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Übermässiges Blitzen - Interessante Diskussion in der Schweiz

Erstellt von soaringguy, 15.08.2014, 00:24 Uhr · 87 Antworten · 5.566 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #61
    Zitat Zitat von FP91 Beitrag anzeigen
    Radfahren ist nunmal effizient, günstig, umweltschonend und sogar gut für die Gesundheit. In der Theorie. In der Praxis sind deutsche Radwege außerhalb des Münsterlandes und Teilen Norddeutschlands meistens eine Zumutung (weshalb die häufig niemand benutzt dem seine Knochen lieb sind) und gerade in Berlin (ja C-Treiber, da steh ich ganz entgegen deiner Meinung!) die Autofahrer absolut Rücksichtlos. Ganz abgesehen davon, dass die Ampelphasen absolut auf Autos berechnet sind und damit ein vorankommen mit dem Fahrrad zu Qual wird.
    Genau das ist der Denkfehler. Viele Fahrradfahrer denken, dass sie die besseren, ökologischeren und deshalb privilegierten Verkehrsteilnehmer sind. Sie nehmen jede Behinderung ihres Fortkommens als Zumutung auf, die sie nicht zu akzeptieren bereit sind. Dabei übersehen sie, dass auch andere Verkehrsteilnehmer permanent am Fortkommen gehindert werden und diesen Umstand mehr oder weniger stoisch ertragen. Mir fällt zum Beispiel in München auf, dass es mittlerweile gängiger Usus ist, dass bei Bauarbeiten an einem Haus in der Innenstadt gleich die ganze Straßenseite davor gesperrt wird. Die Schwanthaler Straße, eine der Haupt-Einfallstraßen vom Westen in die Innenstadt, ist bereits seit zehn Jahren nicht mehr frei befahrbar, weil immer mindestens an drei Häusern gebaut wird und die Straße davor eingeengt ist. Das bedeutet für alle motorisierten Verkehrsteilnehmer nahezu permanent Stau bzw. Stop & Go, dort ist meist kein Durchkommen. Wer nicht unbedingt muss, fährt dort nicht lang. Das ficht viele Radler jedoch nicht an. Sie quetschen sich an den Autos vorbei, schneiden Spuren, spielen permanent mit ihrem Leben - und scheuchen die Passanten auf dem Fußweg. Würden sie sich an die Verkehrsregeln halten, dann müssten sie entweder andauernd im Stau warten oder ihr Fahrrad den Fußweg entlang schieben. Beides ist für einen ökologisch wertvollen Besseradler offenbar nicht zumutbar. So, und nun stelle man sich mal vor, alle anderen Verkehrsteilnehmer würden einen ähnlich hohen Grad an Anarchie an den Tag legen. Dann wäre da Massaker, und zwar jeden Tag.

    Ich will gar nicht bestreiten, dass die Verkehrsregelung nicht auf Fahrradfahrer abgestimmt ist. Aber wenn ein Auto an einer Ampel nicht rechts abbiegen kann, weil andauernd rechts an ihm Fahrräder vorbeirauschen (auf dem Fußweg, wenn auf der Fahrbahn kein Platz ist), dann führt das zu Verkehrsstaus, zu Abgasen etc. Fahrradfahrer müssen in toto mehr Rücksicht nehmen. Und eine höhere Kontrolldichte ist der erste Schritt dazu.

  2. Registriert seit
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    #62
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Aber wenn ein Auto an einer Ampel nicht rechts abbiegen kann, weil andauernd rechts an ihm Fahrräder vorbeirauschen (auf dem Fußweg, wenn auf der Fahrbahn kein Platz ist), dann führt das zu Verkehrsstaus, zu Abgasen etc. Fahrradfahrer müssen in toto mehr Rücksicht nehmen. Und eine höhere Kontrolldichte ist der erste Schritt dazu.

    sorry, aber was für ein Blödsinn....

    Was soll der Radfahrer denn machen? Nehmen wir das Beispiel Köln: Die Radwege hier sind derart gefährlich, weil sie eben von der Fahrbahn getrennt auf einem Streifen des Bürgersteig verlaufen. Parkende Autos verhindern die Sicht der Autofahrer auf eben diese Radwege. Natürlich schaue ich aus Eigenschutz immer (bremsbereit) ob nicht wieder ein Depp einfach abbiegt. Aber ich soll als Radfahrer wohl noch warten bis die Autos abgebogen sind? Nee, mal ehrlich, das geht ja gar nicht!

    Was hier gerade stattfindet ist ein erstklassiges Radfahrerbashing ohne auch nur die geringste Ahnung von den Zuständen auf den Straßen zu haben, aus Sicht der Radfahrer.

    Warum wird der seitliche abstand nicht eingehalten? Auch wenn ich angeblich (was faktisch nicht so ist) unerlaubt auf der Straße fahre, gibt das den Autofahrern noch lange nicht das Recht mich wegzukicken und/oder zu gefährden. Das übersehen aber einige.

  3. Registriert seit
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    #63
    Bin selber gern und oft mit dem Rad unterwegs. Lege auch schon mal die Regeln etwas tolerant aus, aber trotzdem habe ich kein Verständnis für das Verhalten vieler Radfahrer.
    Vielleicht fühlt man sich in der relativen Anonymität sehr sicher, Radfahrer sind kaum zu ermitteln und extrem mobil. Hier bei uns gibt es regelmäßige Kontrollen und die Jungs (und Mädels) in Uniform sind dabei auch mit dem Rad unterwegs und gut trainiert, das hat geholfen.

    Ich bin relativ oft in Münster, das ist für mich das beste Beispiel, wie es nicht geht. Völlige Rücksichtslosigkeit der Radler in Verbindung mit ordinären Verhalten.
    Da habe ich mal einen Radfahrer angehupt, weil er mich in eine Vollbremsung gezwungen hat. Der Idiot springt vom Rad, stellt es vor mein Auto und schreit, ich solle sofort aussteigen.
    Fand den Lösungsweg ok und bin seiner Aufforderung gefolgt. Irgendwie hat er sich dann doch überlegt, da er eilig seinen Weg fortsetzen wollte.
    Na ja, bin nicht ängstlich, aber wenn meine Frau allein im Auto unterwegs gewesen wäre, blöd.

    Klar kann man sagen, das sind Einzelfälle, die breite Masse ist vielleicht weniger aggressiv wie dieser Idiot, aber mindestens genau so bescheuert.

    Gruß

    Michael

  4. Registriert seit
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    #64
    Zitat Zitat von MacDubh Beitrag anzeigen
    Was soll der Radfahrer denn machen? Nehmen wir das Beispiel Köln: Die Radwege hier sind derart gefährlich, weil sie eben von der Fahrbahn getrennt auf einem Streifen des Bürgersteig verlaufen. Parkende Autos verhindern die Sicht der Autofahrer auf eben diese Radwege. Natürlich schaue ich aus Eigenschutz immer (bremsbereit) ob nicht wieder ein Depp einfach abbiegt. Aber ich soll als Radfahrer wohl noch warten bis die Autos abgebogen sind? Nee, mal ehrlich, das geht ja gar nicht!
    Was soll der Autofahrer denn machen, der in seinem PKW ne ganze Ecke niedriger sitzt, als Du auf dem Drahtesel?

    Seinen Röntgenblick einschalten um durch die parkenden Autos hindurch zu sehen, ob da ein Fahrradfahrer ist?


    Ich würde mit dem Rad mit Vergnügen stehen bleiben und die Autos passieren lassen... einfach aus dem Selbsterhaltungstrieb heraus.

    Aber ich lasse ja auch ab und zu den Gegenverkehr durch, wenn's gerade passt, obwohl die Engstelle auf deren Seite ist...

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    #65
    Zitat Zitat von WorldEater Beitrag anzeigen
    Was soll der Autofahrer denn machen, der in seinem PKW ne ganze Ecke niedriger sitzt, als Du auf dem Drahtesel?

    Seinen Röntgenblick einschalten um durch die parkenden Autos hindurch zu sehen, ob da ein Fahrradfahrer ist?


    Ich würde mit dem Rad mit Vergnügen stehen bleiben und die Autos passieren lassen... einfach aus dem Selbsterhaltungstrieb heraus.

    Aber ich lasse ja auch ab und zu den Gegenverkehr durch, wenn's gerade passt, obwohl die Engstelle auf deren Seite ist...
    ist doch ok, mache ich ja auch. Aber erlebe mal, wie rücksichtslos da abgebogen wird. Wenn ich nix sehe, dann taste ich mich langsam vor. Aber da wird einfach durchgeknallt. Egal, ob da ein Radweg ist oder nicht. Ich sehe da aber die Schuld nicht nur bei den Autofahrern. Den Verkehrsplanern sollte man den Ar*** aufreissen. Die verursachen das ja schon in der Planung!

    Ein wenig mehr Rücksicht tut allen gut, nicht nur den Auto- sondern auch den Radfahrern. Ich versuche meine Augen auch überall zu haben und mit allem Unmöglichen zu rechnen. Wenn mir aber bei 25 km Arbeitsweg zum x-ten mal so eine Karre vors Rad fährt, dann werde auch ich irgendwann ungehalten. Und wenn es dann die arme Sau erwischt, dann ist es halt so.

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    #66
    Dann sollte man allerdings bedenken, daß das vorsichtigste Raustasten aus dem Sichtloch niGS nütz wenn der Radfahrer ohne Vorsicht über den Radweg bügelt. Die "Deppen" im PKW haben nun mal eine gewisse Reaktionszeit.

    Was mir die letzten Jahre auffällt, daß wohl sowohl die "alten", als auch die "jungen" Fußgänger entweder ein schweres HWS Problem haben oder ein riesiges GottVertrauen in die motorisierten Verkehrsteilnehmer haben. Da guckt keiner. Niemand rechnet mit einem Fehler der anderen Verkehrsteilnehmer.

    Oder haben die alle ein HWS Problem?!?

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    #67
    Zitat Zitat von Sherlock Beitrag anzeigen
    Klar kann man sagen, das sind Einzelfälle, die breite Masse ist vielleicht weniger aggressiv wie dieser Idiot, aber mindestens genau so bescheuert.

    Gruß

    Michael


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    #68
    Zitat Zitat von der niederrheiner Beitrag anzeigen

    Was mir die letzten Jahre auffällt, daß wohl sowohl die "alten", als auch die "jungen" Fußgänger entweder ein schweres HWS Problem haben oder ein riesiges GottVertrauen in die motorisierten Verkehrsteilnehmer haben. Da guckt keiner. Niemand rechnet mit einem Fehler der anderen Verkehrsteilnehmer.

    Oder haben die alle ein HWS Problem?!?
    Die gleiche Beobachtung mache ich auch. Kommt zum HWS noch Ohrenverstopfung durch I-pod etc. Will aber nichts sagen, war auch mal unmotorisierter und unmotivierter Teenager mit Kopfhörern.

  9. Registriert seit
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    #69
    Zu meiner Zeit waren die Geräte am anderen Ende der Kopfhörer einfach noch zu groß. Und auf'm Rennrad unpraktisch, wenn es galt ein Mofa abzuledern. . .

  10. Registriert seit
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    #70
    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen

    ........................


    Sorry...ich habe nichts gegen Radfahrer...nur etwas gegen deren zum Teil asoziales Verhalten....

    Mir geht´s ähnlich, ich hab auch nix gegen Radfahrer .........................., also nix wirklich Wirksames.


 
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