, dass einem bestenfalls nur recht unausgewogen vorkommt; schlechtestenfalls kanns aber auch richtig schlimm enden.

    Nach dem Fahren unterschiedlicher LCs kann ich jedenfalls die teils sehr verschiedenen Auswirkungen auf die Maschinen attestieren. Irgendwie vermitteln sie – so zumindest auf meine Fahrpraxis bezogen – allesamt einen überraschend unterschiedlichen, teils auch unausgewogen und sogar verfälschenden bzw. befremdenden Charakter des Motorrades. Ich würde sogar so weit gehen, dass diese Modi mit den jeweiligen Serienstreuungen der Maschinen außerordentliche Probleme bereiten bzw. sie sogar erst schaffen. Nicht von ungefähr haben einige FahrerInnen auch den Eindruck, es mit einem teils unstimmigen und manchmal sogar unberechenbaren Motorrad zu tun zu haben. Denn Elektronik und Motormechanik arbeiten nicht selten sogar gegeneinander an…

    Mir fehlt dagegen gewissermaßen das Unverfälschte und unmittelbar vom Fahrer selbst stichhaltig beeinflussbare: eben am Gas drehen – und ab geht die Post… oder eben nicht! Aber doch genau so, wie man es selber kann, beherrscht – und wie es das Motorrad stringent und berechenbar vorgibt. Das gleiche gilt für das Fahrwerk: eben in die Kurve legen – und das, was geschieht, ist immer einzuschätzen, weil die Maschine stringent ihren Charakter hat! Aber den hat sie eben mitunter nicht... Zumindest gibt es augenscheinlich solche Ausreißer in der Serienstreueung.

    Indes wird mein Eindruck auch von Tunern bestätigt, die mit dem individuellen Eingriff in die Elektronik auch erst eine ausgewogene Abstimmung des Motors erreichen. So bin ich nach Eigentests auch davon überzeugt, dass selbst Wenigfahrende den teils eklatanten Unterschied feststellen und goutieren würden, wenn sie einen entsprechenden Vergleich hätten; und vielleicht auch anhand eines Bikes, das zu den Negativ-Beispielen zu zählen wäre, dann den positiven Effekt erfahren könnten.

    Letztlich bleiben die Modi damit zunächst einmal ein ehrenwerter Versuch BMWs, unterschiedliche Fahr-Scenarien und Fahrertypen mit Abstimmungen zu versorgen – während sie die eigenen Bemühungen zugleich wieder völlig unnötig selber sabotieren. Denn wenn man mal erlebt hat, wie wenig aufwändig es im Grunde ist, einen Motor hinsichtlich der Zusammenarbeit von Elektronik und Mechanik auf dem Prüfstand abzustimmen, da fragt man sich doch: warum erledigt das nicht BMW individuell für die Kundschaft, die doch in der Regel überdies eine sehr treue und auch zahlungsfreudige ist. Einfach nur eine Software aufspielen und nach viel zu ungenauen Rahmendaten noch korrigieren, ist zu wenig bei diesem Motorrad. Wohlgemerkt: einem Motorrad, das restlos begeistern kann, wenn die Abstimmung (auch ab Werk) bereits stimmt. Aber es gibt doch augenscheinlich Ausreißer...

    Als Resümee bleibt mir dann abschließend noch: Guter Ansatz – aber in wichtigen Teilen versägt von BMW. Und tatsächlich halte ich es sogar für ein enormes Sicherheitsrisiko, was sich da BMW leistet.

    Denn das teils unberechenbare Fahrverhalten wird zwar von den elektr. Helferlein sehr gut retouchiert. Aber viele unerfahrene FahrerInnen geraten darüber allzu häufig unnötig in Grenzbereiche, die sie als solche kaum oder erst zu spät wahrnehmen werden. Sie überschätzen sich. Ja, sie verlassen sich dabei sogar allzu sehr auf ein Motorrad, dass recht lange außerordentliche Sicherheit vermitteln wird – während Grenzbereiche aber längst erreicht sind, aber als solche nicht wahrgenommen und darum auch schnell mal überdehnt sein werden. Ich bin mir absolut sicher, dass darüber noch Unfälle zu beklagen sein werden, die als solche aber nicht (weil man es nicht ermitteln und zurückführen wird) auf diese Gefährdungen zurückgeführt werden; und sich viele FahrerInnen darüber auch sonst keine Gedanken machen, solange sie selber den Eindruck haben, dass die Karre gut läuft und ihre eigenen Fahrfertigkeiten gut zu sein scheinen (auch wenn es die Elektronik ist, die da Fehler häufig ausbügelt...).

    Ein Typ, mit dem ich übergefahren bin und der bald an einer längeren Tour teilnehmen wollte, hat indes aus keinem anderen Grund bereits Abstand von seiner LC genommen, wir er mit sagte. Er wird für die Tour jetzt eine der letzten Adv. nehmen, die z.B. noch mit einem konventionellen Gasseilzug ausgerüstet ist. Warum? Ihm war vor zwei Wochen mal die LC losgegangen, obwohl er garnicht am Gas gedreht hatte, wie er meinte...

    Auch gab es bei ihm einige Probleme mit der Abstimmung, wenn er allgemein aufgedreht hat. So nach dem Motto: alles oder nichts, egal welcher Fahr-Modus übrigens! Sein Vertrauen war da jedenfalls ordentlich erschüttert, wie er meinte. Und da ich an jenem Tag nur wenige Meter hinter ihm hergegurkt bin und diesen Spuk mitangesehen habe, war ich zumindest doch überrascht.

    Wir standen jedenfalls später zusammen und überlegten noch: was wäre gewesen, wenn er die Fuhre nicht zum Halten gebracht hätte oder der Spuk in einer Kurve losgegangen wäre? Was hätte man sich von außen darüber Gedanken gemacht? Hätte man sich allgemein dann zusammengereimt: Na, da hat er eben wohl mal zu heftig selber am Gas gedreht, hat sich überschätzt und sich dann eben mal lang gemacht?!? Aber wer hat da wirklich am Gas gedrecht? Er – oder die Elektronik? Oder hatte er einen Modus falsch eingeschätzt und seine eigene Fahrweise nicht angepasst? Ich hätte es von hinten nicht einschätzen können...

    Der Spuk dauerte jedenfalls etwa eine halbe Stunde. Ob das an Nässe in der Elektronik oder sonst irgend etwas lag?!? Ist ja auch egal. Es war grundsätzlich in jedem Fall lebensgefährlich und zeigte mir persönlich sehr klar, wie das Zusammenspiel von Mensch und Elektronik auf einem Motorrad doch noch um einiges beachtenswerter ist, als es im Vergleich bei Autos der Fall ist. Und es begann wohl damit, dass im Road-Modus plötzlich bei jeder Bewegung am Gas gleich mal soviel Power freigelegt wurde, als hätte man voll aufgedreht, so berichetete er. Immer nur kurz. Dann wurde wieder eingeregelt. Dann fühlte es sich wohl zunächst wieder 'spontan' an, also die Maschine hing gut am Gas – um aber wieder gleich loszubrechen... Unberechenbar jedenfalls und während der Schübe auch nicht stringent kontrollierbar. Er musste dann den Gang rausnehmen und bremste die Fuhre ab. Ich hörte derweil hinter ihm fahrend, wie der Motor aufdrehte... War schon kurios.

    Nun ja, Gasseilzüge lassen sich indes bei solchen Problemen unkompliziert überprüfen und auch auswechseln (besonders auf Tour), während die Elektronik einem da kaum eine Chance ließe und 'Modi' es auch nicht berechenbarer machen würden; auch nicht, wie man sich selber als FahrerIn darauf einstellt (oder es eben nicht vermag, Eigenheiten nur unterschiedlicher Modi korrekt angesichts persönlicher Grenzbereiche einzuschätzen).

    Aber so ist das dann aber wohl eben, auch wenn man Early-Adopter ist... Und wollen wir mal hoffen, dass BMW potentielle Probleme und auch allgemeine Abstimmungen in den Griff kriegt. Ich habe jedenfalls sonst noch nichts von ähnlich problematischen Ausfallern mitbekommen. Bislang war ich ja zumindest mit meiner eigenen Adv. auch außerordentlich zufrieden. Nur würden mir persönlich tatsächlich ganze zwei Modi reichen: ein unverfälschter, geradliniger - und Rain, den ich als bislang sehr angenehm bei entsprechendem Wetter im Alltag erfahren habe; vor allem Sozia reagieren da sehr beruhigt... Statt vieler Motor-Modi wären mit eindeutige Fahrwerks-Modi, die überdies noch feinjustiberbar sein dürften, davon abgekoppelt noch deutlich lieber... Aber das ist angesichts der Qualität der Karre auch schon wieder 'Jammern auf hohem Niveau'.

    So oder so: allseits gute Fahrt Euch allen! Ich selber habe heute meinen ersten Urlaubstag, mache heute etwas länger und bin bereits am Packen... Am Wochenende geht es dann los. Steppe, freundliche Menschen und hoffentlich gut laufende Technik... Ich bin zuversichtlich.

  8. cug
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    #38
    Interessanter Beitrag, regnet es wieder in D?

    Im Großen und Ganzen stimme ich Dir zu. Was mich an den Fahr-Modi irritiert, ist die Tatsache, dass man Muskelgedächtnis limitiert. Wenn man ein neues Motorrad bekommt, muss man sich normalerweise erst einmal an die ganzen Kleinigkeiten gewöhnen. Wie greift die Bremse? Wie verhält sich der Gasgriff? Wann greifen ABS und ASC?

    Wenn man nun anfängt, das Ganze zu variieren fügt man Variablen hinzu, die das Ganze de fakto unsicherer machen. Die vielen Helferlein bügeln dann wieder aus, was man gar nicht ausbügeln müsste, wenn sich das Motorrad immer vorhersagbar verhalten würde. Ist für mich der Hauptgrund eigentlich immer in einem einzigen Modus zu fahren. Ich will keine Veränderungen haben, wenn ich sie am wenigsten gebrauchen kann - im Grenzbereich.

  9. Registriert seit
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    #39
    Zitat Zitat von Troubadix Beitrag anzeigen
    Also ich kann mich mit den Fahr-Modi nur schlecht anfreunden – und sehe neben einiger Kritik mitunter auch massive Sicherheitsbedenken ab.

    Denn die nicht auf die jeweilig besonderen Eigenheiten der Motormechanik abgestimmte Elektronik macht die potentiellen Vorteile der Modi in vielen Belangen völlig zunichte – und auch zum Teil gefahrenträchtig unberechenbar in Grenzbereichen. Überdies sind wegen der Abstimmungsunterschiede LC zu LC nur leidlich vergleichbar. Man kann da richtig Glück haben und eine Maschine erwischen, bei der es ab Werk richtig begeistert – aber man kann auch ein Ding erwischen, dass einem bestenfalls nur recht unausgewogen vorkommt; schlechtestenfalls kanns aber auch richtig schlimm enden.

    Nach dem Fahren unterschiedlicher LCs kann ich jedenfalls die teils sehr verschiedenen Auswirkungen auf die Maschinen attestieren. Irgendwie vermitteln sie – so zumindest auf meine Fahrpraxis bezogen – allesamt einen überraschend unterschiedlichen, teils auch unausgewogen und sogar verfälschenden bzw. befremdenden Charakter des Motorrades. Ich würde sogar so weit gehen, dass diese Modi mit den jeweiligen Serienstreuungen der Maschinen außerordentliche Probleme bereiten bzw. sie sogar erst schaffen. Nicht von ungefähr haben einige FahrerInnen auch den Eindruck, es mit einem teils unstimmigen und manchmal sogar unberechenbaren Motorrad zu tun zu haben. Denn Elektronik und Motormechanik arbeiten nicht selten sogar gegeneinander an…

    Mir fehlt dagegen gewissermaßen das Unverfälschte und unmittelbar vom Fahrer selbst stichhaltig beeinflussbare: eben am Gas drehen – und ab geht die Post… oder eben nicht! Aber doch genau so, wie man es selber kann, beherrscht – und wie es das Motorrad stringent und berechenbar vorgibt. Das gleiche gilt für das Fahrwerk: eben in die Kurve legen – und das, was geschieht, ist immer einzuschätzen, weil die Maschine stringent ihren Charakter hat! Aber den hat sie eben mitunter nicht... Zumindest gibt es augenscheinlich solche Ausreißer in der Serienstreueung.

    Indes wird mein Eindruck auch von Tunern bestätigt, die mit dem individuellen Eingriff in die Elektronik auch erst eine ausgewogene Abstimmung des Motors erreichen. So bin ich nach Eigentests auch davon überzeugt, dass selbst Wenigfahrende den teils eklatanten Unterschied feststellen und goutieren würden, wenn sie einen entsprechenden Vergleich hätten; und vielleicht auch anhand eines Bikes, das zu den Negativ-Beispielen zu zählen wäre, dann den positiven Effekt erfahren könnten.

    Letztlich bleiben die Modi damit zunächst einmal ein ehrenwerter Versuch BMWs, unterschiedliche Fahr-Scenarien und Fahrertypen mit Abstimmungen zu versorgen – während sie die eigenen Bemühungen zugleich wieder völlig unnötig selber sabotieren. Denn wenn man mal erlebt hat, wie wenig aufwändig es im Grunde ist, einen Motor hinsichtlich der Zusammenarbeit von Elektronik und Mechanik auf dem Prüfstand abzustimmen, da fragt man sich doch: warum erledigt das nicht BMW individuell für die Kundschaft, die doch in der Regel überdies eine sehr treue und auch zahlungsfreudige ist. Einfach nur eine Software aufspielen und nach viel zu ungenauen Rahmendaten noch korrigieren, ist zu wenig bei diesem Motorrad. Wohlgemerkt: einem Motorrad, das restlos begeistern kann, wenn die Abstimmung (auch ab Werk) bereits stimmt. Aber es gibt doch augenscheinlich Ausreißer...

    Als Resümee bleibt mir dann abschließend noch: Guter Ansatz – aber in wichtigen Teilen versägt von BMW. Und tatsächlich halte ich es sogar für ein enormes Sicherheitsrisiko, was sich da BMW leistet.

    Denn das teils unberechenbare Fahrverhalten wird zwar von den elektr. Helferlein sehr gut retouchiert. Aber viele unerfahrene FahrerInnen geraten darüber allzu häufig unnötig in Grenzbereiche, die sie als solche kaum oder erst zu spät wahrnehmen werden. Sie überschätzen sich. Ja, sie verlassen sich dabei sogar allzu sehr auf ein Motorrad, dass recht lange außerordentliche Sicherheit vermitteln wird – während Grenzbereiche aber längst erreicht sind, aber als solche nicht wahrgenommen und darum auch schnell mal überdehnt sein werden. Ich bin mir absolut sicher, dass darüber noch Unfälle zu beklagen sein werden, die als solche aber nicht (weil man es nicht ermitteln und zurückführen wird) auf diese Gefährdungen zurückgeführt werden; und sich viele FahrerInnen darüber auch sonst keine Gedanken machen, solange sie selber den Eindruck haben, dass die Karre gut läuft und ihre eigenen Fahrfertigkeiten gut zu sein scheinen (auch wenn es die Elektronik ist, die da Fehler häufig ausbügelt...).

    Ein Typ, mit dem ich übergefahren bin und der bald an einer längeren Tour teilnehmen wollte, hat indes aus keinem anderen Grund bereits Abstand von seiner LC genommen, wir er mit sagte. Er wird für die Tour jetzt eine der letzten Adv. nehmen, die z.B. noch mit einem konventionellen Gasseilzug ausgerüstet ist. Warum? Ihm war vor zwei Wochen mal die LC losgegangen, obwohl er garnicht am Gas gedreht hatte, wie er meinte...

    Auch gab es bei ihm einige Probleme mit der Abstimmung, wenn er allgemein aufgedreht hat. So nach dem Motto: alles oder nichts, egal welcher Fahr-Modus übrigens! Sein Vertrauen war da jedenfalls ordentlich erschüttert, wie er meinte. Und da ich an jenem Tag nur wenige Meter hinter ihm hergegurkt bin und diesen Spuk mitangesehen habe, war ich zumindest doch überrascht.

    Wir standen jedenfalls später zusammen und überlegten noch: was wäre gewesen, wenn er die Fuhre nicht zum Halten gebracht hätte oder der Spuk in einer Kurve losgegangen wäre? Was hätte man sich von außen darüber Gedanken gemacht? Hätte man sich allgemein dann zusammengereimt: Na, da hat er eben wohl mal zu heftig selber am Gas gedreht, hat sich überschätzt und sich dann eben mal lang gemacht?!? Aber wer hat da wirklich am Gas gedrecht? Er – oder die Elektronik? Oder hatte er einen Modus falsch eingeschätzt und seine eigene Fahrweise nicht angepasst? Ich hätte es von hinten nicht einschätzen können...

    Der Spuk dauerte jedenfalls etwa eine halbe Stunde. Ob das an Nässe in der Elektronik oder sonst irgend etwas lag?!? Ist ja auch egal. Es war grundsätzlich in jedem Fall lebensgefährlich und zeigte mir persönlich sehr klar, wie das Zusammenspiel von Mensch und Elektronik auf einem Motorrad doch noch um einiges beachtenswerter ist, als es im Vergleich bei Autos der Fall ist. Und es begann wohl damit, dass im Road-Modus plötzlich bei jeder Bewegung am Gas gleich mal soviel Power freigelegt wurde, als hätte man voll aufgedreht, so berichetete er. Immer nur kurz. Dann wurde wieder eingeregelt. Dann fühlte es sich wohl zunächst wieder 'spontan' an, also die Maschine hing gut am Gas – um aber wieder gleich loszubrechen... Unberechenbar jedenfalls und während der Schübe auch nicht stringent kontrollierbar. Er musste dann den Gang rausnehmen und bremste die Fuhre ab. Ich hörte derweil hinter ihm fahrend, wie der Motor aufdrehte... War schon kurios.

    Nun ja, Gasseilzüge lassen sich indes bei solchen Problemen unkompliziert überprüfen und auch auswechseln (besonders auf Tour), während die Elektronik einem da kaum eine Chance ließe und 'Modi' es auch nicht berechenbarer machen würden; auch nicht, wie man sich selber als FahrerIn darauf einstellt (oder es eben nicht vermag, Eigenheiten nur unterschiedlicher Modi korrekt angesichts persönlicher Grenzbereiche einzuschätzen).

    Aber so ist das dann aber wohl eben, auch wenn man Early-Adopter ist... Und wollen wir mal hoffen, dass BMW potentielle Probleme und auch allgemeine Abstimmungen in den Griff kriegt. Ich habe jedenfalls sonst noch nichts von ähnlich problematischen Ausfallern mitbekommen. Bislang war ich ja zumindest mit meiner eigenen Adv. auch außerordentlich zufrieden. Nur würden mir persönlich tatsächlich ganze zwei Modi reichen: ein unverfälschter, geradliniger - und Rain, den ich als bislang sehr angenehm bei entsprechendem Wetter im Alltag erfahren habe; vor allem Sozia reagieren da sehr beruhigt... Statt vieler Motor-Modi wären mit eindeutige Fahrwerks-Modi, die überdies noch feinjustiberbar sein dürften, davon abgekoppelt noch deutlich lieber... Aber das ist angesichts der Qualität der Karre auch schon wieder 'Jammern auf hohem Niveau'.

    So oder so: allseits gute Fahrt Euch allen! Ich selber habe heute meinen ersten Urlaubstag, mache heute etwas länger und bin bereits am Packen... Am Wochenende geht es dann los. Steppe, freundliche Menschen und hoffentlich gut laufende Technik... Ich bin zuversichtlich.
    Er schrieb und schrieb und schrieb, als wolle er fragen:

    Intellegis me esse philosophum?

    und man antwortete ihm:

    Si tacuisses, philosophus mansisses !

  10. Registriert seit
    17.05.2007
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    #40
    Zitat Zitat von Arik Beitrag anzeigen
    Er schrieb und schrieb und schrieb, als wolle er fragen:

    Intellegis me esse philosophum?

    und man antwortete ihm:

    Si tacuisses, philosophus mansisses !
    was man hier lernt er könnte auch antworten: Scripta manent.


 
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