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Seealpen 2016

Erstellt von Torfschiffer, 04.09.2016, 20:33 Uhr · 29 Antworten · 3.449 Aufrufe

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    Standard Seealpen 2016

    #1
    Moin,

    Kerstin uns ich waren vom 13.-25. August ein wenig Motorradfahren. Aus diversen Gründen konnten wir nicht wirklich vorher planen bzw. buchen, also haben wir uns eine Gegend ausgesucht, in der ich mich ein wenig auskannte und Kerstin schon immer mal hinwollte - die italienisch/französischen Seealpen.

    Die Anreise aus Norddeutschland erfolgte so:

    Für uns seit ein paar Jahren die ideale Möglichkeit gen Süden zu kommen.

    Erster Stop mit Zwischenübernachtung war bei unseren Freunden Nadja und Guido (wilde Q und GS Q) in Weil der Stadt, wo wir einen tollen Grillabend verbrachten. Vielen Dank dafür auch an dieser Stelle nochmal!!!
    Weiter ging es dann am Sonntag bis in die Schweiz, wo wir im Hotel du Cret direkt unterhalb des Großen St.-Bernhard-Pass übernachtet haben und das Auto mit Anhänger für eine gute Woche stehenlassen konnten.


    Pause in der Schweiz mit Nadjas leckerem Kuchen!!!

    Unser Hotel:


    Abends sind wir denn noch ein wenig spazieren gegangen, bevor wir dann im Hotel einen "spottbilligen" Hamburger mit Pommes für 19,-- € und ein Kartoffelgratin für 16,-- € genossen haben. Dass das nicht wirklich tolle Frühstücksbuffet am näGSten Morgen 15,--€ pro Nase kostete, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Der Zimmerpreis betrug 55,--€ und war ok. Das Hotel war zwar bereits etwas betagt, aber sehr sauber.





    Am nächsten Morgen starteten wir dann bei bestem Wetter in Richtung Gd.St.-Bernard:






    Von dort aus ging es dann durch das Aostatal in Richtung Mont Blanc. Kurz vor Ende des Tals bogen wir dann links ab um über den sehr schönen, kleinen und recht unbekannten Colle San Carlo den Quereinstieg zum Kleinen St.-Bernard zu machen.





    Bei der Pause kam ich in den genuß mal auf einer Ducati probe zu sitzen, aber - ich wusste ja schon immer - die Ergonomie von so´nem Sportler ist nicht meins:






    Weiter ging es dann über Col de L´Iseran ...










    und den Col de Mont Cenis:


    So langsam ging die Suche nach einem Platz zum übernachten los. Von vorangegangenen Urlauben kannte ich einen schönen Platz im Wald oberhalb von Susa am Einstieg des Col de Finestre den wir uns mal angucken wollten, um evtl. wild zu zelten wollten. Leider war der von italienischen Familien bevölkert. Wenn man da im Oktober ist, ist da immer kein Mensch und man hat den Platz für sich alleine!

    Wir sind dann noch ein Stück in den Schotter gefahren, aber Kerstins R ist dann doch nicht zu 100% das richtige Mopped und so waren wir vernünftig, drehten um und fuhren auf Asphalt zum Campingplatz Grand Bosco bei Salbertrand.




    Nachdem unsere Hütte stand kam dann "so´n Typ" an mir vorbei, guckte auf mein T-Shirt (das Guido (GS Q) mir zum Geburtstag geschenkt hatte und auf dem mein Nickname steht) und sagte: "DU bist der Torfschiffer aus´m GS-Forum?" Es war Andreas800GS der mit Kumpel und auf KTM´s hier ne Woche Enduro-Urlaub verbrachte und mit denen wir dann auch gleich ´n tollen Abend verbrachten. Die Welt war mal wieder klein....



    (noch Fragen? )

    Am nächsten Tag ging es dann zunächst über Cesena Turinese, Briancon zum Col D´Izoard:



    (Der Kollege mit dem XR-Gespann war nicht wirklich ein Gegner und wurde kurz nach dem weiterfahren hergebrannt)









    Unterhalb des Izoard kannte ich den nächsten wirklich schönen Übernachtungsplatz in der Pampa und machte den "Fehler" dort anzuhalten. Kerstin hat sich gleich in den Platz verliebt und so stand der Entschluss hier die Nacht zu verbringen sofort fest. Da es erst Mittag war, fuhren wir erstmal zum Einkaufen nach Guillestre um uns mit Proviant einzudecken.

    Nach unserer Rückkehr wimmelte es von Raftern und wir verbrachten einen entspannten Nachmittag mit gucken, fotografieren, lesen und planschen.



























    Nachdem alle Rafter den Bach runter gegangen sind , bauten wir unser Zelt auf...


    ...was aufgrund des etwas felsigen Bodens leicht unkonventionelle Befestigungen erforderlich machte:


    Isser nich´hübsch? ..... und so fotogen!


    Trockenes Feuerholz gab es zwar nicht in Hülle und Fülle, aber es war in ausreichender Menge zu finden, so dass wir es uns recht gemütlich machen konnten und einen tollen Abend am Fluß verbrachten:




    Schlecht ging´s uns wirklich nicht - quasi Luxus pur!










    Fortsetzung folgt! Ich hoffe euch hat´s bis hierher gefallen!

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    #2
    Hallo Finn,

    schön, dass du mit Kerstin in einer so tollen Gegen touren durftest!!
    LG von Doris und Rainer

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    #3
    Hallo Finn
    Danke für die tollen Bilder. Ok, jeder zeigt nur die Bilder bei schönsten Sonnenschein.
    Ich war im September 2015 dort, einfach nur schön, auch bei schônstem Wetter.
    Gruß Edgar

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    #4
    Mach mal weiter jetzt!

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    #5
    In der Ruhe liegt die Kraft!

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    #6
    Zitat Zitat von Torfschiffer Beitrag anzeigen
    In der Ruhe liegt die Kraft!

    Nix Ruhe und Nix Kraft ...weita getz

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    #7
    So. damit die Nervensäge aus´m Nachbardorf endlich Ruhe gibt, mach ich mal weiter....

    Nachdem wir also einen traumhaften Abend verbrachten, war (für mich) die Nacht leider alles andere als schön. Ich hatte mir beim Brennholz zerkleinern einen Zweig an der Brille vorbei ins rechte Auge gestochen. Zunächst dachte ich, dass es schon nicht so schlimm sein würde, aber leider tat es höllisch weh, sobald ich das Auge zumachte. Da sich mit offenen Augen recht schlecht schlummern lässt, hatte ich quasi eine schlaflose Nacht. Kerstin guckte mir morgens nur kurz in mein rotes Auge und entschied: Direkter Weg zum Augenarzt!
    Also wieder nach Guillestre und dort mal in einer Apotheke gefragt. Ergebnis: Kein "Klüsendokter" in Guillestre! Also ging´s hierhin:


    Hilfsbereit wie die Leute in dem wahrscheinlich zuletzt ca. 1950 renovierten Krankenhaus nun mal waren, brauchte ich auch "nur" 3,5 h vor dem "Emergency Room" warten, bis ein (wirklich) sehr netter Arzt dann endlich Zeit für mich hatte. Nach Betäubung und Säuberung bekam Antibiotika und Augensalbe verschrieben und war nach 10 Min. wieder draußen. Allerdings muss ich zugeben, dass alles gut half und einen Tag später ging´s dem Glubscher schon wieder recht gut.

    Kerstin hat die Zeit genutzt und unser Zelt, dass von der letzten Nacht noch feucht war, vor dem KH zu trocknen...


    Was die anderen Leute gedacht haben, als das Mäder vorm Haupteingang ein Zelt ausgebreitet hat, möchte ich nicht wirklich wissen....

    Nachdem ich dann wieder draussen war, setzten wir unsere Reise über den Col de Vars fort. Leider zog es sich zu, wurde deutlich kälter und es fing auch etwas an zu regnen. Na klasse - während ich im KH waaaaaartete, war draussen bestes Wetter und knapp 30°C - kaum komm ich wieder raus, wird´s Wetter mies!
    In Jausiers angekommen, überlegten wir uns ein Hotel zu nehmen. Da es aber erst 16.30 Uhr war, und es in Richtung Col de la Bonette eigentlich gar nicht so schlecht aussah, entschieden wir uns noch drüber zu fahren und auf der anderen Seite nach einer Unterkunft zu suchen. DAS war jetzt nicht unbedingt unsere beste Idee, denn kaum waren wir über´n Pass, wurden wir richtig gewaschen (deswegen gibt´s auch keine Bilder);(. Wir fanden dann ein Hotel in Isola. Nicht der beste Schuppen, aber der erste .... und einzige in Isola. Das Zimmer war aber sauber, die Dusche heiß, die Pizza am Abend lecker, das Frühstück ok und der Preis ging auch in Ordnung.

    Blick aus dem Fenster (abends und morgens):


    Das Hotel du France:




    Da am Morgen das Wetter wieder bestens war, war die Laune natürlich auch wieder bestens:

    Erst die Moppeds beladen - dann Essen fassen!


    Weiter ging es dann über St-Martin -Vesubie und den Col de Turini:







    (auch hier haben wir auf ´nem Männerurlaub vor ein paar Jahren schon mal gezeltet und in tollen Abend mit Lagerfeuer in der Ruine verbracht)


    (Zufriedene Gesichter, nachdem das Wetter wieder top und das Auge wieder gut war)



    Am Col de Turini gab´s denn ´n Cappu und es ging weiter über Sospel ans Mittelmeer bei Ventimiglia:


    Der Campingplatz war zwar mit 35,-€/Nacht nicht wirklich günstig und die uns zugewiesene Parzelle war auch nicht unbedingt die größte ....


    ...dafür lag der Platz ca. 50m vom Strand entfernt:




    Das hatten wir uns verdient! ..... und nix wie rein:




    Anschließend gab´s dann erstmal ´n Heimatbräu:


    Abends schlenderten wir dann erneut zum Strand um was essbares zu suchen - natürlich hatte Kerstin die Knippse dabei:










    In der Strandbar angekommen:



    Da stehen sie am Mittelmeer und haben keine Mittel mehr!

    Die Mülleimer mußten einfach festgehalten werden....


    Blick in Richtung Menton:


    Abendstimmung am Mittelmeer:


    ....

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    #8
    Ziehdad:

    "Isser nich´hübsch? ..... und so fotogen! "


    ..ja schon - Kerstin...aber mit rasierten Haxen und dann die passenden Strumpfhaltern...ein Traum!
    (und keine ungebetenen Gäste mehr)



    Gruß
    Andreas

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    #9
    Am nächsten Morgen ging es dann über kleine und kleinste Sträßchen nach Sospel, wo wir auf dem Mäuerchen am Bach mitten im Dorf erstmal Frühstück machten:









    (typisch Südfrankreich ....)

    Anschließend ging es dann über den Col de Braus, Col de l´Ablé, Col de l´Orme, Col St-Roch, Lantosque, den Col d´Andrion, Tournefort bis Villars.


    Olivenbäume




    Der Kollege war völlig entspannt und wartete geduldig, bis Kerstin die Kamera parat hatte.





    Das waren wirklich superschöne kleine Straßen, aber da es auch mächtig warm war, genossen wir es dann auch die Kühe auf der gut ausgebauten Landstraße bis Entrevaux mal wieder etwas fliegen lassen konnten.

    Pause in Entrevaux:






    Von dort ging es dann durch die superschöne Gorges de Daluis und den Col de Champs und den Col d´Allos bis kurz vor Barcelonnette:








    Kurz vor Barcelonnette fanden wir einen schönen Campingplatz, auf dem wir gleich 2 Nächte verbringen wollten, da wir wirklich ganz schön platt waren und beide Lust auf einen Faulenzertag hatten.





    Unseren "Ruhetag" begannen wir mit einem Spaziergang in den Ort Barcelonnette und einen Bummel über den (typisch südländischen) Markt. Beides wirklich sehenswert. Zum Glück war an diesem Tag das Wetter nicht so heiß, so dass man gut laufen konnte. Die angekündigten 90% Regenwahrscheinlichkeit kamen erst am späten Nachmittag.























    Abends gab´s dann im Restaurand des C´platzes ´ne leckere Pizza und mit unserem Zeltnachbar John aus Newcastle noch ein paar Büchsen Bier und ´n leckeren Schluck aus John´s Jura-Flasche ...... und mein Caol Isla-Flachmann war morgens auch etwas leichter! It was a pleasure!

    Am näGSten Morgen war das Wetter wieder Bombe ...



    ...und so entschlossen wir uns, den Bonette noch mal bei gutem Wetter zu fahren. Es hat sich gelohnt:

















    So - das reicht erstmal, oder?

    Fortsetzung folgt!

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    #10
    Danke für den tollen Bericht, ich freu mich schon auf die Fortsetzung.
    Gruß, Gaby


 
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