Seite 1 von 5 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 47

Merkwürdige Geschichte - Betrug?

Erstellt von Berlintwin, 06.06.2015, 22:44 Uhr · 46 Antworten · 4.980 Aufrufe

  1. Registriert seit
    09.05.2012
    Beiträge
    107

    Standard Merkwürdige Geschichte - Betrug?

    #1
    Hallo GS-Freunde,
    habe ganz ärgerliche Geschichte, wo mein Motorrad betroffen ist,
    die leider noch nicht zu Ende und wollte bei Euch um Tips nachfragen, was man hier machen kann.

    Vorgeschichte:
    Irgendwann vor ca. 1 Monat, als ich in Firma in Büro war, bekam ich sehr merkwürdige Anruf.
    Die Frau auf gutem Deutsch hat sich von meiner Versicherung vorgestellt ( also fast korrekt)
    und hat gesagt, es geht um meinen Motorrad. Ich habe mich ein wenig gewundert, wie kommt sie auf meinen
    Telefonnummer aber dann dachte ich, meine Frau hat sie gesagt (hat sie nicht, nachhinein festgestellt, sie
    hat kein Anruf bekommen). Die Dame am Telefon hat ganz normal gesprochen und hat mich um die Datenabgleich
    gefrgt, wie heisse ich, und welche Kennzeichen ich habe. Habe mich sehr gewundert, und so naiv wie ich eben
    bin, habe ich sie gesagt. Dann erzählte sie mir, es geht um die Schaden an meinem Motorrad, die ich in einem
    berliner Bezirk angeblich geholt habe. Das hat mich total gewundert, weil ich in diesem Bezirk schon seit Ewigkeit
    nie gewesen war. Und als sie noch meine Adresse gefragt hat, war ich dann endlich mal misstraurich geworden
    und habe dann sie gefragt, von wo sie denn kommt, weil Versicherung weiss es alles.
    Die hat dann sofort Gesprech zu ende gebracht, sagte " sie muß dann mehr recherschieren", und als ich gefragt habe
    was dennn, hat sie aufgelegt.

    Nachhinein habe ich verstnden, sie hat offensichtlich gelogen wie ein Hund, aber die Sache war gegessen und ich habe
    mich zwar gewundert, geärgert dass ich oleichtsinnig mein Kennzeichen gesagt habe, aber letzendlich war es vorbei
    und ich habe fast schon vergessen.

    Heute:
    Komme nach Hause und sehe in meinem Briefkasten ein Brief, sieht so wie Behördenbrief aus Berlin aus,
    geliefert über Pin AG, mit schlecht gedrucktem "Berlin sagt Nein zu Fremdenfeindlichkeit und Gewalt"
    usw.
    Offne ich, es ist ein Gebührenbescheid von Serviceeinheit Finanzen und Innere Dienste
    -Einnahmewirtschaft-. Drin steht, dass ich Kostenpflichtige Inanspruchnahme von Einrichtungen der Berliner Feuerwehr
    am Tag soundso und Zeit soundso am Einsatzort (diese Bezirk wo ich seit Ewigkeit nicht war) genommen habe und
    verlangen jetzt eben die Einsatzgebühren von mir, laut FwBenGebO. Also ich habe mir in Internet diese Gebührenordnung
    angeschaut, schein zu passen, die Adressen auf Schreiben und Telefon sehr ähnlich mit Berliner Feuerwehr.
    Einzig stört mich, dass ein Nageldrucker verwendet wurde, wer nutzt heutzutage so was?

    Da bin ich platt. Wie kommt so ein Berliner Feuerwehr auf die Idee, irgendwelches Geld von mir zu verlangen?
    Von einem Einsatz, die ich weder veruracht, noch beauftragt oder was auch immer. Nie gehört. Offensichtlich geht es
    um Mineralölentfernung, ich lese dann zwischen Zeilen, vielleicht war es ein Unfall oder Panne. Nichts detailliert, welches
    Fahrzeug oder wer was beauftragt hat, wieso - nichts.

    Und dazu noch eine scharfe Rechtsbehelfsbelehrung: ich kann zwar Widerspruch anlegen, aber
    "Der Widerspruch hat keine aufschiebende Wirkung. Die Erhebung des Widerspruchs befreit daher nicht von der
    fristgemäßen Zahlung der festgesetzten Benutzungsgebühr"

    Das bedeutet für mich, als juristische Laie, egal ob das berechtigt ist oder nicht, ich soll bezahlen und dann
    nachweisen, das es unrechtens ist?

    Das Ganze ärgert mich total. Als ob ich nicht zu tun habe, als mich jetzt auf solchem Front zu kämpfen.
    Ich habe jetzt beruflich sehr spannende Zeit, kaum freie Zeit und hier so was.
    Was soll ich denn mchen? Wiederspruch anlegen? Gebühr bezahlen? Ich war doch nie da, meine Frau fährt
    meine Q auch nicht, was soll es?

    Ich staune überhaupt, wie kommen sie an meine Daten. Klar habe ich selbst in Telefoin als bloede mein Kennzeichen
    erwähnt. Aber die Zulassungstelle? verkufen sie an jeder die Daten? Die Dame, wie ich vorher beschrieben habe, hat
    gelogen, definitiv.

    Soll ich zum Anwalt gehen? Habe zwar eine sehr umfassende Rechtschutzversicherung, die ich noch nie in
    Anspruch genommen habe, aber 150 Euro selbtbeteiligung, das ärgert mich schon total.
    Ich war nicht da und ich weiß von nichts.

    Könnt Ihr mir ein paar Tips geben?
    Ich werde natürlich bei feuerwehr am Montag anrufen und fragen. In Gebührenbescheid steht nichts von
    Auto/Motorrad/Kennzeichen. Es ist nur Ort, Tag und Zeit.


    Verdammt, ganze Wochenende im Eimer.

    Grüße
    Jürgen

  2. Registriert seit
    04.11.2012
    Beiträge
    6.429

    Standard

    #2
    Wenn du irgendkannst, fahr hin. Für solche Fragen zu klären, tauchste besser persönlich dort auf. Von Mensch zu Mensch, ist das besser zu klären. Am Telephon kommt das nicht rüber. . .

  3. Registriert seit
    01.01.2009
    Beiträge
    10.104

    Standard

    #3
    Die Gebührenbescheide der Berliner Feuerwehr sehen meines Wissens nach tatsächlich noch aus wie mit dem Nadeldrucker gedruckt. Widerspruch würde ich auf jeden Fall einlegen und, wie du ja schon planst, am Montag telefonisch dort nähere Auskünfte zum Sachverhalt einholen.
    Den Gang zum Anwalt würde ich mir für den Fall aufheben, dass du die Sache ohne den Widerspruch nicht vom Tisch bekommst. Bekommst du im Widerspruchsverfahren Recht, muss in der Regel die Verwaltung die Anwaltskosten tragen.

  4. Registriert seit
    07.04.2012
    Beiträge
    288

    Standard

    #4
    Ignorieren...

  5. Registriert seit
    01.01.2009
    Beiträge
    10.104

    Standard

    #5
    Zitat Zitat von EagleClaw Beitrag anzeigen
    Ignorieren...
    Super Idee Dann wird der Bescheid bestandskräftig und der User ist erst Recht am A.rsch. Denn seiner Schilderung nach (Pin AG, Behörde, Frankierung) ist der Bescheid authentisch.

  6. Registriert seit
    24.09.2012
    Beiträge
    11.841

    Standard

    #6
    Ich würde da nicht hinfahren. Viel zu viel Aufwand.

    Du schickst an die Adresse (wo das Schreiben herkam) einen Antrag.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    betreffend Ihres Gebührenbescheides vom {Datum} mit {Vorgangsnummer} beantrage ich Vollstreckungs- und Vollziehungsschutz.

    Mit freundlichen Grüßen


    Ist es wirklich eine offizielle Stelle, müssen die auf Deinen Antrag reagieren, sprich, Dir einen Bescheid zustellen in dem sie entweder zustimmen oder ihn ablehnen oder eine Begründung für Deinen Antrag einfordern.

    Dann manchst Du eine Kopie des Schreibens und schickst es mit einer Anzeige an die Staatsanwaltschaft.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    beiliegende Kopie eines Schreiben habe ich von {Adresse} erhalten. Meiner Meinung nach handelt es sich hier um versuchten Betrug, ich erstatte insofern Anzeige gegen Unbekannt.

    Bitte halten Sie mich über den Fortgang Ihrer Ermittlungen auf dem Laufenden.

    Anlage:
    Kopie eines Schreibens

    Mit freundlichen Grüßen


    Natürlich jeweils unterschreiben, per Einwurf-Einschreiben abschicken und warten was da kommt.

    Wir hatten hier schon viel Spaß mit Zahlendrehern im Kennzeichen und ähnlichen Spielchen.

    Stelle Dir einfach eine Frage.
    Warum rucht Dich Deine Versicherung an, wenn die Feuerwehr Geld von Dir will?

    Es gibt keinen Grund.

  7. Registriert seit
    09.05.2012
    Beiträge
    107

    Standard

    #7
    Hallo zusammen,
    danke für die Antworten.
    Jetzt komme ich sogar noch weiter, Internet hilft:

    Unfall in Berlin-Moabit: Achtjähriges Mädchen durch Motorrad schwer verletzt - Polizei & Justiz - Berlin - Tagesspiegel

    Es geht um diesen Unfall, da bin ich noch mehr verwundert:
    Hier steht doch, 47-järige Motorradfahrer, wie kommen sie denn auf mich???
    Und da war doch bestimmt auch Polizei vor Ort???

    Unglaublich das Ganze. Werde Euch berichten wie es weiter geht.
    Grüße
    Jürgen

  8. Registriert seit
    24.09.2012
    Beiträge
    11.841

    Standard

    #8
    Zitat Zitat von EagleClaw Beitrag anzeigen
    Ignorieren...
    Das ist ne ganz tolle Idee. Und dann ist es doch ein Bescheid und Du musst die Einsetzung in den vorherigen Stand beantragen. Macht sich gut als Begründung reinzuschreiben, "Mir wurde geraden das zu ignorieren."

    Ratschläge gibt es hier, da kann man nur noch den Kopf schütteln.

  9. Registriert seit
    24.09.2012
    Beiträge
    11.841

    Standard

    #9
    Sorry hatte ich vergessen, mit Deinem Antrag auf Vollziehungs- und Vollstreckungsschutz, musst Du natürlich einen Widerspruch verbinden, wie Zörnie schon schrieb.

  10. Registriert seit
    24.09.2012
    Beiträge
    11.841

    Standard

    #10
    Wenn sich Dein Gebührenbescheid auf den Unfall bezieht, dann war es ziemlich sicher ein Zahlendreher im Kennzeichen.

    Du hättest sonst nämlich auch noch ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung am laufen, sowie ein Bussgeldverfahren. Und das kommt per Zustellungsauftrag und nicht per Pin-Brief-


 
Seite 1 von 5 123 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. TÜV Geschichte
    Von Germed im Forum R 1150 GS und R 1150 GS Adventure
    Antworten: 33
    Letzter Beitrag: 12.04.2007, 09:32
  2. Irre Geschichte
    Von Wolfgang im Forum Smalltalk und Offtopic
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 29.09.2006, 18:34
  3. Die BMW Geschichte
    Von Schneuzer im Forum Motorrad allgemein
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 14.07.2006, 17:31
  4. Batterie, die unendliche Geschichte...
    Von thomas im Forum R 1200 GS und R 1200 GS Adventure
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 21.04.2006, 11:35
  5. Die BMW Geschichte
    Von Schneuzer im Forum Smalltalk und Offtopic
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 01.01.1970, 06:15