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Losbrechmoment (LBM) Vorderradgabel

Erstellt von Kirk, 08.06.2014, 09:09 Uhr · 21 Antworten · 2.637 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Losbrechmoment (LBM) Vorderradgabel

    #1
    Moin,
    die Gabel meine 2010er DOHC ESA hatte von Anbeginn immer schon ein relativ hohes LBM an der Vorderhand, war einfach etwas bockig. Drei- vier mal im Stand einfedern, dann hängt es, federt nicht mehr aus.
    Moped ist natürlich unfallfrei.
    Silikonöl hilft nur temporär. Hatte immer das Showa-Federbein in Verdacht. Der Freundliche konnte natürlich
    nie etwas feststellen, aber die haben auch die Sensibilität eines Nashorns.
    Habe nun nach 33 TKM auf das WESA von Wilbers umgerüstet, Dämpfung und Federrate wurden meinem (hohen) Komfortanspruch angepasst. Umbau erfolgte bei TwoWheel in Hamburg, zertifizierte Fachleute.

    Ergebnis: Die Gabel bockt noch immer, so auch bestätigt durch TwoWheel und auch Touratech-Nord.
    Also Reklamation und Komplettzerlegung Gleit-/ Standrohre, Telelever-Längslenker etc., Tausch Simmerringe etc. -> leider keine Besserung.

    Meine Frage: Hat jemand eine ähnlich bockige Gabel, Lösungsvorschlag?
    Kann es sein, dass die Standrohre von Anbeginn nicht 100% gerade / maßhaltig waren?

    Bin kürzlich auf einer alten 1150er gefahren, was für ein Komfort :-)
    Gespannt auf Eure Antworten.
    Gruß Reinhard

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Hi

    >>>Kann es sein, dass die Standrohre von Anbeginn nicht 100% gerade / maßhaltig waren?<<<
    klingt als wären sie jetzt nicht masshaltig oder krumm. Sind sie es?? Zerlegt war ja alles und so hat man messen können.

    >>>Drei- vier mal im Stand einfedern, dann hängt es, federt nicht mehr aus.<<<
    Das muss sich ja bei ausgebautem Federbein leicht nachvollziehen lassen.
    gerd

  3. Registriert seit
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    #3
    Moin Gerd,

    danke für die fixe Antwort.

    Standrohre wurden auf der Drehbank vermessen / geprüft, alles i.O..

    Ohne Federbein laufen die Rohre gut ineinander. Es wurde auch ein anderes BMW-Federbein probeweise eingebaut,
    schon klemmt es.

    In meiner Not werde ich jetzt die HKS-GGV Schmiere testen, vielleicht hilft´s.

    Weitere Fragen:
    Wird das ESA eigentlich regelmäßig bei Inspektionen kalibriert?
    Kann das eine Fehlerquelle sein?
    Muss die Gabel regelmäßig entlüftet werden?
    Woher bekomme ich den dafür
    notwendigen flachen Torx-Dreher?


    Grüße aus dem Norden
    Reinhard

  4. Registriert seit
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    #4
    na, das hört sich aber eher so an, als ob da in der Gesamt-Architektur etwas nicht stimmt/fluchtet und das FB daher nicht strikt von oben nach unten, sondern auch noch irgendwie seitlich belastet wird.

    Die Gabel musst Du nicht entlüften, sie hat keine Dämpfungseigenschaften

  5. Registriert seit
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    #5
    Hi
    Offenbar liegt das von Dir beanstandete Losbrechmoment nicht an der Gabel sondern am Federbein.
    Sorry wenn ich das so knallhart sage: Wenn BMW um den Preis des ESA-Teils ein ordentliches Konventionelles einbauen würde, wäre das Gesamtergebnis (nach meiner persönlichen Meinung) besser. Zwar kann man dann nicht mit "toll und Schnickschnack" werben und motorgetrieben hin- und herstellen, aber es wäre eine vernünftige Lösung.
    Nachdem ich, allerdings noch bei der 1150, der Meinung war, dass die Federbeine nichts taugen, habe ich auf Öhlins umgerüstet. Den Unterschied merkt man dann krass, wenn man nach 10 tkm wieder mal eine serienmässige Maschine fährt. Ausserdem sind die Dinger für Servicearbeiten vorgesehen. Das ist bei den Serienbeinen nicht der Fall. Hier möchte BMW im Zweifel tauschen und nur "Dritte" beschäftigen sich mit Wartungsarbeiten.

    Losbrechmomente in Schwingungsdämpfern und somit auch Federbeinen sind ein heikles Thema. Genau darin liegt das Problem der Konstruktion (somit der Kosten) und des Ansprechverhaltens.
    gerd

  6. Registriert seit
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    #6
    Moin und danke für die Antworten.

    Irgendwie habe ich es geahnt, die Investition in ein WESA ist Unsinn. Die grundsätzlichen Eigenschaften des Fahrwerks ändern
    sich nicht. Ich fahre damit weder komfortabler noch sportlicher, sehr wohl aber teurer.
    Meine verflossene KTM 990 ADV hatte konventionelle Beine, allerdings vielfälltigst einstellbar, fuhr wirklich besser.
    Nur Mitfahrende waren genervt, wenn ich vor den Pässen oder AB-Etappen minutenlang Schräubchen drehen wollte.
    Blöd nur, dass kaum jemand eine Gebrauchte GS 1200 ohne ESA kauft.

    Beste Grüße aus dem Norden
    Reinhard

  7. Registriert seit
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    #7
    moin,

    geh mal ins fahrradgeschäft und kauf dir eine spraydose BRUNOX FEDERGABEL DEO und sprüh mal alle gleitenden teile ein.

    dünn reicht.

    dann setz dich mal drauf, und feder durch. der unterschied ist deutlich spürbar,
    weil das spray das LBM rediziert. gerade beim velo wichtig, da geringere massen wirken.

    wenn es dann immer noch klemmt, wirds wohl mechanisch werden bei dir.

    gruss, stefan

  8. X-Moderator
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    #8
    Geht das Kugelgelenk vom Telelever leicht ?
    Geht der Telelever leicht (Lagerung Motorblock) ?
    Simmerringe Tauchrohr vllt verhärtet ? wenn Silikonöl hilft dann stimmt da schon mal was nicht.

    Gabel schon mal entspannt ?

    lassen sich die Holme ohne zu klemmen bewegen ( drehen) ? eine gewisse Kraft soll schon aufgewendet werden müßen

    Klemmung Steckachse lösen
    Verschraubung untere Gabelbrücke lösen - nur so das sich die Platte mit dem Kugelkopf bewegen kann
    ein paar mal eintauchen und alles wieder fest

    wenn keine Besserung dann das ganze fest machen wenn das Möpp auf den Beinen steht mit Fahrer oben drupp ...
    wenn das hilft dann ist was krumm an deiner Gabel bzw die Fluchten
    Obere Gabelbrücke
    untere Brücke
    Steckachse stimmen nicht

    wobei man die Obere fast ausschließen kann, da die Gabelholme im Topflager gelagert sind und dies eine gewisse Neigung der Holme zulässt.

    Alles nur Ideen .....

    Wobei .... hatte auch so ne klemmende Gabel .... jede Bodenwelle oder Gullideckel hat so ein stuckern verursacht .... die Gabel hat nicht wirklich gearbeitet ... kurze Bodenwellen wurden nicht ausgefedert und es war ein furchtbares Fahren ...

    Dann umgerüstet auf WP-Federbein und ich habe das erste mal gesehen wie eine Teleleverkonstruktion arbeiten kann.

    Leichte Bodenwellen wurde ausgefedert .... über einen Gullideckel .... die Tauchrohre zucken leicht ... da war vorher keine Bewegung zu sehen ....

    Meine Gabel läuft mit satt Silikon eingesprühten Simmerringen und gekapselt mit Faltenbälgen seither sehr gut.
    Beim Reifenwechsel achte ich nun mehr darauf, die Klemmung der Steckachse erst fest zu machen, nachden ich 4-5 mal durchgefedert habe .... seither null Probs

  9. Registriert seit
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    #9
    Meine 2010er GSA hatte das auch. Die Gabel kommt immer ruckartig raus oder rein. In Erinnerung habe ich, dass dieses FB vorne mit Ausgleichbehälter versehen ist. In diesen Behälter schiebt sich das Öl, welches durch die z.B. einfahrende Kolbenstange verdrängt wird.
    Das Öl wird durch einen in diesem Behälter befindlichen Trennkolben von eingefülltem Stickstoff unter Druck gehalten. Der Trennkolben muss sich also immer auch bewegen, wenn sich die Kolbenstange bewegt. Hier liegt eher die Ursache: Der Kolben muss immer wieder "losgebrochen" werden, statt vernüftig zu gleiten. Die Schmierungsverhältnisse oder / und die Passungsverhältnisse sind schlecht.
    Die Ausrichtung durch mehrmaliges Ein- bzw Ausfedern halte ich angesichts der guten Klemmung der Rohre in der unteren Gabelbrücke
    eher für Augenwischerei.

    Ein Beispiel zum schwergängigen Trennkolben:
    Ich hatte in meiner CR500, also ein Crosser, ein Öhlins FB. Bei diesem ging beim Rennen der Trennkolben fest. Die Kolbenstange bewegte sich nicht um 1 mm mehr. Zerlegt, gereinigt, gefettet und gut wars.

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Hallo
    nach vielen Jahren mit dem Telelever hat man sich an dieses Ding irgendwie gewöhnt.
    Das bedeutet aber nicht, dass das auch gut ist.
    Ich bin im Urlaub mal 3 Tage eine 1200GS gefahren und mußte dann auf eine F800GS
    umsteigen.
    Da liegen echt Welten zwischen, geht halt nix über eine normale (in der F800 glaube ich up_side-Down) Gabel.

    Da wird der einzige Vorteil, dass die Vorderparty nicht eintaucht beim Bremsen, durch diese stockige
    Konstruktion aufgefressen.
    Einfedern ist häufiger als Bremsen.

    Seltsamerweise ist es an meinem jetzigen MR ausnahmsweise auch mal gut mit dem Telelever.

    Gruß


 
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