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Verunsicherung im -Umgang mit Kolleginnen durch aktuelle 5exismusdebatte?!

Erstellt von blntaucher, 31.01.2013, 21:05 Uhr · 256 Antworten · 17.782 Aufrufe

  1. LieberOnkel Gast

    Standard AW: Verunsicherung im -Umgang mit Kolleginnen durch aktuelle 5exismusdebatte?!

    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    mehr zum Thema generell heute im Focus, Neusprech und Gutdenk
    Political Correctness: Was darf man in Deutschland sagen
    Den Artikel habe ich auch schon gelesen.
    Und der ist wirklich lesenswert, insbesondere hinsichtlich seiner Aussagen bezüglich der deutlich linksorientierten Medienlandschaft.

  2. Registriert seit
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    Standard

    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    mehr zum Thema generell heute im Focus, Neusprech und Gutdenk
    Political Correctness: Was darf man in Deutschland sagen
    Danke für den Link. Allerdings sehen die das alles ein bisschen einseitig, auch mit der Noelle-Neumann'schen Schweigespirale. Wenn man in gewissen Motorradfahrerkreisen zum Beispiel die Meinung vertritt, man habe keine Lust zu sterben und wolle auch nicht überfahren werden, deshalb fände man ABS und das Tragen von Warnwesten höchst vernünftig, dann tritt die gesellschaftliche Isolation schnell und umfassend ein. Interessant finde ich übrigens, dass die Gruppe derer, die als potenziell Beleidigte auftreten dürfen, recht schwer zu fassen ist. So ging zum Beispiel neulich der (echte?) ungelenk geschriebene Brief eines siebenjährigen, farbigen Mädchens durch die Gegend, in dem sie sich in herzzerreißenden Worten darüber empört, wie schlimm es für sie sei, wenn sie das Wort "....." höre oder liese. Interessanterweise interessiert sich keine Sau für meine Gemütslage, wenn ich als gebürtiger Niedersachse in Bayern mit dem Wort "Zuag'roaster" oder gar "Saupreiss" beschimpft werde (Seit wann liegt Niedersachsen in Preußen? Bayern liegt ja auch nicht in Ungarn) und wenn alle Jahre wieder eine Münchner Boulevardzeitung mich für die hohen Mieten in München verantwortlich macht - und nicht etwa die gierigen Vermieter und die untätige Politik. Es ist auch erstaunlich, dass eine Hertha Däubler-Gmelin zurrücktreten musste, nachdem sie (inhaltlich völlig korrekt) G.W: Bush mit ...... verglichen hatte, während Wolfgang Thierse keins seiner Ämter abgeben musste, nachdem er von den Schwaben in Berlin verlangt hatte, sie sollten auf die Befindlichkeiten der Berliner Rücksicht nehmen. Das hätte er ja mal von Türken und Arabern verlangen können, oder - besser noch - von Sinti und Roma. Dann wäre es das aber gewesen mit der SPD-Karriere.

    Was lernen wir daraus: Man darf nur Bevölkerungssegmente diskriminieren, die ansonsten nicht benachteiligt sind. Insofern liegt im Diskriminierungsverbot für Randgruppen vermutlich eine besondere Perfidie: man darf sie nicht diskriminieren, weil ihnen der Mumm abgesprochen wird, sich dagegen zur Wehr zu setzen. Na, wenn das keine Diskriminierung ist;-)

  3. Registriert seit
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    Standard

    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    [...]
    Was lernen wir daraus: Man darf nur Bevölkerungssegmente diskriminieren, die ansonsten nicht benachteiligt sind. Insofern liegt im Diskriminierungsverbot für Randgruppen vermutlich eine besondere Perfidie: man darf sie nicht diskriminieren, weil ihnen der Mumm abgesprochen wird, sich dagegen zur Wehr zu setzen. Na, wenn das keine Diskriminierung ist;-)
    Gegenbeispiel:Ein ganz spezielles Bevölkerungssegment (schwachsinniges Wort), das ansonsten überhaupt nicht benachteiligt wird (ganz im Gegenteil) darf aber auch nicht nur ansatzweise diskriminiert werden. Selbst die Bezeichnung Randgruppe würde da schon einen Empörungsorkan auslösen. Die darf man noch nicht einmal kritisieren, weil jeder genau weiß: Denen fehlt keinesfalls der Mumm (unpassende Bezeichnung), sich gegen jegliche Andeutung von Kritik zur Wehr zu setzen bzw. jede Kritik im Keim zu ersticken.

    Eine Zensur findet nicht statt (sagt das Grundgesetz).
    Die Scheren im Kopf sind die wichtigsten Werkzeuge jedes Journalisten/Publizisten und Politikers in Deutschland (sage ich).
    Da ist natürlich zunächst einmal das Schicksal der späten Geburt. Wobei die Jahre 1968 (aber auch 1989) jeweils neue und zusätzliche "Scheren" hervorgebracht haben.
    Was man nicht sagen/schreiben darf, darüber soll man auch nicht nachdenken (oder war das jetzt umgekehrt?).
    Sind die Medien gleichgeschaltet? Nein, natürlich nicht. Wir leben doch in einer freiheitlichen Demokratie, in der freie Meinungsäußerung ein unveräußerliches Grundrecht ist. Vorausgesetzt natürlich, diese Äußerungen sind immer politisch korrekt.

  4. Registriert seit
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    Standard

    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    . Das hätte er ja mal von Türken und Arabern verlangen können, oder - besser noch - von Sinti und Roma. Dann wäre es das aber gewesen mit der SPD-Karriere.
    wobei das in sich Perverse ja ist, dass wir Deutsche glauben, dass alles gut wird, wenn wir nur die "bösen" Worte austauschen. Ich hab mich in einer Behörde mal mit einem Zigeuner unterhalten. Auf meine Frage, ob er denn Sinti oder Roma, verdrehte der Herr mit dem deutschen Namen Weiß die Augen und stöhnte. "Weder noch" war die Antwort, ich bin Zigeuner (und er benutzte das Wort wirklich) aber ich gehöre weder den Sinti noch den Roma an. Dann erzählte er mir, dass seine Volksgruppe aufgrund des ständigen "wir werden diskriminiert"-Minderheitengestammels der Sinti und Roma (die die größte Volksgruppe innerhalb der Zigeuner darstellen) ziemlich angepißt ist. Er meinte, das würde den doch realtiv entspannten Umgang der Bevölkerung total verkrampfen. Er bevorzuge die Ansprache Zigeuner (auch wenn er wisse, dass es aus dem mittelhochdeutschen komme und "ziehender Gauner" bedeute)
    Übrigens, im Behördendeutsch hießen die Zigeuner nach dem Verbot dieses Worte erst MEM (mobile ethnische Minderheiten), dann nachdem man dachte das Wort Minderheiten würde minderwertig implizieren, stieg man um auf "Südosteuropäer Typ 2" was sich in meinen Augen erst recht scheiße und diskriminierend anhört.
    seitdem nenne ich die wieder Zigeuner und mir war noch nie einer beleidigt.

    das gleiche ist doch beim Wort ..... zu beobachten, bei dem man sich politisch korrekt von Schwarzer über Farbiger zu Afrikaner hangelt und der Mensch der einem ggü steht, weder schwarz, noch farbig bunt, viell. noch nicht mal Afrikaner ist. es bleibt spannend und verkrampft

  5. Registriert seit
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    Standard

    Vielleicht ist es nicht klug das zu schreiben aber in der DDR war das ähnlich mit einigen/vielen Wörtern.
    Russen hießen Sowjetsoldaten, obwohl es Russen waren.
    Dabei ist es doch so, dass jeder in seinem Kopf entscheidet, ob er damit einen Bewohner Russlands meint
    oder Russe als abwertende Titulierung der Person.
    Mauer > antifaschistischer Schutzwall.
    Vetriebene> gab´s hier gar nicht!
    ..doch, meine Eltern nannten die aus dem Sudeten-Gau Vetriebenen "Sudeten-Gäuner" ist das wortbildungstechnisch mit Zieh-Gäuner verwandt? Gar erniedrigend für die Sudeten? Das frag ich mich.
    Unsere Sprache basiert doch auf so viel Lateinischem, nero heißt doch schwarz auf italienisch!
    Wie sagen die Italiener zu Afrikanern?

    m.

  6. LieberOnkel Gast

    Standard AW: Verunsicherung im -Umgang mit Kolleginnen durch aktuelle 5exismusdebatte?!

    @ sampleman

    Niedersachsen ist, bzw. wäre, tatsächlich Preußen.

  7. Registriert seit
    11.04.2012
    Beiträge
    2.250

    Standard

    Zitat Zitat von LieberOnkel Beitrag anzeigen
    @ sampleman

    Niedersachsen ist, bzw. wäre, tatsächlich Preußen.
    Das kommt darauf an, zu welcher Zeit du Preussen betrachtest. Das eigentlich Preussen bestand aus dem spaeteren Ostpreussen und gehoerte nichmal zum Heiligen Roemischen Reich deutscher Nation.... Erst 1866, wenn ich mich recht erinnere, kam Niedersachsen dazu. Da gab es Preussen aber schon ziemlich lange...

    Frank

  8. Registriert seit
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    2.678

    Standard BTT

    Für einen echten Rheinländer ist "Saupreiss" (sogar ohne Sau) eine üble Beleidigung und Diskriminierung ... auch wenn es rein geopolitisch betrachtet -ab 1866 oder so-, zutreffend gewesen sein sollte, also vorübergehend.
    Fällt das eigentlich unter Rassismus? Mit dem 5exismus kommen wir hier nämlich prima zurecht (seit Altweiber am Donnerstag) tobt hier die 5existische Sau durchs Dorf, aber sowas von ...
    (wo ist denn eigentlich der ......smilie geblieben?)

  9. Registriert seit
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    26.602

    Standard

    Zitat Zitat von Kuhjote Beitrag anzeigen
    (wo ist denn eigentlich der ......smilie geblieben?)
    hier

  10. LieberOnkel Gast

    Standard AW: Verunsicherung im -Umgang mit Kolleginnen durch aktuelle 5exismusdebatte?!

    Zitat Zitat von fmantek Beitrag anzeigen
    Das kommt darauf an, zu welcher Zeit du Preussen betrachtest. Das eigentlich Preussen bestand aus dem spaeteren Ostpreussen und gehoerte nichmal zum Heiligen Roemischen Reich deutscher Nation.... Erst 1866, wenn ich mich recht erinnere, kam Niedersachsen dazu. Da gab es Preussen aber schon ziemlich lange...

    Frank
    Preußisches Kernland ist Brandenburg, nicht Ostpreußen!
    Wobei es interessant ist, daß man den Namen Preußen von den Prussen übernommen hat, anstatt den eigenen Namen weiterzuverwenden.

    Was NRW, Niedersachsen und einen Gutteil Rheinland-Pfalz' angeht:
    Das alles war Teil Preußens , und das ist schon sehr stark prägend gewesen und ist bis heute prägend für die Mentalität in diesen Landstrichen, auch wenn es vielen nicht so bewußt ist.

    Aber ich glaube, der Fred hier driftet ab...


 
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