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Geschäftsreise mit der GS

Erstellt von Travel Bug, 10.06.2014, 16:16 Uhr · 38 Antworten · 4.336 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #31
    Mag ja eine schöne Dose sein, aber gegen das Auto hätte ich mein Moped nicht eingetauscht. Ich wüsste eigentlich garnicht, was da an den Start kommen müsste.

    Gruß,
    maxquer

  2. TomTom-Biker Gast

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    #32
    Hier geht es nicht um Wollen. Zweiräder sind bei uns gem. Reiserichtlinie nicht zulässig. Die Alternative wäre die Bahn inkl. Taxi.

    Mit Anzug sitzt man allerdings auch deutlich angenehmer im Auto als auf dem Mopped. Und Vor- und Nachbereitungszeit zum Haare legen oder Schutzkleidung anziehen entfallen. Außerdem kann man bei Bedarf auch Kunden mitnehmen, etwa wenn man mittags auswärts essen geht. Von sonstigen Dingen die man ggf. mitnehmen will rede ich schon dar nicht.

    Ich will damit sagen, daß es je nach Tätigkeit Fälle gibt bei denen es gar keine Alternativen zum Auto gibt, ungeachtet der Vorgaben in den Reiserichtlinien. Und so schlimm war der Verzicht auf das Motorrad für mich an jenen zwei Tagen nun auch nicht. Schön die Klima an und die kleinen Sträßchen vom Diemelsee runter Richtung Marburg im Sportmodus mit Gänge hoch- und runterschalten am Lenkrad. Das hat auch was. Außerdem hab ich neue Strecken kennengelernt, die ich demnächst auch mit 2 Rädern befahren werde.

    Und außerdem werde ich auch nicht für's Motorrad- oder Autofahren bezahlt, sondern für die Arbeit die ich mache. Bezüglich der Meinungen die ich hier lese scheint diesbezüglich an der einen oder andere Stelle der eigentliche Zweck einer Dienstreise in Vergessenheit zu geraten.

    Gruß Thomas

  3. Registriert seit
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    Standard Wenn Beide sich gut fühlen...

    #33
    Hei Björn

    Klasse Thema. Ich bin über Deinen (Themen-)Titel und Rietberg hängen geblieben. Ich besuche seit Jahren unsere Kunden mit der GS.... Egal welches Weter... und ja, ich hab die gleichen Erlebnisse mit Pförtner und Geschäftspartnern. Ich kann auch berichten, dass sich die Beziehungen zu den Geschäftspartner postiv intensiviert haben. Und, Glücklicherweise gab es noch KEIN negatives Erlebnis.

    Allen kann ich nur Zurufen...machen ...genießen.
    Hier im Forum habe ich eine "Arbeistour" verfasst und war skeptisch ob ich "zerrissen" werde, wiel es als Werbung gelesen wird. Nein, Hintergrund war die tolle Tour und das Anstiften zum Nachmachen. Der Bericht liegt hier.dscn2208_bildgr-e-ndern.jpg

    Gute Geschäfte und beste Grüße aus dem Ostwestfälischen

    Hatze

  4. Registriert seit
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    #34
    geht bei mir anders. wer ist denn berechtigt, mir vorzuschreiben, wie ich mich vorwaerts bewege und wie ich mich kleide? wer? vor 14 jahren bin ich bei meinem vorigen job rausgeschmissen worden. das war so toll. kein schlips mehr. anzuege? ich habe vier. drei rallye ein airflow. alle termine werden auf dem moped gemacht. wenns zu weit ist, ueber mehrere tage. kann mir keine bessere reisemoeglichkeit vorstellen. es wird - bisher - ueberall akzeptiert. manchmal gucken neue kunden schraeg fuer 5 minuten, dann ists erledigt und es geht darum, ob du den job machen kannst, um den es geht und ob der preis stimmt. kleidungszwang gehtmir so auf den sack. es geht auch anders.

  5. Registriert seit
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    #35
    Zitat Zitat von SA Moose Beitrag anzeigen
    geht bei mir anders. wer ist denn berechtigt, mir vorzuschreiben, wie ich mich vorwaerts bewege und wie ich mich kleide? wer?
    Es kommt auf deinen Job an. Bestimmte Arten des Auftritts bei Kunden oder Geschäftspartnern können vom Arbeitgeber festgelegt werden. So führte der Paketzusteller UPS Anfang des Jahrtausends einen längeren Rechtsstreit gegen einen Mitarbeiter, der sich einen Bart hatte stehen lassen, was gegen die UPS-Regeln verstieß (schließlich hat UPS eingelenkt).

    Mein Arbeitgeber schreibt mir zum Beispiel vor, dass ich längere Dienstreisen vorzugsweise mit der Bahn zu machen habe. Will ich stattdessen fliegen, muss ich mir das persönlich freigeben lassen. Eine Fahrt mit dem privaten Kfz und anschließende Abrechung über Kilometerpauschale kommt gar nicht in Frage. Es gibt ein relativ enges Regelgerüst, das meines Wissens das Bundeswirtschaftsministerium entwickelt, wie man welche Reisekosten und -spesen abrechnen darf, ohne dass am Ende ein geldwerter Vorteil für den Arbeitnehmer (inkl. Steuerpflicht) rausschaut. Leider gibt es bei uns auch nicht die Möglichkeit zu sagen: "Arbeitgeber, bitte ersetze mir die Kosten für das bahnticket und ich sehe dann schon selbst zu, wie ich da hinkomme."

    Ich könnte vermutlich längere Strecken mit dem Motorrad fahren, wenn ich das wollte, würde dafür dann aber keine Reisekosten erstattet bekommen, wenn mein Arbeitgeber der Ansicht ist, dass ich lieber Bahn fahren soll. Ich kann mir sogar lebhaft vorstellen, dass er mit einer solchen Argumentation bei jedem Arbeitsgericht durch käme, denn Motorradfahren ist statistisch gesehen deutlich gefährlicher als Bahnfahren, das wird jeder Richter sofort schlucken.

    Mit anderen Worten: Wenn dein Boss nicht will, dass du eine Dienstreise mit dem Motorrad macht, kannst du dich kaum dagegen wehren. Es sei denn, du wechselst den Job oder machst dich selbstständig.

    Bei Außendienstlern, die angestellt arbeiten, kann der Arbeitgeber mit Sicherheit auch festlegen, wie die beim Kunden auflaufen sollen. Ich erinnere mich an einen Verlag, dessen Anzeigenvertreter unerwartet hohe Provisionen mehrheitlich dazu nutzten, sich protzige Geschäftswagen zuzulegen. Das gab dann Ärger, weil ein Auftritt mit einem solch fetten Auto beim Kunden die Verhandlungsposition verschlechterte.

    Noch eine ulkige Geschiche aus den frühen 80ern, erzählt von einem Ex-Kollegen. Der, damals überzeugter Jeans- und Parka-Träger, hatte in Hamburg bei der Europa-Niederlassung einer Kamerafirma angeheuert. Das Top-Management der Firma bestand aus Japanern, sein Abteilungsleiter war aber Deutscher. Unser langhaariger Bombenleger fuhr ein merkwürdiges Auto: Einen ausgemusterten Leichenwagen. Den parkte er so lange auf dem Firmenparkplatz, bis sein Vorgesetzter ihn peinlich berührt bat, sich etwas anderes einfallen zu lassen. Die Japaner kämen mit dem Leichenwagen vorm Haus nicht klar. Wenn es am Geld für ein anderes Auto mangle, sei auch ein Vorschuss drin. Der Mann nahm den Vorschuss, trennte sich vom Bestatter und kaufte sich - einen runtergerockten Mercedes 280S. Das war dann auch wieder shyce: Der Oberjapaner hatte als Dienstwagen einen Audi 100...

    Ich glaube, der Mann hat dort nicht lange gearbeitet...

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    #36
    Hallo zusammen,

    es ist echt interessant, welche unterschiedlichen Sichtweisen es zu dem Thema gibt. Ehrlich gesagt hatte ich nicht einmal darüber nachgedacht, dass mein Arbeitgeber eine Richtlinie haben könnte, die den Dresscode bei Kundenbesuchen regelt, als ich die Frage nach der Geschäftsreise mit dem Motorrad aufgeworfen habe. Ich habe es auch immer noch nicht nachgeschaut, gehe aber davon aus, dass wir als amerikanisches Unternehmen tatsächlich irgendwelche verrückten Regelwerke dazu haben, die Sandalen und kurze Hosen verbieten. Zu Motorradklamotten wird da aber vermutlich nichts stehen

    Ich wollte jedenfalls einmal einen kurzen Zwischenstand zu meinen weiteren Erfahrungen seit Anfang Juni geben. Ich habe seither noch drei weitere Geschäftsreisen (Rothenburg o.d.T., Potsdam, Bayreuth) mit dem Motorrad gemacht, zwei mit der GS und eine mit meiner 800er Tiger, und die Trips auch immer mit ein wenig Sightseeing verbunden (findet Ihr bei Interesse wie gehabt auf meiner Homepage unter "Touren"). Es handelte sich dabei jeweils um Mitarbeiterschulungen, die ich organisiert und als Referent geleitet habe. Ich war und bin der Meinung, dass in einem solchen Fall ein Anzug nicht erforderlich ist, weil ich keine "Gegenseite" habe, auf die ich Eindruck machen muss oder vor der ich mir keine Blöße geben darf. Im Gegenteil: Die Leute haben es nach meiner Wahrnehmung als angenehm empfunden, dass das Ganze so locker und informell abgelaufen ist. Und bei jedem Termin hat sich irgendwer interessiert das Motorrad angesehen und gestaunt, dass ich mir den "weiten Weg" (was sind schon ein paar hundert Kilometer auf einer GS?!) gemacht habe, und ich habe teilweise auch einige schöne Streckenempfehlungen für den Rückweg bekommen. Mein Chef weiß längst, dass ich solche Termine nach Möglichkeit mit dem Bock mache und hat kein Problem damit. Und als ich heute wegen eines Termins nach München musste (zu Gericht, also mit Anzug und Krawatte...) war mir im ICE ganz schön fade, und ich habe mir die ganze Zeit ausgemalt, wie schön es jetzt wäre, mit dem Motorrad zu fahren.

    Eine kleine Anekdote am Rande: Nach Feierabend habe ich neulich beim Abbocken des Motorrads vorm Haus einen Mandanten getroffen, der nach einem Termin bei uns auf dem Weg zum Auto war. Der Herr arbeitet für einen namhaften Reifenhersteller. Er sah mich, kam zu mir herüber, musterte meine Reifen und lobte mich, weil ich ein Produkt aus seinem Hause fahre. Seither lässt er keine Gelegenheit verstreichen, um jedem zu erzählen, dass ich mich so sehr mit seinem Laden identifiziere, dass ich sogar deren Produkte kaufe. Ich erwidere dann immer, dass ich auch sicher bald einen Rabatt oder ein "Reifendeputat" bekomme, aber darauf ist er bislang leider noch nicht eingegangen...

    Mein vorläufiges Fazit: Wann immer es - sinnvoll - machbar ist, nehme ich das Motorrad.

    Viele Grüße und allzeit gute Fahrt

    Björn

  7. Registriert seit
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    #37
    Teil 1) Als damals die 5er Reihe bei BMW eingeführt wurde, hat sich ein damaliger „Jungmonteur" einen entsprechenden Vorführer gekauft. Auch um sich für einen längeren Auslandsaufenthalt selber zu belohnen. Der durfte dem Geschäftsführer dann mal erklären, wie er sich den leisten konnte. . .

    Teil 2) In meinem Leben als Servicetechniker gibt es leider viel zu wenig Gelegenheiten, einen Job mit dem Motorrad zu machen. Es muss fast immer Werkzeug mitgenommen werden (aber demnächst ist wieder ein grösseres Gespann im Haus). Vor zwei Jahren hatte ich dann einen kurzen Job in 'nem Schweizer Atomkraftwerk. Ich durfte nichts, ausser 'nem Schreibblock, von meinen Klamotten mit reinnehmen. Alle Arbeitssachen wurden gestellt. Wie geil ist das denn? Sowas ist ein echtes Pralinchen, bei meinem Job.

    Ich bin direkt heim, die Alucontainer drangeschraubt. Ein kleines Schwingungsmessgerät eingepackt, Klamotten. Und ab. Ab Karlsruhe wurde ich so richtig abgeduscht. Egal, heute nur Anreise. Morgen sehen wir weiter.

    Das Motorrad konnte ich direkt vor'm AKW, in Sichtweite des Pförtners abstellen. Interessiert hat es keinen. Es wurde ja noch nicht mal bemerkt. In der Woche war auch ein Brückentag samt langem WE. Demzufolge bin ich über's Elsass, Hunsrück, Eifel ganz laaangsam Heim gefahren. Klar, Kilometer und Stunden korrekt aufgeschrieben. Aber das war es wert.

    Ich war auch schon mal mit dem Gespann beim Kunden. Bisken langsam geguckt. Das war's.




    Reiserichtlinien?!? Jep, gibt es. Aber wir sind die einzigen Leute, 8, welche in dem Konzern immer noch mit dem PrivatPKW auf Dienstreisen gehen. Es müsste nämlich mit uns eine Betriebsvereinbarung zur Benutzung von FirmenPKW abgeschlossen werden. Und die wird auf Firmenseite offensichtlich in chinesischer Kalliographie hergestellt. So lamge wie wir niGS mehr davon gehört haben. . .

  8. Registriert seit
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    #38
    Zitat Zitat von der niederrheiner Beitrag anzeigen
    Teil 1) Als damals die 5er Reihe bei BMW eingeführt wurde, hat sich ein damaliger „Jungmonteur" einen entsprechenden Vorführer gekauft. Auch um sich für einen längeren Auslandsaufenthalt selber zu belohnen. Der durfte dem Geschäftsführer dann mal erklären, wie er sich den leisten konnte. . .
    Heee?????? Was geht irgendeinen Geschäftsführer denn an, was für ein Fahrzeug ich fahre?? Der ist ja wohl nicht ganz dicht in der Birne, solch eine Frage überhaupt zu stellen!!
    In so einem Laden wäre ich nicht mal 2 Tage geblieben.

    Gruß,
    maxquer

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    #39
    Zitat Zitat von maxquer Beitrag anzeigen
    Heee?????? Was geht irgendeinen Geschäftsführer denn an, was für ein Fahrzeug ich fahre?? Der ist ja wohl nicht ganz dicht in der Birne, solch eine Frage überhaupt zu stellen!!
    In so einem Laden wäre ich nicht mal 2 Tage geblieben.
    Stimmt, in einem Laden, in dem man dem Geschäftsführer bereits am ersten Tag zu verstehen gibt, er sei nicht ganz dicht in der Birne, bleibt man meist nicht lang;-)

    Sampleman


 
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