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Darwin - Melbourne

Erstellt von Pouakai, 23.03.2015, 10:07 Uhr · 32 Antworten · 3.002 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Darwin - Melbourne

    #1
    Gestern sind wir in Darwin angekommen und wurden mit 32°C und einer Luftfeuchtigkeit von 88% begrüßt. Da hat es doch gleich mal den Dreck aus den Poren gewaschen. So viel habe ich schon lange nicht mehr geschwitzt. Ich glaube, dass ich gestern so um die 3 Liter Wasser getrunken habe und heute werde ich wohl die 5l schaffen.
    Dafür wurden wir aber mit dem Ausblick von unserem Hotel, einem schönen Strand und einem noch schöneren Sonnenuntergang entschädigt.



    Heute haben wir als erstes das Motorrad in einem Lager von Compass Expedition übernommen und haben gleich die Fußrastentieferlegung für den Soziussitz angebracht. Dies geht normalerweise auch recht schnell und leicht, aber bei 33°C und über 90% Luftfeuchtigkeit ist es ganz schnell vorbei mit Leichtigkeit und Easy.


    Aber zur Motorradübernahme schreibe ich noch ein extra Beitrag, da dies nicht ganz so gelaufen ist wie ich erwartet habe und ich mich dazu noch etwas ausführlich äußern möchte.
    Aber wir haben uns den Tag trotz Hitze, Schwüle und einem Motorrad welches nicht ganz den Absprachen entsprach vermiesen lassen und haben uns noch etwas Darwin angeschaut bevor es Morgen auf die große Tour geht und sind dann tatsächlich mit einem noch schöneren Sonnenuntergang als gestern belohnt worden.


    --
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    Standard

    #2


    PS: Aufpassen beim baden, die Krokos können bis in Strandnähe kommen...
    (PS2: Das ist kein Witz!)

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    Standard Darwin - Kakadu Nationalpark (212km)

    #3
    So, gestern habe ich die ersten Kilometer unter die Stollen genommen. In Darwin bin ich extra zum Anfang des Stuart Highways gefahren um Stilgerecht die Tour zu beginnen. Der Mythos Stuart Highway beginnt für mich in diesem Augenblick zu leben. Wobei ich schon ein paar Kilometer hinter Darwin den Stuart Highway wieder verlasse um über den Arnhem Higway den Kakadu National Park anzusteuern. Nach 212 abwechslungsreiche Kilometer komme ich am ersten Etappenziel dem Aurora Kakadu Hotel & Campingplatz in South Alligator - Kakadu National Park / Arnhem Highway, Jabiru NT 0886 an.

    Was als erstes auffällt ist, dass wenig Menschen unterwegs sind und der Campingplatz und das Hotel ziemlich leer sind. Als wir dann gestern noch versuchten Ausflüge hier im Kakadu National Park zu buchen, gibt es die erste Enttäuschung auf der Reise - wir sind außerhalb der Saison unterwegs da die Regenzeit schon begonnen hat. Aus diesen Gründen gibt es keine organisierte Ausflüge, keine Touren zu Krokodilen, nichts und ich hatte extra einen ganzen Tag für den Kakadu National Park eingerechnet. Natürlich war das NICHT auf der Webseite vom Aurora Kakadu vermerkt, da wurde nur Werbung gemacht was alles möglich ist aber nicht wann.

    Nun gut, man gibt ja schließlich nicht so schnell auf und so haben wir heute versucht auf eigener Faust einen Pfad zu einem Billabong zu folgen. Was für ein Reinfall...!!! Wir konnten keine hundert Meter in den Regenwald vordringen denn da hatten die Herrscher des Regenwaldes uns auch schon erfolgreich gestoppt und zu einem überhasteten Rückzug - manch böse Zunge würde das als Flucht bezeichnen - gezwungen. Scheiß Moskitos! Das tapfere Schneiderlein mag vielleicht 7 Fliegen auf einen Streich erschlagen haben, wir hatten jeder mindestens 10 Moskitos mit jedem Schlag, dumm nur, dass sogleich für jeden erschlagenen Artgenossen 10 weitere gekommen sind um ihre Artgenossen zu rächen. Die Übermacht war erdrückend.

    Weitere Versuche das Aurora Kakadu zu verlassen um die Umgebung zu erkunden wurde von den Blutsaugern jeweils schon nach wenigen Metern erfolgreich unterbunden. Okay, da hilft nur eines, erst mal die Stiche versorgen, eine Nacht darüber schlafen und Morgen 'rauf auf das Motorrad und Flucht durch die Mitte.

    Aber wie man auf den sieht, sind wohl auch einige Bewohner des Regenwaldes auf das Gelände des Aurora Kakadu geflohen, was mir wiederum ermöglicht hat doch noch einige Bilder der Bewohner zu schießen.





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    Standard Kakadu National Park - Katherine (342km)

    #4
    Heute sollte der Tag der Rache an den kleinen blutsaugenden Biestern sein. In der Früh das Motorrad bepackt, vereinzelte Angriffe dabei abgewehrt, dann rauf auf das Motorrad, Visier herabgeklappt und Gas geben. Im Geiste höre ich schon das prasseln Millionen Blutsauger auf dem Visier. Mit der erlaubten Höchstgeschwindigkeit geht es auf dem Kakadu Highway durch den Regenwald der später immer lichter wird, die Luftfeuchtigkeit lässt nach und die Temperatur fängt an zu steigen. Um es kurz zu machen, am Abend klebte nicht ein Gegner am Visier.

    Wieder auf dem Stuart Highway angekommen geht es weiter Richtung Süden nach Katherine. Zu Mittag wird in einen der immer weniger werdenden Roadhäusern gegessen. Schon bei unserer letzten Motorradtour im Osten von Australien ist uns aufgefallen, dass diese immer ein Augenschmauß sind und jeder versucht möglichst urig und individuell auszusehen.

    Ohne Zwischenfälle kommen wir Katherine an welches bekannt ist für ihre "heißen" Quellen. Heiß ist hier aber relativ, weswegen ich es auch in Anführungsstrichen gesetzt habe. Bei einer Lufttemperatur von 38°C - 40°C dient das "heiße" Wasser mit seinen 30°C eher zum abkühlen. Also man merke sich, in Down Under kühlt man sich in heißen Quellen ab.


    Mit bedauern mußten wir beide heute Abend feststellen, dass der verlorene Tag gestern im Kakadu National Park hier in Katherine besser angelegt gewesen wäre. Der Nitmiluk-Nationalpark hier bei Katherine ist definitiv eine Alternative wo wir gerne mehr gesehen hätten. Auch Moskitos gab es hier so gut wie keine mehr. Leider hat ein schweres Gewitter im Park und die einbrechende Dunkelheit ein weiteres erkunden verhindert und uns zum Umkehren gezwungen. Morgen geht es dann weiter nach Elliot.

    --
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    Standard Katherine - Elliot (422km)

    #5
    Da gibt es doch tatsächlich Menschen welche behaupten, es gäbe keine Abwechslung im Outback, nur stundenlanges geradeaus fahren. Das stimmt nicht, es wird z.B. wärmer, die Luftfeuchtigkeit lässt nach, die Vegetation wird geringer und die Kadaver von überfahrenen Kängurus, Wallabys, Rinder werden mehr und stinken auch anders als weiter im Norden mit seiner höheren Luftfeuchtigkeit. Ist das etwa keine Abwechslung?
    Die Chance ein lebendes Krokodil in der freien Natur zu sehen sinkt mit jedem Kilometer gen Süden, das Land wird immer trockener, viele Flüsse führen noch kein Wasser da die Regenzeit erst begonnen hat. Gewitter gibt es bisher nur Abends nach Einbruch der Dunkelheit wo sie uns nicht mehr stören da wir da ja schon am Ziel sind und ein Dach über dem Kopf haben.
    Die Straßen werden von Termitenhügel gesäumt und manche werden ziemlich groß, so wie der größte Termitenhügel Australiens in Mataranka welcher aber nicht mehr bewohnt ist.

    Man kann am Stuart Highway tanken - laut Karte so im Schnitt alle 100-150km - und man kann in kleinen Dörfern abseits des Highways hin und wieder tanken. Abseits des Highways ist der Sprit zwar noch einmal etwas teurer aber man kann solche Unikate entdecken wie z.B. Daly Waters, welches, wie ich soeben bemerkt habe, es sogar zu einem Eintrag in Wikipedia geschafft hat. Essen kann man dort auch und selbst im Nowhere kann man noch mit Kreditkarte bezahlen.






    Frisch gestärkt geht es mit immer weiter steigenden Temperaturen weiter nach Richtung Elliot. Gut gegrillt und halb gegart steigen wir im Elliott Hotel, 1 Stuart Highway, Elliott NT 0862 ab in der Hoffnung auf ein kühles Zimmer mit Klimaanlage und kalter Dusche. Was soll ich sagen... lasst Bilder sprechen...







    Herzlich Willkommen im Elliot Hotel. Warum hat mich mein Weg nur nicht an diesem Ort vorbei geführt? Elliot entwickelt sich zu einem Trauma, hier ist alles schmutzig und heiß, wirklich alles, sogar die Pizza die nur so von Öl und Fett trieft. Wir verbrennen uns beide beim ersten Bissen erst mal den Gaumen. Was ich noch nie in meinem Leben erlebt habe, sogar das letzte Stück der Pizza ist immer noch so heiß, dass man sich daran verbrennen könnte.


    Zurück auf dem Zimmer hat es die Klimaanlage immer noch nicht geschafft die Zimmertemperatur auf ein erträgliches Maß zu drücken. Ich bin ja bereit die paar lächerliche Kröten was das Zimmer gekostet hat abzuschreiben und mir ein anderes Hotel zu suchen, aber das wäre dann wohl noch einmal 370km zu fahren. Zu spät, die Dämmerung macht sich breit und die Kängurus haben es immer noch nicht gelernt beim Straße überqueren anzuhalten und erst rechts und dann links und wieder rechts zu schauen. Das Risiko wird zu groß, die Unmengen an Kadavern am Straßenrand sprechen eine deutliche Sprache. Außerdem ist für die Nacht Gewitter und Regen angekündigt. Also Augen zu und durch...
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    Standard Elliot - Devil Marbles - Wycliffe Well (386km)

    #6
    Wir haben die Nacht trotz schwerem Gewitter überlebt und man glaubt es kaum, die Hütte hat sogar ein dichtes Dach, der Regen ist nur unter der Türe etwas hereingelaufen. Komisch, hört sich vielleicht auch etwas Blöde an, aber so besch...eiden Elliot auch war, im Nachhinein möchte ich schon jetzt nicht mehr die Erfahrung missen. Ich denke man muss auch mal solch bescheidene Erfahrungen sammeln, das Salz in der Suppe des Leben. Der Morgen war aber noch mehr eine Flucht vor einer versalzenen Suppe und es ging früh weiter gen Süden zum heutigen geplanten Etappenziel Wauchope.


    Kurz davor liegt das Maggi in der Suppe des Lebens, die Devil Marbles und wir sind die einzigen die hier rumstrolchen, das heißt, niemand der mir dauernd beim Fotografieren im Bild rumhüpft.




    Na gut, ca. 20min. nach uns kommt so ein vollklimatisierter Touristenbus und spuckt des Wahnsinns fette Beute aus. Warum müssen die alle immer überall auf den Felsen rumklettern? Reicht es nicht, sich einfach mal an der Natur zu erfreuen? Na gut, ein paar Bilder habe ich zum Glück im Kasten und eine Stunde bei ein paar Steinen bei über 40°C reichen ja auch wirklich. Also weiter nach Wauchope um ins Kühle zu kommen.
    In Wauchope angekommen, rein ins Hotel und ein Zimmer für zwei Personen für eine Nacht geordert. Tja, Satz mit x - war wohl nix... zufälliger Weise ausgerechnet heute durch eine Reisegruppe ausgebucht. Macht ja nichts, es ist noch etwas Wasser in unserem Trinkrucksack, Sprit im Motorrad, also weiter in den Süden. Nach Wycliffe Well sind es gerade mal 18km und Bingo, da gibt es ein Zimmer für uns. Scheint gerade keine Aliengruppenreise unterwegs zu sein. Aliens? Jo, richtig gelesen! Nicht gewusst? In Wycliffe Well gibt es die meisten UFO-Sichtungen von Australien.
    Alles um Wycliffe Well begann im Zeitraum vom 15. März bis 15. April 2002. Damals wurden im australischen Hinterland fast jede Nacht angeblich UFO’s gesehen. Und die Zeitungen waren voll von derartigen Berichten. Es soll sogar eine Konzentration der Beobachtungen entlang der damals gerade im Bau befindlichen neuen Bahnstrecke zwischen Alice Springs und Darwin gegeben haben. Augenzeugenberichte, Fotografien, sogar einen kurzen Film gibt es darüber. Die tollste Story erzählte ein gewisser Lou Farkis. Er kannte eine Frau, die im März 2002, als sie von Alice Springs nach Hause fuhr, südlich von Wycliffe Well direkt neben dem Stuart Highway ein Licht sah. Sie merkte, dass es nicht von Bahnarbeitern oder dem Militär stammte, und hielt an. Sie sah zunächst ein dreieckiges Raumschiff, aus dem dann drei silberfarbene Wesen herauskamen und auf sie zu gingen. Da geriet sie in Panik und fuhr davon. Lou Farkis, der „Experte“, ist heute zufällig der Manager des Wycliffe Well Holiday Parks. Aber so gelang es ihm durch seine vielen Berichte Wycliffe Well zur angeblichen UFO Capital of Australia zu machen.


    © by downunder-dago.de. Bitte mit einem Link auf die Quelle verweisen: Ufos im roten Zentrum
    Was es alles für Zufälle gibt...






    Heute hatte ich wohl unbemerkt Besuch von E.T. Ich habe den Fehler gefunden warum das Navi am Motorrad nicht funktioniert hat. Kurz vor dem Kakadu National Park hat es noch gemeldet, dass es auf Batterien läuft und diese gleich leer sind und hat dann nach ein paar Minuten den Betrieb eingestellt. Damals konnte ich keinen Fehler finden warum das Navi keinen Strom über die Motorradhalterung bekommt. Habe heute noch einmal mit 'nem kalten Bier und E.T. die Verkabelung überprüft. Kabelbruch unter dem Klebeisolierband am Pluspol. Unter dem Klebeband war das Kabel zum Kabelschuh gebrochen, aber das Klebeband hielt das ganze noch zugfest am Pluspol der Batterie. Also das Kabel mit der Nagelschere etwas abisoliert und dann direkt unter der Schraube am Pluspol festgeklemmt. Voi.là, das Navi funktioniert wieder und lädt. Wie ich schon geschrieben habe, zu der Ausrüstung werde ich noch einen extra Artikel schreiben....
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    Standard Wycliffe Well - Alice Springs (378km)

    #7
    Entweder irrt soeben der Wettergott oder die WetterApp auf dem Handy, einer lügt mich an. Laut WetterApp soll der Regen um ca. 08:00 Uhr aufhören. Motorrad ist gepackt und wir trinken schon den 2. Kaffee. 10:00 Uhr Schlüssel an der Rezeption abgegeben und es schüttet immer noch. Also noch ein kleiner Kaffee und dann schweren Herzen rein in die Regenkombi. Wir müssen los...
    4km später kommt des Rätsels Lösung, die WetterApp hat sich wohl nur um 4km verschätzt, also wieder raus aus den Regenklamotten. Oder hatten etwa Außerirdische ihre Finger im Spiel?

    Weiter auf dem Stuart Highway nach Alice Springs. Das Wetter wird immer besser und die Temperaturen steigen unaufhörlich.


    Die ganze Zeit hatte ich schon das Gefühl, dass es insgesamt mehr den Berg hinauf geht als hinab und vor Alice Springs bekam ich dann die amtliche Bestätigung.

    Der höchste Punkt im Verlauf des Highways liegt auf 731 m. Ab jetzt geht es mit uns wieder bergab...

    ... und nach Alice Springs. Hier mussten wir mit entsetzen feststellen, dass der Bojangles Saloon schon seit 1,5 Jahren geschlossen hat. Es sieht auch nicht so aus als würde er in nächster Zeit einen Käufer und Investor finden. Da findet wohl wieder etwas Geschichte sein Ende. Nur gut, dass wir vor 3 Jahren schon da waren und somit ein Teil der Geschichte vom Bojangles Saloon geworden sind.
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    Standard Alice Springs - Uluṟu-Kata-Tjuṯa-Nationalpark (445km)

    #8
    Es ist schon faszinierend wie sehr sich eine Landschaft ändern kann. Als wir im Norden in Darwin starteten war alles voller Grün und dichten Regenwäldern, heiß und schwül. Je weiter wir nach Süden fuhren wurde es immer trockener und wärmer. Gleichzeitig wurden die Wälder immer lichter und das Grün machte erst dem Gelb von vertrocknetem Gras und dann immer mehr der roten Erde platz. Bäume gibt es immer weniger, Büsche immer mehr. Schließlich prägen der rote Boden, Büsche, Felsen und vereinzelte Bäume die Landschaft - herzlich Willkommen im Red Center von Australien.
    Keine Ahnung was mich geritten hat, vielleicht hatte ich heute meinen moralischen oder was auch immer, aber ich bin im Augenblick der Meinung, dass der Weg von Alice Springs nach Yulara einer der schönsten Wege ist die ich jemals entlang gefahren bin. Ich fand heute die Kombination der Farben, der Landschaft, der Pflanzen einfach atemberaubend. Was mich beruhigt ist, dass meine Frau unabhängig von mir das gleiche Gefühl hatte.

    Nach dem Start in Alice Springs geht es auf dem Stuart Highway wieder Richtung Süden bis nach Erldunda wo dann der Lasseter Highway zum Uluṟu rechts abzweigt.


    Beim Mount Ebenezer war nocheinmal ein Tankstop angesagt um bis zum Ziel durchfahren zu können. An dem dortigen Roadhouse wurde mir nach dem Tanken von oben ein Zeichen gegeben wo ich mich hinzubegeben habe und man sollte die Zeichen der Natur nie ignorieren...

    Also rein in die Taverne und Mittagessen. Leider musste ich mich mit Wasser zufrieden geben, denn Wein hatten sie keinen und alkoholfreies Bier kennt der Australier auch nicht und bei 44°C Alkohol zu trinken halte ich sowieso für eine schlechte Idee - also Wasser und das reichlich.
    Nach der Mittagspause das nächste Zeichen welches aber nur zu einem Fotostopp auffordert. Wenn ich es bis hierher noch nicht bemerkt hätte, jetzt wüsste ich es auf jeden Fall wo ich mich befinde - im Red Center von Australien.

    Hier wachsen auch ganz ungewöhnliche Pflanzen wie zum Beispiel der australische Hat Tree eine edemische Pflanze welche mir sonst noch nirgends auf der Welt begegnet ist.

    Weiter geht's und der nächste Stopp ist beim Mount Conner. Dieser Berg liegt leider auf einem Privatgelände und ist nicht so ohne weiteres zu besuchen oder besteigen. Dabei soll von dort die Aussicht noch schöner sein als vom Uluru. Man soll von dort oben sogar bei klarer Sicht den Uluru sehen können.




    Wenn man vom Mount Conner den Uluru sehen kann, dann kann es ja nicht mehr weit sein und tatsächlich, ein paar Kilometer später gibt es die ersten Blicke auf den wohl berühmtesten roten Stein der Welt.


    Langsam wird es aber auch Zeit, dass wir am Ziel ankommen, mein Trinkrucksack ist leer, das Thermometer zeigt 45,5°C und die heutigen Eindrücke müssen verarbeitet werden.

    Und morgen gibt es eine Überraschung für meine Frau, ein nachträgliches Hochzeitstagsgeschenk.
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  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Super geschrieben ...... ja, wer eine Reise tut, der kann etwas erleben!

    ........ inzwischen weiß ich, was es für ein Genuss ist am Gardasee/Südtirol Urlaub zu machen ............auch wenn dort kein Salz in der Suppe ist .......... aber es ist entspannend .

    Wünsche euch auf der Tour weiterhin Glück und viele tolle Momente!

    .......... und warte auf die Fortsetzungsberichte eurer Reise in Down Under.

    Gruß Kardanfan

  10. Registriert seit
    26.03.2013
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    Standard Lake Amadeus - Uluṟu - Kata-Tjuṯa Nationalpark Rundflug

    #10
    Heute ging es rund mit uns... nämlich in der Luft mit dem Helikopter durch den Uluṟu-Kata-Tjuṯa Nationalpark. Gestartet wurde am Ayers Rock Airport und dann ging es zum Lake Amadeus einem riesigen Salzsee. Danach weiter zu den Olgas oder wie sie jetzt wieder heißen, den Kata-Tjuṯa und schließlich und endlich zum Ayers Rock oder Uluru.

    Also meine Frau hat sich wirklich über den Rundflug gefreut und was das Geile war, ich hatte mit dem Piloten ausgemacht die Türen am Helikopter auszuhängen um somit ungestört fotografieren zu können.

    Den Flug habe ich über die ARH-Webseite gebucht. Ich hatte die ganze Zeit einen netten E-Mail Kontakt. Jede Mail ist beantwortet worden und auch mein Sonderwunsch mit den ausgehängten Türen war kein Problem. Pünktlich wurden wir am Hotel abgeholt und auch ansonsten gab es keinen Grund zur Klage. Der Pilot war nett und lustig drauf, hatte Zeit für Späße und machte auch von uns Fotos. Also ich kann sie uneingeschränkt weiterempfehlen.


    Hier ein paar Bilder vom Rundflug:
















    Der Rest des Tages war etwas Kultur oder das was Touristen gerne als solche sehen möchten und noch etwas Uluru und Kata-Tjuta vom Boden aus.





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