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Nur mal so zum Verständnis....

Erstellt von wko, 02.12.2007, 09:50 Uhr · 16 Antworten · 2.022 Aufrufe

  1. wko
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    Standard Nur mal so zum Verständnis....

    #1
    Also, dass mann Bremsflüssigkeit wechseln muss und warum ist mir klar und mache ich auch regelmässig, da gibt es auch kein Klärungsbedarf aber warum zieht, besser gesagt was passiert mit der Bremsflüssigkeit , dass diese Wasser bindet. Durch Stahlflex oder auch normale Leitungen sollte doch nichts durchdringen. Wo kommt jetzt das Wasser her.
    Diese Frage ist ernst gemeint, da ich Dinge immer gern verstehe und nicht nur ( jetzt schon jahrelang ) etwas mache, ohne den genauen Hintergrund zu kennen.

    Liebe Grüsse
    Wolfgang

  2. pbr
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    #2
    Hi Wolfgang,
    durch die Bremsleitungen dringt nicht literweise Wasser ein....
    Da reichen schon einige mikroskopisch kleine Mengen aus, um den Siedepunkt (bei DOT 4 neu so etwa 230 Grad) der Bremsflüssigkeit zu senken. Das Bremssystem ist nicht zu 100,0000000% dicht und die Bremsflüssigkeit nimmt das Wasser auf (hygroskopisch).
    Wie neulich auf einer Tour meinem Nachbar passiert: nach langer Talabfahrt plötzlich der Tritt ins Leere (Bremsflüssigkeit 4 Jahre alt).
    Äußerst unangenehm!

    Kann Dir nur empfehlen, das Zeug regelmäßig zu wechseln. Auch wenn´s bei den neuen BMW´s nicht mehr selbst zu machen ist.

    Grüße
    pbr

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    #3
    Hallo,

    ich bin zwar kein KfZ Wissenschaftler jedoch meine ich das hier die Diffusion eine Rolle spielt. Zunächst mal ist die Bremsflüssigkeit hydrophil (wasserliebend, wasseranziehend) und die Umgebungsluft meist Wasser(dampf) haltig. Bei der Diffusion handelt es sich um eine Wanderung von Stoffen durch verschiedene Medien in allen Aggregatzuständen (also gasförmig, flüssig und fest). Die Wanderung (hier Wasser/Wasserdampf) findet immer von der Seite statt wo mehr von dem entsprechenden Stoff vorhanden ist (Konzentrationsgefälle). Somit kann das Wasser im Laufe der Zeit auch durch Schläuche, Kunstoffbehälter etc. wandern und sich in der wasserliebenden Bremsflüssigkeit ansammeln. So weit ich weiß ist auch der Effekt bei Stahlflexleitungen nicht so ausgeprägt, jedoch nicht gänzlich unterbunden.
    Es gibt auch Bemühungen hydrophobe (wasserhassend) Bremsflüssigkeit einzusetzen, die Amis haben sowas in ihren Millitärfahrzeugen, diese ist aber noch nicht so temperaturstabil wie ich gelesen habe.

  4. Registriert seit
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    #4
    Zitat Zitat von wko Beitrag anzeigen
    Durch Stahlflex oder auch normale Leitungen sollte doch nichts durchdringen. Wo kommt jetzt das Wasser her.
    Genau durch diese Leitungen diffundiert das Wasser in geringen Mengen, die aber nach einer Zeit ausreichen, Wasserdampf beim Bremsen zu bilden.

  5. pbr
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    #5
    Hallo Fischkopf,
    schau mal auf den Bremsflüssigkeitsbehäter: selbst wenn alle Stahlflex dicht wären, dort kommt bestimmt genügend rein.
    Die hygrophile DOT Bremsflüssigkeit hat einen riesen Vorteil: sie nimmt das Wasser auf (höchstens so 2-3 %) und verteilt es in sich gleichmäßig. So können sich keine Wassertropfen im Bremssystem bilden. Der Siedepunkt wird dann im gesamten System etwas herabgesenkt. Ein Wassertropfen an der falschen Stelle angesammelt hätte hingegen den direkten Totalausfall der Bremse zur Folge.
    Deswegen wundert mich Deine Info über das Ami-Zeugs.

    Grüße
    pbr

  6. Registriert seit
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    Frage

    #6
    Dann hät ich noch eine 'dumme' Frage: Wieso gibts denn heutzutage keine Nicht-hygroskopische Bremsflüssigkeiten???

  7. wko
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    Standard

    #7
    Erst eimal vielen Dank für die Anwortungen und Erklärungen. Konnte ich mir irgendwie nicht so richtig vorstellen, dass ein System, welches einen so hohen Druck aushält wasserdurchläsiig ( in kkleine Mengen ) ist. Na ja wieder etwas dazu gelernt.
    Ich habe bei Mike Sanders ( der mit der Versiegelung mit Wachs ) Bremsflüssigkeit auf der Basis von Silicon gesehen. Mit dieser müsste das Problem ja deutlich geringer werden, oder

    http://mike.british-cars.de/Silikon.htm Was haltet ihr davon ?

    Liebe Grüsse
    Wolfgang

  8. Registriert seit
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    #8
    Booh! Die Antwort kam aber schnell - Danke!

  9. Registriert seit
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    #9
    Interessante Sache. Aber leider in Deutschland keine ABE. Und dann will ich nicht wissen was BMW zu der Sache sagt wenn es mal nen Bremsdefekt geben sollte.

  10. Registriert seit
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    #10
    Zitat Zitat von wko Beitrag anzeigen
    Erst eimal vielen Dank für die Anwortungen und Erklärungen. Konnte ich mir irgendwie nicht so richtig vorstellen, dass ein System, welches einen so hohen Druck aushält wasserdurchläsiig ( in kkleine Mengen ) ist. Na ja wieder etwas dazu gelernt.
    Ich habe bei Mike Sanders ( der mit der Versiegelung mit Wachs ) Bremsflüssigkeit auf der Basis von Silicon gesehen. Mit dieser müsste das Problem ja deutlich geringer werden, oder

    http://mike.british-cars.de/Silikon.htm Was haltet ihr davon ?

    Liebe Grüsse
    Wolfgang
    Sehe ich wie Stefan76 und ich würde unbedingt davon abraten eine andere Bremsflüssigkeit als die vom Hersteller freigegebene zu verwenden!!!


 
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