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Lambdasonde messen

Erstellt von rainmoto, 07.10.2009, 19:17 Uhr · 27 Antworten · 12.174 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Lambdasonde messen

    #1
    Hi Leute,
    kann man die Sonde auch in abgestecktem Zustand messen?

    Oder misst man nur im gesteckten Zustand den Unterschied von Kalt nach Heiß?

  2. Registriert seit
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    #2
    Servus Rainer,

    hier mal aus Powerboxer entliehen:

    "
    Messung
    Auch im Fahrzeugbetrieb kann man ein Messinstrument parallel zur Sonde betreiben.
    Der Zeigerausschlag eines Analog-Multimeters sagt nicht viel über die wahre Veränderung der Messwerte pro Zeiteinheit. Auch ein Digital-Multimeter kann die Werte nicht so schnell anzeigen, wie sie sich verändern. Die Abtastrate einer Lambdasonde ist in Wirklichkeit viel höher. Allerdings wird die Sonde bei einem kalt gestarteten Motor immer niedrige Spannung abgeben (bis die Heizung auf Temperatur ist). So lässt sich zumindest die absolute Funktionstüchtigkeit messen (sonst mit einem Oszilloskop)"

    Danke an Ulf und Gerd

  3. Registriert seit
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    #3
    Hallo Tom,
    dh ich kann die Sonde abstecken, ein Multimeter drauf halten und den Motor starten.
    Kann da was passieren wenn keine Sonde angesteckt ist?
    Dann müsste die Sonde niedrige Spannung abgeben und wenn sich die Sonde erwärmt steigt die Spannung.
    Ist das so richtig?

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    #4
    Wenn Du die Sonde abklemmst, kann sie nicht heizen und Du kannst auch niGS messen. Die Sonde hat eine eigene Heizung die natürlich eine Stromversorgung braucht.Du musst schon bei angeschlossener Sonde messen.
    Ich glaub bei Betriebstemp. sollten es 0,85 oder 0,9 V sein

  5. Registriert seit
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    #5
    Zitat Zitat von rainmoto Beitrag anzeigen
    Hallo Tom,
    dh ich kann die Sonde abstecken, ein Multimeter drauf halten und den Motor starten.
    Kann da was passieren wenn keine Sonde angesteckt ist?
    Dann müsste die Sonde niedrige Spannung abgeben und wenn sich die Sonde erwärmt steigt die Spannung.
    Ist das so richtig?
    nein ...

    nicht so ganz.
    erst ist die spannung niedrig.
    wenn die arbeitstemperatur erreicht ist fängt das pendeln zwischen 0,1 und 0,9V an.

    die lambdasonde der 1100er ist eine so genannte sprungsonde.

    funktion:
    die sprungsonde ermittelt den restsauerstoffgehalt im abgas.
    sie hat drei kabel. zwei davon sind die lambdasondenheizung (meist weisse kabel), die dafür sorgt, dass die sonde schnell ihre mindesttemperatur von ca 250-300°C erreicht.
    das dritte ist das signalkabel, was dem steuergerät werte liefert.
    diese werte pendeln zwischen 0,1 und 0,9V und zwar recht sprunghaft, daher sprungsonde.
    misst die lambdasonde nun zu viel restsauerstoff , fettet das einspritzsystem das gemisch an (sprich spritzt mehr ein) . so wird nun die lambdasonde weniger restsauerstoff messen , also wird die einspritzmenge wieder verringert . Somit ist dann wiederum wieder zu viel restsauerstoff im abgas .
    dies passiert permanent (mehrmals je sekunde) im regelbereich um lambda 1, ca. 0,996- 1,004.

    jetzt zur messung:
    sonde abstecken ist kein problem, der motor läuft dann mit einem lambdaersatzwert, regelt aber logischerweise nicht mehr. daher kann so nix sinnvolles gemessen werden.
    du musst also bei angesteckter sonde dein multimeter an messkabel und batteriemasse halten und kannst dann werte ablesen. diese wechseln aber schnell und häufig zwischen 0,1 und 0,9V. mit dem multimeter siehst du also nur ob sich da überhaupt etwas tut und in etwa die max- und min-werte. eine abbildung des regelverhaltens kannst nur vernünftig mit einem oszilloskop erfassen.



    was hast du überhaupt vor?
    willst du nur wissen ob die sonde regelt? dann nimm das multimeter.
    oder willst du die lambdawerte erfassen? dann brauchst du ein oszi oder noch besser eine zweite sonde (breitband) und eine auswerteelektronik.

  6. Registriert seit
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    #6
    Zitat Zitat von rainmoto Beitrag anzeigen
    Hallo Tom,
    .... Ist das so richtig?
    Guten Morgen Rainer,
    da kann ich Dir leider nicht weiter helfen, ich les mich zwar in vielen Kapiteln ein merk mir wo Sie stehen, wenns brennt muß ich dann aber auch erst vertiefen .

    Die letzte Erklärung hier von Lars ist für meinen technisch eingeschränkten Horizont super zu verstehen.

    Danke Lars

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    #7
    Zitat Zitat von xxl_tom Beitrag anzeigen
    ...
    Danke Lars
    gerne ... ich konnte eh nicht schlafen

  8. Registriert seit
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    Daumen hoch

    #8
    Hallo Lars,
    Dankkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkkke

    jetzt ist mir einiges klar und ich weiß was zu tun ist und auch was raus kommen sollte, ich will nur wissen ist das Teil in Ordnung.

  9. hbokel Gast

    Standard

    #9
    Zitat Zitat von Larsi99 Beitrag anzeigen
    die lambdasonde der 1100er ist eine so genannte sprungsonde.
    Hallo,

    die Infos zur Lambdasonde sind sehr interessant. Danke dafür.

    Weißt Du zufällig, ob die 1200 GS die gleichen Sonden verwendet, und was der "Control Factor" ist? Mich überrascht der asynchrone Verlauf Lambda-Werte von Zylinder 1 und 2:


    Vermutlich ist das für den Fachmann nichts Ungewöhnliches, aber einen Laien macht das unterschiedliche Verhalten der beiden Abgas-Sensoren stutzig. Es ist mehr als nur ein Zeitversatz zwischen den beiden Zylindern.

    Die Fahrstrecke war eine Mischung aus Landstraße, Autobahn und Innenstadt. Zu Beginn und am Ende war der Motor ausgeschaltet.

    Gruß
    Heinz

  10. Registriert seit
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    #10
    moin,

    ich muss gestehen, dass ich derzeit nicht sicher sagen kann, ob die 1200er auch noch sprungsonden oder breitbandsonden verbaut hat.

    aufgrund deines diagramms gehe ich allerdings von einer breitbandsonde aus, da die grafik die regelgrenzen einer sprungsonde überschreitet.

    unter "lambda-control-factor" verstehe ich den gemessenen lambdawert. das GS-911 greift ja nicht auf die sonde zu sondern kommuniziert mit der BMSK direkt. dort wird nicht die sondenspannung ausgegeben sondern schon der lambdawert im steuergerät errechnet.

    das diagramm zeigt zwar tendenziell, dass einer der zylinder fetter läuft als der andere, aber zu einer zeitlichen abfolge/asynchronem lauf kann man bei der auflösung gar nichts sagen.
    die sonde misst mehrmals pro sekunde einen wert. auf dem diagramm sind aber über 20min aufgezeichnet. das bedeutet, dass gar nicht alle werte abgebildet sein können. das GS911 zeichnet zwar (vermutlich) alles genau auf, aber die grafik ist viel zu grob um das wiederzugeben. eine aufzeichnung von max 10s würde vermutlich besser aufschluss geben (evtl auch etwas kürzer oder länger, müsste man testen).
    dann könnte man eher etwas zum vergleich links/rechts sagen.


 
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