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Familienurlaub Teil 2

Erstellt von Boxer Wolle, 04.08.2014, 15:12 Uhr · 51 Antworten · 8.735 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Teil 15

    #31
    2 Badetag,
    schön, also noch mal baden und lesen, bei Traumhaften Wetter.
    30 Grad und keine Wolke am Himmel.
    Bei Eis und kühlem Wasser konnte man es sehr gut aushalten.
    Klar war das sehr warme Wasser auch gut für meinen Rücken.
    Die Schmerzen waren fast weg, obwohl ich mir gerade wegen des Zeltens große Sorgen um meinen Rücken gemacht habe.
    Aber es ging besser als gedacht.
    Also konnte man, sagen, es ging uns richtig gut, um nicht zu sagen sau gut.
    Abends gab es dann wieder Nudeln, komisch, es gab kein murren und kein klagen das es jetzt schon wieder Nudeln gab.
    Es lief alles prima, ich kochte, Mutter hatte Zeit für Ihre Haare und ein gutes Buch, der Kleine jagte mit dem Nachbarjungen mit den Fahrrädern bzw. mit dem Tretroller um die Zelte, Herz was willst Du mehr.
    na ja da ich schon einiges im leben erlebt hatte, war klar, genieße das Glück solange es dauert.
    Es war schon zu schön.

    Und dann gab es einen Knall, ein laut aufschreiendes Kind, gut erst einmal ein paar Sekunden warten, nein er hört nicht auf zu schreien, also das war was ernstes.
    Als erfahrene Eltern weiß man das wann man los rennen sollte, ansonsten rennt man nur noch.
    Schließlich ist man ja lern fähig.

    Was war passiert, durch den Campingplatz führt eine kleine Asphaltstraße, ein schöner kleiner Rundkurs, man sieht seinen Sohn immer wenn er bei uns vorbei jagt.
    So wussten wir, wenn er Regelmäßig vorbei kommt ist alles in Ordnung.
    Jetzt hörten wir nur Kindergeschrei mit Schluchzen und weinen.
    Auf diesem Rundkurs hatte nun ein Autofahrer sein Fahrzeug geparkt so ein viertel auf dem Asphalt bzw. auf dem Rundkurs.
    Na ja und wie das so bei Zwergen ist, das hatten die beiden Burschen nicht eingeplant.
    Es reicht ja nicht nur mit dem Fahrrad usw. das her zu fahren, nein es musste ein Rennen gefahren werden.
    Also viel zu schnell in die Kurve, Auto gesehen, große Augen und es ist wirklich so, schön aufs Auto schauen und reagieren null.
    Es machte bum und schon lag einer von beidem hinten untern Kofferraum.
    Jetzt war die Frage die, welcher von beiden Jungs.

    Also wir nichts wie hin und als wir um die Ecke kamen lag da der Nachbarjunge.
    Puh, war ich erleichtert, ich weiß irgendwie gemein von mir, aber ich war trotzdem froh das es nicht mein Kind war!!!
    (ich kann nichts dafür, aber so waren meine Gefühle nun mal)
    Erst einmal den Jungen gefragt wo es im Wehtut, ich hatte ja gelernt, nicht einfach den Jungen hoch heben.
    Den Fehler hatte ich bei meinem Jungen gemacht als er ein Eisentor frontal mit dem Fahrrad gerammt hatte und ich ihn sofort zum mir hoch gezogen hatte.
    Man was hat mir der Notarzt den Kopf gewaschen.
    Glaube aber das hätte fast jeder Vater gemacht, wenn er sein Kind auf der Straße liegen sieht mit blutendem Gesicht und zerstörten Fahrradhelm.

    Also erst einmal ruhe bewahren, aber als nicht Eltern ist es dann gar nicht so einfach mit einem weinenden und schreienden Kind zu reden.
    Gott sei Dank kam seine Mutter auch in dem Augenblick um die Ecke gerannt und kümmerte sich, so wie es sich heraus stellte war sie Krankenschwester, na Gott sei Dank.
    Aber wie es so oft ist, Schürfwunden und eine große Beule im Selbstbewusst sein, war dann das ganze Ausmaß an Verletzungen.
    Auch hier wieder Gott sei dank.
    Und ich als Vater, ermahnte meinen Sohn, siehste das kommt davon wenn man zu wild ist und nicht aufpasst.
    Komisch das selbe hat mein Vater auch sehr oft zu mir gesagt.

    Aber nach diesen schönen Tagen wollte ich gerne weiter, da meine Frau ja schon das Rückfahrticket übers Timmelsjoch bezahlt hatte, war die Routenplanung dieses mal sehr einfach.

    Timmelsjoch - Hahntenjoch - Hopfen am See

    Man kann ja sagen was man will, aber das Timmelsjoch wird mir ja nie langweilig und mit dem Gespann so oder so nicht.
    Wie bestellt schien auch die Sonne so das unserem Einpacken sowie der Abfahrt nichts mehr im Wege stand.

    p7170379.jpg Großfamilie beim Einpacken, wie bekomme ich das alles wieder mit!?

    Es ist schon so viel übers Timmelsjoch geschrieben worden, deshalb schreibe ich darüber nicht ganz so viel.
    Für uns als Familie ist es na klar klasse dort herauf und herunter zu fahren, es gibt an jeder Ecke Natur pur und an jeder Ecke ein Naturspielplatz und wie man sich mit Schneeballschlachten und Steine werfen die Pausen vertreiben kann, das kennt ja jeder!!!

    p7170388.jpg Timmelsjoch beim herauf fahren / aus der Richtung Meran

    p7170393.jpg Timmelsjoch, Schnee und Sonne, alles auf einmal, G650X Ch. ein super Motorrad

    p7170402.jpg
    Familienreisemobil etwas anders!!!

  2. Registriert seit
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    Standard Teil 16

    #32
    Hopfen am See
    die Strecke war schön, unglaublich schön und immer wieder schön.
    Nicht zu weit das wir immer wieder pausen machen konnten, so waren alle zufrieden mit dem heutigen Tag.
    Das kulinarische Highlight fand wieder in Imst bei Mc Donnalds statt.
    Grauselich das essen, aber mein Sohn findet es einfach Klasse, ich selber wollte einfach nicht darüber nach denken was ich da eben in mich rein schob, besser ist das.
    Auch mit dem Essen waren also alle zufrieden.
    Als ich dann meine Meinung Kund tat mit einer gespielten Verärgerung, das niemand, aber auch niemand die besten Nudeln der Welt vermisste, bekam ich nur ein lautes Lachen entgegen geworfen.
    Das ist dann also der Dank das ich Abend für Abend mich am Herd abplage.
    Gut jetzt war der Punkt wo ich auf hören sollte mit den Sprüchen, die ja eigentlich nur als Spaß gedacht waren.
    Mein Frau meinte aber das dieser Spaß zu weit gehen würde, ihr etwas versteinertes Gesicht und ihr Blick machten mir das aber unmissverständlich klar.
    Ja so eine Beziehung wird nie langweilig und man sollte immer wissen wann man auf hören sollte.
    Ich gebe zu, meine Frau kocht und macht und tut zu Hause rund um die Uhr, nur den Benzinkocher fasst sie nicht an und so bin ich in unserem Urlauben zum Chefkoch geworden.
    Mittlerweile macht es mir sogar riesig Spaß, wenn auch meine Menus recht einfach sind!!!

    Also weiter, Hopfen am See war unser Ziel, da bin ich mal 2011 gewesen auf einem Campingplatz und bei dem Wetter war doch ein See genau das richtige!!

    Gerade angekommen, am frühen Nachmittag, tauchte auch schon der erste Campingplatz auf, also nichts wie hin und fragen ob noch was frei wäre.
    Wie ich schon bei Mc Donalds fest gestellt hatte, war ich richtig gut drauf, tolle Strecken, tolles Wetter, keine Schmerzen und das seid Monaten mit Rückenschmerzen.
    Da sollte meinem / unserem Glück doch eigentlich nichts im Wege stehen, oder!?

    Als nicht wie rein in die Rezeption und den, so vermute ich, den Schüler / Aushilfe gefragt wo ich den mein Zelt hin stellen kann.
    Der schaute mich mit einem großen Fragezeichen an, ok, war vielleicht zu viel gute Laune!!
    Ob er den noch ein Plätzchen frei hätte für mich und meine Familie!?
    Zelt!?
    Ja Zelt.
    Nein Zelt nehmen wir nicht.
    Wie, das ist ja Diskriminierung!!!
    Ich melde das der EU.
    Jetzt kam das ganz große Fragezeichen.
    Ich hatte mich schon auf eine lustige Konversation eingestellt, so wo man sich den Ball gegenseitig zuspielt.
    Sprich habe gerade die Nummer der EU Kommission verlegt, sollen wir die zusammen raus suchen.

    Aber leider kam da nichts, außer ein wenig stammeln und ein erstauntes und Ratloses Gesicht.
    Ich musste wieder fest stellen, am heutigen Tage war ich für meine Mitmenschen einfach zu gut drauf, also bedankte ich für die Info und wir zogen mit unseren Motorrädern weiter.

    Einmal durchs Dorf, links tauchte ein Naturfreibad auf, genau mein Ding.
    Mein Sohn rief auch schon ganz aufgeregt durchs Mikro, kann ich da schwimmen gehen.
    Ja mein Sohn, aber erst müssen wir noch irgendwo einen Platz herbekommen wo wir schlafen können!!
    Und siehe da ca. 75 Meter weiter ein Campingplatz, genau der war das wo ich schon mal gewesen bin!!!

    Also nichts wie hin, angehalten, Helm ab und gefragt ob noch ein Plätzchen für uns drei frei wäre!?
    Ja kein Problem.
    Und dann begann ich den Kardinalsfehler.
    War schon mal hier, meine Daten müssten im Computer sein.
    Die Antwort kam prompt!!
    Computer haben wir erst seid einem Jahr.
    Die Stimme sagte mir, hier ist nicht gut Kirschen essen.
    Also nahm meine Frau die Angelegenheit in die Hand.
    Ich trollte mich nach dieser völlig unangemessenen Frage zu meinem Sohn.
    Man, das wird langsam doch nicht mehr mein Tag!!!

    Aber meiner Frau gelang es trotz meines Missgeschicks uns ein kleines Plätzchen zu sichern.
    Hurra!!

    Also Zelt aufbauen, Luftmatratzen und alles bereit machen, ja die Plane machten wir an den Bäumen fest und wieder an unseren Motorrädern, siehe da, so konnten wir wieder im Schatten essen und sitzen.
    Und im Falle eines Falles, waren wir auch vor Regen sicher.

    Aber irgend ein Familienmitglied, hüpfte von einem Bein zum anderen, wann geht's endlich los, ich will schwimmen, Du hast es versprochen.
    Jetzt kann man mal raten wer das denn wohl sein kann!?

    Na klar unser Sohn.
    Und glaubt mir der Bursche kann einem Echt auf den Senkel gehen wenn er es nicht abwarten kann.

    Aber als eingespieltes Team ging es dann endlich zum See ins Naturfreibad.
    Und alle waren glücklich.
    Was will man als Familienvater eigentlich mehr!?

    Hier nun ein paar Bilder, soviel sei dazu gesagt, es war herrlich, die Aussicht, das kühle Wasser und ein richtig glückliches Kind!!!!

    p7170413.jpg Natur Freibad!!!

    p7170427.jpg Tolles Kind, unglaubliche Frau, tolle Aussicht!!

    p7170434.jpg Papa darf auch mal mit!!!

    Der Nachmittag am See war richtig toll, alle hatten ihren Spaß, klar war die Zeit für unseren Zwerg viel zu wenig, aber wir waren erst spät angekommen so blieben uns nur zwei Stunden Zeit dort im kühlen nass.
    Auf dem Rückweg kam dann die Diskussion auf, was machen wir eigentlich morgen!?
    Darüber hatte ich mir noch gar keine Gedanken gemacht!!
    Warum muss ich mir eigentlich immer was einfallen lassen!?
    Die beiden gingen Duschen und ich fing an wieder die leckersten Nudeln in Bayern zu kochen!!

    Meine Frau überrascht immer wieder, diesmal kam sie mit 4 Flaschen Radler an, wow.
    Ich fragte sofort, willst Du ein neues Auto!?
    Ok, auch der Scherz war wieder ins Wasser gefallen, der Blick meiner Frau signalisierte mir, es nicht zu über treiben.
    Gut, ich musste so oder so ganz dringend in meinem Topf rühren.
    Und man sich mit umrühren von Nudeln sehr Intensiv beschäftigen, glaubt mir!!

    Aber meine Zeit auf der Strafbank dauerte nicht all zu lang, meine Frau setzte sich zu mir, drückte mir die Flasche Bier in die Hand und ich wollte schon fragen, ob sie heute Abend S.... haben wollte.
    Aber ich dachte so an den Tag und meine Scherze, ich hielt diesmal die Klappe und wartete auf die Worte meiner Frau.
    Manchmal ist das besser so.

    Sie meinte wir könnten doch mal auf die Zugspitze fahren, ich hielt das ja für eine lahme Idee.
    Aber meine Frau wollte da unbedingt hin, ich konnte nicht sagen warum und irgendwie kann ich ihr ja keinen Wunsch abschlagen.
    Diese Frau hält mir im Alltag so sehr den Rücken frei, da hatte sie einfach was gut bei mir.
    Wenn ich alleine daran denke als meine Mutter im sterben lag und ich Stundenlang bei meiner Mutter am Sterbebett saß, hat sie alles um mich herum geregelt, dafür konnte ich und kann ich ihr einfach nicht genug danken.
    Deshalb war für uns beide klar, es ging zur Zugspitze, warum auch nicht.
    Bei unserem Junior, sorgte diese Ansage na klar nicht gerade für Begeisterungsstürme, er wollte baden gehen.
    Aber da der Familienrat und die dadurch sich ergebene Mehrheit nun mal sagt wohl es lang geht musste sich der Kleine Fügen.
    Also abgemacht morgen geht es zur Zugspitze.

    Meine Frau hatte mir zu Weihnachten so einen kleinen Musikwürfel geschenkt und ich hatte mir auf meinen USB Stick ein paar tolle Lieder aufgenommen.
    Tja und wie wir so vor unserem Zelt saßen und dem treiben der anderen Campingplatzbesucher anschauten, trank ich eine Flasche Radler dann zwei, dann tranken meine Frau und ich noch einen Rakki, den wir im Urlaub als Absacker immer dabei hatten.
    Aus einem Rakki wurden dann zwei und dann etwas mehr!!!
    Wir hörten Musik, tolle Musik, von Qeen bis Supertramp, Beatles, Police, Dire Straits usw.
    Wir redeten und redeten und lachten.
    Mein Sohn hatte mittlerweile ein paar Kinder gefunden mit denen er Fußball spielen konnte und kam zu uns an Zelt, worüber redet und lacht ihr denn!?
    Wir reden darüber, was wir und wo wir waren als die Musik gerade aktuell war!!
    Oder wann wir das erste mal die Musik gehört hatten und mit wehem!!

    Damit kann man schon mal den Abend verbringen, vor allen Dingen wenn man schon 25 Jahre zusammen lebt.
    Es war ein toller Abend, ich liebe diese Momente mit meiner Frau, zeigt es mir doch immer wieder wie gut wir uns verstehen und was wir schon gemeinsam alles erlebt haben.

  3. Registriert seit
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    Standard Teil 17

    #33
    Zugspitze
    wie schon geschrieben, nicht mein Traum, viele Touristen und Kommerz, nicht das was ich mir unter einem Motorradurlaub vorstellte.
    Aber dieser Urlaub, oder besser gesagt, alle Familienurlaube sind bei uns ein großer Kompromiss.
    Für mich das Motorrad fahren und Alpenpässe.
    Für Noah, rennen, klettern, Steine werfen, schwimmen usw.
    Für Biggi, das alle glücklich sind!!!
    Und jetzt war es an der Zeit was für die Mutter der Kompanie zu tun, den wenn ich schreibe, das Biggi alles für uns bzw. ihre Familie tut, dann meine ich das wirklich.
    Jetzt sollte sie einen Tag haben wo wir das machen was sie schon immer gerne machen wollte.

    Also auf zur Zugspitze, von Hopfen am See Richtung Garmisch, na ja nicht der Brüller die Strecke, zumindest die wir gefahren sind.
    Zum Schluss noch ganz schön, aber die Strecken kannten wir na klar wegen dem Bikermeeting.

    Wir waren früh da und es war schon recht voll.
    Ok, anstellen, schön warm in Motorradklamotten, aber da oben könnte es schon mal etwas kälter werden.
    Wir standen in der Schlange direkt an der Eingangstür, na ja zumindest noch im Gebäude.
    Wie wir so mit bekamen, hat es schon Schlangengeben bis draußen auf die Straße.

    Gut, Biggi also zum Ticket kaufen, Noah und ich standen weiter in der Schlange, so richtig voran ging das nicht, aber gut.
    Auf den Bildschirmen wurde uns angezeigt, wie weit man heute sehen kann, wow, dank des strahlenden Sonnenschein und dem Wolkenlosen Himmel, Kilometerweit.
    Das war doch schon mal was!!!

    Birgit kam glücklich mit drei Tickets wieder, ich fragte noch so zum Spaß, was hat das denn gekostet, 110,00Euro.
    Am liebsten hätte ich gefragt ob sie das noch mal wieder holen könnte, aber ich hielt die Backen, da es heute ihr Tag war, gut dann kostete es eben 110,00Euro, wow.

    Wir standen so grob über eine Stunde an und wunderten uns über die meisten Besucher und ihre Kleidung, meistens ist es auf so einem Berg ganz schön kalt.
    Ich war mal gespannt wie die beiden Damen vor uns sich mit ihren kurzen Rock und Top und Stöckelschuhen sich so schlagen würden am Gipfel, ich wusste nicht ob ich jetzt Mitleid haben sollte oder sie bewundert sollte.

    So langsam ging es vorwärts, endlich konnten wir einen Blick auf die Seilbahn werden und die Gondel, jetzt war klar warum das nicht so recht vorwärts ging, ich sah nur eine Gondel, vielleicht gab es auch zwei, mehr aber bestimmt nicht.

    p7180442.jpg Blick von unten auf die Zugspitze

    So nun waren wir dran, ab in die Gondel.
    Unser Kleiner hatte das warten sehr gut mit gemacht, hatte ich ihm doch während der fahrt, eingeschärft das dies Mamas Tag ist und wir heute nach Mamas Pfeife tanzen.
    Sein Kommentar dazu, ich muss das ja sonst auch jeden Tag!!
    Gut heute ist dann eben so ein Tag plus 1!!!

    Die Aussicht war genial, unser Kleiner fragte dem Gondelfahrer Löcher in den bauch, ist schon mal eine abgestürzt, wie dick ist das Seil usw.
    Ich wollte schon sagen, lass mal den Mann in Ruhe, aber dieser winkte ab und beantwortete alle Fragen geduldig mit viel Fachwissen.
    Ich selber war wieder mal erstaunt was so ein Junge von fast 8 Jahren so alles fragen kann!!!

    Je höher wir kamen desto erstaunter war ich über den Anblick, ja 2962m, das hatte schon was.
    Bisher mochte ich nur Berge mit schönen Bergstraßen, aber dieser Ausblick hatte schon was.

    Und als wir dann oben an der Aussichtsplattform angekommen waren, wow, das hatte wirklich was!!!
    Wahnsinns Ausblick, Kilometerweit wie versprochen.
    Man hatte uns nicht zu viel versprochen.
    Selbst unser Kleiner war total begeistert vom Ausblick, in jeder Ecke gab es etwas anderes zu sehen.

    p7180445.jpg Wahnsinns Aussicht!!


    p7180448.jpg Es gab überall etwas neues zu sehen!!

    Wir genossen die Zeit den Ausblick und ich hatte das Gefühl das wir Drei etwas ruhiger wurden, da wir so etwas großes und Beeindruckendes zusammen noch nicht so gesehen hatten.
    Selbst unsere Kleiner mit der Duracelbatterie war erstaunlich ruhig und schaute sich jeden Winkel dieser wunder schönen Bergkulisse an.
    Jetzt weiß ich wieder warum ich die Berge so mag!!!!

    Aber alles hat ein Ende, so auch unsere Ruhe, unser Kleiner erblickte das Gipfelkreuz, was machen die Leute da!?
    Das ist ein Gipfelkreuz, das ist was ganz besonderes, eigentlich muss man wenn man auf so einen Berg klettert das Kreuz berühren und sich was wünschen, für sich oder Menschen die man besonders mag.
    (so die Kurzform!!)

    Für meinen Sohn stand fest, ja da muss ich jetzt rauf klettern, er hätte so viele Wünsche, das wäre genau das was er jetzt braucht.
    Jetzt standen wir da, ich selber wollte gerne bis zum Gipfelkreuz klettern und Biggi auch, jedoch wollten wir uns abwechseln und somit war Noah jeweils in der Obhut eines Elternteils.
    Es kletterten mehrere Eltern mit Kindern zum Gipfelkreuz.
    Biggi war durch trainiert und fit, als alte Triathletin und ich war dank meiner Ärzte und des tollen Urlaubs mal wieder richtig fit.
    Sollten wir das wirklich mit einem 7 Jährigem versuchen, der kleine war richtig fit und besteht ja nur aus Muskeln und Sehnen.

    Ein Schild jedoch machte mir sehr große Sorgen!!

    p7180455.jpg

    Sollten wir es wirklich riskieren als Familie da hoch zu klettern!?
    Wenn der Kleine abrutscht und zu Tode stürzt, das würden wir uns nie verzeihen!!!

  4. Registriert seit
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    #34
    Boah, der Spannungsbogen macht mich fertig...

  5. Registriert seit
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    #35
    Du sollst erlöst werden!!!!

  6. Registriert seit
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    Standard Teil 17

    #36
    Zuspitze,
    nun standen wir da, sollten wir ohne den Kleinen gehen oder es ganz lassen, das war hier die Frage, eigentlich konnte man so einen fast 8 Jährigen nicht mit nehmen.
    Und ohne ihn, das wäre auch schon richtig gemein.

    Klar so ein 7 Jähriger sagt immer, kein Problem ich kann das.
    Und wenn was passiert, damit kam ich Gefühlsmäßig und Kopfmäßig nicht klar, das durfte einfach nicht passieren, deshalb lassen wir das alles sein.
    Unser Urlaub sollte Spaß machen und nicht unser Leben ruinieren.

    Wir waren froh das wir dies kleine Geschenk noch bekommen haben nach Jahre langen hoffen und bangen und unser Familienglück wegen eines Bergkreuzes aufs Spiel setzten nein, das konnte ich nicht.

    Genau so schwer viel es mir dem Kleinen zu sagen, wir gehen alle nicht hoch.
    Wusste ich doch das ich ihn damit sehr enttäuschen würde.

    Und genau so kam es auch, aber immer wieder sehr Interessant wie der Kleine dann reagiert, ich hatte auf eine Diskussion gewettet mit lauter Stimme und zum Abschluss tränen.
    Aber es kommt immer anders als man denkt!!

    p7180456.jpg Da sollte es hinauf gehen, zu gefährlich für unseren Sohn!?

    p7180457.jpg Traurig, dabei könnt er das doch!!!!

    Unser Sohn, reagierte nicht mit schreien, noch mit tränen, sondern er kam mit Argumenten.
    Papa, ich kann das, ich bin doch auch schon mit Dir im Kletterwald gewesen, den ganz großen Parkur, da wo sich viel größere Jungs wie ich nicht rein getraut haben.
    Und wie ich auf Bäume klettern kann und wie ich hier auf die Berge geklettert bin, Papa, wirklich ich kann das.
    Nach vielen Argumenten, guten Argumenten, toll vorgetragen, der Kleine hatte wirklich alles mobilisiert, alle sein Wissen, seine Kraft und Überzeugung.
    (Ich bin immer wieder überrascht wie unser Sohn argumentieren kann)

    Man kann das nicht so schreiben wie es passiert ist, diese Augen, voller Kraft und Leidenschaft, unbedingt sein Ziel zu erreichen, manche werden dieses Feuer nie haben oder in späteren Leben verlieren, behalte diese Leidenschaft für einen Traum lange in Dir mein Sohn.

    Ich selber konnte und wollte nicht nein sagen nach diesen Worten, es zerreißt einem das Herz, einem Kind nach diesen Worten das nein zu sagen und egal wie man die Worte verpackt, die Enttäuschung ist riesengroß.

    Meine Gefühle sagten ja, aber mein Verstand sagte nein.

    Und der Kleine reagiert nicht mit einem Wutanfall, wie ich das schon oft gesehen habe, er weinte auch nicht und schluchzte, nein ihm liefen die Tränen langsam seinen kleinen roten Backen runter.

    Man war das eine sch.....
    Es tat uns dreien alle weh.
    So standen wir drei da, umarmten uns und waren einfach traurig für den Moment.
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken p7180457.jpg  

  7. Registriert seit
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    #37
    Aber es kommt immer anders als man denkt!!
    Morgen geht es weiter!!

  8. Registriert seit
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    #38
    ...und ihr geht doch noch hoch, oder?

    Danke für deinen tollen und ausführlichen Urlaubsbericht!!!

  9. Registriert seit
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    Standard Teil 18

    #39
    Zugspitze und das Gipfelkreuz!!!

    So standen wir drei nun zusammen und wir waren traurig und irgend wie war auch die Stimmung dahin, insgeheim verfluchte ich diesen Trip auf die Zugspitze, irgendwie hatte mir mein Bauch gesagt, da musst Du nicht hin und ab und zu sollte man auf seinen Bauch hören.
    Und das hat man nun davon.
    Ich überlegt schon ob wir nicht noch nach Mc Donalds in Garmisch fahren sollten, als kleine Entschädigung, aber unserem Kleinen liefen immer noch die Tränen die Wangen runter und es war klar, auch das würde ihm nicht helfen.
    Also hielt ich den Mund und drückte meinen Kleinen ganz feste an mich.

    Und als wir da so standen, sprach uns ein Mann an, etwas jünger wie ich (kein Wunder ) und fragte ob er uns helfen könnte.

    Wir drei waren so innig zusammen gestanden, das ich wohl so etwas wie eine Abwehrhaltung eingenommen habe, ich weiß auch nicht warum, vielleicht weil ich so traurig und wütend zu gleich war.
    Ich versuchte höfflich zu bleiben und versuchte ihm zu erklären das wir gerade eine Situation hätten die für unseren Sohn nicht so einfach wäre und wir das gerade am besprechen wären.

    Er meinte auf eine sehr nette Art, das er unser Gespräch mit bekommen hätte und aus der Gegend wäre und uns helfen würde, sprich sein 16 Jähriger Sohn, seine Frau und er uns helfen würde das wir zu fünft unseren Sohn sicher zum Gipfelkreuz bekommen würden.

    Das war das Zauberwort!!
    Erst fragte mein Sohn noch verhalten, ehrlich!?
    Ja wirklich, wenn Deine Eltern es erlauben.
    Meine Frau nickte und dann schaute der Kleine mich an, diese ängstlichen und doch leuchtenden Augen, wow, da war es wieder dieses Feuer, wie konnte ich denn da noch nein sagen.
    Also gesagt getan.
    Nur wie!?

    Unser Plan sah dann so aus.
    Birgit sollte vorgehen und ich hinterher, Noah sollte als dritter laufen und dann der andere Mann und sein Sohn.
    An schwierigen Stellen sollte ich meinen Sohn am Kragen der Jacke sichern, gut das die Jacke reißfest war und er wollte unseren Sohn dann von unten sichern und Birgit sollte mich sichern und sein Sohn sollte den anderen Vater sichern.
    So wollten wir es machen und da der Anstieg mit vielen Geländern und Seilen bestückt war gab es für unsere Mannschaft immer etwas zum festhalten, so das wenn der Kleine einmal ins rutschen kommen würde, wir auf jeden Fall immer genügend halt hatten um den Kleinen vorm endgültigen Abrutschen zu bewahren.
    Ich fand das hörte sich sehr gut an, also nichts wie los.
    Unserem Kleinen sagten wir mit sehr deutlichen Worten das es hier kein Spielplatz sei sondern es um einen richtigen Berg geht mit richtig gefährlichen Stellen und er das tun sollte was wir beiden Männer im sagten.
    Man, der Kleine nickte mir mit ganz großen Augen zu, ja Papa, konnte er nur Antworten.
    Wir waren alle angespannt oder sollte ich sagen, freudig erregt auf das was wir vor ein paar Minuten nicht für Möglich gehalten hatten!!!!

    Und schon Gings los, klar waren da noch andere die den Berg rauf klettern wollten aber durch unsere gewaltige Anzahl unserer Mannschaft kamen wir relativ schnell an die Reihe.
    Rauf auf die Steine, Birgit, ich und dann der Kleine, ich hielt in sicher an der Hand, nach Noah folgte der andere Mann gesichert durch seinen Sohn.
    Die erste Leiter, ok, hier ging es steil Bergauf, senkrecht, hier hörte dann mein Vertrauen auf, ich bat den anderen Mann vor zu gehen, damit ich Noah von unten absichern konnte.
    Hier schaltete ich alles aus, konzentrierte mich ganz auf die Leiter und auf meinen Sohn, er wusste wenn ich ganz leise und ruhig wurde, dann war es ernst und er folgte meinen Anweisungen aufs Wort.
    Erst die nächste Stufe greifen wenn Deine Füße sicheren Halt haben.
    Er machte es Wort für Wort so wie ich es sagte.
    Dann folgten ein paar kleiner Spitzen, aber immer war irgendwo ein Seil oder ein paar Metallsprossen in der Nähe.
    Wir mich war es mind. eine halbe Stunde bis wir oben waren, ich denke aber das wir nicht mehr wie 10 Min. gebraucht hatten.
    Ich bin davon überzeugt das unserem Kleinen so wir ihn gesichert haben, sprich ich von unten und quasi klettern in meinen Armen, so als ob er vorne bei mir auf dem Motorradtank sitz und ich die Arme am Lenker habe und der andere Mann Noah am Jackenkragen von oben gesichert hat.

    Da standen wir also, schweiß nass aber Glücklich.

    Und die schönste Belohnung war das strahlende Gesicht meines Sohnes.
    Er der Kleine hatte es doch noch geschafft, er stand am Gipfelkreuz.
    Er hielt sich am Kreuz fest, strahlte über beide Backen und dieses glückliche Gesicht machte mich zufrieden und Stolz.
    Ich konnte allen nur danke sagen für die Hilfe.

    Leider war nicht viel Zeit um das strahlen meines Sohnes zu genießen, es wurde noch schnell ein Foto geschossen und dann gingen wir genau so zurück wie wir herauf gekommen waren.

    Kein Sicherheitsrisiko bestand für meinen Sohn aus meiner Sicht, zu keiner Zeit, denn ich glaube die andere Familie hatte Erfahrung am Berg und die drei machten einen sehr sicheren Eindruck.
    Als wir wieder den sicheren Bereich erreicht hatten, wollte ich den dreien eine Bratwurst oder einen Kaffee ausgeben, aber sie verneinten meinen Vorschlag, sie wollten eigentlich vorher schon runter fahren, aber als sie den Kleinen gesehen haben, mit seinen Tränen, wollten sie unbedingt helfen.
    Da kann ich wirklich nur danke sagen, für mehr blieb leider keine Zeit die drei wollten unbedingt los, schade hätte den Dreien gerne noch einen ausgegeben.

    Und wie ich so mit den Dreien gesprochen hatte und wir alle die Drei verabschiedet hatten, sagte mir meine Frau das mehrere Frauen und Männer negativ darüber geäußert hatten das wir unseren Sohn mit zum Gipfelkreuz genommen haben.
    Klar, darüber kann man streiten, man kann, muss man aber nicht, wenn man nicht alle Hintergründe kennt und nicht weiß das wir zu sechst dort hoch gegangen sind.
    Ob nun eine Gefahr für unseren Sohn bestand, ich weiß es nicht, ich weiß nur unser Sohn hat wieder seinen kleinen Horizont erweitert und war stolz und glücklich.

    Nun hatten wir alle Hunger, eigentlich waren wir nicht gerade die großen Wurst und Fleischesser, aber diesmal hatten wir Hunger auf was deftiges.
    Was bietet sich da mehr an als die höchste Rostbratwurst Deutschland zu essen.

    Ja das war mal wieder ein Urlaubstag, alle waren zufrieden, mein Sohn strahlte immer noch über beide backen, ihn zog es immer wieder hin zum Aussichtspunkt wo er das Gipfelkreuz sehen konnte.
    Ich glaube, er konnte es immer noch nicht so ganz verstehen das er es doch noch erreicht hatte.

    Tja und was war mit mir, trug ich doch immer die ganze Verantwortung von Organisation und Gefahr sowie den Transport der wichtigsten Dinge in meinem / unserem Leben!!!!

    Mein Schatz nahm mich in den arm, hauchte mir ins Ohr und fragte und wer trägt die zu Hause!?

    Aber als Danke schön bekam ich einen sehr sehr schönen Kuss!!!
    Da mein Sohn gerade mal wieder mit dem Fotoapparat unterwegs war kam es zu diesem wie ich finde sehr schönen Bild.

    Bild 1.
    Die höchste Bratwurst Deutschland, lecker nach dem sehr aufregenden Vormittag!!!

    Bild 2.
    Es war immer was los da oben, falls ihr da mal hin wollt nehmt Euch den ganzen Tag Zeit, der vergeht wie im Fluge und es lohnt sich!!

    Bild 3.
    Papas verdienter Lohn, wollte er ja gar nicht dahin!!!!
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken p7180465.jpg   p7180462.jpg   p7180469.jpg  

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    #40
    Saaach ich doch!


 
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