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Autozug definitiv nur noch bis 2017

Erstellt von GSMän, 05.07.2014, 08:15 Uhr · 29 Antworten · 4.840 Aufrufe

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    Standard Autozug definitiv nur noch bis 2017

    #1
    Bahn schiebt die Autozüge aufs Abstellgleis
    Berlin. Die Deutsche Bahn will bis 2017 alle Autozüge abschaffen. Zudem werden mehrere Nachtzugverbindungen nach Kopenhagen und Paris komplett eingestellt und weitere nach Prag und Warschau drastisch gekürzt. Das ergibt sich aus vertraulichen Unterlagen, die der HAZ vorliegen. Ein Bahnsprecher bestätigte die Kürzungspläne am Freitag. Die Autozüge seien ein Geschäft, das sich nicht mehr rechne. Zudem liefen die Genehmigungen für die Transporter aus und Neuanfertigungen wären sehr teuer. Bei den Nachtzügen hingegen ist die Bahn nach eigenen Angaben dabei, das Geschäft wieder zukunftsfähig zu machen. Dafür müsse man allerdings die verlustreichsten Verbindungen aufgeben, sagte der Unternehmenssprecher. Die Anschaffung neuer Fahrzeuge sei aber nicht vorgesehen. Bereits mehrfach hat die Bahn in den vergangenen Jahren unrentable Strecken im Nacht- und Autozugverkehr gestrichen und die Fahrpläne ausgedünnt. Beide Sparten fahren zusammen jedes Jahr einen deutlich zweistelligen Millionenverlust ein. Die meisten Auto- und Nachtzüge sind um die 40 Jahre alt – ein teurer Austausch stünde an, den scheut der Konzern aber. Die DB Autozug GmbH wurde schon vorigen Herbst liquidiert und in die DB Fernverkehr überführt. Seit diesem Jahr hat die DB bereits alle Autozüge ab Berlin gestrichen. Übrig blieb nur ein „Pilotprojekt“, bei dem die Autos der Bahnreisenden nicht mehr mit dem gleichen Zug, sondern separat per Lkw über Nacht nach München transportiert werden. In den sechs weiteren Abfahrtorten Hamburg, Hildesheim, Düsseldorf, Neu-Isenburg bei Frankfurt, München und Lörrach sollen die Autozüge bis 2017 in vier Schritten wegfallen. Damit werden auch die letzten Ziele im Ausland abgehängt: Innsbruck und Villach (beide Österreich), das italienische Alessandria und Narbonne in Frankreich. Die Autozüge fahren seit mehr als 80 Jahren und sind bei Urlaubern beliebt, die ihr eigenes Fahrzeug in die Ferien mitnehmen und einen Teil der Strecke nicht selbst fahren wollen. Allerdings ist das Geschäft stark rückläufig und saisonal, die Zahl der Fahrgäste sank in den letzten 15 Jahren um mehr als die Hälfte auf nur noch rund 200?000. Wie den Autozügen machen auch den Nachtzügen vor allem die Billigflieger zu schaffen, die rasch per Mausklick zu buchen sind. Die Bahn hat deshalb die Steuerungsgruppe „Luna“ eingesetzt, die zumindest für die Nachtzüge eine Lösung finden soll. Bis 2016 müsse der Betrieb kostendeckend sein, lautet die Vorgabe. Dafür soll nun das Netz der bisher noch 17 „City Night Line“-Verbindungen massiv ausgedünnt werden. Zum Fahrplanwechsel im Dezember soll der Nachtverkehr nach Dänemark und Frankreich demnach ganz wegfallen. Das Angebot nach Holland soll halbiert und der Nachtverkehr nach Italien künftig von der Österreichischen Bundesbahn übernommen werden.
    05.07.2014 / HAZ Seite 11 Ressort: WIRT

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    #2
    Nicht überraschend - aber trotzdem Kac.ke!

  3. Registriert seit
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    #3
    Yep, es trifft vor allem Norddeutschland deutlich stärker.
    Es war einfach immer klasse abends einsteigen zu können und morgens eine Tour zu beginnen.

    Vielleicht entwickelt der Markt ja brauchbare Alternativen. Wird schwer.

  4. Registriert seit
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    #4
    Moin moin,

    nicht überraschend und sehr schade. Ab Hamburg haben wir den AZ häufig genutzt.

    Einer der Gründe sollen auch die veralteten Waggons sein, die nicht mehr den Zulassungsbestimmungen entsprechen. Da bin ich mal gespannt, welche Auswirkungen dieses auf die Verladung nach Sylt hat. Ich könnte wetten, hier gibt es eine "Ausnahmegenehmigung".

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    #5
    Komisch dass sich der Optmia-Express immer noch rentiert und auch immer noch seine Zulassung in der EU bekommt. Und der ist um länger verranzter als die der Bahn.

  6. Registriert seit
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    #6
    Das sind andere Wagen, nix mit Ausnahmegenehmigung.

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    #7
    Zitat Zitat von GSMän Beitrag anzeigen
    Yep, es trifft vor allem Norddeutschland deutlich stärker.
    Es war einfach immer klasse abends einsteigen zu können und morgens eine Tour zu beginnen.

    Vielleicht entwickelt der Markt ja brauchbare Alternativen. Wird schwer.
    z.B. bikertransit.de

    Irgendwo habei ch es schon einmal beschrieben, gestützt durch die Aussage eines Freundes, der bei der Bahn arbeitet:

    Die Preise werden erhöht, bis keiner mehr fahren will. Dann sagt man: "Der Dienst wird mangels Nachfrage eingestellt."

    Grund: Konzentration auf rentable Fahrten, ICE etcpp.

    Es kann auch keiner erklären, warum ausgerechnet die Bahn mit Schenker Deutschlands größter Spediteur ist und gar kein Interesse daran hat den Güterverkehr auf die Schiene zu legen.

    Ganz seltsames Unternehmen!

  8. Registriert seit
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    #8
    Zitat Zitat von MacDubh Beitrag anzeigen
    Die Preise werden erhöht, bis keiner mehr fahren will. Dann sagt man: "Der Dienst wird mangels Nachfrage eingestellt."
    Blöd nur, dass man bis zuletzt versucht hat, in Berlin Wannsee mit Kampfpreisen den internationalen Autozugverkehr am Leben zu erhalten.

    Zitat Zitat von MacDubh Beitrag anzeigen
    Es kann auch keiner erklären, warum ausgerechnet die Bahn mit Schenker Deutschlands größter Spediteur ist und gar kein Interesse daran hat den Güterverkehr auf die Schiene zu legen.
    Weil man schon mit Augenmaß schauen muss, wann man Zug und wann man LKW nutzt.
    Die DB ist aber eine der wenigen Unternehmen, die Züge voller LKW Auflieger (eigener Speditionen) durchs Land fährt.

    Und um überhaupt Güter auf die Schiene zu kriegen,muss man schon den Weg von/bis zum Kunden abdecken, das geht am einfachsten über Speditionen.

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Man muss sich als Anbieter einer solchen Leistung einfach mal einen Kopf machen, wie man flexible Lösung im Bereich Fahrzeugtransport auch für Fernverkehrszüge hinbekommt. Aber das kann man von solch einem Laden, wie die Bahn, nicht verlangen! Die träumen doch seit Jahrzehnten vor sich hin. Nicht umsonst können private Unternehmen von der Bahn längst aufgegebene Strecken profitabel bedienen.
    Vielleicht kommen ja demnächst Angebote von privaten Bahnbetreibern. Bei der DB ist meiner Meinung nach Hopfen und Malz verloren!!!

    Gruß,
    maxquer

  10. Registriert seit
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    Standard Denkanstoß für die neuen Fernbusse

    #10
    Hallo in die Runde,

    eine super Sache wäre doch, wenn die neuen Fernbusse die in Richtung Süden / Alpen unterwegs während der Motorradsaison einfach einen 6er Motorradanhänger Anhänger dran hätten ... denke da gäbe es sicher genügend Nachfrage ...


 
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