Seite 1 von 6 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 54

GR Peloponnes Sept 2011

Erstellt von AmperTiger, 24.09.2011, 19:37 Uhr · 53 Antworten · 8.547 Aufrufe

  1. Registriert seit
    17.05.2007
    Beiträge
    26.600

    Standard GR Peloponnes Sept 2011

    #1
    Ich möchte die Geschichte erzählen, von Zweien, die auszogen, das Land der Griechen zu erkunden....möchte aber hier gleich darauf hinweisen, dass es als Erholungsurlaub und nicht als Kulturreise gedacht war....
    Teil 1

    so gings wieder mit Auto/Hänger/Moped Richtung Ancona,



    wo wir in der Toskana im http://www.piandelbosco.com eine stilvolle Unterkunft fanden (in Michael einen sehr netten Gastwirt) und dort ließen wir Auto/Hänger für gut 2 Wochen stehen, um nur mit den Motorrädern, per Fähre, ins Land der Hellenen zu gelangen.
    Die Fährfahrt zu ereignislos um darüber zu berichten und auch Patras hatten wir schnell hinter uns gelassen um bei unglaublichen 37 Grad die Westküste der Peloponnes hinunter zu fahren. Das hatten wir so warm nicht erwartet und schon bald landete die Textilhose in der Gepäckrolle und Jeans wurde getragen.

    Am Strand von Kalogria hatte ich vor über 20 Jahren mein Zelt schon am Strand aufgeschlagen und so machten wir uns auf den Weg.....



    in Loutra Killinis kamen wir an einem alten "Bad" vorbei, das schon die Römer kannten, um sich dort mit Heilschlamm einzureiben. Hilft angebl. bei Gelenkschmerzen. da standen nun halbnackte, wildfremde Menschen und rieben sich mit selbstgeschöpftem unglaublich stinkenden (weil stark schwefelhaltigen) Schlamm ein. Wir verzichteten dankend.



    Nach einer unglaublich unhygienischen, ekligen Unterkunft in Killini, suchten wir nun keine privaten Unterkünfte mehr, sondern Hotels auf, das erschien uns sicherer und wir wurden schließlich in dem netten kleinen Ort Katakolo nicht enttäuscht.
    Seaview Suite, ein echter Tip, besonders außerhalb der Saison, wo die Preise für wirklich schöne, saubere und große klimatisierte Zimmer auf 45 Eypo "purzelten"





    Die Tage verbrachten wir bei mind 36 Grad jeden Tag am Strand, in Cafes oder lümmelten einfach nur rum, es war einfach zu warm zum fahren.
    in den kühlen Abendstunden allerdings, da zog es den Tiger in landesüblicher Motorradkleidung Richtung Küste und unbefestigte Straßen



    an manchen Stellen ging es bis hinunter ans Wasser, da aber nur Wasser fotografieren unlustig ist, stelle ich mal ein Motorrad dazu (man achte mal auf den Müll der dort an einer wunderschönen Küste rumliegt)



    weiter gings nach ein paar faulen Tagen über Olympia (nein, war uns bei 38 Grad zu warm...) in die Berge, Richtung der Bergdörfer um La(n)gkadia. wo wir unterwegs in einem kühlenden Wäldchen auf eine Quelle trafen, wo mir ein Einheimischer wortreich erklärte, ich solle unbedingt von dem Wasser trinken, das würde mir helfen...eine Beckerfaust in Hüfthöhe sollte mir klarmachen wobei



    leider waren hinter den netten Mauern, die üblichen zivilisatorischen Hinterlassenschaften der Griechen zu finden (Müll ohne Ende, wie fast überall an der Westküste) und so verzichtete ich, um weiter gekauftes Wasser zu konsumieren.

    Von Lagkadia kann ich nur berichten, dass wir in einem dortigen Lokal vom Wirt dermaßen übers Ohr gehauen wurden, er trotz meines Protestes auf die Summe von 25 € für 2 mittlere Salate und 2 Cola, 1 Espresso bestand. Das erste Ereignis eine langen Reihe von unerfreulichen Begegnungen in diesem Urlaub.
    Weiter gings über superklasse Mopedstrecken



    Richtung Dimitsana, wo uns eine Gewitterfront überraschte. Wir hatten uns zwar Abkühlung gewünscht, es hatte auf gut 1000 Meter immer noch fast 28 Grad, aber so nicht!!!!
    In letzter Sekunde in eine Tankstelle gerettet, brach ein Hagelsturm los, der die Temp. in 20 Minuten auf 11 Grad fallen ließ und Hagel über uns ausschüttete, wie ich es noch nicht erlebt habe...



    in den folgenden 2 Std wurde die eben noch glühend heiße Landschaft durch den Hagel weiß eingefärbt und nach Abklingen, ging es für uns weiter, durch bis zu 10cm hoch auf der Straße liegende Hagelkörner und schneegleiche Landschaften...





    ganze Alleen wurden entlaubt und Sturzbäche ergossen sich durch Ortschaften....




    Ende Teil 1

  2. Registriert seit
    17.05.2007
    Beiträge
    26.600

    Standard Teil 2

    #2
    Vor dem Regen flüchtend landeten wir in dem netten Bergdorf Andritsana, wo wir ein nagelneues Hotel an diesem netten Marktplatz enterten, mit klasse Aussicht



    in diesem Dorf gibt es ein nettes Lokal unter einem gigantischen Weinlaubdach mit klasse Souvlaki frisch vom Grill und einem Wirt, der einem das Trinkgeld ohne Kommentar zurück auf den Tisch wirft

    Das Hotel unbedingt !! ohne Frühstück buchen. Warum? weil es im Ort diese Bäckerei/Konditorei gibt.



    Dort duftet es um 7 Uhr morgens bereits dermaßen gut nach frisch gebackenem Süßen, dass es einen unweigerlich hinzieht (die hübsche Bäckerin mag ein weiterer Grund sein )
    Alles in der hinteren Backstube selbst und frisch gemacht, empfehle ich Apfeltaschen.....aber pro Person nur eine halbe (mehr ist nicht zu schaffen) und unbedingt mit Zimt udn Puderzucker bestreuen lassen. Ein absoluter Hochgenuß

    der Ort selbst hat den Charme eines typischen südländischen Bergdorfes und ist einen Abstecher wert.



    weiter Kurven suchen, nix zum brennen, aber zum gemütlichen swingen.



    in Finikounda (dem ersten der drei "Finger" der südlichen Peloponnes) einem Ort mit leider überfüllten Stränden



    angekommen (auch ein echter Tip) gab es für uns ein Hotel direkt am Strand, mit diesem Blick vom Balkon. Auszuhalten oder?



    auch die Mopeds hatten ein lauschiges Plätzchen



    aber natürlich wurde es auch hier abends kühler (nur noch 30 Grad) und ich war wieder mit dem Moped unterwegs, in unbefestigter Mission.



    an der als Nebenstraße gekennzeichneten Abzweigung nach Tsapi gab es einiges zu erkunden, u.a. einen schwierigen Weg, der über 200 Höhenmeter nach unten an einen fast menschenleeren Strand führte (wenn man von den 4 ......den Junghippies absieht )



    Ende Teil 2

  3. Registriert seit
    17.05.2007
    Beiträge
    26.600

    Standard Teil 3

    #3
    das hier ist übrigens der "Ort" Tsapi, ein Campingplatz und einer Kneipe....aber netter Strand



    weiter über stillgelegte Brücken Richtung zweiter Pelo-Finger, also gewissermaßen der Mittelfinger



    in den wirklich sauberen und netten Ort Kardamili, mit Klischeehotels



    abends die Bergsträßchen der Gegend erkundet und im Sonnenuntergang solche Straßen ins Meer genossen



    es sollte an die Ostküste des Mittelfingers in das Hafenstädtchen Githio gehen und da gibt es jetzt zwei Möglichkeiten, wenn man eine Karte im Maßstab nicht größer als 1:150.000 besitzt. Der lange Weg, erst die Westküste runter, auf der aspahltierten Straße über Ithilo oder die kurze, leider nicht asphaltierte und so ausgeschilderte



    Straße über Saidona nach Githio. Das sind dann beginnend bei 500 Höhenmetern, über 22km schönste Rüttelpiste (auf genau 1500 m) mit absolut atemberaubenden Aussichten
    so fängts an



    und von oben sieht es so aus



    ganz oben, am Sattel gibt es nach einem kleinen Fußmarsch einen Punkt (ich weiß nicht, ob das viele Griechen wissen) wo man auf dem mittleren Finger der Peloponnes stehend, den rechten und den linken Finger sehen kann, absolut erhebender Moment.
    hier Richtung Osten, man kann die MZ am Weg unten sehen



    und hier der Blick Richtung Westen aus 1500 Metern Höhe sieht man das Meer, und am Horizont den westlichen Küstenabschnitt, hinter der Tanne den Weg den ich gekommen bin


  4. Registriert seit
    30.08.2007
    Beiträge
    13.983

    Standard

    #4
    Hi Markus
    Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
    Was das Wetter angeht hattet ihr ja das volle Programm, aber warum müllen sich die Südländer oft so zu?
    Auf Sardinien fand ich das auch echt traurig, teilweise so viel Müll an schönen Plätzen und wilde Müllkippen.

  5. Registriert seit
    17.05.2007
    Beiträge
    26.600

    Standard

    #5
    Ja Doro wirklich schade, aber was da an der Westküste an Müll in der Landschaft rumliegt ist unglaublich, Landstraßen an denen es keine 10 Meter gibt, wo nicht Plastikflaschen, Tüten, Hausmüll, Matratzen, ganze Autos rumliegt. schade.

  6. Registriert seit
    22.08.2007
    Beiträge
    547

    Standard

    #6
    Hi,

    Mensch, dass das immer noch so ist, hätte ich nicht gedacht. Bin vor rd. 10 Jahren zum letztenmal mit'm Womo da gewesen. Es war wunderschön. Nette Leute, prima (einfaches) Essen. Über'n Tisch gezogen wurden wir nie. Aber schon damals musste man den Müll einfach ausblenden.

    Ob die's noch lernen? So eine herrliche Natur....

    Schöner Bericht. Danke.

    Gruß
    Thomas

  7. Registriert seit
    20.01.2009
    Beiträge
    2.662

    Standard

    #7
    Schöne Fotos.. Ach da kommen Erinnerungen zurück! Danke dafür

  8. Registriert seit
    17.05.2007
    Beiträge
    26.600

    Standard

    #8
    noch eins



    der Rest folgt morgen

  9. Registriert seit
    16.09.2004
    Beiträge
    1.510

    Daumen hoch

    #9
    Hi Tiger!

    Wirklich kurzweiliger Bericht mit klasse Photos!
    Die beiden Moppeds unter der Laterne z. B.
    Oder der Althippie nicht unweit von vier ......den Junghippies am Strand
    Aber Du schreibst von unerfreulichen/unfreundlichen Begengnungen, war das so auffällig? Zu allen Touristen?
    Grüße!

  10. Registriert seit
    17.05.2007
    Beiträge
    26.600

    Standard

    #10
    Zitat Zitat von Schneckle Beitrag anzeigen
    Hi Tiger!
    Wirklich kurzweiliger Bericht mit klasse Photos!
    Die beiden Moppeds unter der Laterne z. B.
    !
    danke dir Jule ich geb mir Mühe

    Zitat Zitat von Schneckle Beitrag anzeigen
    Aber Du schreibst von unerfreulichen/unfreundlichen Begengnungen, war das so auffällig? Zu allen Touristen?Grüße!
    das füllt ein Buch.....ich wurde noch nie in einem Urlaub so oft, so unfreundlich behandelt, das ging von absolutem Desinteresse am Kunden bis zu offen gezeigter Unfreundlichkeit, von Beschiss im Supermarkt beim Zahlen, im Lokal wo mehrfach zu viel abgerechnet wurde, ein paarmal wurde uns das Trinkgeld auf den Tisch zurückgelegt, einmal geworfen.........
    schade, Griechenland sieht mich so schnell nicht wieder
    anderen Touris, die wir trafen, ging es ähnlich


 
Seite 1 von 6 123 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 20.10.2011, 21:40
  2. Rumänien Aug./Sept.?
    Von Worldexplorer im Forum Reise
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 29.06.2011, 14:23
  3. Vierter Mann (Frau?) für Tour LGKS Sept 2011 gesucht
    Von Klaus_D im Forum Treffen - Region Nord
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 25.11.2010, 14:34
  4. Mitfahrer Norwegen im Sept. gesucht
    Von inselbiker im Forum Reise
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 09.07.2009, 01:04
  5. Wer war schon in Peloponnes?
    Von Getriebekiller im Forum Reise
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 08.01.2005, 00:29