Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 11 bis 20 von 20

Haltbarkeit TKC 80 in Afrika

Erstellt von tgmaxx, 23.03.2010, 12:26 Uhr · 19 Antworten · 3.915 Aufrufe

  1. Registriert seit
    25.04.2006
    Beiträge
    824

    Standard

    #11
    Ich bin 2008 mit meiner 1150 ADV 5000 km Offroad in Namibia gefahren.

    Es war alles dabei: Wellblechpisten, Schotter von fein bis ganz grob.
    Ungefähr 100 km Tiefsand waren dabei.
    Flussdurchfahrten etc.
    Das ganze bei Temperaturen zwischen 30 und über 40 Grad.
    Mancherorts sogar über 50 Grad.
    Mein Tempo lag auf den Gravelroads bei ca. 70 - 80 km/h.
    Vorsicht bei Gravelroads die ab und zu von Flüssen gekreuzt werden.
    Auch wenn sie trocken aussehen. Werden oft unterschätzt.

    Hatte zwei 35 ltr Touratechkoffer, eine grosse und eine kleine Gepäckrolle dabei.
    Auf den Kofferdeckeln jeweils einen gefüllten 10 ltr Wasserbeutel.
    Also mit nicht wenig Gewicht unterwegs.
    Das waren so ca. 80 kg Gepäck.
    Zum Glück hatte ich keinen Reifenschaden. Aber der hintere Reifen hatte nach den 5000 km in der Mitte kein Profil mehr und ich hatte nicht am Kabel gezogen.
    Der vordere hatte noch ca. 2 mm Profil in der Mitte.

    Ersatzschläuche hatte ich ebenfalls mit. Montagewerkzeug und eine Luftpumpe an der man auch die Patronen anschliessen kann.

    Auf jeden Fall den TKC, denn auch wenn Du Asphaltstrecken suchst, Du wirst sie nicht überall finden !!
    Der TKC steckt mehr viel mehr weg !

  2. Registriert seit
    12.12.2009
    Beiträge
    1.284

    Standard

    #12
    Hi
    war im südlichen Afrika ca. 20TKM unterwegs. Überwiegend off-road und mit einer frisierten G/S ( 1040ccm) fahre mit rel. leichtem Gepäck, aber eher flott. Ca. 7TKM waren allerdings mit Beifahrer.
    Anfangs Michelin Dessert für Kalahari/Namib/Skelleton also Pisten und Sand
    dann in Jo-burg neue Reifen ( China-Schrott) hielt nur bis Kapstadt, dort srassen-orientierten Pirelli (hier noch nie gesehen) hielt gerade mal 3TKM.
    Wieder nach Kapstadt und für den Rest einen Sahara 3.
    Deinem Posting nach, gehe ich davon aus du fährst die Westroute, also unterwegs keine Chance auf neue Reifen.
    Fazit: Nimm den TKC, auf dem Weg wirst du immer wieder Pisten fahren müssen, bei Regen sehr schmierig, wie schon gesagt da bist um jeden Millimeter Stolle froh. Namibia, Südafrika hat sehr rauen Teer, must keine Pisten fahren, bringen dich aber in die schöneren Ecken.
    Der Teer frist Reifen und nur hier im südl.Afrika hast du die Möglichkeit Reifen zu bekommen.
    Viel Spaß

  3. Registriert seit
    07.07.2009
    Beiträge
    3.024

    Standard

    #13
    Wie ich Marokko in Erinnerung habe, inkl. Atlas-Geb., kann man die Tour, wie sie René angedacht hat, mit normalen Reifen fahren.

    Es ist auch die Frage, zu welcher Jahreszeit er hinfahren will. Monsun gibt es dort keinen. Und wenn der Teer wie in Südafrika ein Reifenkiller sein sollte, frißt er den TKC genauso wie einen RoadAttack oder SportPilot etc.

  4. Registriert seit
    25.04.2006
    Beiträge
    824

    Standard

    #14
    Zitat Zitat von HaJü Beitrag anzeigen
    Wie ich Marokko in Erinnerung habe, inkl. Atlas-Geb., kann man die Tour, wie sie René angedacht hat, mit normalen Reifen fahren.

    Es ist auch die Frage, zu welcher Jahreszeit er hinfahren will. Monsun gibt es dort keinen. Und wenn der Teer wie in Südafrika ein Reifenkiller sein sollte, frißt er den TKC genauso wie einen RoadAttack oder SportPilot etc.
    Wie Sandfloh schon schrieb: keine Chance, Reifen auf der Westroute zu bekommen.
    Marokko geht ja noch von den Strassenverhältnissen, aber der Weg runter bis ins südliche Afrika fordert von den Reifen alles und da geht nichts anderes als ein Grobstoller !

  5. Registriert seit
    07.07.2009
    Beiträge
    3.024

    Standard

    #15
    Zitat Zitat von joeli Beitrag anzeigen
    .....................
    Marokko geht ja noch von den Strassenverhältnissen, aber der Weg runter bis ins südliche Afrika ................

    wer lesen kann ist klar im Vorteil

    Hab überlesen, daß René ja ein halbes Jahr da runter will und so weit wie möglich. Da würde ich auch die Grobstoller draufziehen und zwar NUR die. Ich würde bei der Reisedauer ab europäische Grenze 2 Satz einplanen und von D aus mitnehmen.

    Dachte erst, es geht nur um Marokko

    Es gibt in Reise oder Tourenbeschreibung einen rel. jungen Fred übers Biken in Afrika. Da steht, mein ich, auch noch was über die Lebensdauer der Reifen drin

  6. FTC Gast

    Standard

    #16
    Zitat Zitat von HaJü Beitrag anzeigen
    Es ist auch die Frage, zu welcher Jahreszeit er hinfahren will. Monsun gibt es dort keinen.
    Man sollte es nicht glauben, aber es gibt in Afrika Regionen da regnet es auch ohne Monsun. Afrika ist keine kontinentale Wüste von Norden bis Süden. Es soll sogar Regionen geben da wächst ein Regenwald
    Und was geteerte Straßen betrifft, kann man(n), meinetwegen auch Frau, sich getrost von europäischen Vorstellungen trennen (wobei wenn ich mir hier manche Straßenschäden ansehe... )

  7. Registriert seit
    07.07.2009
    Beiträge
    3.024

    Standard

    #17
    Zitat Zitat von FTC Beitrag anzeigen
    Man sollte es nicht glauben, aber es gibt in Afrika Regionen da regnet es auch ohne Monsun. Afrika ist keine kontinentale Wüste von Norden bis Süden. Es soll sogar Regionen geben da wächst ein Regenwald
    ............... )
    was Du alles weißt



    Guckst Du:

    Zitat Zitat von HaJü Beitrag anzeigen
    wer lesen kann ist klar im Vorteil

    ....................

    Dachte erst, es geht nur um Marokko

    ....................

  8. FTC Gast

    Standard

    #18
    Zitat Zitat von HaJü Beitrag anzeigen
    was Du alles weißt

    Guckst Du:
    Gell, bin a schlaues Bürschle
    Unsere Beiträge haben sich überschnitten, sonst hätte ich mir die Lästerei gespart.

  9. Registriert seit
    07.07.2009
    Beiträge
    3.024

    Standard

    #19
    Zitat Zitat von FTC Beitrag anzeigen
    Gell, bin a schlaues bürschle
    Unsere Beiträge haben sich überschnitten, sonst hätte ich mir die lästerei gespart.
    Hai FTC,

    seh ich nicht als Lästerei, ich sehs locker

    Hab aber auch nicht auf die Uhrzeit geguckt, jetzt, wo Dus erwähnst

  10. Registriert seit
    04.02.2010
    Beiträge
    11

    Standard

    #20
    Hallo liebe GSler,

    vielen Dank für die vielen Antworten und Tipps.

    Well, ich bin mittlerweile in Matadi, Dem. Rep. Congo und warte auf die Verlängerung meines Angola-Visums. Dann kann die letzte Etappe bis Südafrika in Angriff genommen werden. In Nord-Angola erwarten mich noch mal ziemlich bescheidene Straßen, ab Luanda soll's dann relativ flott weitergehen.

    Also, wie isses gelaufen?

    Ich bin mit meinen Bridgestones bis runter nach Malaga gefahren. Dort hatte ich ziemliche Schwierigkeiten, die TKCs von Conti zu bekommen. Ich habe in Malaga den völlig fertigen Hinterreifen gegen einen Metzelder Tourance (auch eher Straßenreifen) ausgetauscht und nach langem Suchen doch noch einen Satz TKCs ergattern können. Mit diesem Setup bin ich bis Kamerun durch gefahren, d.h. Bridgestone Trailwing vorne und Metzelder Tourance hinten. Die TKCs waren Ersatz. Wenn man auf den Hauptstraßen bleibt, kann man bis nach Nigeria problemlos auf Straßenreifen fahren. Die Straßen sind zum großen Teil absolut in Ordnung, ab und an mal Schlaglöcher, aber i.d.R. vernünftiger Teer. Ich musste lediglich aufgrund meiner Routenwahl ca. 100 KM Dirt Road in Südmauretanien, ca. 200 bei der Grenze Mali/Burkina und nochmal 200 bei der Grenze Nigeria/Kamerun fahren. Die Dirt Roads waren aber soweit okay, dass ich mit angemessener Geschwindigkeit auch mit der Bridgestone/Metzelder Kombination durchkam. In Kamerun gab's dann einmal 270 Kilometer richtig üble Dirt Road (inkl. Regen). Da wäre ich besser schon mit den TKCs gefahren. Meine Reifen waren danach auch hin und ich war praktisch zum Wechsel gezwungen. Der Metzelder Tourance hinten hatte zum Zeitpunkt des Wechsels kann 10000 runter und war durch. Der Bridgestone Vorderreifen hatte immerhin knapp 25000 Kilometer "gelebt". Seit Kamerun bin ich nun 4000 Kilometer auf den TKC80 unterwegs, und ich bin sehr zufrieden. Die Route über Gabun und die Rep. Kongo hätte ich mit den Straßenreifen wohl nicht geschafft. Bin mittlerweile knapp 1800 Kilometer Dirt Road gefahren, davon in Gabun und Rep. Kongo richtig üble (kann man sich kaum vorstellen) Abschnitte, wo man besser nur mit nem Panzer langfährt. Die TKCs haben das super mitgemacht und sehen nicht einmal besonders mitgenommen aus. Ich werde ab Luanda, Angola, wohl ausschliesslich auf Teer unterwegs sein. Dann könnte ich theoretisch wieder Straßenreifen drauf ziehen und die angefahrenen TKC wieder auf die Rücksitzbank schnallen.

    Mein Fazit:

    Westafrika ist bis Kamerun problemlos auf Straßenreifen möglich, wenn man nicht unbedingt off road fahren möchte. Für Kamerun, Gabun, Kongo und Angola empfehle ich ganz klar Stollenreifen (die Michelin Deserts sind wohl das Nonplusultra, nur gibt's die nicht mehr. die TKC haben mich aber auch überzeugt...). Den ganzen Weg auf Stollenreifen zu fahren, halte ich für Verschwendung, dafür ist man einfach zu viel auf Teer unterwegs (so ca. 95% bis Kamerun).

    Die Ostroute ist meinen Infos zufolge vergleichsweise unproblematisch, man kann auf Teer durchfahren von Südafrika bis Europa. Deshalb plane ich, mir auch wieder Straßenreifen draufzuziehen, wenn ich in Namibia bzw. Südafrika bin.

    Ersatzreifen unterwegs zu bekommen, ist sicher schwierig. Ich habe es nicht versuchen müssen, bin aber auch froh darüber. Will aber nicht ausschließen, dass man doch hier und da welche findet. Aber meine Empfehlung ist ganz klar: definitiv einen Satz dabei haben!! Und natürlich Flickzeug. In Niger musste ich meinen durchgepieksten Metzelder Tourance einmal flicken. Ansonsten hatte ich Glück. Die Reifen sind das größte Risiko bei so einer Tour, also lieber auf Nummer sicher gehen. Ersatzschläuche hatte ich auch dabei, bin aber nicht so überzeugt davon. Die lasse ich beim nächsten Mal wohl lieber zu Hause. Lieber vernünftiges Flickzeug, nen Kompressor und evtl. ein paar Gaskartuschen mitnehmen.

    Falls man übrigens nicht gerade irgendwo in der Walachei liegen bleibt, braucht man sich in Afrika keine Sorgen machen bzgl. Reifenwechsel oder sonstiger Reifen-bezogener Services. Die Reifen-Stationen in den Städten sind unzählig, die Leute wissen auch in der Regel, was sie da tun. Müssen sie auch, bei der Kombination aus Straßen und den Reifen, die sie hier benutzen, sind die Reifenpannen unglaublich zahlreich. Ich hatte bei allen anfallenden Arbeiten (Flicken, Reifenwechsel, Aufpumpen etc.) immer sehr guten Support durch die Einheimischen, die für ein paar wenige Euros gerne die Arbeit erledigen.

    Also, nochmal ganz kurz: auf jeden Fall gutes Flickzeug und Ersatzreifen (Stollen) mitnehmen und dann mit den Straßenreifen losfahren. Die Stollenreifen nur für die kritischen Teilabschnitte draufziehen. So läuft's ganz fluffig ;-)

    LG aus Matadi,
    René.


 
Seite 2 von 2 ErsteErste 12

Ähnliche Themen

  1. Kilometerleistung/Haltbarkeit
    Von metzger1150 im Forum R 1200 GS und R 1200 GS Adventure
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 14.08.2009, 14:45
  2. Haltbarkeit GS1200
    Von rabanser81 im Forum R 1200 GS und R 1200 GS Adventure
    Antworten: 117
    Letzter Beitrag: 07.07.2009, 21:38
  3. Haltbarkeit des Bordwerkzeuges?
    Von GS-Molch im Forum R 1150 GS und R 1150 GS Adventure
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 25.05.2009, 09:01
  4. Haltbarkeit bei Tourance
    Von thosch im Forum Reifen
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 02.08.2008, 08:44
  5. Haltbarkeit
    Von gatow im Forum 2 Ventiler
    Antworten: 38
    Letzter Beitrag: 17.01.2008, 15:59