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Wo geht's zu Schlachtbank

Erstellt von WoSo, 29.12.2009, 10:34 Uhr · 13 Antworten · 1.250 Aufrufe

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    Standard Wo geht's zu Schlachtbank

    #1
    Wo geht's zu Schlachtbank


    Unsere Banken haben durch den Erwerb amerikanischer Wertpapiere im vergangenen Jahr unvorstellbare Geldsummen vernichtet. Aufgefangen wurden diese Verluste mittels Bürgschaftszusagen deutscher Politiker, die sich dem Diktat eines Wirtschaftskollaps und der immer gut funktionierenden Keule namens Arbeitsplätze beugten."

    Banker sollen für ihr Tun zur Verantwortung gezogen werden - findet Marcus Lutter, Sprecher des Zentrums für Europäisches Wirtschaftsrecht an der Uni Bonn, textet die Süddeutsch Zeitung in einem Artikel (http://www.sueddeutsche.de/,ra9m1/fi...3/498712/text/ )

    Aber, so wie es aussieht, müssen weder die Pokitiker noch gar die Banker dafür gerade stehen. Das muss, wie immer wenn es ums zahlen geht, der Steuerzahler.

    In den Jahren vor Ausbruch der Krise haben private und öffentliche Banken für unglaubliche Summen spezielle US-Wertpapiere gekauft.

    die Industriekreditbank (IKB) in Düsseldorf für 25 Milliarden Euro,
    die Hypo Real Estate (HRE) in München für mindestens 30 Milliarden,
    die Sächsische Landesbank, für 20 bis 30 Milliarden
    die Bayerische Landesbank, für 20 bis 30 Milliarden
    die Westdeutsche Landesbank, für 20 bis 30 Milliarden
    etcetera.

    Um sich diese Summen mal vor Augen zu führen folgendes
    Eine Milliarde Euro sind 1.000.000.000,00 €
    Legt man für das deutsche Durchschnittsschaf einen Netto-Verdienst von 4.000,00 € im Monat zugrunde, verdient es
    im Jahr rund 50.000,00 €
    in 10 Jahren folglich 500.000,00 €
    in einem Arbeitsleben (15 - 65) 2.500.000,00 €
    Es braucht also 20.000 Durchschnittsschafe, die ein Jahr lang für eine Milliarde grasen ohne davon zu fressen
    und immerhin 2.000.000 Durchschnittsschafe, die ein Jahr lang für 100 Milliarden grasen ohne davon zu fressen

    So wie sich das darstellt, sind die deutschen Banker von ihren Kollegen aus dem Land der unbegrenzten Volksverdummung vorgeführt und anständig gelöffelt worden.

    Nein, diesmal habens nicht die Schweizer erfunden, diesmal waren es die Amis und gemeint ist das Verkaufen und Wiederverkaufen und wieder Weiterverkaufen von Krediten, das Leben auf Pump.
    Grundsätzlich ist ja gegen die Aufnahme eines Kredites nichts zu sagen. Aber ich denke mal, dass es keine Bank gibt, die mir ohne Sicherheiten einen Kredit für einen Hauskauf gibt, und, angenommen falls doch, mir daraus weitere Kredite finanziert, z.B. für den Kauf einer anspruchsvollen Wohnungseinrichtung und als Sicherheit das Haus akzeptiert, das dann auch gleich als Absicherung für den Kauf der zum Haus passenden Luxuskarrosse dient.
    Wenn man das noch einige Positionen weiter spinnt wird der Nornenfaden, der uns derzeit alle eingewickelt hat, deutlich.

    Die Banken in Amerika haben sich also dieser Methode bedient, zum einen um ihre Wirtschaft am Laufen zu halten und zum andern im Vertrauen darauf dass das System funktioniert und das auch weiter tut, weil es das doch die verganenen Jahre auch getan hat.
    Natürlich erzeugt so eine Hype hohe Gewinne (in erster Linie für die Banker und Insider) schließlich gibt das einen ordentlichen Sog, und im Kielwasser dieses Soges schwammen plötzlich unsere Banker mit, die auch was abhaben wollten von dem Kuchen.
    Die haben aber nicht gesehen, dass hinter dieser tragenden Welle des schnellen Geldes eine bösere alles zerschlagende folgt, das wurde erst offensichtlich als die Erstere über sie hinwegschwappte, aber da war`s dann zu spät.

    Wenn in den Folgezeiten der Bankenkrise und bedingt durch dieselbe, kleine und mittelständische Betriebe derzeit zur Fortführung eines letztlich funktionierenden Kleingewerbes einen Kredit benötigen, würgen dieselben Bänker die sich dieser Art der Finanzierung bestens und mit grossem Erfolg (zum Füllen der eigenen Tasche) bedienten, diese Ansuchen kathegorisch ab.

    Die Folge ist, dass wir im kommenden Jahr (vertreten durch den Bundesfinanzminister) eine Nettokreditaufnahme von 100.000.000.000,00 € aufnehmen müssen um diese Auswirkungen unverantwortlichen Handels abzufangen.

    Die Folge ist, dass das derzeit über 4.000.00 € jede Sekunde, die ganze Stunde, den ganzen Tag, die ganze Woche, jedes Monat, das ganze Jahr über an Kosten verursacht --- ungeheuer, nicht?

    Bei 40 Millionen in Lohn und Brot stehenden deutschen Durchschnittsschafen bedeutet das eine zusätzliche Belastung von 2.500 € oder gleich 5 % je Jahr und Schaf, die man im nächsten Jahr zusätzlich aufbringen muss

    Die Folge ist, dass unzählige Klein- und mittelständische Betriebe "den Bach hinunter und unwiderruflich kaputt gehen und damit wertvolles Wissen eliminiert wird.

    Die Folge ist, dass viele zig-tausende Familien und Einzelpersonen in die Arbeitslosigkeit getrieben wurden und da schwerlich den Weg wieder herausfinden

    Die Folge ist, dass unsere Wirtschaft nachhaltigt gestört und beeinträchtigt wird und sich im Zuge der weltweit sich ändernden Strukturen davon, wenn überhaupt, nur mehr sehr langsam erholen wird.

    Alles das hindert die Banker allerdings nicht daran, mit den Geldern, die sie ja zur Sanierung der Defizite erhalten haben, gleich weiter zu zocken. Amerikanische Banken melden zur Zeit die grössten Gewinnzuwächse ihrer Geschichte.

    Auch die Deutsche Bank profitiert so gut wie nie.

    Noch nie in der Bankengeschichte gab es für die Banker höhere Bonis als heute.

    Der Laden brummt wieder.

    ... und was lernen wir daraus ? --- määähääähäääh --- soll heissen, wo geht's zu Schlachtbank

  2. Registriert seit
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    #2
    Und Deutschland ist noch das Land mit der geringsten Verschuldung!

  3. Registriert seit
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    20.644

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    #3
    Hat dir das getz geholfen deinen Frust los zu werden Meinst Du, Du findest unter den 80mio. Einwohner in Deutschland 500tsd. die das interessiert Niemals

  4. Registriert seit
    28.09.2009
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    #4
    Zitat Zitat von Roter Oktober Beitrag anzeigen
    Niemals
    das ist ja datt schlimme dran.
    jeder hat schomma gehört von.

    aber keiner von uns hat sich ernsthaft mal mit dem taschenrechner oder rechenschieber in der hand hingesetzt, um auszurechnen, wieviel
    quehe man davon kaufen und hier im forum verschenken könnte.

  5. LGW Gast

    Standard

    #5
    Naja, wobei das Geld ist, das nie da war, und das jetzt auch nirgendwo "ist". Es ist ja quasi dahin gegangen, wo es nie war, und äh...

    Aber es steckt doch ein wahrer Satz im Ausgangsposting:

    Aber, so wie es aussieht, müssen weder die Pokitiker noch gar die Banker dafür gerade stehen. Das muss, wie immer wenn es ums zahlen geht, der Steuerzahler.
    Das ist nicht ganz richtig: die Gesellschaft zahlt dafür. Als ganzes.

    Und die Gesellschaft ist auch die, die für den Mißstand verantwortlich war, denn an uns wäre es gewesen, die Banker und ihre bescheuerten Praktiken samt der Politiker, die das ganze unterstützt haben, vor die Tür zu befördern, und zwar mit einem fetten Arschtritt.

    In sofern zahlen GANZ GENAU die, die dafür verantwortlich sind. Jeden Heller und Pfennig. Jeder, der da jetzt mit dem Finger auf die Banker zeigt, der hat vorher nicht hingeschaut.

    Aber: die Gesellschaft ist noch nicht mal jetzt dazu bereit. Also, was solls, der DAX steht wieder über 6000 Punkten, Opel hat 2009 mehr Autos verkauft als 2008, also "gogogo", das wird schon.

    Der nächste Knick im DAX kommt ca. 2012. Also wenn ihr noch ein Haus auf Kredit finanzieren wollt oder ne Kuh - macht es besser vorher, solange noch Geld da ist, zum verleihen.

    Zum Hinschauen: ich hab' nem Bekannten vor 10 Jahren erzählt, pass mal auf, in fünf, sechs Jahren, da tauschen die Leute keine MP3s mehr, sondern ganze Filme. Er hat dafür ca. 2006 orakelt, dass "demnächst, so in ein, zwei Jahren" die amerikanische Immobilienhypotheken den Gebern um die Ohren fliegen werden. Jeder ist halt Experte für seinen Bereich... nur wenn wir nix tun, dann ändert sich halt auch nix.

  6. Registriert seit
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    #6
    Unabhängig von den Gründen für die Probleme und deren Auswirkungen in Vergangenheit, Gegenwart u. Zukunft, hätt'ich auch gern mal gewusst, woher die vom Threaderöffner propagierten durchschnittlich 4000€ Nettoverdienst kommen.
    Netto
    Die kann ich in keiner veröffentlichten Statistik entdecken. Sollte allerdings Brutto gemeint sein, deckt sich das mit dem, was ich so gefunden habe.
    Wenn's allerdings wirklich Netto sein sollte (weil ich die falschen Statistiken anschaue), muss ich dringend mal bei meinem Chef vorstellig werden, da stimmt dann irgendwas mit meinem vergangenem, gegenwärtigen und (vorläufig) zukünftigem Gehalt nicht.
    Ich geh mir schon mal 'nen Meinungsverstärker beschaffen.

    Grüsse
    Uli

  7. Registriert seit
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    #7
    Anm.: Ein deutsches Durchschnittsschaf hat keine 4.000 Euro pro Monat.
    Der korrekte Durchschnitt liegt bei 2.500

  8. LGW Gast

    Standard

    #8
    Brutto 4000 müsste etwa hinkommen, netto dann ~2500. Wohlgemerkt Durchschnitt aus allen Einkommen.

  9. Registriert seit
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    #9
    Tja Leutz sorry,

    ich hatte eine Radioinfo im Kopf die sich so um die 3.600 € für das Durchschnittseinkommen bewegte, zum leichteren weiteren rechnen, hab ich das dann auf 4.000 € aufgerundet und bin davon ausgegangen dass die Meldung den Nettolohn bezifferte.

    Wenn es denn 4.000 € brutto sein sollten dann sieht das halt noch etwas düsterer aus, dann sind es halt an Stelle von 200 € je Monat je Nase gute 300 € zusätzlichen Schuldenabbau im kommenden Jahr.

    Das macht mich aber auch nicht glücklicher

  10. LGW Gast

    Standard

    #10
    Du hast das System des Staatsschuldenabbaus auch einfach nicht verstanden.

    Man wartet nämlich einfach, bis der Staat pleite ist, und entscheidet sich dann zwischen Währungsschnitt und Krieg. Oder macht einfach beides

    In sofern, tröröööööö, alles weiter wie bisher. Wie gesagt, der DAX steht doch schon bei über 6000 Punkten, ist doch alles Gold.

    Übrigens, verglichen mit dem Gesamtwert Deutschlands ist der Schuldenstand durchaus noch vertretbar. Guck' dir mal Griechenland an, oder demnächst Spanien.

    Pass mal auf wenn uns in 20 Jahren das Öl ausgeht, was dann los ist. Dagegen sind die Geldprobleme über die jetzt diskutiert wird geradezu lächerlich. Stell' dir einfach Ölkrise 1972 vor, nur mit der 10fachen Zahl an Autos...

    Kann man sone F650GS Dakar eigentlich umrüsten auf Bio-Sprit? Auch wenn der Liter dann 80€ kostet, fahren muss sein... und 80€ sind ja dann auch nix mehr wert. Äh.


 
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