Seite 5 von 8 ErsteErste ... 34567 ... LetzteLetzte
Ergebnis 41 bis 50 von 73

Mauterhöhung Schweiz um 150%

Erstellt von nypdcollector, 21.09.2012, 06:40 Uhr · 72 Antworten · 4.451 Aufrufe

  1. Registriert seit
    20.10.2011
    Beiträge
    1.375

    Standard

    #41
    Zitat Zitat von GSATraveler Beitrag anzeigen
    Der Staat sind aber wir alle, ist ja keine anonyme Milchkuh. Deshalb sollte auch hier mindestens kostendeckend 'gearbeitet' werden. Was die Strassen angeht, stimmt die Rechnung mittlerweile eben nicht mehr, deshalb auch die Erhöungsdiskussionen.
    DAS wäre mal interessant inwiefern da die Zahlen nicht mehr bzw. eventuell doch noch stimmen...
    In Deutschland ist der Strassenbau sehr wohl einfacher machbar, ABER es gibt auch keine Vignette für die alleine schon 55Mio privaten Kfz. Und schon seit eh und je wird von den Fahrzeughaltern ein grösserer Betrag einbezahlt wie er zur Erhaltung des Strassennetzes erforderlich ist. In D ein prekäres Thema, da an sich Steuereinnahmen nicht zweckentfremdet verwendet dürfen - und jede Regierung sich bisher mit Sonderbeschlüssen darüber hinweg gesetzt hat und mit Kfz-Steuern andere Finanzlöcher gestopft hat, wobei man dann sogar noch zusätzlich einige Strassen vergammeln liess um noch mehr einzusparen - für kaputte Autobahnstrecken wurde dann einfach die Geschwindigkeit begrenzt.. das Schild war bedeutend günstiger wie eine neue Fahrbahn. Also, auch wenn alle Politiker immer über zu wenig Geld jammern während sie es mit vollen Händen ausgegeben haben, sind da eventuell sogar dennoch kostendeckende Einnahmen vorhanden. Früher gab es auch in der CH keine Vignette und die Summen für den Strassenbau kamen auch damals nicht aus der hohlen Hand.

    Nun haben wir in der CH aber eine nochmals ganz andere Situation, die hier bisher gar nicht genannt wurde - und eigentlich müsste man das Thema aber eben doch vertiefen - wenn man meint, dass man hier "urteilen" möchte.

    Die CH hat ihren Reichtum nicht aufgrund von ein paar uhren und Banken erwirtschaftet, sondern aufgrund der verkehrstechnischen Öffnung des Landes. Der Tourismus ist hier die wichtigste Branche. Exklusive Hotels mittendrin zwischen den 4000ern waren kein Problem, Tennisturniere hinter den 7 Bergen sind gang und gäbe. Tolle Berge und wundervolle Landschaften gibt es auch im Kaukasus - nur kommt dort keiner vorbei.
    Die Tourismusbranche hat somit eine starke Lobby in der CH. Und wie schnell diese pfeift haben die Schweizer Politiker bereits gespürt wie letztes Jahr der Franken beinahe unkalkulierbar abgehoben ist und die Gäste wegblieben. Und das wissen auch die Raststättenbetreiber wie schnell die Reisenden umstellen und sich wieder selber ihre Brote schmieren. Das geht Ruckzuck.

    Nun kommen auch noch andere Faktoren hinzu:

    Die Strassen werden nicht von Touris kaputt gemacht, sondern von den Lkws, die sowieso weiterhin hindurch fahren - ob nun eine Vignette paar Stutz mehr kostet, oder nicht. Aber diejenigen welche eben nicht tagtäglich über die CH-Autobahn MÜSSEN, bleiben somit entweder weg - oder fahren, noch viel schlimmer übers Land und durch die ohnehin verstopften Städte. Das wäre natürlich der Oberwitz, da gerade in der CH Unmengen in Ortsumfahrungen investiert worden sind. Aber der Verkehr würde durchaus dann auch wieder in einem gewissen Umfang von der Autobahn runter geholt.

    Also DAS kanns nicht sein: Touristen vergraulen, die nicht gewillt sind wegen einem Urlaub eine unangepasste Summe zu zahlen - oder die Leute von der Autobahn auf die Landstrasse drängen.
    Die Touristen wären die einzigen die weg blieben - und genau die will man ja haben. Nur die Lkws würden bei einer überzogenen Gebühr immer noch, genau gleich wie zuvor, ihre Spur in die Bahn drücken, - die rechnung zahlt im Endeffekt sowieso dann der Konsument. Der Rest würde nicht alles weiter mitmachen. Wer in der Gastronomie auch Gäste haben möchte, darf nicht am Eingang überzogen Eintritt verlangen wenn die Leute genau so gut woanders hingehen können. Das muss man gut kalkulieren. Die Tourismusbranche ist bereits jetzt extrem beschädigt, muss beinahe staatlich subventioniert werden... da wird man gerade noch eine Art Strafzoll für Urlauber einführen müssen - dann können sie dann wirklich einpacken hier.

  2. Geronimo Gast

    Standard

    #42
    Zitat Zitat von Parzival Beitrag anzeigen
    Es gibt eben Leute, die es interessiert was in ihrem Nachbarland geschieht. Es gibt sogar welche die sich dafür interessieren wer in den USA Präsident wird.... dieses Interesse als „Einmischung“ zu beklagen, klingt schon beinahe unverschämt, wie ein Diskussionsverbot.
    Oja, interessiert mich schon was in einem Nachbarland abgeht. Diskussionen über die Höhe einer Autobahngebühr sind der Mühe nicht Wert. Stichwort Verhältnismäßigkeit, es geht eben nicht um eine weitreichende politische Entscheidung. Aber wenn ihr wollt, bitte schön.

    Grüße,
    Jürgen

  3. Registriert seit
    20.10.2011
    Beiträge
    1.375

    Standard

    #43
    Zitat Zitat von Geronimo Beitrag anzeigen
    Oja, interessiert mich schon was in einem Nachbarland abgeht. Diskussionen über die Höhe einer Autobahngebühr sind der Mühe nicht Wert. Stichwort Verhältnismäßigkeit, es geht eben nicht um eine weitreichende politische Entscheidung. Aber wenn ihr wollt, bitte schön.

    Grüße,
    Jürgen

    Also zunächst hast du erst mal Interesse als "Einmischung" in andere Länder bezeichnet - und nun scheint dir HIER, ausgerechnet in einem GS-Forum, "unverhältnismässig" über Reisedetails zu diskutieren?!
    Du kannst jederzeit wichtigere Themen aufrufen, wenn dir das Thema hier nicht genügend "weitreichend politisch" erscheint... was auch immer du dir darunter vorstellst. Wird sicher interessant.
    Manche diskutieren hier sogar über tote Insekten auf dem Visier oder welche Farbe ihnen besser gefällt... was wirst du nur dazu erst sagen...

  4. GSATraveler Gast

    Standard

    #44
    Oh mann Parzival, gleich das grosse Fass was?

    Die Wertschöpfung des Tourismus hier bewegt sich im tiefen einstelligen Prozentbereich unseres BIPs, wovon dann auch noch ca. 40% auf den Binnentourismus (Schweizer, die in der CH Ferien machen) entfallen; fraglos very nice to have, aber sicherlich nicht gerade unser wirtschaftliches Rückgrat (was mich aufatmen lässt, ist unser Auftreten Fremden gegenüber doch sprichwörtlich).

    Unsere Aussenhandelsbilanz hat seit vielen Jahren einen deutlichen Überschuss, seit 2008 stabil bei rund 20 Milliarden pro Jahr (übrige Dienstleistungen, Pharma, Maschinenindustrie, Uhren, verarbeitendende Industrien etc.). Für eine Volkswirtschaft von zwischen 7-8 Mio Nasen ganz ok. Diese Kohle investieren wir dann zu einem guten Teil auch wieder im Ausland, wo sonst.

    Das lustige an Schlumpfhausen ist, dass wir ausserordendlich diversifiziert sind, d.h. die Leistungserbringer hier sind bunter gemixt als jeder Regenbogen, die Wirtschaft basiert im Wesentlichen auf Mittelständlern, die verhältnismässig flexibel sind; der Arbeitsmarkt ist liberal, d.h. auf den ersten Blick hart für den Arbeitnehmer (auch in festen Anstellungsverhältnissen kurze Kündigungsfristen, keine Kündigungsgründe erforderlich, Arbeitsfrieden seit Jahrzehnten). Krisen treffen uns natürlich auch, aber schlagen nicht gar so heftig durch wie in Wirtschaften mit produzierenden Grosskonzernen, die fehlen hier weitgehend, was ja auch das liberale Arbeitsrecht erklärt. Und klar, wir segeln auch im Kielwasser unserer Nachbarn, vorzugsweise den nördlichen, aber dann auch den sehr westlichen und östlichen Volkswirtschaften, und versuchen einfach einiges ein kleines bisschen besser zu machen, als die Konkurrenz; oder behaupten es zumindest. Zahlenmaterial dazu findet sich im Netz zuhauf, habe auch gerade mein Halb- und Scheinwissen getestet.

    Strassenkosten in CH: Die Einnahmen über Mieralölsteuern, Fahrzeugsteuern und Vignetten und was den Schwerverkehr betrifft über die LSVA=Lastwagenmaut (Bussen nicht gerechnet, die fliessen in die allgemeinen Kassen der Kantone) reichen mehr als zur Genüge, um die laufenden Kosten der Strassen zu finanzieren; es wurden infolge der jährlichen Milliardenüberschüsse erhebliche Rückstellungen gebildet. Im Hinblick auf einen Ausbau der bestehenden Autobahnen, soll nun der Vignettenpreis erhöht werden, dies per 2014 oder 2015. Es sollen dabei zum bisherigen Preis von ca. 33 EUR=CHF 40 Vignetten mit einer Glültigkeitsdauer von 2 Monaten abgegeben werden. Dies ist aber alles noch nicht definitiv, der Konsens und vor Allem der (ebenso sprichwörtliche) Kompromiss will erst noch gefunden werden.

    Gruss Rolf.

    - - - Aktualisiert - - -

    @Gernonimo: Na ja Jürgen, Parzival lebt hier, arbeitet hier, bezahlt hier Steuern (was ich doch sehr hoffe), hat aber mangels bürgerlichen Rechten nichts dazu zu sagen. Da verstehe ich jeden, der Vorbehalte anbringt. Eindeutig ein Systemfehler - ausser bei Deutschen, da ist's Absicht

  5. Registriert seit
    01.01.2012
    Beiträge
    494

    Standard Mauterhöhung Schweiz um 150%

    #45
    Zitat Zitat von Nordlicht Beitrag anzeigen
    Um der Rassismuskeule noch ein wenig Kontur zu geben:
    Kaum ein Schweizer hat wirklich etwas gegen Deutsche. Nur gegen Steinbrück. Wen wunderts
    Aber manche Deutschschweizer haben etwas gegen bestimmte deutsche Schweizer. Weil diese auch nach Jahren noch so tun als würden sie kein Schweizerdeutsch verstehen und weil sie aus Deutschschweizern schweizer Deutsche machen wollen.
    Diese bornierten Hammel machen uns schweizer Deutschen, die wir gern und problemlos mit den Deutschschweizern zusammenleben, unnötig das Leben schwer.
    Ich bleib doch besser bei Vorurteilen. Ist viiiel einfacher
    Und zur Sache gibts ja leider mangels Fakten noch nichts Neues
    Danke und ich füge an das jeder der glaubt das die Schweizer etwas gegen Deutsche haben (die meisten eben nicht) der sollte sich nicht von der Presse verblenden lassen sondern lieber herkommen und sich selbst ein Bild machen. Leider reagiert auch hier die Presse im umgekehrten fall aehnlich und genau deswegen gebe ich da gar nichts drauf...

  6. LieberOnkel Gast

    Standard AW: Mauterhöhung Schweiz um 150%

    #46
    Ich stelle mir bisweilen die Frage, ob der Freiburger nun mehr Gemeinsamkeiten mit dem Basler, oder mit dem Flensburger hat (gemeint ist ausdrücklich nicht das Bier).

    Im übrigen ist die Schweiz ein durchaus beneidenswertes Land.
    Man hat sich erfolgreich der EU und insbesondere dem Euro verweigert und kann auf demokratischer Basis sogar zu Ergebnissen kommen und die auch nach außen selbstbewußt vertreten, die hier als Vorschlag schon dazu führten, daß man an den Pranger gestellt werden würde (Stichwort: Minarettverbot).

    Also: Irgendwo bewundere ich dieses kleine Land, aber wir kommen etwas von Thema ab...

  7. Registriert seit
    20.10.2011
    Beiträge
    1.375

    Standard

    #47
    Zitat Zitat von GSATraveler Beitrag anzeigen


    Die Wertschöpfung des Tourismus hier bewegt sich im tiefen einstelligen Prozentbereich unseres BIPs, wovon dann auch noch ca. 40% auf den Binnentourismus (Schweizer, die in der CH Ferien machen) entfallen;


    Zahlenmaterial dazu findet sich im Netz zuhauf, habe auch gerade mein Halb- und Scheinwissen getestet.

    @Gernonimo: Na ja Jürgen, Parzival lebt hier, arbeitet hier, bezahlt hier Steuern (was ich doch sehr hoffe), hat aber mangels bürgerlichen Rechten nichts dazu zu sagen. Da verstehe ich jeden, der Vorbehalte anbringt. Eindeutig ein Systemfehler - ausser bei Deutschen, da ist's Absicht

    Tatsächlich. Ich habe mich auch noch mal schlau gemacht. Ganz so wichtig ist die Tourismusbranche nicht - oder evtl nicht mehr - wie ich das vor längerer Zeit in einem Bericht mitbekommen habe.
    ABER... das Spiel mit den Zahlen ist eine ganz schöne Mogelpackung. Extrem lustig wenn man hört, dass der grösste Erdölhändler der Welt in der Schweiz ist... und dass von 10 Reichen in der Schweiz 8 Ausländer sind. ..
    Das sind dann zwar auf dem Papier alles Zahlen und ein Haufen Geld, aber in den Arbeiutsplätzen und von sozialer Brisanz für die Schweizer Einwohner sind die meisten dieser oftmals beinahe schon Grossindustriellen nicht, die lediglich ihre Holdings in der CH besitzen und dann tolle Umsätze für die Schweizer Statistiken vorweisen. Aber es macht es möglich, dass die Schweiz einen hohen Lebensstandard bietet und es stützt die gesamte Struktur des Landes und seiner Einwohner. Nun sind wir dann aber ordentlich von der Vignette entfernt...

    Noch etwas weiter davon entfernt ist der Punkt ob ich hier wohne, arbeite, Steuern bezahle... also um meine Person dürfte es hierbei wohl kaum gehen -auch was den Bezug zur Meinungsäusserung angeht.
    Erst mal hat eine Meinung rein gar nichts mit Schweizer Bürgerrechten zu tun, denn eine Meinung zur Vignette DARF auch der Einwanderer aus Somalia äussern - und diese Meinung zeigt sich darin, ob die Leute die Schweizer Autobahn, und somit wohl auch das Land, meiden. Dann ist das hier ein deutsches Forum wo es eigentlich durchaus nichts besonderes ist, wenn sich auch ab und zu mal Deutsche zu den Dingen äussern, die hier beschäftigen ... und das Thema hier heisst "Vignette"... ob das nun Schweizern gefällt wenn sich Deutsche darüber Gedanken machen, ist mir wahrhaftig völlig gleichgültig. Ich kann mich schliesslich auch nicht darüber beschweren wenn ein Schweizer sich über sein deutsches Auto beschwert... das muss schliesslich er selber wissen - genau so wie kein Schweizer über Deutsche hinweg entscheiden kann ob die das Vignetten-Spiel mitmachen... und deswegen beschäftigt es - zu Recht - BEIDE Seiten. Ich finde es ziemlich mühsam, dass hier manche lieber darüber diskutieren ob man über das Thema diskutieren soll... also man kann Dinge auch unnötig verkomplizieren.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Grisuli Beitrag anzeigen
    Danke und ich füge an das jeder der glaubt das die Schweizer etwas gegen Deutsche haben (die meisten eben nicht) der sollte sich nicht von der Presse verblenden lassen sondern lieber herkommen und sich selbst ein Bild machen. Leider reagiert auch hier die Presse im umgekehrten fall aehnlich und genau deswegen gebe ich da gar nichts drauf...
    Nun ja... das Thema ist ja ohnehin im OT-Thread...

    Na ja... wenn die alle kämen wäre das dann wahrscheinlich doch eine ziemliche Überforderung für einige Freunde der Schweizer Tradition.
    Es herrschen hier jedoch ganz klar Vorurteile, die hauptsächlich von den Medien verursacht werden. Es gibt tatsächlich einige die mit Deutschen nicht so gut klar kommen, aber wenn ich mir diese betreffenden Deutschen dann betrachte, muss ich auch sagen: der Fall ist klar. Und das sind nicht unbedingt immer bornierte Typen, welche die "Herrenrasse" raushängen möchten, hier rennen teilweise(!) auch Gestalten aus D herum bei denen man sich wirklich schämen muss .. genau so, wie mancher Schweizer sich zu Recht fragt wie das bei den Deutschen wohl aussieht wenn die alle so kaputt sind wie in den RTL-Sendungen und offensichtlich jeder dort Hartz4 empfängt. Manche Schweizer wissen überhaupt nicht mal, dass dies die Sozialhilfe in Deutschland ist, und nicht das Arbeitslosengeld - weil man im Ausland nur immer von Hartz4 was zu hören bekommt. Und mancher Deutsche weiss nicht, dass die Lebenshaltungskosten in der CH nun mal 35% höher liegen. Es geht so manchem einfach nicht in die Birne, dass hier zwar mehr verdient wird, dass er aber mit einem normalen deutschen Angestelltengehalt in der CH auch nicht weiter käme wie ein Sozialfall. 35% NETTO muss man erst mal Netto mehr haben. Und dann geht noch die Krankenversicherung weg, und wer ne grosse Familie hat, zahlt noch mehr, da hier nicht alle automatisch mitversichert sind. ... usw..
    Wer hier einen Schlag in die Fresse will, soll sich doch einfach mal ne Pizza nach Haus liefern lassen... 20 Franken sind da gleich weg... für ne Pizza, die in Deutschland auf 7€ käme.. also es herrschen auf alle Fälle weit mehr Missverständnisse und Unkenntnis, Voruteile - wie man das aufgrund der selben Germanischen Herkunft annimmt.... und zwar auf beiden Seiten.

    Was soll eine Schweizer Verkäuferin mit einem Deutschen anfangen, der im Geschäft nach einem "Zollstock" herumbellt und "wichtiger Kunde" spielt,
    wenn es dieses Wort in der Schweiz nicht im Sprachgebrauch gibt?... Wie man so schön wo lesen konnte:

    "Für Deutsche ist es vergleichsweise einfach hierzulande etwas falsch zu machen."

    Allerdings wird kein Schweizer verstehen was der Deutsche Zöllner von ihm will, wenn dieser beim Koffer Durchsuchen fragt wird was in dem "Kulturbeutel" drin ist...und dieses Wort ist wahrhaftig alles andere wie passend.

    aber es gibt an sich eben auch das:


    Beim Thema Ausländer und Toleranz wird mancher Deutsche eher fassungslos wenn er mal die Zahlen vergleicht: Zürich hat über 30% Ausländeranteil, Berlin 13%
    Einerseits würde man als Deutscher den Schweizern nachsagen, dass die weitaus grössere zurückhaltende Art freundlich, kultiviert und zuvorkommend ist...
    aber genau die gleichen Verhaltensweisen hält der Deutsche den Schweizern dann vor, wenn eine Meinungsfindung ansteht. Dann ist der Schweizer auf einmal feige, verlogen, verschlagen...
    aber eigentlich liegt es nur daran weil ganz einfach die Mentalität doch unterschiedlich ist. Dagegen merkt der Deutsche gar nicht wie es aufgenommen wird, wenn er frei heraus sagt: "Quatsch, das stimmt so nicht".

    Im Grossen und Ganzen muss man ganz klar sagen, dass eigentlich niemand die Deutschen mehr kritisiert wie dieser selber. Das ist etwas, das im Ausland als unverständlich betrachtet wird und auch zu Unsicherheit führt, ob es denn tatsächlich so schlimm um Deutschland stünde.

  8. Registriert seit
    14.04.2012
    Beiträge
    827

    Standard

    #48
    Unabhängig von der Höhe stört mich die Vignette als solche.Wir haben in Europa ca.40 Staaten,wenn man überall eine Vignette benötigt reicht am
    Moped der Platz kaum aus.Zudem ist es ein Schritt zurück in die Kleinstaaterei.
    Was die Finanzen angeht,in Deutschland kommen angeblich 50 Milliarden Euro an Energiesteuer und MWST.auf Benzin in die Kasse,ausgegeben für
    Straßenbau werden nur 15.Würde das Geld zweckgebunden verwendet ,gäbe es keinen Grund für Maut o.Ä..
    Und das Straßen nicht nur schlecht sind,erkennt man,wenn man Gegenden bereist,wo Leute an einer Blinddarmentzündung sterben,weil sie nicht
    schnell genug in die nächste Klinik kommen.

  9. LieberOnkel Gast

    Standard AW: Mauterhöhung Schweiz um 150%

    #49
    @Parzival
    Bzgl. Ausländeranteil: Ich habe mir mal erklären lassen, daß die Erlangung der schweizerischen Staatsangehörigkeit schwieriger sei, als die Erlangung der deutschen.
    Zählte man neben den tatsächlichen Ausländern auch diejenigen Menschen mit dem vielzitierten Migrationshintergrund hinzu, dürfte Berlin auch bei dreißig und mehr Prozenten liegen.
    Insofern sind die Strukturen sicherlich durchaus vergleichbar.

  10. Registriert seit
    24.09.2012
    Beiträge
    11.841

    Standard

    #50
    Also deutsch-feindliche Schweizer habe ich noch nicht kennengelernt, daher erscheint mir das doch etwas neben der Sache zu liegen, in der Mautdiskussion eine eher nicht vorhandene Deutschfeindlichkeit einzubringen, die bestenfalls Spott ist. Wie schon angedeutet hat ein Freiburger mit einem Basler mehr gemein, als mit einem Flensburger. Aber was hat das alles mit der Maut zu tun?

    Die Plakette ist hässlich und die Bekleberei, bzw. Entfernerei ist auch nicht der Weisheit letzter Schluß. Aber wenn wir mal ehrlich sind, wenn man durch CH auf der Autobahn durchfährt, sind diese Kosten doch im Vergelich zu den Gesamtkosten eines Motorrad-Urlaubes eher eine Lachnummer, selbst wenn der Preis auf 100CHF steigt.

    Als guter Kaufmann, sieht man erst Mal zu, das man das Geld für die Invertitionen, die man tätigen will, reinbekommt.

    Die Schweiz wird sicher einiges in Autobahnen und Tunnel investieren müssen in den nächsten Jahrzehnten. Man denke nur an Zürich oder Egerkingen, Genf , Lausanne und Luzern, bzw. die eintsprechenden Autobahnen und die dortigen Staus. Auch der Abzweig Delemont in Basel ist nicht zu verachten. Dagegen ist die A2 bei Düsseldorf noch gut zu befahren. Ich finde es durchaus legitim.

    Wäre besser gewesen, wenn unsere Politiker diesen kfm. Grundgedanken auch beachtet hättet, z.B. bei der Wiedervereinigung. Ein Transitland, das erhebliche Teile seiner Infrastruktur nur für den Transit zur Verfügung stellt, hat sicher auch das "Recht" für die zusätzlichen Belästigungen (Lärm, Dreck, Abgase) eine Art "Aufwandsentschädigung" zu verlangen.


 
Seite 5 von 8 ErsteErste ... 34567 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Holsteinische Schweiz
    Von dragonheart im Forum Reise
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 01.07.2016, 15:33
  2. Schweiz
    Von CS im Forum Reise
    Antworten: 43
    Letzter Beitrag: 07.05.2012, 11:41
  3. Gruss aus der Schweiz
    Von CHBiker im Forum Neu hier?
    Antworten: 17
    Letzter Beitrag: 17.06.2010, 20:29
  4. Sali aus der Schweiz
    Von Der Schweizer im Forum Neu hier?
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 13.06.2010, 11:50
  5. Schweiz
    Von totti im Forum Reise
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 05.06.2009, 07:13