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Pegida

Erstellt von MWH, 30.12.2014, 10:38 Uhr · 1.134 Antworten · 69.606 Aufrufe

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    Zitat Zitat von Andaluz Beitrag anzeigen
    bist DU arzt? meine bessere hälfte schon (oberärztin on der viszeralchirurgie). und was die erzählt ... aber lassen wir es am besten gut sein!!! das gehört nicht in diesen fred!
    Ich kann dir aus meinem Beruf auch vieles erzählen und trotzdem haben wir kein schlechtes Sozialsystem, höchstens ein teures und ineffizientes. Und das in der Gesundheitsversorgung vieles im Argen liegt, bestreitet auch niemand. Aber deswegen gehört es noch lange nicht zu den schlechtesten. Es sei denn, die Vergleichsgruppe setzt sich aus den 20 besten Systemen dieser Erde zusammen.

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    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    aber eine Bitte hätte ich noch: Wenn ihr tatsächlich davon überzeugt seid, dass die Presse lügt - dann lest sie doch nicht mehr. Aber bitte konsequent: Nicht mehr am Kiosk oder im Supermarkt drin rumblättern, nicht mehr die Schlagzeilen der Boulevardpresse lesen und sich davon informiert fühlen. Und auch im Netz: SpOn oder Focus.de nicht mehr lesen. TV? Nicht mehr gucken (okay, Top Gear bleibt erlaubt).
    Selbst du mußt doch ehrlicherweise zugeben, daß inzwischen eine Art "Gefälligkeits-Journalismus" immer öfter zu entlarven ist.
    Und ich würde mittlerweile nicht mehr von einzelnen schwarzen Schafen reden.
    Da wird doch zum Teil ganz bewußt manipuliert.

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    Zitat Zitat von Andaluz Beitrag anzeigen
    bist DU arzt? meine bessere hälfte schon (oberärztin on der viszeralchirurgie). und was die erzählt ... aber lassen wir es am besten gut sein!!! das gehört nicht in diesen fred!
    Doch, genau, das gehört in diesem Thread. Du hast gerade angekündigt, dir ohne die Presse deine Meinung zu bilden. Dann mach das mal. Deine Frau ist ja Oberärztin, die kann dich sicherlich zur Lage in der Ostukraine, zur Digitalen Agenda und zur Situation in Griechenland nach der Wahl präzise ins Bild setzen.

    Sampleman

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    Zitat Zitat von Trabbelju Beitrag anzeigen
    Selbst du mußt doch ehrlicherweise zugeben, daß inzwischen eine Art "Gefälligkeits-Journalismus" immer öfter zu entlarven ist.
    Und ich würde mittlerweile nicht mehr von einzelnen schwarzen Schafen reden.
    Da wird doch zum Teil ganz bewußt manipuliert.
    Ich gebe gar nichts mehr zu. Ich gebe auf. Ein Land, in dem die beliebteste Fernsehsendung "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" heißt und in dem die meistgekaufte Tageszeitung die Bild-Zeitung ist, hat offensichtlich die Medien, die es verdient. Ich wünsche euch viel Spaß bei der zukünftigen Informationsakquise. Und Vorsicht: immer wenn der, der's berichtet, dafür ein Honorar oder ein Gehalt bezieht, dann nicht glauben, denn dann ist er gesteuert. Ich lasse mein Mopped auch am liebsten von Leuten beschrauben, die dafür kein Geld wollen, denn die können das immer noch am besten.

    @Ampertiger: Einerseits hast du recht mit deiner Kritik, dass bei dem Auftritt der Staatschefs in Paris fälschlicherweise der Eindruck erweckt wurde, dass die Staatsschefs an der Spitze des Trauerzuges marschieren. Andererseits ist es völlig logisch, dass sich vierzig Staatschefs niemals gemeinsam unter freiem Himmel und ohne einen Sicherheitskordon treffen werden. Und dass Obama nicht dabei war, war noch viel logischer: Der US-Präsident geht nirgends hin, wo sich der Secret Service nicht zuvor intensiv zwei Wochen lang umgesehen hat.

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    Zitat Zitat von Trabbelju Beitrag anzeigen
    Selbst du mußt doch ehrlicherweise zugeben, daß inzwischen eine Art "Gefälligkeits-Journalismus" immer öfter zu entlarven ist.
    Der "Gefälligkeits-Journalismus" existiert fast nur auf Grund der Internet Konkurrenz und dem Facebook Gebaren der Konsumenten. In einer Zeit in der irgendwelche Kiddies mehr Einfluss auf die Meinung unserer Gesellschaft nehmen können, als Fachredakteure in der "Zeit", gehen halt auch früher mehr professionell agierende Medien den Weg der Likes.

    Jedes Gesellschaft bekommt die Informationen, die sie benötigt. Da heute im Generellen keiner mehr Wissenschaftlern glaubt, oder Ärzten, oder generell irgendwen - Google ist ja immer schlauer - regiert halt die Massen Meinung die Welt.

    Gut für die, die diese manipulieren können, was ja, wenn ich mir diesen Thread so ansehen, nicht schwer ist.

    Frank

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    Aus dem Pegida - Thread wird zwar gerade ein Pressethread, aber da das eine das andere ja beinhaltet, finde ich die Diskussion sehr interessant.

    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Mich als Journalist irritiert, wie sehr hier die Presse in einen Topf geworfen wird. Da hat Pegida ja ganze Arbeit geleistet.
    Sorry, aber das ist ein böser Irrtum. Auch wenn das offensichtlich nicht mehr gewollt ist, sind die Bürger dieses Landes sehr wohl im Stande, sich eine eigene Meinung zu bilden. Die Skepsis gegenüber der Presse besteht schon viel länger als Pegida. Die Stimmung bspw. bei den Leserkommentaren in den bekannten Online-Zeitungen ist nicht schwer zu erkennen.

    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Wenn ihr tatsächlich davon überzeugt seid, dass die Presse lügt - dann lest sie doch nicht mehr. Aber bitte konsequent: Nicht mehr am Kiosk oder im Supermarkt drin rumblättern, nicht mehr die Schlagzeilen der Boulevardpresse lesen und sich davon informiert fühlen. Und auch im Netz: SpOn oder Focus.de nicht mehr lesen. TV? Nicht mehr gucken (okay, Top Gear bleibt erlaubt).
    Wärst Du Koch und Gästen würde das Essen nicht schmecken, würdest Du sie rausschmeißen und an die Pommesbude schicken?

    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Ich persönlich habe keinen Bock mehr, mich von Leuten, mit denen ich keinen Vertrag habe, in beleidigender Wortwahl auf Erfüllung desselben in Anspruch nehmen zu lassen.

    Sampleman
    Der gemeine Leser der kritisierten Presse hat nämlich ebenfalls keine Lust mehr, sich immer wieder aufs neue vorschreiben zu lassen, was er denken, fühlen und sagen darf. Es ist doch auch die Presse, die immer gerne betont wie frei dieses schöne Land doch ist.

    Ich will der Presse gar nicht vorwerfen, dass sie lügt! Ich laste der Presse an, dass sie es sich ebenso wie Lehrer, Politiker, Schriftsteller in einer Mainstream - Meinungsecke schön gemütlich gemacht hat. Wo sind denn die Querdenker, die die wirklich recherchieren und unbequeme Dinge ansprechen, auch wenn diese gerade nicht gehört werden wollen? Was heute durch Journalisten "aufgedeckt" wird ist doch eher mit Kinderüberraschungen zu vergleichen. Was ist daran überraschend, wenn ein Journalist sich bei Amazon oder Burger King einschleicht um dann hinterher die fürchterlichen Arbeitsbedingungen offenlegt? Versteckt Fotos machen in einer Hühnerfarm? Alles nichts neues und nichts unerwartetes. Selbst wenn es um die Rocker geht wird nur oberflächlich berichtet. Platte Infos über gefundene Waffen etc. - das wars. Hat mal je eine Zeitung darüber geschrieben, dass die Probleme mit den Rockern erst dann unkontrollierbar wurden, als die sich vor Jahren unzählige Migranten ins Boot geholt haben die heute auf den alten Ehrencodex scheixxen? Fehlanzeige, es gibt ja den Pressecodex....

    Auch braucht sich niemand wirklich wundern, wenn die Bürger ständig dieses Geschmäckle empfinden. In Zeiten in denen Pegida für Aufruhr sorgt, überschlägt sich die Presse mit Berichten über Migranten und deren wundervolle Integration, über Heldentaten von Ausländern und die fabelhafte und bunte Welt der Muslime. Toll, haben wir alles schon tausendmal gelesen und freuen uns über jeden integrationswilligen Zuwanderer. Der kann auch nichts dafür, dass Teile seiner Landsleute es ihm nicht gleichtun, aber er macht das Fehlverhalten eben dieser Teile auch nicht wieder wett.

    Liest man einigermaßen ausgeschlafen die gängigen Zeitungen über einen längeren Zeitraum kann man problemlos ellenlange Listen füllen mit "den guten" und "den bösen".

    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Ich wünsche euch viel Spaß bei der zukünftigen Informationsakquise. Und Vorsicht: immer wenn der, der's berichtet, dafür ein Honorar oder ein Gehalt bezieht, dann nicht glauben, denn dann ist er gesteuert. Ich lasse mein Mopped auch am liebsten von Leuten beschrauben, die dafür kein Geld wollen, denn die können das immer noch am besten.
    Die Leser hatten schon genug Spaß, als in der Presse der arabische Frühling gefeiert wurde. Der syrische Aufstand gegen Assad wurde auch als mutig und werweißwie demokratisch gelobt. Jetzt wüten dort Barbaren.

    Das hier ist das nächste klassische Beispiel für eine Zeitungsente:

    Dresden: Flüchtling nach Pegida-Demo tot vor seiner Haustür gefunden ? gibt es einen Zusammenhang?

    Das ist ein aktueller Link. Selbst Tage nachdem klar ist, dass der Mann durch einen Mitbewohner in der Asylunterkunft ermordet wurde, hält es niemand für nötig den Artikel zu editieren. Was soll das?

    Ich werde weiterhin die Zeitungen kaufen und lesen, jedoch nehme ich mir das Recht, mir meine eigene Meinung zu bilden. Von der Presse erwarte ich ehrliche, offene und schonungslose Information. Meine Meinung bilden kann ich mir selber.

    Zitat Zitat von fmantek Beitrag anzeigen
    Jedes Gesellschaft bekommt die Informationen, die sie benötigt. Da heute im Generellen keiner mehr Wissenschaftlern glaubt, oder Ärzten, oder generell irgendwen - Google ist ja immer schlauer - regiert halt die Massen Meinung die Welt.

    Gut für die, die diese manipulieren können, was ja, wenn ich mir diesen Thread so ansehen, nicht schwer ist.

    Frank
    Nur als Anmerkung zu Wissenschaftlern: Ein Großteil der Wissenschaftler und deren Forschungsprojekte wird durch Förderprogramme der Länder, des Bundes oder der EU finanziert. Liefern diese dann nicht die Forschungsergebnisse die man sich erhofft hat, kann es schon mal ungemütlich werden.....

    Hier noch ein schöner Bericht zum Thema Presse:

    P.T. Magazin: Mein Schatz hat?s Grün so gern

    Grüße

    Burkhard

  7. maggelman Gast

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    das "Problem " mit der "meinungsbildenden Presse" ist seit Jahrzehnten bekannt!
    Auch "Gutachter" müssen von irgendwas leben!!
    Getreu nach dem Motto: Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich sing...aber das ist schon seit jeher so!

    Wichtiger finde ich eigentlich, das ein jeder sein Umfeld bewusst wahrnehmen sollte..den in diesem bilden sich Gruppierungen, die je nach Betrachtungsweise, gut oder weniger gut sind!!
    Und dann sollte Jedermann (Frau) auch genug Arsch in der Hose haben, gegen negative, schädliche Strömungen, Stellung zu beziehen!!

    Im Netz ist das einfach, in der Realität gibt es dafür auch schon mal was auf`s Maul!!

  8. Registriert seit
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    Früher gab es in der Presselandschaft, CDU anhänigige Medien und SPD anhängige Medien die sich auch Gegenseitig nicht grün waren, da durch das es heute zwischen CDU und SPD nahezu keinen Unterschied mehr gibt, spiegelt sich dieses auch in der Medienlandschaft wieder, alles Friede, Freude, Eierkuchen, nur nicht gegenseitig anpissen!!

  9. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Vatta Beitrag anzeigen
    Das hier ist das nächste klassische Beispiel für eine Zeitungsente:

    Dresden: Flüchtling nach Pegida-Demo tot vor seiner Haustür gefunden ? gibt es einen Zusammenhang?

    Das ist ein aktueller Link. Selbst Tage nachdem klar ist, dass der Mann durch einen Mitbewohner in der Asylunterkunft ermordet wurde, hält es niemand für nötig den Artikel zu editieren. Was soll das?
    Tja, einer der Gründe, weswegen ich als Journalist hiermit offiziell die Waffen strecke vor Menschen, denen es an Medienkompetenz fehlt, die sich aber dennoch ein Urteil darüber anmaßen, wie Medien funktionieren.

    Der von dir zitierte Link ist von der deutschen Version von "Huffington Post". Deren Geschäftsmodell basiert darauf, dass jeder, der möchte, dort veröffentlichen kann. Er bekommt dafür aber nichts bezahlt außer der öffentlichen Anerkennung. Deshalb steht da auch so viel S.c.h.ei.ß.e drin. Das muss man natürlich wissen, wenn man sich mit Dingen auseinandersetzt, die im Internet veröffentlicht werden. Tun viele Leute aber nicht. Und die zitieren dann auch munter aus Quellen wie "Deutsche Wirtschafts Nachrichten" oder - besonders geil - aus "RT.com"

    Ich muss euch ja zugute halten, dass mich niemand dazu gezwungen hat, eine Bresche für den Stand der Journalisten zu schlagen. Aber es ist auch völlig sinnlos. Journalismus ist ein freier Beruf, jeder darf sich "Journalist" nennen, aber ebenso wie ein Leiter einer Ebola-Station in Westafrika nicht in einen Topf geworfen kann mit einem botoxspritzenden Schönheitschirurgen, gibt es auch im Journalismus Unterschiede. Bei einem Publikum, das zu dumm und zu uninteressiert ist, diese Unterschiede zu sehen, hat es aber keinen Sinn, darauf hinzweisen.

    Hört sich beleidigend an? Mag sein, aber von dem, womit ich mein Geld verdiene, hat von euch vermutlich kaum jemand auch nur eine Zeile gelesen (nein, mein Roman war Spaß und kein Journalismus). Insofern bin ich Nichtmitgliedern meiner Zielgruppe auch kein Appeasement schuldig. Bin ja kein Staatsdiener.

    Wie gesagt: Ich wünsche weiterhin viel Vergnügen bei der Beschaffung von Informationen über die Dinge, die in der Welt passieren;-)

    Sampleman

  10. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Vatta Beitrag anzeigen

    Nur als Anmerkung zu Wissenschaftlern: Ein Großteil der Wissenschaftler und deren Forschungsprojekte wird durch Förderprogramme der Länder, des Bundes oder der EU finanziert. Liefern diese dann nicht die Forschungsergebnisse die man sich erhofft hat, kann es schon mal ungemütlich werden.....

    Burkhard
    Ungemuetlich? Geht dann die Heizung aus?

    Wissenschaftliche Arbeiten, egal wer die bezahlt, werden, wenn sie denn irgendeine Art von Wichtigkeit haben sollten, durch den Peer Review process geschickt. Da ist es ziemlich egal, ob das Ergebnis irgendwelchen lokalen Politikern schmeckt. Wissenschaft ist einfach, weil nachvollziehbar und meistens belegbar.

    Darum ignoriert die Politik die Ergebnisse ihrer Fachgruppen immer so gerne, mit Tatsachen setzt man sich in Berlin ungern auseinander, da lässt man lieber die Nahles Fabeln erfinden.

    Frank