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Batterie FAQ

Erstellt von peter-k, 21.04.2011, 10:39 Uhr · 10 Antworten · 8.026 Aufrufe

  1. Registriert seit
    30.04.2007
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    Standard Batterie FAQ

    #1
    FAQ (4)
    1. Standard- (= Flüssigsäure) und AGM Batterien sind elektrisch untereinander austauschbar. Gelbatterien erfordern etwas niedrigere Ladespannungen. Darum sollen diese nicht in Fahrzeugen verwendet werden, die werksseitig für AGM Batterien vorgesehen sind, und umgekehrt.
    2. AGM Batterien können bei längeren Perioden mit unter 80 % Ladung verstärkte Korrosion um den Pluspol entwicklen. Standardbatterien neigen zum gasen und können darum im Polbereich und nahe dem Entlüftungsschlauch starke Korrosion verursachen.
    3. Der Ladevorgang von geschlossenen (Maintenance-Free) Batterien muss weil sie nicht gasen sollen strenger kontrolliert erfolgen. Das gilt ganz besonders für die AGM Batterien. Am besten geeignet ist ein regulierter (elektronischer) Batterielader. Überladen und gasen muss gerade bei AGM Batterien dringend vermieden werden.
    4. Alle Nasszellenbatterien sind vergleichsweise unempfindlicher gegenüber Tiefentladung, Gelbatterien sind am meisten tiefendladungsfest, AGM Batterien dagegen mehr tiefentladungsempfindlich. AGM Batterie mögen eine dauerhafte Kleinststromentnahme gar nicht gerne.
    5. Am schnellsten laden AGM Batterien, denn die haben nur etwa 4 % Ladevererlust, während der bei Nasszellenbatterien ca. 15 % betragen kann. Gelbatterien laden langsamer als die anderen Batterietypen und sind deshalb für Kurzstreckenbetrieb weniger geeignet.
    6. AGM Batterien haben massivere Gehäuse, die in den meisten Unfallsituationen kaum brechen werden. Selbst wenn es mal passiert kann dennoch nichts auslaufen.
    7. Nasszellenbatterien bieten bei gleicher Groesse deutlich weniger Kaltstartampere, selbst eine Premium-Nasszellenbatterien ca. 10 - 15 % weniger wie etwa eine nur durchschnittliche AGM-Batterie (3, Seite 16), aber die Kosten für eine Premium Nasszellen-Batterie liegen auf etwa gleichem Niveau.
    8. AGM Batterien können problemlos versandt werden, auch mit Luftfracht. Darum ist es einfach sich ein solides Angebot für eine gute Batterie zu suchen, so bekommt man oft auch eine Markenbatterie zu einem vernünftigem Preis.
    9. Niemals Säure für Standardbatterien in AGM Batterien verwenden! AGM Batterien verwenden 1,32 Dichte Batteriesäure, während die handelsübliche Batteriesäure der Dichte 1,28 ist. (1, Seite1)(2, Seite 26)
    10. Bei zwei identischem Batterietypen ist die schwerere Batterie sehr wahrscheinlich die bessere, da diese mehr Blei enthält. Mehr Blei = längere Haltbarkeit und größere Leistungsfähigkeit. (eigene Schlussfolgerung)

      Anlasser Drehzeiten
      Batteriename: Sekunden / Batteriegewicht
      Hawker PC 535: 123 s / 5,5 kg
      Yuasa YTX14-BS: 118 s / 4,7 kg
      FB FTX14-BS: 118 s / 4,9 kg
      Exide EX14-BS: 104 s / 4,7 kg
      Polo Hi-Q YTX14-BS: 80 s / 4,6 kg
      Koyo YTX14-BS: 78 s / 4,6 kg
      License CTX14-BS: 54 s / 4.2 kg
      Delo CTX 14-BS: 42 s / 4,3 kg
      Saito CTX14-BS: 38 s / 4,3 kg
      für eine BMW R 1200 GS (1)



    LADEZUSTAND
    1. Alle Nasszellenbatterien kann man ohne Probleme wiederholt bis 50 % Ladetiefe abfallen lassen. Ein Voltmeter zeigt dann 12,1 V. Die Spannung sollte man nicht häufig oder dauerhaft unter diesen Wert fallen lassen. (5)(4)
    2. AGM Batterien sollen möglichst nie unter 80 % Ladetiefe abfallen, das entspricht 12,5 V Leerspannung. Bei diesem Wert soll eine AGM Batterie spätestens geladen werden. (5)(4)
    3. Alle Batterien leben am längsten bei Dauer-100 % Ladezustand, das gilt aber ganz besonders für AGM Batterien. (4)
    4. Für beste Lebensdauer sollte eine Batterie nach einfüllen der Säure und vor Inbetriebnahme eine Stunde ruhen, und dann einmal zu 100 % geladen werden. Das gilt auch für sogenannte trocken vorgeladene Batterien und ist der Lebenserwartung förderlich, auch wenn der Hersteller sagt es sei nicht nötig.
    5. Bei 25 Grad C verliert eine Batterie in 12 Tagen bis zu 50 % ihrer Ladung, durch Selbstendladung sowie abhängig vom Ruhestrom der jeweiligen Fahrzeugelektronik. Mit anderen Worten, in weiteren 12 Tagen kann die Batterie schon komplett tot sein. (2, Seite 15)
    6. Alle Fahrzeugbatterien werden unter 10, 5 V als tot angesehen. (4)
    7. Überladen vernichtet unwiderruflich Batteriekapazität. (2, Seite 32)(5). Überladen kann geschehen durch laden mit groesserem als dem empfohlenen Amperewert, oder längerer Ladedauer als die empfohlene Zeitspanne.
    8. Eine längere Lagerung erfolgt am günstigsten abgeklemmt bei ca. 10 Grad C, laden bei 20 Grad C. (3, Seite 8)



    BILLIGANGEBOTE
    1. Keine Batterie kaufen bei der die Herkunft und der Typ nicht zweifelsfrei angegeben werden kann! Manche Händler wissen nicht mal was sie verkaufen: Wartungsfrei, Gel und AGM werden häufig verwechselt. Die Namenlos-AGM Batterien aus China sind keine AGM Batterien, sondern normale Flüssigbatterien in denen man Glasfasermatten einbringt. Die werden von chinesischen Firmen auf den angekauften alten Anlagen von Firmen wie Exide oder Varta billig produziert. Diese Anlagen können keine AGM Batterien herstellen, weshalb sie aufgegeben wurden.
    2. Starterbatterien sind optimiert, um sporadisch extrem hohen Ströme in kurzer Zeit zu liefern, auch bei extremen Temperaturen. Daneben gibt es noch die "Deep-Cycle" Batterien. Die sind ausgelegt Ladungen lange zu halten und gelegentlich gleichmaessig entladen zu werden. Diese Batterien werden für Batterieparks z.B. von Notstromversorgungsanlagen verwendet. Für Motorräder sollten keine Deep Cycle Batterien verwendet werden, da deren Startleistung nur gering ist.


    Die wichtigsten Angaben sind:
    - Name und Herstellungsland
    - die Nennspannung (für moderne Motorraeder 12 V)
    - die Kapazität, eine gängige Groesse ist zum Beispiel 12 Ah (Amperestunden)
    - die Kaltstartleistung nach DIN / CCA: Ampereleistung bei -18 Grad / 30 Sekunden bei mindestens 7,5 V Restspannung
    - eine Ladeempfehlung
    Z.B. Yuasa YTX14H-BS = 12 Volt, 14 Ah, CCA 230 A, Made in USA, 1,4 A für 5 - 10 Std. Die Kaltstartleistung steht leider nicht drauf, diese Angabe ist nur auf der Yuasa Webseite zu finden.


    HAWKER

    Manche Hersteller protzen mit sensationellen Kaltstartleistungen von über 500 A während andere z.B. nur 200 A Kaltstartleistung für eine vergleichbare Batteriegroesse angeben. Dazu muss man das Kleingedruckte (Messbedingungen) nachlesen. Z.B. eine Hawker PC535 wird mit 535 A angegeben, daher der Name. Aber gemessen wurde in diesem Fall bei 25 Grad! Der eine meint den kalten Motor, der andere die kalten Außentemperaturen. Bei 25 Grad verursacht eine Batterie kaum Startprobleme. Im übrigen wurde diese Batterie mit tatsächlichen 460 A gemessen (1, Testergebenisse), dies ist dennoch ein Spitzenwert. Die bekannt gute Qualität und mögliche Lebensdauer der Hawker Batterien erklärt sich nicht durch irgendwelche Wunderpatente - denn das ist leider hauptsächlich Marketing-Babbel - sondern ganz einfach aus der Verwendung von mehr Blei. Die Batterie ist mit 5,5 kg die schwerste ihrer Klasse (siehe oben). PS. Hawker gibt selber den Wert CCA = 200 A an (clicky, Seite 5).


    QUELLEN
    (1) TOURENFAHRER Batterie Test des Typs YTX14-BS, z.B. R 1200 GS, clicky
    (2) Yuasa Technical Manual, clicky
    (3) Die Motorrad Batterie von Dr. Achim Kuschefski / IFZ, clicky
    (5) Wikipedia: VRLA Battery clicky

    (4) ALLGEMEINE QUELLEN:
    Vonwentzelnet
    Deep Cycle Batterie FAQ
    First Start AGM Battery FAQ
    BD Batteries
    Wikipedia
    Car and Deep Cycle Battery FAQ Org

  2. Registriert seit
    17.04.2004
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    Standard

    #2
    Hi
    Da habe ich zu einigen Punkten meine Zweifel.
    Aber dazu gibt's bei PB einige Beiträge mit den kompletten Literaturverweisen.
    Was dem Tourenfahrer zugeschrieben wird ist interessant "Einfach mehr Blei in der Hawker"!
    Weshalb machen das nicht einfach alle so?
    Weshalb sagt Hawker als einziger Hersteller, dass keine Ladestrombegrenzung notwendig ist.
    Weshalb (hat Tourenfahrer scheinbar nicht bemerkt) verwendet Hawker einen anderen Elektrolyten?

    Ich werde, auch wenn ich langsam selbst den Eindruck habe nicht von Hawker bezahlt und finde die Dinger auch teuer. Zumal sie in USA wesentlich billiger sind.

    Bei korrekter Ladespannung KANN man eine Batterie, gleichgültig ob "flüssig" oder GEL gar nicht überladen. Einfach deshalb, weil beim Laden die Batteriespannung bis zur Höhe der Ladespannung ansteigt und dann der Strom mangels Potentialdifferenz auf Null sinkt (führe ich jedem Interessenten gerne vor). Überladen funktioniert nur wenn man eine "Schnellladespannung" verwendet und damit die Spannung pro Zelle über diejenige Grenze steigen kann bei der das Gasen beginnt.

    Nur Beispiele
    1. Gelbatterien haben/brauchen niedrigere Ladespannung? Im Ernst? Da gibt es dann tatsächlich LiMas mit unterschiedlichen Reglern (welcher Hersteller welche Bezeichnung?; never heard before)? Oder keine Gelbatterie im KFZ-Einsatz (öh, wirklich?)? BOSCH weiss davon nix.
    6. ist eine leere Behauptung (und hat nicht mal etwas mit Hawker zu tun :-). Wozu soll das sein?
    gerd

  3. supermotorene Gast

    Standard

    #3
    Mahlzeit, in den Niederlanden sind die Hawker auch meist billiger.

  4. Registriert seit
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    Standard

    #4
    Erweitert.

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    Standard

    #5
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    ...snip
    interessant "Einfach mehr Blei in der Hawker"!
    Weshalb machen das nicht einfach alle so?
    Warum ... ja, hmm, weiss darauf jemand eine Antwort?

    Blei ist teuer. Guck mal oben auf die Batterieliste, da findest Du auch einen Zusammenhang zum Preis der jeweiligen Batterien.

    Nebenbei, gerade haben manche Markenhersteller den Bleigehalt ihrer teuren Produkte und vormals bestens getesteten Autobatterien reduziert, welche im aktuellen Test nun eher versagen, wie kürzlich vom ADAC berichtet wurde. Man weiß nicht, ob die Motorradbatterienhersteller nicht auch solche Ideen entwickeln. Muss ich bald mit der Waage Batterien kaufen gehen?

  6. Registriert seit
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    50

    Standard

    #6
    Also Kameraden ,

    Ich Habe Bei Hawker Bzw. Varta Gelernt . Damals wahren Das Werk Blei Batterie und Kleinzelle Elwangen , Noch In Hagen ( Elwangen war nur eine Zweigstelle, Unter anderen auch das Versuchslabor) .

    Wichtig an Einer Batterie ist im Wesentlichen , die Ah Angabe . Als Beispiel
    : Ich habe vor Kurzen Einen Anlasser verbauen Müssen der aus NL Kam . Der Originale von BMW Hat 1,1KW Leistung der Nachbau 1,3KW. Das bedeutet der zieht beim Startvorgang Mehr Strom . Jetzt ist es so das Die Gel oder Gelvlies Batterien , dafür ausgelegt sind Möglichst Konstant alle Temperatur Bereiche eine Startleistung Von bis zu 140% zu Liefern ( Übrigens kommen diese Batterien aus der Luftfahrt, wenn ich mich noch richtig erinnere war die interne Bezeichnung VB/VBV ) Eine Blei(Pb) Batterie Hat im Wesentlichen die selbe Aufgabe , die allerdings Aufgrund der Eigenschaften des Elektrolyts nicht ganz Realisierbar sind . Da sich Flüssigkeiten unter verschiedenen Temperaturen Neunmal anders Verhalten . Es Kann Daher bei extrem Kalten Wetter Dazu Kommen das ein Pb Akku kollabiert ( Sulfatierung , Schlackebildung,Plattenschluß) Einen Vorteil hat der Pb Akku dennoch er besitzt den Memmoryeffect nicht . das bedeutet bei einem Richtigen ladezyklus kann die Batterie auch wider Ihre Volle Leistung Bringen.

    So Und nun noch ein Wort dazu das ,man Für fahrzeuge die für BP Akkus ausgelegt sind , die Gel oder GelVlies Akkus nicht verwenden sollte . Ja das Kann sein Begründung würde in der bord elektronik und den erwähnten Memmoryefect liegen . Eine Lima liefert 14,25V Lade Strom . Für BP Akkus konstant Direkt immer durch , weil da der ladezustand der Batterie Egal ist . Bei Gel oder Gel Vlies Akkus muß eine Überwachung stattfinden . Die den Ladezustand erkennt und rechtzeitig schaltet.

  7. Registriert seit
    24.10.2008
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    764

    Standard

    #7
    Hallo!
    Ist echt erstaunlich das meine Gel-Bat. in meinem uraltgerät seit 3 Jahren klaglos ihren Dienst verichtet.Hat 49eu gekostet.
    Das Gelaber geht mir auf den Sack.Jeder ist hier Bat-Experte.Das ist doch alles Dummgeschwatze.
    Karl

  8. Registriert seit
    02.10.2007
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    10.725

    Standard ich

    #8
    verwende in meinen Oldies immer die großen (Säure) Batterien.
    Habe über Gel oder andere nachgedacht.

    Hat einer der Fachleute ne Empfehlung ? Vorgabe :

    R 90 S 1974
    R 80 / 7 1978
    R 100 S 1976
    R 100 19..?

    alle ursprünglich mit SäureBatterie und (wg Zeit is endlich... ) am Erhaltungsgerät... wenn nicht in der Nutzung.

  9. Smile Gast

    Standard

    #9
    Zitat Zitat von Charles50 Beitrag anzeigen
    Hallo!
    Ist echt erstaunlich das meine Gel-Bat. in meinem uraltgerät seit 3 Jahren klaglos ihren Dienst verichtet.Hat 49eu gekostet.
    Das Gelaber geht mir auf den Sack.Jeder ist hier Bat-Experte.Das ist doch alles Dummgeschwatze. Dann lies es doch nicht
    Karl




    VG

    Ulf

  10. Registriert seit
    30.04.2007
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    6.464

    Standard

    #10
    Zitat Zitat von blackhawk Beitrag anzeigen
    snip ...
    Ich Habe Bei Hawker Bzw. Varta Gelernt . Damals wahren Das Werk Blei Batterie und Kleinzelle Elwangen , Noch In Hagen ( Elwangen war nur eine Zweigstelle, Unteranderen auch das Versuchslabor) .
    Soweit ich es verstehe wurden die Produktionslagen teilweise an die Firma Enersys verkauft. Die Marke hält Johnson Controls, 20 % daran die Bosch AG. Darum sind Bosch Bakterien aus der selben Fabrik.

    Damit gibt es Varta eigentlich nicht mehr, sondern die Marke scheints wird nur noch aufrecht erhalten um ehemalige Kunden nicht abzuschrecken. Ist für mich alles ein bischen undurchsichtig, Du magst mich korrigieren. Ich verstehe Hauptaktionär DB hat mal wieder einen satten Riss gemacht und dabei eine der renommiertesten deutschen Firmen vernichtet, an deren über 100-jährigem Know-How nun die beiden US Unternehmen Enersys und Johnson Controls profitieren.

    Der Rest Deines Posts scheint interessant, Marek, aber ein bischen fix geschrieben. Vielleicht kannst Du das noch mal überlesen?


 
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