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Pegida

Erstellt von MWH, 30.12.2014, 10:38 Uhr · 1.134 Antworten · 69.647 Aufrufe

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    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    Der Tod eines Menschen ist immer bedauerlich.

    Aber hier werden wohl ganz viele enttäuscht sein, dass der Täter nicht wie von ihnen sicher geglaubt aus der rechten Ecke stammt.

    Also mit hier meine ich nicht das Forum, sondern den Sachverhalt. Bei den Gedenkdemos hätten bestimmt 99% der Teilnehmer geschworen, dass das nur ein Na.zi gewesen sein kann.
    Was mich angeht, bin ich weder enttäuscht noch habe ich einen Schwur gebrochen, nur weil der Asylbewerber nicht von Rassisten ermordet wurde. Ich fand es halt sehr grenzwertig, dass die Polizei öffentlich eine Fremdeinwirkung ausschließt und sich hinterher korrigieren muss. Es wird doch dauernd der Presse um die Ohren gehauen, sie neige zu Schnellschüssen. Wieso konnte die Polizei nicht einfach sagen: Wir wissen nicht genau, woran der Mann gestorben ist, aber wir finden es heraus. Wir wissen auch nicht, welche Hintergründe dahinter stehen, aber auch das finden wir heraus.

    Das vorauseilende Ausschließen von Todesursachen und Tätergruppen ist vor allem dann fatal, wenn man sich hinterher korrigieren muss.

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    ...........sie neige zu Schnellschüssen. Wieso konnte die Polizei nicht einfach sagen: Wir wissen nicht genau, woran der Mann gestorben ist, aber wir finden es heraus. Wir wissen auch nicht, welche Hintergründe dahinter stehen, aber auch das finden wir heraus.
    Ja, das Problem ist doch, dass inzwischen keiner mehr sich traut die Wahrheit zu sagen - da wird einem Polizisten, der seine Arbeit tun will, ein Mikrofon in die Fr....se gedrückt und jetzt sag was.
    Und alles was derjenige sagt, aber alles, wird ver- und/oder umgedreht.
    Auch wenn er sich Pressesprecher nennt, hatte er keine Zeit sich ein eigenes Bild zu machen und erste einmal in Ruhe 1 + 1 zusammenzuzählen.

    Hexenjagd nannte man so etwas in früheren Zeiten - und eigentlich sollten wir darüber stehen. Und, dass die Presse nicht nur die Wahrheit spricht, dafür gibt es genug Beispiele .....

    Auch schlimm finde ich, dass immer alle nachher die Gescheitesten sind und alles gewusst haben wollen ..... (... leider gehöre ich da als auch dazu ).

    Wehret den Anfängen - dieser schlaue Spruch wird viel zu wenig angewendet. Es gibt nämlich niemand mehr, der Verantwortung übernehmen will. Lieber quatscht man alles tot und/oder sitzt es aus.

    Jetzt - nach Charlie - wird diskutiert, was wir alles für Probleme mit den Moslems und dem Islam haben ..... und Fachleute sagen unseren Politikern, dass das seit Jahrzehnten bekannt ist (gestern Abend bei Maybritt Illner). Dann sagt man wieder, ..... man konnte es nicht wissen, wir lernen auch jeden Tag dazu ..... Da fragt man sich doch zu recht, wozu diese Politiker bezahlt werden........ und wieso hier niemand zur Verantwortung gezogen wird.

    ...... aber jetzt lenken wir wieder ab mit der Euroabwertung ...... irgendwie komme ich mir gerade vor wie in einem schlechten Film.... Kann dass sein, dass wir inzwischen so manipuliert werden von Wirtschaft und Politik, dass Lügengeschichten vor Fachwissen gehen, und die Presse nur noch Märchengeschichten schreiben nach dem Motto: man beißt nicht in die Hand, die einem füttert ......

    Wir haben den 23. Januar und eigentlich schon so viel Pulver verschossen, ........ da kann der Rest vom Jahr ja nur noch ruhiger werden

    Gruß Kardanfan

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    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Ich fand es halt sehr grenzwertig, dass die Polizei öffentlich eine Fremdeinwirkung ausschließt und sich hinterher korrigieren muss. Es wird doch dauernd der Presse um die Ohren gehauen, sie neige zu Schnellschüssen. Wieso konnte die Polizei nicht einfach sagen: Wir wissen nicht genau, woran der Mann gestorben ist, aber wir finden es heraus. Wir wissen auch nicht, welche Hintergründe dahinter stehen, aber auch das finden wir heraus.
    Das vorauseilende Ausschließen von Todesursachen und Tätergruppen ist vor allem dann fatal, wenn man sich hinterher korrigieren muss.
    das stimmt nicht, hat die Polizei so nicht gesagt, es wurde so verbreitet. Vielmehr wurde in einer ersten Verlautbarung des Polizeisprechers bekannt gegeben "....dass zunächst an der Leiche keine Hinweise auf Fremdeinwirkung festgestellt worden sind."

    klingt irgendwie anders oder? von Fremdeinwirkung ausschließen war nachher in einigen Nachrichten zu lesen. das ist ganz was anderes

    Das Vorgehen beim Auffinden einer toten Person ist standartisiert.
    Erstens wird vor Ort beim Auffinden einer offensichtlich toten Person ein Arzt/Notarzt hinzugezogen, der verbindlich den Tod feststellt und zweitens einen Totenschein ausfüllt. Aufgrund der Auffindesituation mit vielen Gaffern wurde in diesem Fall davon abgesehen, die Leiche vor Ort zu entkleiden und weitere Inaugenscheinnahmen durchzuführen.
    Der Arzt hatte im Totenschein "nicht natürlicher Tod" angekreuzt.
    Deshalb wurde die Leiche in die Rechtsmedizin überführt zur abschließenden Feststellung der Todesursache, die dann ergeben hat, dass die Person an den Messerstichen verstorben ist.
    Hier wurde nichts versäumt und nichts vertuscht.

    Die Kritik an der Polizei, weil nicht sofort an einen fremdenfeindlichen Hintergrund gedacht wurde, ist lächerlich und unhaltbar. Für das Vorliegen gab es keinerlei Anhaltspunkte. Da wurde einfach mal so in den luftleeren Raum reinkritisiert.
    das heißt jedoch nicht, dass die Beamten beim auffinden einer dunkelhäutigen toten Person nicht auch diese Möglichkeit in Betracht ziehen.

    Kritik lasse ich allenfalls für den Umstand gelten, dass hier von Polizeiseite vorschnell und übereifrig versucht wurde, die Öffentlichkeit mit halbgaren Informationen zu versorgen. Da lassen sich die Pressesprecher oft hinreißen.

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    Danke Tiger für die Richtigstellung.

    Auch hier gilt für die linken Parteien und Gruppen das alte Pippi Langstrumpf-Motto: Ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt. Und deutsche Polizisten sind ja ohnehin Mörder und Faschisten

    Da sind sich linker und rechter Rand völlig gleich. Die kommen ohne nachzudenken nur mit gebrüllten Parolen durchs Leben und können damit alles erklären.

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    Zitat Zitat von Kardanfan Beitrag anzeigen
    Und, dass die Presse nicht nur die Wahrheit spricht, dafür gibt es genug Beispiele .....
    Soweit würde ich nicht gehen.

    Andererseits ist die Realität eigentlich viel schlimmer und subtiler.
    Es wird nichts Falsches geschrieben. Es wird manipuliert durch Überbetonung bzw. Weglassen. Ich habe über Leipzig zum Beispiel gelesen, das dort sehr viele Rechtsradikale bei LEGIDA mitmarschiert seien. Im Radio hörte ich am gleichen Tag davon, dass von Autonomen einige Seitenstraßen teilweise mit brennenden Sperren abgeriegelt wurden, um Leute daran zu hindern an der Legida Veranstaltung teilzunehmen. Davon stand in unserer Tageszeitung überhaupt nichts. Stattdessen war ein Hoologan auf dem Titelbild der eine Deutschland Fahne umgehängt hatte.

    Nun kann sich - gemeinsam mit der Berichterstattung der letzten Wochen - jeder ein Bild machen, ob so etwas Zufall ist oder nicht.

    Darüber hinaus beklage ich seit längerem, nicht erst seit Aufkommen der PEGIDA Diskussion, dass sich die Presse zunehmend auch in journalistischen Artikeln von der reinen Berichterstattung hin zur Kommentierung (ohne dies entsprechend zu kennzeichnen) entwickelt hat. Man mag einfach mal ganz normale Artikel der Tageszeitung durchlesen und darauf achten, wie häufig bewertende Adjektive ganz subtil in die "Berichterstattung" einfließen. Wenn dies neutrale Presse sein soll, na dann.....

    Und noch einmal ganz deutlich:

    Mir geht es nicht um die Anliegen irgendwelcher Pegida, Hagida, Legida oder sonstwas.
    Mir gehts schlicht um den Umgang damit und wie unsere hochgelobte Meinungsfreiheit hier einseitig interpretiert wird.

    "Haltet die Fresse" ist für mich keine inhaltliche Auseinandersetzung. Voltaire bemühe ich nicht nochmal.

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    Zitat Zitat von GSMän Beitrag anzeigen
    ...................

    Und noch einmal ganz deutlich:

    Mir geht es nicht um die Anliegen irgendwelcher Pegida, Hagida, Legida oder sonstwas.
    Mir gehts schlicht um den Umgang damit und wie unsere hochgelobte Meinungsfreiheit hier einseitig interpretiert wird.

    .........................
    uns selbst wenn es Dir darum ginge!!!... Wie weit ist es eigentlich gekommen, daß man sich für seine Meinung entschuldigen muß?
    DAS ist nach meiner Ansicht ein riesen Problem!

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    @ GSMän

    Ja, was ist Meinungsfreiheit, wie definiert sich Pressefreiheit und was ist kompetente Berichterstattung.

    Ich bin auch immer wieder geschockt, wie schnell man sich eine Meinung bildet aufgrund falscher Informationen.

    Die Satire hat uns voll im Griff und vernebelt die Realität. Oder was ist Ironie, und ab wann beginnen die Lügen .....

    Noch nie wurde so oft überall darauf hingewiesen, dass man sich informieren muss. Nur wo, dass sagt einem keiner.

    Wir lesen jeden Tag subjektive Interpretationen über die Geschichte, die Wirtschaft, die Politik....., nur die Wahrheit ist inzwischen weiter davon entfernt, als der Mond......

    Meinungsbildung ist nicht mehr schwarz oder weiß ......... nur wer soll bei der Farbpalette noch den Überblick behalten.

    - ist der Euro nun ein Erfolg?
    - sind die Versicherungen unschuldig, wenn die zugesicherten Überschüsse ins Bodenlose stürzen?
    - sind wir nun Einwanderungsland, und wenn ja, wieso kommen nicht die richtigen?
    - bringt die PKW-Maut nun einen wirtschaftlichen Erfolg und bessere Straßen für die Zukunft?
    - ist PEGIDA nun rechts, links oder von N..A..Z..I..S ... unterwandert oder gesteuert?
    - soll ich mich jetzt freuen über die Abwertung des Euros?
    - wird alles besser, wenn Griechenland den Euro zurück gibt?
    - ist mein Platz im Alters-/Pflegeheim gesichert, wenn wir all die Asylanten einbürgern?

    ...... nur bei dem Bachmann weiß ich jetzt, das war wirklich eine Dampfblase ....... und bin froh, dem nie hinterhergelaufen zu sein. Weiß aber jetzt nicht mehr, welche Ziele diese Bewegung wirklich verfolgte.

    Und leider hat die Presse nur eines geschafft - in meinen Augen -, tonnenweise Papier für die Biotonne.

    Schade, dass der Mensch auch nicht merkt, wann das Fass leer ist oder überläuft, bzw. der Bogen überspannt wird.

    Super, wir sind frei und keiner weiß mehr, was das bedeutet........

    Gruß Kardanfan

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    wo sich meiner Meinung nach die gesamte Presse bis auf die Knochen blamierte ist der Trauerzug der Politiker zum Gedenken an den Anschlag auf Charlie. Kein einziger der anwesenden Journalisten (es waren sich an die 100) schreibt , dass die Herren/Damen Betroffenheitsheuchler km entfernt in einer Seitenstraße einen 20 min Pressetermin aufgebaut hatten.

    Das ist lächerlich, das ist infam, das ist heuchlerisch und das ist eine bewußte Verzerrung der Realität. hätte nicht die Drohne die Überkopfaufnahme gemacht und die nicht ihren Weg ins Netz gefunden, kein einziger der Journallie hatte die Eier zu schreiben, was da tatsächlich abging. Berufsethos verraten

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    Wie man den Wahrheitsgehalt von Nachrichten beurteilt ist eine wirklich schwierige Frage, da gebe ich dir Recht Kardanfan.
    Noch nie wurde so oft überall darauf hingewiesen, dass man sich informieren muss. Nur wo, dass sagt einem keiner.
    Recherche und Reflektion ist meines erachtens der beste Weg zur Meinungsbildung. Wenn ich mir von jemandem sagen lassen will/muss wo ich mich zu gesellschaftlichen Themen informieren soll dann lässt man sich womöglich die Arbeit des Denkens abnehmen.
    Wenn ich Informationen aus unterschiedlichsten Medien zusammentrage und darüber nachdenke, so hoffe ich ein halbwegs realitätsnahes Bild von dem zu bekommen was in der Welt geschieht. Das man die Fülle an Informationen als zumeist Aussenstehender nicht immer in einen eindeutigen Kontext setzen kann ist leider Ergebnis der vernetzten Welt. Zu der einem ,zumindest in Deutschland, meist alle Türen offen stehen.

    Was Pegida angeht hoffe ich das langsam Ruhe einkehrt und die bröckelnde Fassade nicht durch radikalere Kräfte gestüzt wird.
    Ich habe mir die Demos angeguckt und es ist leider so das vielen dort ein Deutschland ohne Ausländern sehr gut gefallen würde. Es gibt vieles hier in Dresden das einem das Gefühl einer aufgeklärten Gesellschaft vermittelt, umso peinlicher ist es das sich immer wieder soviele Tausende zu den Pegida Kundgebungen mobilisieren lassen.
    Auffälig ist das viele alte Leute bei den Demos unterwegs sind, sodass ich guter Dinge bin das sich zumindest ein Teil der Probleme in naher Zukunft von selbst erledigen.

    Beste Grüße aus Dresden

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    Zitat Zitat von dakarist Beitrag anzeigen
    Auffälig ist das viele alte Leute bei den Demos unterwegs sind, sodass ich guter Dinge bin das sich zumindest ein Teil der Probleme in naher Zukunft von selbst erledigen.

    Beste Grüße aus Dresden
    Dieses zynische Prinzip kannte ich bisher nur von Versicherungen, die ihre Versicherten in Schadenfällen durch alle Instanzen über die Zeit treiben. Deren Hoffnungen sehen ähnlich aus.