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Unsere Rechtspflege einmal plastisch erklärt...

Erstellt von GSMän, 29.04.2014, 05:50 Uhr · 105 Antworten · 5.827 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #81
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    ganz genau Frank, die Verhältnismäßigkeit.
    Gerade in diesem Fall sehe ich die Ohrfeige als eine der niedrigen möglichen Maßnahmen. das Verhalten des Kochs hätte noch bedeutend einschneidendere Maßnahme gestattet. hier wäre nur zu nennen: in Gewahrsam nehmen und das Verbringen außer Haus. Festnahme und Verbringen auf das Polizeirevier -> Anzeige wegen Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sind alles denkbare Maßnahmen.
    Ähm ,... es steht zwar nicht da aber du glaubst doch nicht ernsthaft , dass die Polizisten dann "einfach so" abgerückt sind.
    Natürlich haben sie den Platzverweis durchgesetzt. U.U. unter zu Hilfenahme einer deiner genannten Maßnahmen.

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    #82
    Zitat Zitat von dan2511 Beitrag anzeigen
    Ähm ,... es steht zwar nicht da aber du glaubst doch nicht ernsthaft , dass die Polizisten dann "einfach so" abgerückt sind.
    Natürlich haben sie den Platzverweis durchgesetzt. U.U. unter zu Hilfenahme einer deiner genannten Maßnahmen.
    Na selbstverständlich wird der Platzverweis, wenn der Verwiesene dem nicht von allein nachkommt, durchgesetzt. Wenn ich das nicht mache oder dazu nicht bereit bin, kann ich mir das auch sparen und mir einen anderen Beruf suchen.

    Grüße
    Steffen

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    #83
    Ja dann sind die genannten Alternativmaßnahmen zur Ohrfeige Makulatur.... weil vermutlich ebenso passiert

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    #84
    Zitat Zitat von dan2511 Beitrag anzeigen
    Ja dann sind die genannten Alternativmaßnahmen zur Ohrfeige Makulatur.... weil vermutlich ebenso passiert
    Du meinst, er hat sein Haus dann freiwillig verlassen?

  5. Registriert seit
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    #85
    Es gibt keine Schilderung darüber aber wahrscheinlich ist, dass es zu weiteren Maßnahmen, wie AmperTiger beschrieben hat, gekommen ist. Das heisst die von AmperTiger geschilderten Alternativmaßnahmen zur Ohrfeige sind getroffen worden.

    ( MINDESTENS : in Gewahrsam nehmen und das Verbringen außer Haus.)
    Schon alleine um den Platzverweis durchzusetzen.

    Wozu dann die Ohrfeige ?
    (( Antwort: damit Ruhe herrscht))

    Wenn der Mann so gewalttätig war wie oft beschrieben , hat er sich sicher nicht durch die Ohrfeige beruhigen lassen.Wenn doch , war er nicht so gewalttätig wie beschrieben. Ich glaube nicht , dass sich der 52 Jährige nach der Schelle schmollend in die Ecke gesetzt hat bzw. weinend das Haus verließ....


    Vermutung
    Auch glaube ich , dass der "Ohrfeiger" seinerseits Anzeige wegen Widerstandes gegen Vollzugsbeamte erstattet hat.Schon alleine um seine Notwehrhandlung zu rechtfertigen und einer Anzeige wegen Freiheitsberaubung ( wenn Gewahrsam durchgesetzt wurde) zu entgehen.

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    Standard Unsere Rechtspflege einmal plastisch erklärt...

    #86
    Dan, ich weiss nicht genau, vor welchem Hintergrund du schreibst. Aber ganz allgemein freut es mich, dass es in diesem Forum noch Menschen gibt, die in der Lage sind, sich einigermassen zu artikulieren!!! Alleine dafür schonmal danke. Die üblichen Irrlichter hatten ja bereits Gelegenheit, hier abzulaichen...

    Ich sehe vermutlich deine Argumentation, stehe aber im Konflikt, dass ich dir nicht generell antworten kann.
    Ich versuche es dennoch.
    Ich empfinde jeden eingriff in die körperliche Unversehrtheit eines Menschen als falsch. Egal, ob dies durch spitzbuben oder gesetzeshüter geschieht.
    Das war die Theorie.
    In der Praxis gibt es für mich dann durchaus Gründe, welche eine körperliche Massnahme rechtfertigen. In diesem Fall würde ohne Ringreifen eventuell ein höheres gut gefährdet.
    Ob also generell ältliche Köche geschlagen werden dürfen? Nun, ich kenne Restaurants, da hab ich schon drüber nachgedacht- aber nein: das geht nicht!
    Ob im konkreten fall die Ohrfeige gerechtfertigt war?
    Ich weiss es nicht. Der Bericht gibt mir nicht genug Hinweise, also urteile ich nicht.
    Die hinter dieser Ohrfeige lauernden Probleme sind so gross, dass unsere Verbalproleten hier im Forum diese nicht im Ansatz begreifen! Weshalb man sich überlegen muss, ob man ein moralisches Dilemma mit mehr Tiefgang als Esspapier hier wirklich diskutieren will.
    Dan, wie siehst du es: sollte eine eher grundsätzliche aussage nach den zu schützenden guten oder den zu stoppenden schlechten Menschen ausgerichtet werden? Will ich durch Verhaltensmassregeln den ehrlichen Beamten den Schutz und Rückhalt geben, den sie benötigen für ihren Job? Oder will ich vor allem die schwarzen Schafe aussieben?
    Und wenn ich beides will- wie formuliere ich das dann?

    Schlussendlich: ich habe schon mehrfach unter Gewaltanwendung meine Gesundheit verteidigt oder auch eine Massnahme durchgesetzt. Ich habe es aber immer vermieden, ins Gesicht zu schlagen. Diese Geste ist schlichtweg demütigend.
    Ich bin deshalb froh, dass der Polizist nicht ohne Konsequenz aus der Sache entlassen wurde.
    Der Richter macht ja denn auch deutlich, dass er hier ganz klar dem Beamten ein Geschenk macht, indem er sich auf einen Beweismangel beruft. Keinesfalls rechtfertigt er die Ohrfeige! Hätte er diese als erwiesen angesehen, hätte er anders entschieden. Es mag irre klingen- aber hätte er den Verdächtigen aufgrund eines möglichen Angriffs kampfunfähig gemacht, wäre die Situation viel einfacher. Aber so? Da hätte ich dann im debriefing sehr viele Fragen gehabt.

    Es bleibt ein dilemma. Körperliche Gewalt als Mittel gegen verbale aggression? Nein. Aber um einen drohenden angriff abzuwehren? Klar ja.
    Wie schützen wir uns Bürger nun vor den uniformierten Rambos, engen aber gleichzeitig unsere potentiellen Lebensretter und Helfer nicht unnötig ein?

  7. Registriert seit
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    #87
    Servus Nordlicht.

    Dan, wie siehst du es: sollte eine eher grundsätzliche aussage nach den zu schützenden guten oder den zu stoppenden schlechten Menschen ausgerichtet werden? Will ich durch Verhaltensmassregeln den ehrlichen beamten den Schutzbund Rückhalt geben, den sie benötigen für ihren Job? Oder will ich vor allem die schwarzen Schafe aussieben?
    Und wenn ich beides will- wie formuliere ich das dann?
    Am Ende sind beides Menschen die Rechte genießen , ob wir das nun wollen oder nicht. Das sichert uns das GG zu.Ich persönlich erwarte diese Einschätzung ebenfalls von der Exekutive.Tendenziell pro "ehrlicher Beamter" , der es unbestreitbar schwer hat. Das Recht eine Maßnahme zu ergreifen heisst noch lange nicht, es im "Stressfall" anwenden zu müssen.
    Daher die Unterscheidung Recht und Moral.

  8. Registriert seit
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    #88
    Zitat Zitat von dan2511 Beitrag anzeigen
    Das Recht eine Maßnahme zu ergreifen heisst noch lange nicht, es im "Stressfall" anwenden zu müssen.
    Moral ist zum Kotzen subjektiv und kann ich für mich selbst im stillen Kämmerlein haben, aber nicht im Beruf, in dem ich für das Recht und den Schutz anderer notfalls auch meinen Kopf hinhalten muss.
    Inkonsequenz, Desinteresse, Schulterzucken, Wegschauen und Wegducken sind keine Eigenschaften, die ich bei einem Polizisten sehen möchte. Wenn ich als Polizist eine Anordnung treffe, muss ich mir darüber im Klaren sein, was die Vollziehung dieser Anordnung rechtlich und tatsächlich umfasst.
    Deine Aussage impliziert, dass ich zwar in bestimmten Situationen rechtmäßig Gewalt anwenden war, dass ja aber nicht unbedingt muss. Und diese Aussage ist falsch! Wenn ich eine bestimmte Art von Zwang anwenden darf, dann nur, weil mir mildere Mittel nicht mehr zu Verfügung stehen oder diese nicht zweckmäßig sind. Wie Tiger schon sinngemäß schrieb, ist dann Nichtstun und Weggehen keine Handlungsalternative.

    Grüße
    Steffen

  9. Registriert seit
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    #89
    Sehr gut Steffen , dein Outing.

    Nimm dir mal 10 Minuten und Google die Begriffe :
    Moral
    Ethik
    Metaphysik

    Die einleitenden Sätze reichen.

  10. Registriert seit
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    Standard

    #90
    Zitat Zitat von dan2511 Beitrag anzeigen
    Sehr gut Steffen , dein Outing.

    Nimm dir mal 10 Minuten und Google die Begriffe :
    Moral
    Ethik
    Metaphysik

    Die einleitenden Sätze reichen.
    Das muss ich nicht und auch nicht mir von Leuten wie dir etwas über Moral und Ethik erzählen lassen. Wenn du mal in einem Notfall die Hilfe der Polizei brauchst, dann bete, dass die sich an Recht und Gesetz hält und nicht an deine moralischen Grundsätze. Damit bin ich hier aus!

    Grüße
    Steffen


 
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