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Von Alaska bis Bolivien

Erstellt von libertine, 31.12.2017, 16:03 Uhr · 59 Antworten · 6.444 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Von Alaska bis Bolivien

    #1
    ich fang dann mal ... in den aktuellen Fotos von Heute findet sich das ein oder andere Bild meines kleinen Ausflugs.

    Die Vorgeschichte spar ich mir.
    Der Plan irgendwann Anfang 2017 war Motorrad nach Alaska verschiffen und während es unterwegs ist mal schnell 2 Wochen Trekking zum Mount Everest Basislager dann ab nach Alaska und von dort Richtung Süden bis Ushuaia.

    Ich nehms gleich mal vorweg, das Universum hat mir reingepfuscht und ich bin nur bis Bolivien gekommen aber ich beschwer mich nicht

    So war das als ich die gute verschifft habe:





    dem einen oder anderen wird auffallen, dass das eine KTM und keine BMW ist.

    Verschifft wurde mit intime hamburg, waren sehr hilfreich.

    Dann gings ab nach Kathmandu, kleiner Schock wenn mans nicht gewohnt ist.



    Mit den Details halt ich mich nicht auf außer, es war pures Chaos.

    Dann ab nach Lukla und von dort gleich losgestartet.

    Die erste Aussicht auf Mount Everest



    Schönes Wetter und trotzdem saukalt



    oder mieses wetter und noch kälter, alles auf über 4000m



    und dann am ersten Item der Bucket List angekommen, Mount Everst Basislager







    Dann gings ab via Seoul und Seattle nach Anchorage.
    Motorrad ohne Probleme aus dem Zoll bekommen nur der Vorderradeinbau war ganz im Alleingang nicht ganz einfach.



    Schaut alles noch neu und frisch aus .... das sollte nicht lang so bleiben.

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    #2
    Alaska

    Ich weiß nicht was ich mir unter Alaska vorgestellt habe aber Anchorage war einfach nur ein großes Loch.
    Trotz großer Ölvorkommen wirkt alles sehr arm und etwas heruntergekommen.
    Obwohl die Stadt nur knapp 300000 Einwohner hat ist sie sehr weitläufig und ohne motorisierten Untersatz kommt man nicht weit.
    Öffentliche Verkehrsmittel mehr oder weniger Fehlanzeige.
    Nachdem das Motorrad wieder fahrtüchtig war nochmal schnell alles überprüft und dann gings weiter Richtung Norden.
    Das ultimative Ziel war natürlich Dead Horse aber der erste Stop Fairbanks.

    Der weg von Anchorage nach Fairbanks kann mit einem Wort umschrieben werden, langweilig.
    Langer gerader Highway mit sehr grobem Asphalt und tonnenweise pickup trucks und LKWs.

    In Fairbanks das billigste Motel gefunden und dort über Nacht abgestiegen. Über die Qualität sag ich nix, war sehr OK für den Preis wenn man bedankt wo ich sonst die kommenden Monate noch absteigen würde.
    In der Früh beim Checkout ein kurzes Gespräch mit den Besitzern angefangen und wies der Zufall will ist die Familie aus Österreich Anfang des 20. Jahrhunderts eingewandert. Die Welt ist ein Dorf.

    Dann ging es weiter Richtung Norden, Tagesziel Marion Creek, ein Campingplatz mitten im Nirgendwo.

    Am Weg dorthin zum 2ten mal nach Skandinavien den Polarkreis passiert



    Hier beginnt auch der unasphaltierte Teil des Dalton Highway. Die ersten 20km waren pure Qual. Straßenarbeiten und die Piste war einfach nur naß und schlammig sodaß es nur im Schneckentempo dahin ging. Dazu kam noch leichter Regen und jede Menge Schwerverkehr. Beim Tankstopp am Yukon River ist der Seitedenständer im losen grund versunken und die fuhre ist umgekippt. Blöderweise so das der Koffer auf einem Betonklotz aufgeschlagen ist und zwischen Deckel und Koffer ein 2cm großer Spalt geklafft hat...fängt ja gut. Am Ende eines langen Tages dann in Marion Creek am Campingplatz angekommen.
    Beim "Platzwart" höflich um einen Hammer gebeten und die Bärensituation erfragt. In dieser Saison hatten sie noch keine gesehen aber die erste Nacht im Zelt im Bärenland war etwas unruhig.
    Nachdem der Koffer wieder halbwegs in Form war brach auch schon die Nacht herein.Es war Kalt, Sehr Kalt und der Regen hats nicht besser gemacht.



    Keine großartigen Bilder aus diesen Tagen, es war einfach nur grau und kalt und der Weg entlang der Pipleline unaufregend.

    Der nächste Tag brachte kein gutes Omen, graue Wolken und ein Schneesturm Richtung Norden bei knapp 3°.
    Es wären 2 Tage nach Dead Horse aber die Wettergötter wollten einfach nicht mitspielen also wurde Dead Horse gestrichen und der Weg nach Süden angetreten.

    Es war wie der Weg nach Norden unaufregend und kalt bis ich weiter nach Kanada hineingekommen bin.
    Die Sonne hat sich dort auch ab und zu mal blicken lassen und die Freundlichkeit der Kanadier hat Ihren Teil dazu beigetragen meine Stimmung zu verbessen.



    Kalt wars trotzdem



    Dort hab ich auch meine erste und einzige Bärensichtung in freier Wildbahn gehabt.
    Schwarzbär steht auf der Straße und glotzt mich an, leider hatte ich die Kamera nicht schnell genug bei der Hand.



    Langsam wurde es dann auch wärmer



    Einer der Stops in Kanada war Quesnel Forks, eine Geiserstadt in British Columbia. Eigentlich ein Freilichtmuseum.
    Es war eine eigentümliche Erfahrung. 30km Piste mitten im nirgendwo und ich war die einzige Person weit und breit. Früh im Jahr...









    Warum dort haufenweise alte Autowracks im Wald verotten weiß ich bis heute nicht :-)

    Das Wetter im südlichen British Columbia war einfach nur traumhaft, strahlender Sonnenschein und nicht zu heiße Temperaturen mit wunderbaren straßen.

    eines meiner Nachtlager, könnte schlimmer sein



    Leben im Luxus





  3. Registriert seit
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    #3
    Weiter gehts in Kanda, Whistler Mountain weit im Süden.
    Hab mich hier mit einem anderen Fahrer getroffen den ich in einer der diversen Facebook Gruppen kennengelernt habe.
    Er war mit seiner F800GS am Weg nach Norden.



    Leider hat es den guten am Dempster Highway zerlegt und er hat sich die Schulter und das Kiefer gebrochen ein paar Wochen nach unserem Treffen.

    Rund um Whistler Mountain







    Die Waggons stammen von einem entgleisten Zug der zum Mountainbike Park umgebaut wurde.


    Glück im Unglück, als ich nach Los Angeles gekommen bin bin ich für eine Woche bei ihm untergekommen.

    Das wars dann für heute, im nächsten Abschnitt die Lower 49 States, viel Hitze und ein böser Crash.

  4. Registriert seit
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    #4
    super Libby. endlich. kann es sein, dass im ersten Beitrag nur zwei Bilder zu sehen sind? ist das Absicht?

  5. Registriert seit
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    #5
    The Lower 49.

    Eintrittspunkt in die unteren 49 Staaten war Seattle. Erster Stop um einen neuen Hinterreifen zu besorgen da der Weg nach Süden und der raue Asphalt in Alaska dem Hinterreifen das letzte gegeben haben.
    Das Wetter war wie zu erwarten kalt und regnerisch aber so ist eben der Pazifische Nordwesten, trotzdem schön.
    Kurz noch angehalten um Gras und Kekse legal zu kaufen dann gings endlich ab ins Hinterland auf die Washington Backcountry Discovery Route.

    Zum Start wars noch schön doch als ich es auf die erste Hügelkette geschafft hat zog ein heftiges Gewitter durch.



    45min Heftiger Regen und Hagel. Blöderweise musste ich steil bergab und das ganze hat sich in eine matschige Rutschpartie verwandelt.



    An einer besonders steilen Abfahrt mußte ich notgedrungen das ganze gepäck inkl. Koffer abmontieren um halbwegs sicher runter zu kommen. Bißchen später der erste kleine Crash im Schlamm. Nicht weiter schlimm.

    Nachdem die Wettervorhersage für die nächsten Tage nichts gutes kund tat hab ich den nach Oregon auf Asphalt bestritten. Einige nette Stops am Weg.





    Oregon war ebenso wie Washington arg regnerisch aber zumindest die Backcountry Route dort war machbar was die Verhältnisse angeht. Leider haben mich dann einige abgesterrte Strecken im Wald wieder auf den Asphalt zurückbeordert.

    Ein paar Bilder aus Oregon, zahlreiche Waldbrandgebiete durchquert.













    Dann gings weiter nach Idaho. War recht interessant die Rocky Mountains hinter sich zu lassen. Das Wetter ändert sich auf 30km schlagartig von kalt und regnerisch zu trocken und heiß. Nicht das mir das was ausgemacht hätte.

    Einer der ersten Stopps war der Snake River Canyon.





    Wieder weiter in noch trockeneres Gebiet.





    Idaho war schön aber sehr karg und viele viele Kühe.





    Hier hats dann die Benzinpumpe erwischt. Also Benzin ablassen, Pump ausbauen, Filter reinigen und dann gings wieder für ein paar Tage aber Ersatz mußte her. die neue in ein Hotel beordert und dort dann sehnsüchtig auf den UPS mann gewartet.








  6. Registriert seit
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    #6
    Immer weiter, Immer weiter.
    Von Idaho gings nach Wyoming und irgendwie hab ich es auch geschafft in Montana zu landen obwohl das eigentlich garnicht am Plan stand. Adventure, Baby.



    Nachdem mir die Hitze im Süden Wyomings dann aber zuviel wurde und ich den direkten Weg ins noch heißere Nevada nicht antreten wollte hab ich einen Abstecher nach Colorado gemacht. Eine der besten Entscheidungen des Trips. Traumhafte Berge und Straßen bis auf knapp 4000m.

    Am Weg zur COBDR hat mich dann auf 3000m ein Gewitter erwischt und ich war mehr oder weniger gezwungen mein Zelt mitten im nirgendwo im Bärenland aufzuschlagen. Der Donner war so heftig das der Boden gezittert hat. Belohnt wurde ich mit einem traumhaften Morgen.











    Nach einem Besuch beim Hunter S. Thompson Schrein in Asepn stand dann aber doch Utah am Programm. Monument Valley, Moab und viel viel Staub.





    In Monument Valley auf einem der Mesas wild campen und den Sonnenauf- und Untergang erleben war ein grandioses Erlebnis.













    Am nächsten Tag dann weiter im Dreck gefahren und einen großen Crash gehabt.
    Harter Untergrund der sich plötzlich in Sand mit harten Spurrinnen von Trucks verwandelt hat bei ca. 60kmh....
    Halterung des Bremshebels gebrochen, Bremsflüssigkeitsreservoir abgebrochen, Windschild gebrochen, Verkleidung des Scheinwerfers gebrochen, Auspuffhalterung gebrochen und Koffer arg verbeult. Alles mitten im nirgendwo. Gottseidank hatte ich genug Kabelbinder dabei :-)

    Dann ab in die größte hitze nach Nevada. Höchste Temperatur 50°...

    Abstecher zu Area 51 ... mußte einfach sein.









    Nächster Halt: Kalifornien.

  7. Registriert seit
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    #7
    Danke für's Mitnehmen libertine - sehr geile Bilder!

  8. Registriert seit
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    #8
    Danke für die super Bilder, Oliver! Die Weitwinkel bzw Fisheye Perspektiven gefallen mir auch sehr gut.
    Welches Fotomaterial hattest du dabei?

    Was ist in Bolivien passiert dass es nicht bis nach Ushuaia geklappt hat?
    Hatte auf ADVRider gelesen dass du in Uruguay oder Argentinien deine 1190 verkaufen wolltest?

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Hallo libertine,
    als Verfolger des Freds "Aktuelle Fotos von heute" bin ich deine Reise ja auch schon live mitgefahren.
    Der Bericht selber ist natürlich nochmal eine andere Hausnummer.
    Aber wie der Tiger schon anmerkte, scheinen im ersten Beitrag ein paar Bilder zu fehlen; also ich kann nur die beiden Bilder sehen, die am Everest gemacht wurden (ja OK, sind wohl auch die lohnendsten).

    Gruß Thomas

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    warum die bilder bei einigen nicht funktionieren weiß ich nicht.
    die links gehen alle, sind nur sehr groß und der server ist nicht der schnellste...

    fürs motorrad hab ich zufällig einen käufer in peru gefunden, werd also zurück nach cusco fahren um die fuhre dort zu verkaufen.

    warum nicht bis ushuaia ... weil das leben dazwischen gekommen ist
    ich bin ja seid kolumbien mit einer mitfahrerin unterwegs und da haben sich meine pläne eben etwas geändert.


 
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