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Tagesleistung von Kilometerfressern auf Gewalttouren

Erstellt von eMTee, 14.08.2013, 10:28 Uhr · 40 Antworten · 3.651 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #31
    Zitat Zitat von Wasty Beitrag anzeigen
    ...TomTom mit der kurvenreichen Strecke...
    [OT]
    Ja, die schönen kurvenreichen TomTom-Strecken...
    Da treibt der Navigator allerdings auch so manches Mal seine Blüten:
    Wenn man z.B. im Rheingau ... Mist! ... jetzt habe ich glatt verraten, dass MT möglicherweise für ... öhmm ... Main-Taunus stehen könnte ... von Martinsthal in Richtung Schlangenbad fährt, dann nimmt die kurvenreiche Strecke doch tatsächlich den kurzen Schlenker über das gleich nebendran liegende Rauenthal...
    Okee, Weinkenner könnten dann natürlich gleich eine Probe des Rauenthaler Steinmächers nehmen, aber das wirft natürlich sofort den ganzen Zeitplan über den Haufen...
    [/OT]

    Übrigens recht herzlichen Dank für die vielen interessanten Beiträge!

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    #32
    Meine Touren mit Sozia od. an den WE´s sind in d. Regel auch nur zw. 350 u. 450 km lang, dafür gibt´s halt viele Pausen od. am Restnachmittag die Fahrradtour mit Claudia am Kanal entlang (soft skills). Um so wichtiger sind drei Tage im Jahr für MICH !
    Ich besuche jedes Jahr einen Bekannten in Südfrankreich mit dem Mopped, meist über´s verlängerte WE u. freue mich immer riesig auf die Tour ! Für die 950 km brauche ich zw. 16,5 u. 17,5 Std. Das Mopped packe ich deshalb einen Tag vorher, lade die Tour ins Navi u. gehe früh ins Bett ! Um 4.30 h fahre ich los, nicht ohne vorher anständig gefrühstückt zu haben.
    Zuerst geht´s eine Stunde auf langweiligen Nationalstrassen dahin, Kilometer machen. Die Vogesen liegen ja vor meiner Haustüre, kenne ich also v. den WE Touren auswendig u. versäume da nichts, außerdem ist es z.B Ostern od. Pfingsten, um die Uhrzeit noch nicht hell u. die Strassen sind kalt. Dann geht´s durch´s Jura bis Oyonnax od. Genf, je nach Route. Ich fahre auch (weitgehend) nach d. StVO, als Kraftfahrer (40 To Sattel) kann ich mir da nicht´s erlauben. Dann, bis Höhe Annonay mach ich wieder Kilometer, die Gegend um Lyon gibt nicht viel her, man bekommt höchstens ein Photo v. d. Gendarmerie nach Hause geschickt. In jeder Ortschaft wird dir deine Geschwindigkeit angezeigt....nervig. Dann kommt d. schönste Teil d. Tour, Ardèche, Cevennen ins Haut-Languedoc auf kleinen Nationalstrassen. Zw. Mende u. Millau fällt dann die Entscheidung ! Es werden die Zelte aufgebaut, meistens wenn ich jemanden im Schlepptau habe, od. wenn ich alleine unterwegs bin u. meine Konzentration nachlässt od. d. Wetter nicht mitspielt od. wenn ich unterwegs zu viel Zeit verloren habe, also zu spät v. d. Türe stehen würde. Hier fällt die Entscheidung !
    Die Fahrt geht nun langsam in die Abenddämmerung, die Strassen sind eng, kurvig, es gibt so gut wie keinen Verkehr aber Wildwechsel ohne Ende, manchesmal Rollsplitt, kein Netz f. Handy, man will jetzt Ankommen, muß sich im Griff haben u. 2 Gänge runterschalten, volle Konzentration. Diesen Abschnitt liebe ich am Meisten (od. hänge eben das Moskitonetz über´s Mopped u. freue mich über den Sternenhimmel) ! 21.30 h sitze ich dann v. einer Flasche Muscat, dem Wildschweinragout, das schon ein paar Tage vorher extra f. mich/uns eingelegt wurde u. d. Flasche Rotwein. Ich schlafe mich dann aus, fahre eine kleine Tour in d. Region, gehe wieder früh ins Bett bevor´s am dritten Tag, auf ähnlicher Route wieder zurück geht. Normalerweise arbeite ich am Tag drauf auch wieder, bevor das Mopped abgepackt wird. Das Grinsen geht erst nach einer vollen Arbeitswoche langsam weg, die Touren haben sich wohl f. alle Zeiten in mein Gehirn eingebrannt denn während sich die vielen kleinen Touren in meinem Kopf zu einem einzigen Kuddelmuddel zusammengeballt haben sind diese Touren alle "Present".
    Ich bin seit 25 Jahren als Lastkutscher im 40 Tonner unterwegs. Die ersten 15 Jahre im intern. Fernverkehr, oft auch über´s WE. Warscheinlich daher vorbelastet, geschädigt od. wie auch immer. Ich treibe aber auch Sport, rauche nicht (mehr) u. Alkohol gibt´s auch nur zu besonderen Anlässen.
    Es gibt ja auch sehr viele Freizeitjogger, Marathonläufer schon weniger. Ein Freizeitjogger mag den Marathonläufer, d. 42 km unter 3 Std. läuft, weil er sich Sommer wie Winter daraufhin trainiert hat u. U. f. bekloppt, unverantwortlich halten. Ist er das ? Weiß er, was er da tut ?

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    #33
    Hallo,

    also ich unterscheide für mich die Begriffe "Tour" und "(Verbindungs-)Etappe" sehr deutlich.
    Meine Legend:
    Tour= Ein- oder Mehrtagesfahrt(en), Etappe = Teilstück einer Mehrtagestour

    Zwar reise ich mittlerweile fast schon lieber allein, da ich dann kompromissloser planen kann, aber mindestens einmal im Jahr steht der 2 wöchige "Männerurlaub" an. Daran beteiligen sich i. d. R. 2-4 gute Freunde mit unterschiedlichstem Motorradmaterial. Derartige Touren sind zu 99% Auslandsfahrten, wodurch sich zwangsläufig Überführungsetappen zu Fähren, Grenzen Check-In-Terminen o.ä. ergeben. Diese Überführungsetappen werden knallhart, jedoch unter Berücksichtigung der Teilnehmerqualifikation und teilnehmenden Materials, auf schnellstmögliche Überwindung größtmöglicher Strecken geplant. Da kommen dann auch Strecken von 1000-1500 km BAB oder bis zu 900 km LStr. zustande. Alles in allem kann ich zwar auch solche Mörderetappen - zumindest teilweise - sehr genießen, ich würde jedoch jeden, der behauptet dies sei der Sinn unseres Hobbys, mindestens als "mächtig komisch", wenn nicht sogar "verrückt" bezeichnen!
    Vor Ort belaufen sich dann die jeweiligen Tagesetappen zwischen 50 bis maximal 500 km, was dann auch Zeit bietet, das Hobby, die Gruppe und die Landschaft wirklich zu verinnerlichen und zu genießen. Wohingegen auf Mörderetappen jeder doch mehr oder weniger mit sich selbst und dem Durchhalten beschäftigt ist als sich um die Schönheit der vorbeifliegenden Flora und Fauna kümmern zu können :-)

    Wie bereits hier geschrieben, gibt es natürlich viele verschiedene Fahrertypen. Ich zähle mich zu denjenigen, für die der Urlaub bereits am Garten-/Garagentor beginnt. Daher würde ich eine lange Tour wohl auch niemals mit dem Autozug oder womöglich PKW + Anhänger planen, solange es mein Körper mir noch gestattet. Wenn ich allein unterwegs bin gibt es Tage, an denen ich abends nur 200 km auf dem Zähler habe. An anderen jedoch auch durchaus mal 650 km, weil ich einfach im Fahrrausch war und darüber die Zeit und die zurückgelegte Strecke sehr gut vergessen kann.

    Grundsätzlich aber gilt doch stets - und da sind sich ja alle bisherigen Schreibe recht einig - Megaetappen sind kein Ruhmesblatt für "Nicht-Profi" und "Nicht-Wettbewerbsfahrer". Denn bis auf eventuell fragende oder auch anerkennende Blicke und Sprüche am Stammtisch, kann man sich nichts dafür kaufen.

    Beste Grüße
    Tobias

  4. Registriert seit
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    #34
    Servus,
    in guter alter Zeit habe ich allwöchentlich die 980 schnurgeraden km zw. Istanbul und Mersin unter die Reifen genommen, bis Ankara Autobahn, dann schnurgerade Landstrasse mit 2 (in Worten: "zwei") Kurven von max 30 Grad auf knapp 300km.
    Das geht recht gut, wenn man nicht alle 50km zum Rauchen und Teetrinken anhalten muss, eine grosse Gepäckrolle als Rückenlehne, einen Tankrucksack als Kinnauflage, div. Fussrasten, highway-bars an Sturzbügel/Zylinder und vor allem lange Arme hat, 1001 Sitz-/Liegepositionen kennt und diese auch geniessen kann ;-)
    Fahrtechnisch schöner war die Tour Mersin-Antalya-Izmir-Canakkale-Igoumenitsa...
    Gut 20 Std. durchgefahren, 2 Std. vor Abfahrt in Igoumenitsa angekommen um dann die Fähre doch noch zu verpassen weil aufm Strand eingepennt...
    DAS brauche ich nicht mehr:-)
    LG
    Balou

  5. cab
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    #35
    Zitat Zitat von AlpenoStrand Beitrag anzeigen
    Meine Hausrunde ist rund 350km lang (mit verschiedenen Variationen), da muss ich nicht mehr die Gegend bewundern und kann mich ganz auf die Kurven konzentrieren. Diese Rund geht sich leicht am Nachmittag von 15-19h aus. Ohne Stress und Hektik, fast im Rahmen der StVO.
    moin,
    meinen absoluten Respekt.
    350 km landstrasse mit nem stundenmittel von annähernd 90.
    das ist schon ziemlich fix. oder ???

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    #36
    Er sagt ja, fast im Rahmen der StVO

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    #37
    199?, H-Castellón de la Plana, knapp 2000km in 31h. H bis kurz vor Lloret de Mar Autobahn, dann Küstenstraße bis Barcelona, Ortsdurchfahrt (2.5h/45km in schwarzem Leder um Mittag herum , um von der Küstenstaße auf die Autobahn zu kommen), Rest Autobahn. Schnitt rechnerisch ~63km/h, real deutl. höher, da nat. Tank-, Pinkel-, Rauch-, Kaffee- und Essenspausen anfielen.

    Spaß?
    Ja, streckenweise. Anfangs war's einfach Spaß am Fahren an sich, Autobahn in F langweilig, kühl, extrem windig (die Fatboy hat Scheibenräder, da werden heftige Windböen in Schräglage auch mal durchaus "spaßig". Spaß ab Lloret de Mar bis Barcelona, die Küstenstraße ist spaßig . Die "Ortsdurchfahrt" Barcelona war einfach nur heiß, anstrengend (u. die geltenden Verkehrsregeln habe ich heute noch nicht begriffen ). Spätestens ab da konnte ich kaum noch sitzen, bin weite Strecken stehend auf Trittbrettern (zu weit vorn ) o. Beifahrerrasten (zu weit hinten ) gefahren. Der Arxxx tat derart was von weh ... . Spaßig war die Ankunft in Castellón, wo die bereits Tage früher gefahrenen Freunde nicht schlecht staunten.

    Alles das übrigens auf einer (bekannt unzuverlässigen) Harley Fatboy Bj. 91 . Auf der Rückfahrt bin ich dann auch folgerichtig zweimal liegen geblieben. Einmal vor Besancon mit plattem hinteren Reifen, dann bei Guxhagen (südlich v. Kassel), weil der arme, erst knapp 4 Jahre alte Akku, dessen Schlamm zusammengerutscht war, als wir in Besancon die Maschine auf die Seite legen mussten, um das Hi-Rad auszubauen, endgültig seine Geist aufgab (soll ja auch bei BMW Akkus geben, die fast so lange halten ).

    Spaß hat's gemacht

    Grüße
    Uli

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    #38
    OK, 1000 km und mehr überwiegend auf der Bahn zur Anreise..., und das auch nur damals, mit der RT.

    Heut: Anreise gemischt BAB und B, und am Ende schon erste Schottertouren so um 650 km in ca. 15 Std.

    Reine Alpentour (ohne jegliche B) dann schon auf ca. 15 Std verteilt ab 600 - (ü 700 bei guter Kondition)

    Oder schon dort, dann 280 - 350 km Schotter (natürlich mit Verbindungsstraßen) in ca 10-12 Std.

    Gr, cowy

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    #39
    810 Km aus der Tschechei nach Hause in Norddeutschland, reine Dosenstrecke, das war mein
    längster Stremel und ich werde das künftig vermeiden.
    Am Schluss weiß man ja gar nicht mehr, wie man sitzen soll. Die Intervalle zwischen den Stopps
    auf den Raststätten wurden immer kürzer - man ist eben nicht mehr 20, :-)
    Aber schön war's doch!

  10. Registriert seit
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    #40
    Nun ja, vor ein paar Jährchen, man war eben noch jünger, da waren Anfahrten zu unseren Freunden in der Schweiz auch Tagestouren. Von Brandenburg ins Berner Oberland sind es auch so um die tausend Kilometer. Aber mit dem Alter kommen eben auch die Zipperlein sowohl bei mir als auch bei meiner Frau. Trotz Alternativen wie Anhänger, Sprinter oder Autozug ist es auf den eigenen Rädern am schönsten.

    Na an machen wir eben aus einer langen Anreise zwei Tagesetappen oder mehr. Gut geplant (oder garnicht) macht das auch Laune.

    In diesem Jahr sind wir auf Nebenstraßen vom Erzgebirge durch die Tschechei in den Bayrischen Wald gefahren. Die Tagesetappe war 270 km lang und hatte eine reine Fahrzeit von ca. 7,5 Stunden. Das bringt uns aber mehr wie 1000km Autobahn, zumahl ich als Kraftfahrer eh schon jeden Leitpfosten bei Vornamen kenne.

    Die Länge der Etappe ist doch Wurscht, schön soll es sein.


    Gruß Joachim


 
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